JuraForum.de > Urteile > BAYERISCHER-VGH > Beschluss vom 25.01.2006, Aktenzeichen: 11 CS 05.1453
| Leitsatz: | 1. Ein "gelegentlicher" Cannabiskonsum im Sinne von § 14 Abs. 1 Satz 4 FeV und der Nummer 9.2.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis-Verordnung setzt die mindestens zweimalige Einnahme dieses Betäubungsmittels voraus (a.A. OVG Hamburg vom 23.6.2005 VRS 2005, 214). 2. Zur Klärung der Frage, wie oft Cannabis eingenommen wurde, darf auch dann, wenn nur ein einmaliger Konsum feststeht, gemäß § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FeV ein ärztliches Gutachten angefordert werden, sofern weitere, Eignungszweifel begründende Tatsachen vorliegen. 3. Zur möglichen Ausgestaltung eines ärztlichen Gutachtens, das der Feststellung der Häufigkeit der Cannabiseinnahme dient. |
| Rechtsgebiete: | FeV, Fahrerlaubnis-Verordnung |
| Vorschriften: | FeV § 11 Abs. 6 Satz 1, FeV § 11 Abs. 7, FeV § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, FeV § 14 Abs. 1 Satz 4, Fahrerlaubnis-Verordnung Nr. 9.2.2 Anlage 4, |
| Stichworte: | "einmaliger" und "gelegentlicher" Cannabiskonsum, fehlende Aussagekraft der THC-Carbonsäure-Konzentration, Ausgestaltung ärztlicher Gutachten zur Abklärung der Konsumhäufigkeit bei Cannabis, |
| Verfahrensgang: | VG Augsburg Au 3 S 05.413 vom 25.05.2005 |
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