Rechtsanwalt für Tarifrecht nach Orten

Deutschland

Suchen Sie jetzt einen Anwalt:

Informationen zum Rechtsgebiet Tarifrecht

In unser industriellen und modernen Gesellschaft kennen wir sie alle: die Tarifverträge. Arbeitgeber oder auch Arbeitgebervereinigungen legen gemeinsam mit den Gewerkschaften, welche die Seite der Arbeitnehmer vertreten, fest, in welchem Maße Löhne gezahlt werden, welche Anzahl an Arbeitsstunden notwendig sind und welche Sozialleistungen über diesen Vertrag geregelt werden.

Tarifvereinbarung (© Jonasginter - Fotolia.com)
Tarifvereinbarung
(© Jonasginter - Fotolia.com)

Doch auch Kündigung und Kündigungsschutz werden unter anderem in dem Tarifvertrag festgelegt.

Eng an diesen Tarifvertrag ist in Deutschland jedoch auch das Tarifrecht gekoppelt. Die wichtigste Bedeutung des deutschen Tarifrechts liegt wohl darin, dass die tatsächliche Machtasymmetrie zugunsten des schwächeren Vertragspartners, also in der Regel der Arbeitnehmer, ausgeglichen wird.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Den gesetzlichen Rahmen für das Tarifrecht in Deutschland bildet das Tarifvertragsrecht, welches bereits 1949 verabschiedet wurde und seitdem seine Rechtsgültigkeit behalten hat. Damit ein derartiger Tarifvertrag überhaupt gültig wird, muss sowohl das Unternehmen örtlich und fachlich in den Geltungsbereich fallen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen einzelnen Arbeitgeber oder um eine Arbeitgebervereinigung handelt. Auch ist es unerheblich, ob der Arbeitgeber vielleicht einen Vertrag direkt mit der Gewerkschaft abgeschlossen hat.

Anwaltliche Beratung

Ihre Gültigkeit erlangen Tarifverträge erst dann, wenn diese in schriftlicher Form ausgestellt und ausgehändigt worden sind. Bei der Erstellung eines Tarifvertrages wird zumeist von den Unternehmen, aber auch von den Gewerkschaften ein Rechtsanwalt für Tarifrecht hinzu gezogen.

In einem Tarifvertrag werden sowohl Rechte als auch Pflichten beider Vertragsparteien geregelt. Verstöße gegen die im Vertrag vereinbarten Regelungen können für beide Seiten unangenehme Konsequenzen zur Folge haben, so dass es angebracht ist, einen Rechtsanwalt für Tarifrecht hinzuziehen. In erster Linie wird dieser beratend zur Seite stehen. Wenn sich aber offensichtliche Vertragsverstöße feststellen lassen, wird der Anwalt seinen Klienten auch vor Gericht vertreten und dessen Interessen verfolgen.

Egal ob man Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ist: mit einem Anwalt für Tarifrecht an der Seite lassen sich derartige Rechtsfragen oder Probleme recht schnell und kompetent lösen. So können auch in Zukunft Arbeitsbedingungen und Urlaubsansprüche zum Beispiel für beide Vertragsparteien sichergestellt werden. Hat man Probleme und Fragen, die in dieses Rechtsgebiet fallen, ist es von Vorteil, sich an einen fachkundigen Anwalt in der Nähe des eigenen Wohnorts oder Unternehmens zu wenden. Auf diese Weise ist es dem Rechtsbeistand möglich, sich schnell ein Bild vor Ort von den bemängelten Zuständen zu machen.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Tarifrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Tarifrecht

