JuraForum.de > Urteile > BAYERISCHER-VGH > Beschluss vom 28.11.2005, Aktenzeichen: 9 ZB 05.37
| Leitsatz: | 1. Die Aufforderung der Versorgungsanstalt der deutschen Bezirksschornsteinfegermeister an ein in den Ruhestand versetztes Mitglied, ein amtsärztliches Gutachten über den Gesundheitszustand beizubringen (§ 44 Abs. 2 SchfG), ist nicht selbständig anfechtbar (§ 44 a Satz 1 VwGO). Die Rechtmäßigkeit der Aufforderung ist im Rahmen des Rechtsschutzes gegen die Einbehaltung der Versorgungsbezüge zu überprüfen. Damit ist für den Betroffenen ein ausreichender Rechtsschutz gewährleistet (Art. 19 Abs. 4 GG). 2. Das Ruhen des Anspruchs auf Versorgungsbezüge (§ 44 Abs. 3 Alt. 2 SchfG) tritt ein, wenn die Aufforderung nach § 44 Abs. 2 SchfG rechtmäßig ist und wenn sie schuldhaft nicht befolgt worden ist. Nicht erforderlich ist, dass im Zeitpunkt des Fristablaufs eine bestandskräftige oder sofort vollziehbare Anordnung zur Beibringung des Gutachtens vorliegt. |
| Rechtsgebiete: | SchfG, VwGO, GG, GKG |
| Vorschriften: | SchfG § 44 Abs. 2, SchfG § 44 Abs. 3, VwGO § 44 a, VwGO § 88, VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 1, VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 2, VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 3, VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 5, GG Art. 19 Abs. 4, GKG § 40, GKG § 42 Abs. 3 Satz 1, GKG § 47 Abs. 1, GKG § 47 Abs. 3, GKG § 52 Abs. 1, GKG § 72 Nr. 1 Halbs. 2, |
| Stichworte: | Zulassung der Berufung (abgelehnt), Bezeichnung der Zulassungsgründe (Auslegung des Vorbringens), ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit des Urteilsergebnisses (verneint), Aufforderung zur Beibringung eines Gutachtens (nicht selbständig anfechtbar), |
| Verfahrensgang: | VG München M 3 K 03.7088 vom 10.11.2004 |
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