JuraForum.de > Urteile > BAYERISCHER-VGH > Beschluss vom 21.02.2003, Aktenzeichen: 4 CS 03.462
| Leitsatz: | 1. Der durch Plastination auf Dauer konservierte tote menschliche Körper ist Leiche i.S. des Bayer. Bestattungsgesetzes. 2. In der Abwägung zwischen Wissenschaftsfreiheit und Menschenwürde verletzt die didaktisch motivierte, Aufklärungszwecken dienende Ausstellung auch von Ganzkörperplastinaten nicht die in Art. 5 BestG niedergelegten allgemeinen Anforderungen im Umgang mit Leichen. 3. Demgegenüber ist der menschliche Leichnam als Stoff einer künstlerischen Gestaltung mit anschließender Präsentation entzogen; seine Instrumentalisierung zu kreativer Gestaltung als Medium eigener Formensprache verstößt gegen Art. 5 BestG. |
| Rechtsgebiete: | BestG, BestV, GG |
| Vorschriften: | BestG Art. 1, BestG Art. 5, BestV § 19, GG Art. 1, GG Art. 5 Abs. 3, |
| Stichworte: | Körperwelten, Plastination, Ausstellung, Untersagung, Leiche, Wissenschaftsfreiheit, Wissenschaft, Menschenwürde, Kunst, |
| Verfahrensgang: | VG München M 10 S 03.545 vom 18.02.2003 |
| Rechtskraft: | ja |
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