JuraForum.de > Urteile > BAYERISCHER-VGH > Beschluss vom 17.10.2002, Aktenzeichen: 15 CS 02.2068
| Leitsatz: | Die Gebietsfestsetzung eines Bebauungsplans nach § 1 Abs. 3 Satz 1 und 2, §§ 2 ff. BauNVO hat kraft Bundesrechts im Grundsatz nachbarschützende Wirkung (BVerwG vom 23.8.1996 BVerwGE 101, 364/374 f.). Demgegenüber haben Festsetzungen, die einen Gebietstyp gem. § 1 Abs. 4 ff. BauNVO modifizieren, kraft Ortsrechts nur dann nachbarschützende Wirkung, wenn sie nach dem Willen der Gemeinde (auch) den Nachbarinteressen dienen sollen. |
| Rechtsgebiete: | BauGB, BauNVO, VwGO |
| Vorschriften: | BauGB § 31 Abs. 2, BauGB § 212 a Abs. 1, BauNVO § 1 Abs. 2, BauNVO § 1 Abs. 4 ff, BauNVO § 6, VwGO § 80 a Abs. 3, VwGO § 80 Abs. 5, |
| Stichworte: | Nachbarwiderspruch, Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung, nachbarschützende Wirkung einer Gebietsfestsetzung kraft Bundesrechts, keine nachbarschützende Wirkung einer den Gebietstyp modifizierenden Festsetzung nach § 1 Abs. 4 bis 10 BauNVO, wenn das von der Gemeinde nicht gewollt ist, Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans, Rücksichtnahmegebot, |
| Verfahrensgang: | VG München M 9 SN 01.5315 vom 19.07.2002 |
| Rechtskraft: | ja |
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