A  B  C  D  E  F  G  H  K  L  M  N  O  P  R  S  V  W  

A

B

C

D

E

F

G

H

K

L

M

N

O

P

R

S

V

W


Tarifrecht erklärt von A bis Z

  • Allgemeinverbindliche Tarifverträge - Allgemeinverbindlichkeit
    Tarifverträge werden zwischen zwei Parteien ausgehandelt, das sind die Arbeitgeber auf der einen Seite und die Gewerkschaften auf der anderen Seite. Diese beiden Verhandlungspartner bezeichnet man als Tarifvertragsparteien. Ist der Tarifvertrag ausgehandelt und abgeschlossen worden, dann gilt er für die Arbeitgeber, die Mitglied des entsprechenden Arbeitgeberverbandes sind und im
  • Allgemeinverbindlicherklärung
    Die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) eines Tarifvertrags bewirkt nach deutschem Recht, dass die Rechtsnormen dieses Tarifvertrags auch für alle bisher nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb des sachlichen und räumlichen Geltungsbereichs des Tarifvertrags verbindlich werden. Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung kann einen Tarifvertrag im Einvernehmen
  • Angestellte im öffentlichen Dienst: Eingruppierung/Kündigungsfrist
    Am 01.10.2005 trat der Tarifvertrag für Angestellte im öffentlichen Dienst (TVöD) in Kraft. Durch seine Einführung wurden die bis dato geltenden bestehenden Tarifverträge für Arbeiter des Bundes (MTArb) und der kommunalen Arbeitgeber (BMT-G) sowie der seit 1961 existierende  Bundesangestelltentarif (BAT) weitestgehend ersetzt. Seit seiner Einführung wurde er mehrfach geändert
  • Baukastensystem des BAT
    Der BAT ist der Bundes-Angestellten-Tarifvertrag. In ihm sind die Gehälter der Angestellten des Bundes, der Länder und Gemeinden geregelt. Ferner regelt er die Beschäftigungsbedingungen der im Öffentlichen Dienst tätigen Angestellten. Der BAT ist in verschiedene Vergütungsgruppen aufgeteilt, nach der sich die Höhe der Gehaltszahlung des Angestellten richtet. Ein besonderes
  • Entgeldfortzahlung
    Die Entgeldfortzahlung ist in Deutschland im Entgeldfortzahlungsgesetz geregelt. Jede beschäftigte Person hat demnach einen Anspruch im Krankheitsfall auf Lohnfortzahlung von maximal sechs Wochen. Ist dieser Zeitraum verstrichen entfällt der Anspruch auf Entgeldfortzahlung. Der Beschäftigte bekommt danach Krankengeld von der zuständigen Krankenkasse. Die
  • Flächentarifvertrag
    Ein Flächentarifvertrag ist ein Tarifvertrag für einen bestimmten räumlichen Geltungsbereich (Tarifgebiet), eine bestimmte Fläche (z. B. Nordrhein-Westfalen oder den Bezirk Küste). Er gilt immer für eine oder mehrere Branchen (Metall, Einzelhandel etc.); deshalb spricht man häufig auch von Branchentarifverträgen . Diese Tarifverträge gelten für
  • Lohn- und Gehaltstarifvertrag
    Im deutschen Arbeitsrecht handelt es sich bei dem Lohn- und Gehaltstarifvertrag um eine besondere Form eines Tarifvertrags. Er enthält neben den allgemeinen Rahmenbedingungen des Arbeitsverhältnisses auch eine Regelung zur konkreten Höhe des Lohns bzw. des Gehalts, weshalb er auch vom Manteltarifvertrag zu unterscheiden ist.
  • Tarif
    Inhaltsübersicht 1. Tarifsenkung 1999 2. Tarifsenkung 2000 3. Tarifsenkung 2001
  • Tarifregister
    In der Bundesrepublik werden abgeschlossenen Tarifverträge im Tarifregister aufgelistet und registriert. Grundlage ist das TVG § 6 ( Tarifvertragsgesetz ) und es wird beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geführt. In diesem sind der Abschluss, die Änderung und die Aufhebung der Tarifverträge sowie der Beginn und das
  • Tarifvertrag
    Im Artikel 9 Abs. 3 GG ist der verfassungsrechtliche Grundsatz der Tarifautonomie verankert. Dies bedeutet, dass Tarifverträge (Verträge, welche zwischen den Tarifvertragsparteien geschlossen werden) alleine von den Tarifvertragsparteien selbst ausgehandelt werden und Einmischung der Regierung, von Verwaltungen, dem Gesetzgeber oder der Rechtsprechung nicht zulässig sind. Diese Vertragsparteien sind
  • Tätigkeitsmerkmale
    Als „Tätigkeitsmerkmale“ werden die tariflichen Anforderungen einer jeweiligen Vergütungs- beziehungsweise Entgeltgruppe eines Tarifvertrages bezeichnet. Dabei handelt es sich häufig um unbestimmte Rechtsbegriffe oder Berufsbezeichnungen, wie beispielsweise Akademiker Besondere Schwierigkeit und Bedeutung Einfache Tätigkeit Große Sachkenntnisse Gründliche, umfassende Fachkenntnisse Industriemeister Maß der
  • Vergütungstarifvertrag
    Bei dem Vergütungstarifvertrag (auch: Lohn- oder Gehaltstarifvertrag) handelt es sich um eine der Formen, in denen ein Tarifvertrag gegeben sein kann. Er ist jedoch nicht als Solitärvertrag anzusehen, sondern geht mit dem dazugehörigen Manteltarifvertrag einher. In der Regel besitzt er jedoch eine kürzere Laufzeit als dieser; meistens nur ein
  • Öffnungsklausel
    Eine Öffnungsklausel ist eine Bestimmung in einem Tarifvertrag, die zu einzelnen Regelungen einen ergänzenden Abschluss einer Betriebsvereinbarung oder abweichende Regelungen durch Arbeitsvertrag zulässt. Öffnungsklauseln können sich auf tarifliche Rahmenbestimmungen beziehen, die betrieblich konkretisiert und umgesetzt werden müssen (z. B. Regelungen zur leistungsbezogenen Entlohnung oder zur flexiblen
  • Öffnungsklausel – Tarifvertrag
    Eine Öffnungsklausel im Tarifvertrag ermöglicht gem. § 4 Absatz 3 TVG eine vom Tarifvertrag abweichende Regelung durch Betriebsvereinbarung oder durch Arbeitsvertrag .   I.  Allgemeines Nach § 4 Absatz 1 TVG [Tarifvertragsgesetz] gelten solche Rechtsnormen des
Sie sind Rechtsanwalt?

