JuraForum.de > Urteile > BAG > Urteil vom 17.06.1999, Aktenzeichen: 2 AZR 608/98
| Leitsatz: | Leitsätze: 1. Für einen ordnungsgemäßen Widerspruch des Betriebsrats nach § 102 Abs. 3 Nr. 3 BetrVG gegen eine ordentliche Kündigung reicht es zur Begründung eines Weiterbeschäftigungsanspruchs nach § 102 Abs. 5 Satz 1 BetrVG nicht aus, wenn der Betriebsrat nur allgemein auf eine anderweitige Beschäftigungsmöglichkeit im selben Betrieb oder in einem anderen Betrieb des Unternehmens verweist; dem Betriebsrat ist vielmehr ein Mindestmaß an konkreter Argumentation abzuverlangen, d.h. der Arbeitsplatz, auf dem der zu kündigende Arbeitnehmer eingesetzt werden kann, ist in bestimmbarer Weise anzugeben (im Anschluß an BAG Urteil vom 24. März 1988 - 2 AZR 680/87 - RzK I 5 i Nr. 35). 2. Es bleibt offen, ob das Weiterbeschäftigungsverlangen nach § 102 Abs. 5 Satz 1 BetrVG spätestens zum Ablauf der Kündigungsfrist geltend gemacht werden muß (a.A. BAG Urteil vom 31. August 1978 - 3 AZR 989/77 - AP Nr. 1 zu § 102 BetrVG 1972 Weiterbeschäftigung). Aktenzeichen: 2 AZR 608/98 Bundesarbeitsgericht 2. Senat Urteil vom 17. Juni 1999 - 2 AZR 608/98 - I. Arbeitsgericht Lörrach - 3 Ca 188/96 - Urteil vom 08. Juli 1996 II. Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg - 9 Sa 106/96 - Urteil vom 17. Juni 1998 |
| Rechtsgebiete: | BetrVG, BGB, GG |
| Vorschriften: | BetrVG § 102 Abs. 5, BGB § 611, BGB § 242, GG Art. 1, GG Art. 2, |
| Stichworte: | Weiterbeschäftigungsanspruch - Annahmeverzug, |
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