JuraForum.de > Urteile > BAG > Urteil vom 07.05.1998, Aktenzeichen: 2 AZR 536/97
| Leitsatz: | Leitsätze: 1. Liegen die vom Arbeitgeber darzulegenden und ggf. zu beweisenden Voraussetzungen des § 1 Abs. 5 KSchG vor, d.h. eine Betriebsänderung nach § 111 BetrVG sowie ein Interessenausgleich nebst Namensliste der zu kündigenden Arbeitnehmer, so ist es nach § 1 Abs. 5 Satz 1 KSchG Sache des gekündigten Arbeitnehmers, darzulegen und ggf. zu beweisen, daß keine dringenden betrieblichen Erfordernisse für die Kündigung vorliegen. 2. Die Vermutungswirkung des § 1 Abs. 5 Satz 1 KSchG erstreckt sich auch auf das Nichtvorliegen einer anderweitigen Beschäftigungsmöglichkeit für den Arbeitnehmer im Betrieb. 3. Zur eingeschränkten Überprüfung der Sozialauswahl nach § 1 Abs. 5 Satz 2 KSchG. Aktenzeichen: 2 AZR 536/97 Bundesarbeitsgericht 2. Senat Urteil vom 07. Mai 1998 - 2 AZR 536/97 - I. Arbeitsgericht Bonn - 2 Ca 3268/96 - Urteil vom 05. Februar 1997 II. Landesarbeitsgericht Köln - 11 Sa 355/97 - Urteil vom 01. August 1997 |
| Rechtsgebiete: | KSchG |
| Vorschriften: | KSchG § 1 Abs. 2 bis 5, |
| Stichworte: | Betriebsbedingte Kündigung - Interessenausgleich, |
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