Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Aberratio ictus
    Bei dem Rechtsbegriff aberratio ictus handelt es sich um besondere Art des Irrtums im Strafrecht. Er beschreibt das Fehlgehen der Tat. In diesem Fall trifft der Täter nicht das anvisierte Tatobjekt. Die aberratio ictus ist deshalb stets von
  • Abhören
    Die Tätigkeit Abhören bezeichnet das Lauschen an einer Geräuschquelle oder einer Kommunikationsverbindung, um ihren Informationsgehalt zu erfassen. Dies muss nicht unbedingt akustisch geschehen. Meistens wird das Wort "Abhören" für die unbemerkte, oft auch illegale Form des Lauschens an einer Daten- oder Telefonverbindung
  • Ablauf - Geldwäsche
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Platzierung (Placement) 3. Verteilung (Layering)
  • Ablehnung wegen Befangenheit des Richters
    Wer Angeklagter in einem Strafverfahren ist, der hat das Recht, dass das Verfahren von einem unabhängigen und unparteiischen Richter geführt wird. Wird befürchtet, dass der Richter voreingenommen ist, besteht die Möglichkeit auf Ablehnung wegen Befangenheit . Dadurch können Gerichtspersonen von dem Verfahren ausgeschlossen werden. Die dafür nötigen Rechtsgrundlagen
  • Abolitionismus (Kriminologie)
    Im kriminal-soziologischen Sinne versteht man unter Abolitionismus den Verzicht auf die totale Institution des Gefängnisses bzw. in einem noch umfassenderen und extremeren Sinne die Abschaffung des Strafrechts. Die kriminal-soziologischen Abolitionisten sind grundsätzlich der Meinung, dass der Staat nicht das richtige Organ sein kann, um
  • Analogie
    Analogie ist die Übertragung von einer für einen Tatbestand vorgesehenen Regel auf einen anderen (analoge Anwendung), wenn die Tatbestandsvoraussetzungen der vorgesehenen Regel nicht vorliegen, aber eine Lücke - Wertungslücke oder planwidrige Regelungslücke - vorliegt und es sich bei ähnlichen Sachverhalten um eine vergleichbare Interessenlage handelt. Eine
  • Angeklagter
    Ein Beschuldigter in einem Strafverfahren, dessen Hauptverfahren vor einem Gericht eröffnet wurde, wird gemäß § 157 StPO als Angeklagter bezeichnet. OLG-Oldenburg zur Zulassung der Zwangsvollstreckung eines Angeklagten bei Überlassung einer früheren Haftkaution [OLG-Oldenburg, 16.10.2007, 1 Ws 549/07]: Überlässt ein Angeklagter freiwillig eine frühere Haftkaution
  • Anscheinsgefahr
    Die Anscheinsgefahr ist eine der möglichen Formen der Gefahr. (Andere Formen sind die Abstrakte Gefahr, die Konkrete Gefahr sowie die Scheingefahr) Sie ist gegeben, wenn eine Behörde unter Würdigung objektiver Umstände der Überzeugung ist, dass eine Gefahr vorliegt - obwohl dies tatsächlich gar nicht der Fall ist. Maßnahmen,
  • Anstellungsbetrug
    Wenn sich ein Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag oder eine Anstellung aufgrund falscher Tatsachen erschleicht, so wird dies als "Anstellungsbetrug" bezeichnet. Dieser Betrug kann beispielsweise durch Angabe von Qualifikationen erfolgen, welche gar nicht vorhanden snd. Der Anstellungsbetrug wird als ein Sonderfall des Betrugs im Sinne des § 263 StGB angesehen.
  • Aufklärungsquote
    Die Aufklärungsquote (AQ) ist das Verhältnis der aufgeklärten Fälle (hinsichtlich der Täterschaft) zu den polizeilich registrierten ("bekannt gewordenen") Fällen (also Straftaten) in einem Berichtszeitraum, der regelmäßig ein Jahr beträgt. Aufgeklärt heißt dabei, es wurde ein Tatverdächtiger - mit hinreichendem Tatverdacht - ermittelt. Durchaus möglich sind
  • Auflage - Jugendstrafrecht
    Die Auflage im Jugendstrafrecht ist eine Sanktion, die zur Kategorie der Zuchtmittel zu zählen ist. Nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) bestehen vier Möglichkeiten der Auflage: Die Wiedergutmachung des Schadens (§ 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 JGG), die Entschuldigung beim Verletzten (§ 15 Abs. 1 S. 1
  • Auschwitz-Lüge
    Die Leugnung der Morde an Juden durch die deutschen Nationalsozialisten wird als "Auschwitz-Lüge" oder "Holocaustleugnung" bezeichnet. In der Praxis ist dies so zu verstehen, dass historisch belegbare Tatsachen wie das systematische Töten von Juden nicht stattgefunden hätten, sondern dass es sich dabei lediglich um ein gewöhnliches Massensterben gehandelt hat.
