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Informationen zum Rechtsgebiet Vaterschaftsrecht

Die Vaterschaft für ein Kind anzuerkennen, ist eine freiwillige Willenserklärung eines Mannes. Damit sie wirksam werden kann, sind verschiedene Voraussetzungen notwendig.

Merkbogen zum Vaterschaftstest (© Klickerminth - Fotolia.com)
Merkbogen zum Vaterschaftstest
(© Klickerminth - Fotolia.com)

Die Paragraphen §§ 1594 ff BGB stellen die Grundlage für Vaterschaftsanerkennung und ihre Folgen. Denn es gibt Konstellationen, in denen ein Kind vorläufig keinen Vater hat. Es wird nämlich unterschieden zwischen rechtlichem, biologischem und sozialem Vater. Dieser ist nicht immer ein und dieselbe Person. Dies ist dann der Fall, wenn eine Frau bei der Geburt ihres Kindes ledig oder rechtskräftig geschieden bzw. verwitwet ist. Kommt es zu einer Vaterschaftsvermutung und der Willenserklärung des Mannes, die Vaterschaft des Kindes anzuerkennen, so ist die Zustimmung der Mutter notwendig.

Gerichtliche Vaterschaftsfeststellung

Ist der Vater des Kindes im Falle einer ledigen Frau bekannt, möchte die Vaterschaft aber nicht anerkennen, ist eine gerichtliche Vaterschaftsfeststellung möglich gemäß § 1600 Abs. 1 und 4 BGB. Wurde die Vaterschaft eindeutig festgestellt, so ist dieses Ergebnis in einer öffentlichen Urkunde festzuhalten.

Durch die Vaterschaftsvermutung, die Vaterschaftsanerkennung oder das gerichtliche Vaterschaftsfeststellungsverfahren ergeben sich zahlreiche rechtliche Folgen. Zu einem entsteht ein direktes Verwandtschaftsverhältnis zwischen Vater und Kind. Auch ist es möglich, dass das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erhält, auch wenn die Mutter diese nicht innehat. Die doppelte Staatsangehörigkeit ist in diesen Fällen möglich. Selbstverständlich ergeben sich auch Unterhaltspflichten. Dazu kommen die sogenannten sittlichen Pflichten, sein Kind bis zur Beendigung der beruflichen Ausbildung nach bestem Wissen und Gewissen sowie allen vorhandenen Möglichkeiten zu begleiten. Wie bei allen leiblichen Kindern, ist auch in diesem Fällen die Krankenversicherung über die Familienversicherung sowie im Falle des Todes des Vaters ein Halbwaisenrentenbezug vorgesehen.

Anwaltliche Beratung

In der Theorie verständlich, in der Praxis oft nur schwer umzusetzen. Die Durchsetzung des Vaterschaftsrechts ist sowohl für die Mütter als auch für die Väter, die sich ihren Rechten und Pflichten stellen wollen, oft nicht einfach. So sind es nicht immer die Väter, die ihre Einwilligung für den obligatorischen Vaterschaftstest verweigern. In diesem Fall wäre es sinnvoll, einen Rechtsanwalt für Vaterschaftsrecht einzuschalten. In der Rechtsanwaltskanzlei für Vaterschaftsrecht sind alle Möglichkeiten bekannt, die zur Einigung zwischen Vater und Mutter des Kindes eingesetzt werden können. Nach Möglichkeit werden derartigen Schwierigkeiten außergerichtlich beigelegt.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Vaterschaftsrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Vaterschaftsrecht


Vaterschaftsrecht erklärt von A bis Z

  • Feststellung der Vaterschaft
    Seit dem 01.04.2008 ist es mit Hilfe des "Gesetzes zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren" möglich, die genetische Abstammung eines Kindes unabhängig von der Anfechtung der Vaterschaft feststellen zu lassen. Bis dato war es so, dass alle Betroffenen einverstanden sein mussten, die Abstammung eines Kindes durch einen Gutachter
  • Vaterschaftsanerkennung
      Die Anerkennung der Vaterschaft ist eine freiwillige Willenserklärung und damit von der die gerichtlichen Vaterschaftsfeststellung zu unterscheiden. Inhaltsübersicht I. Kind ohne Vater II. Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung III. Die Vaterschaftsanerkennung IV.
  • Vaterschaftsanfechtung
    Hat ein rechtlicher Vater das Gefühl, dass er nicht der biologische Vater eines Kindes ist, so hat er das Recht, sich diesen Verdacht  bestätigen zu lassen. Dies geschieht mithilfe der sogenannten „Vaterschaftsanfechtung“: der betreffende Vater ficht also die Vermutung an, dass er der biologische Vater ist. Im Familienrecht
  • Vaterschaftsanfechtung (Ausländer)
    Durch eine Gesetzesänderung ist auch die Ausländerbehörde seit dem 01.06.2008 berechtigt, eine Vaterschaft gemäß § 1600 Abs. 3 BGB anzufechten. Zweck ist es, den Missbrauch der Vaterschaftsanerkennung durch einen ausländischen Mannes zu verhindern, um somit widerrechtlich eine Aufenthaltserlaubnis gemäß § 4 AufenthG zu erhalten. Bei einer erfolgreichen Vaterschaftsanfechtung werden
  • Vaterschaftstest
    Ein Vaterschaftstest kommt grundsätzlich in Familienangelegenheiten vor und soll herausfinden, ob eine biologische Verwandtschaft zwischen den getesteten Personen vorhanden ist. Aufgrund der hohen Eingriffsintensität in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der getesteten Person, bedarf es bei einem Vaterschaftstest der Einwilligung . Ein heimlicher Vaterschaftstest ist somit strengstens verboten
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Ratgeber
  • BildIst ein Vaterschaftstest Pflicht?
    Eine flüchtige Bettbekanntschaft kann unter Umständen weitreichende Konsequenzen haben. Wenn neun Monate später die Frau an der Tür klingelt und um Unterhaltszahlung bittet, steht zunächst im Raum, ob der Betroffene tatsächlich Vater des Kindes ist. Unklarheiten beseitigen kann hier ein Vaterschaftstest. Doch nicht jeder vermeintliche Vater ist hierzu bereit. ...

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