JuraForum.de > Urteile > BAG > Urteil vom 25.01.2006, Aktenzeichen: 10 AZR 238/05
| Leitsatz: | Eine unmittelbare Haftung der Gründungsgesellschafter einer Vor-GmbH besteht auch dann wegen Vermögenslosigkeit der Vor-GmbH, wenn zwar ein Gesamtvollstreckungsverfahren eröffnet, jedoch wegen Masseunzulänglichkeit eingestellt worden ist und die geltend gemachten Ansprüche zu den ausgefallenen Ansprüchen gemäß § 17 Abs. 3 GesO gehören. Ob Vermögenslosigkeit besteht, ist objektiv und rückblickend zu beurteilen. Offen bleibt, zu welchem Zeitpunkt dies zu geschehen hat. |
| Rechtsgebiete: | HGB, BGB, GmbHG, GesO, Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe vom 12. November 1986 idF vom 18. Dezember 1996 und vom 21. Mai 1997 |
| Vorschriften: | HGB § 128, BGB §§ 705 ff., GmbHG § 11 Abs. 2, GesO § 13 Abs. 1, GesO § 17 Abs. 3, GesO § 19 Abs. 1, Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe vom 12. November 1986 idF vom 18. Dezember 1996 und vom 21. Mai 1997 § 48 Abs. 1, Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe vom 12. November 1986 idF vom 18. Dezember 1996 und vom 21. Mai 1997 § 50, Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe vom 12. November 1986 idF vom 18. Dezember 1996 und vom 21. Mai 1997 § 52, |
| Stichworte: | Haftung der Gesellschafter einer Vor-GmbH, |
| Verfahrensgang: | ArbG Berlin 98 Ca 73313/04 vom 10.08.2004 LAG Berlin 8 Sa 2064/04 vom 21.01.2005 |
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