  • Ausgleichende Gerechtigkeit
    Die ausgleichende Gerechtigkeit (auch kommutative Gerechtigkeit , justitia commutativa ) ist ein Unterbegriff der Gerechtigkeit. Hier die häufigsten „Anwendungsgebiete“: Tausch von Gütern (Gleichwertige Güter, auch Kauf usw.) Wiedergutmachung von Schäden (Schadenersatz usw.) Verhängung von Strafen (Strafrecht)
  • Auskunftsverweigerungsrecht
    Das Auskunftsverweigerungsrecht ist in § 55 StPO geregelt. Das Auskunftsverweigerungsrecht soll Zeugen oder Angehörige einer Gefahr in einem Strafverfahren davor bewahren, Antworten auf bestimmte Fragen zu verweigern, die ihn selbst der Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfolgung aussetzen würden. Im Gegensatz zum Zeugnisverweigerungsrecht, das eine komplette Beantwortungsverweigerung beinhaltet,
  • Beleidigung
    Der Beleidigungstatbestand gem. § 185 StGB erfasst alle Äußerungen gegenüber dem Betroffenen selbst sowie alle Werturteile über den Betroffenen. Dabei wird vor allem die Ehre geschützt. 1. Objektiver Tatbestand Der Beleidigungstatbestand gem. § 185 StGB erfasst alle Äußerungen gegenüber dem Betroffenen
  • Betrug, § 263 StGB
    Allgemeines Der Betrug , § 263 StGB, zählt zu den Vermögensdelikten. Schutzgut ist das Vermögen als Ganzes in seinem Bestand. Ein Betrug ist unter folgenden Umständen gegeben: Eine Täuschung über Tatsachen muss zu einem Irrtum des Opfers führen, dieser Irrtum muss eine
  • BtMG
    Das einstige Opiumgesetz, ein Relikt aus der Weimarer Republik 1929, wurde inhaltlich umformuliert und umbetitelt und am 10. Januar 1972 erneut bekannt gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes regeln die Ein- und Ausfuhr von erklärten Betäubungsmitteln, deren Inverkehrbringung sowie ihre Herstellung. Auch der Betrieb von Konsumräumen sowie die Vernichtung von
  • Computerbetrug, § 263a StGB
    Allgemeines Der Computerbetrug , § 263a StGB, zählt zu den Vermögensdelikten. Schutzgut ist das Vermögen als Ganzes in seinem Bestand. § 263a StGB wurde nachträglich im Rahmen des 2. Gesetzes zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen (darum das "a"). Er soll Strafbarkeitslücken, die vom
  • Computerkriminalität
    Straftaten, vor allem im Zusammenhang mit der Wirtschaftskriminalität, bei denen ein Computer als Tatmittel bzw. Gegenstand der strafbaren Handlungen im Vordergrund steht, werden als Computerkriminalität bezeichnet. Der Begriff wird umgangssprachlich im weiteren Sinne auch für im Zusammenhang mit Computern stehende Handlungen verwandt, die zwar
  • Datenveränderung
    Datenveränderung ist in Deutschland gemäß § 303a des Strafgesetzbuches (StGB) ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Inhaltsverzeichnis 1 Definition 2
  • Deskriptive Tatbestandsmerkmale
    Deskriptive Tatbestandsmerkmale sind beschreibende Merkmale, bei denen in Abgrenzung zu den normativen Tatbestandsmerkmale keine Wertung vorgenommen werden muss.
  • Drogenspürhund
    Ein Drogenspürhund , auch Drogensuchhund , Suchtgifthund und Suchtmittelspürhund genannt, ist ein Haushund, der zum Aufspüren von Drogen (Suchtmittel) ausgebildet wurde. Eingesetzt werden sie von der Polizei, dem Zoll oder anderen Sicherheitsbehörden und privaten Sicherheitsunternehmen. So, wie der Mensch schon
  • Eilzuständigkeit
    Eine Eilzuständigkeit ist ein Unterfall der behördlichen oder gerichtlichen Zuständigkeit. Zuständigkeiten regeln wann ein öffentlicher Entscheidungsträger handeln darf. Eilzuständigkeiten finden sich dabei sowohl im allgemeinen wie besonderen Verwaltungsrecht (z. B. im Polizeirecht) sowie im Strafverfahrensrecht. Eine Eilzuständigkeit regelt die behördlichen bzw. gerichtlichen Kompetenzen, wenn in einer
  • Einwilligung
    Inhalt Durch die Einwilligung als Rechtsgutsverzicht (man läßt eine Schädigungshandlung über sich erlaubterweise ergehen) kann die Rechtswidrigkeit und Strafbarkeit einer Handlung entfallen. Dispositionsbefugnis Dazu muss der Einwilligende allerdings die Dispositionsbefugnis über das betroffene Rechtsgut (z.B. wie die körperliche Integrität) inne
  • Ermittlungsverfahren
    Mit einem Ermittlungsverfahren beginnt jedes Straf- oder Bußgeldverfahren. Die gesetzlichen Regelungen dazu lassen sich in den §§ 160 - 177 StPO finden. 1. Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab Das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, wird durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet. Dies ist immer dann der Fall,
  • Erregung öffentlichen Ärgernisses
    Die Erregung öffentlichen Ärgernisses ist in Deutschland nach § 183a StGB eine Straftat. Nach dieser Vorschrift wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wenn die Tat nicht
  • Fahrlässige Körperverletzung
    1. Objektiver Tatbestand Der objektive Tatbestand bei § 229 StGB ist mit dem des § 223 I, der Körperverletzung, identisch. Folglich werden sowohl die Gesundheitsschädigung und die körperliche Misshandlung umfasst. 2. Subjektiver Tatbestand Abgrenzungskriterium zum § 223 I StGB ist ausschließlich, dass
  • Fahrlässigkeit, grobe
    Nach § 276 Absatz 2 BGB handelt fahrlässig, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Grobe Fahrlässigkeit liegt dementsprechend vor, wenn die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird, indem schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden sowie
  • Fahrverbot
    Ein Fahrverbot kann vom Gericht im Strafverfahren als Nebenstrafe verhängt werden. Voraussetzung ist, dass der Angeklagte wegen einer Straftat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, zu einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe verurteilt wurde.
