JuraForum.de > Urteile > BAG > Urteil vom 11.03.1999, Aktenzeichen: 2 AZR 427/98
| Leitsatz: | Leitsätze: 1. Wird eine Kündigung gegenüber einem Arbeitnehmer mangels Vorlage der Vollmacht des Kündigenden erst nach Ablauf der dreiwöchigen Klagefrist des § 4 KSchG gemäß § 174 Satz 1 BGB zurückgewiesen, so ist dies jedenfalls nicht mehr unverzüglich im Sinne des § 121 Abs. 1 BGB (im Anschluß an BAG Urteil vom 30. Mai 1978 - 2 AZR 633/76 - AP Nr. 2 zu § 174 BGB). 2. Sinn und Zweck des tariflichen Alterskündigungsschutzes - hier § 53 Abs. 3, § 55 Abs. 1 BAT - erfordern es im Falle einer allein noch möglichen außerordentlichen, fristlosen Kündigung, dem altersgesicherten Arbeitnehmer zur Vermeidung eines Wertungswiderspruchs eine der fiktiven Kündigungsfrist entsprechende Auslauffrist einzuräumen, wenn einem vergleichbaren Arbeitnehmer ohne gesteigerten Kündigungsschutz bei gleicher Sachlage nur fristgerecht gekündigt werden könnte (Weiterentwicklung der Rechtsprechung im BAG-Urteil vom 14. November 1984 - 7 AZR 474/83 - AP Nr. 83 zu § 626 BGB). 3. Zur Notwendigkeit der Personalratsbeteiligung bei der außerordentlichen Kündigung eines angestellten außerplanmäßigen Professors. Aktenzeichen: 2 AZR 427/98 Bundesarbeitsgericht 2. Senat Urteil vom 11. März 1999 - 2 AZR 427/98 - I. Arbeitsgericht Kassel - 4 Ca 390/96 - Urteil vom 19. September 1996 II. Hessisches Landesarbeitsgericht - 12 Sa 2032/96 - Urteil vom 05. Februar 1998 |
| Rechtsgebiete: | BGB, BAT, HPVG |
| Vorschriften: | BGB § 174, BGB § 626, BAT § 53 Abs. 3, BAT § 54, BAT § 55, HPVG § 66, HPVG § 77 Abs. 4, HPVG § 97, |
| Stichworte: | Fristlose Kündigung - Personalratsbeteiligung, |
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