Eintrag anlegen

Jetzt Anwaltseintrag für 1 Jahr kostenlos testen!


News zum Tarifrecht

Forenbeiträge zum Tarifrecht
  • BildFahrtkosten bei wechslenden Einsatzstellen (15.07.2008, 08:05)
    Folgender Sachverhalt: S hat beim Malermeister M eine Stelle als Malerhelfer gefunden. Er bekommt knapp 1000,- € netto/monatlich. Allerdings hat S als Maler ständig wechselnde Arbeitstellen, was ja in der Natur der Sache liegt. Nur trägt S die Fahrtkosten zu den Einsatzorten. Von der Wohnung des S zum Betrieb des M sind ...
  • BildVerfall von Resturlaub bei Krankheit im Öffentlichen Dienst (06.09.2007, 20:27)
    Zu Resturlaub bei Krankheit wurden ja bereits einige Fälle konstruiert. Leider kann ich meine Fallgestaltung keinen Fall so richtig zuordnen. Ich möchte hier nachfolgenden fiktiven Fall konstruieren und hoffe auf Lösungsvorschläge. Ein Arbeitnehmer bzw. Beamter hat im Jahr 2006 seinen Urlaub nicht genommen, da er für sich persönlich in Jahr 2007 einen längeren ...
  • BildTarifrecht ÖD, Studenzuordnung (06.09.2013, 19:53)
    Angenommen ein AN ist seit dem 01.01.2007 bei einem öffentlichem AG in Hessen beschäftigt. Die Einstellung erfolgte gemäß (dem in Hessen) damals gültigem BAT. Nach Einführung des TV-H am 01.01.2010 erfolgte die Überleitung in Stufe 2+. Nach 2 Jahren in Stufe 2+ erfolgte dann die Höherstufung in Stufe 3 am ...

Auszeichnungen


JuraForum.de - eine der besten Webseiten aus dem Bereich Wirtschaft

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.