  • Falschaussage
    Werden gegenüber einem Gericht oder einer Behörde wahrheitswidrige Tatsachen zu einem bestimmten Sachverhalt geäußert, so spricht man von einer Falschaussage . Die Falschaussage ist Tatbestandsmerkmal aller Aussagedelikte, unabhängig ob sie uneidlich, mit Eid (z.B. Meineid) oder an Eides statt geleistet wird. Inhaltsübersicht
  • Falsche uneidliche Aussage
    1. Objektiver Tatbestand §153 StGB ist ein Aussagedelikt und gleichzeitig auch das Grunddelikt . Sie stellt die unwahre Aussage, die vor einer zuständigen Stelle ohne Eid abgelegt wird unter Strafe. Die Tathandlung ist die falsche Aussage. Ein Unterlassen ist nicht
  • Festnahmerecht
    In Deutschland besteht die Möglichkeit einen Täter eigenständig festzuhalten . Das Gesetz bezeichnet es nach § 127 StPO als "Vorläufige Festnahme". Voraussetzung ist das eine Person auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird und durch Nichtvornahme der Festnahme eine
  • Freiheitsbeschränkung
    Der Begriff Freiheitsbeschränkung umschreibt einen Eingriff in die Freiheit der Person aus Art. 2 Absatz 2 Satz 2 GG. Nach Art. 2 Absatz 2 Satz 2 GG ist die die Freiheit der Person zwar unverletzlich, nach Art. 104 Absatz 1 GG kann
  • Garant / Garantenpflicht
    Bei den Begriffen „ Garant “ und „ Garantenpflicht “ handelt es sich um termini technici aus dem Strafrecht. Dabei ist ein Garant die Person, die eine Rechtspflicht zum Handeln hat und die sich bei Nichtvornahme der Handlung wegen der Begehung eines unechten Unterlassungsdelikts strafbar
  • Gefahr im Verzuge
    "Gefahr im Verzug"ist ein Begriff aus dem Polizei- und Ordnungsrecht, welcher seine rechtliche Grundlage aus dem Art. 13 GG sowie aus den Polizeigesetzen der Länder erhält. Er bezieht sich auf einen Zustand, bei dem nur durch ein sofortiges Eingreifen eine drohende Gefahr oder ein Schaden abgewendet werden kann.
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
    1.Objektiver Tatbestand Rechtschutz: § 315c ist ein konkretes Gefährdungsdelikt . Es schützt neben der Sicherheit des Straßenverkehrs auch die konkret gefährdeten Rechtsgüter. Handlung: Zur Verwirklichung des § 315 c StGB bedarf es das Führen eines Fahrzeuges im öffentlichen Verkehr und
  • Gotteslästerungsparagraph
    Gemäß § 166 StGB ("Gotteslästerungsparagraph") ist die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen strafbar. Gemäß diesem muss eine Person mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, die öffentlich oder durch Verbreitung von Schriften den öffentlichen Frieden dadurch stört, dass sie über religiöse oder weltanschauliche Ansichten
  • Göttinger Mensurenprozess
    Der Göttinger Mensurenprozess war eine gerichtliche Auseinandersetzung in den Jahren 1951–1953, in der die Strafbarkeit der studentischen Mensur und des studentischen Duells für die in der deutschen Nachkriegszeit wiederentstandenen Studentenverbindungen grundsätzlich geregelt wurde. Aufgrund der Schwierigkeiten und der ablehnenden Haltung von verschiedenen Seiten wurden
  • Habgier
    Bei der Habgier handelt es sich um eines der neun Mord merkmale im § 211 des Strafgesetzbuches ( StGB ). Es steht in der ersten Gruppe und ist eines der vier besonders verwerflichen Beweggründe (Motive) für die Tat, also ein täterbezogenes
  • Handlungseinheit
    Eine Handlungseinheit ist gegeben, wenn eine Handlung im realen oder im juristischen Sinne vorliegt. