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JuraForum.deUrteileBAGUrteil vom 28.09.2005, Aktenzeichen: 5 AZR 52/05 



BAG – Aktenzeichen: 5 AZR 52/05

Urteil vom 28.09.2005


Leitsatz:1. Eine einzelvertragliche Ausschlussfrist, die die schriftliche Geltendmachung aller Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis innerhalb einer Frist von weniger als drei Monaten ab Fälligkeit verlangt, benachteiligt unangemessen entgegen den Geboten von Treu und Glauben ( § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB). Sie ist mit wesentlichen Grundgedanken des gesetzlichen Verjährungsrechts nicht vereinbar (§ 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB) und schränkt wesentliche Rechte, die sich aus der Natur des Arbeitsvertrags ergeben, so ein, dass die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist (§ 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB).

2. Die Ausschlussklausel ist auf Grund der unangemessen kurzen Frist insgesamt unwirksam. Sie fällt bei Aufrechterhaltung des Arbeitsvertrags im Übrigen ersatzlos weg (§ 306 Abs. 1 und 2 BGB).
Rechtsgebiete:BGB, ArbZG, ZPO
Vorschriften:BGB § 134, BGB § 139, BGB § 199, BGB § 202, BGB § 242, BGB § 305 ff., BGB § 611, BGB § 612, BGB § 614, ArbZG § 3, ZPO § 138,
Stichworte:AGB-Kontrolle - einstufige Ausschlussfrist,
Verfahrensgang:ArbG Bielefeld 4 Ca 3984/03 vom 02.06.2004
LAG Hamm 19 Sa 1424/04 vom 16.11.2004

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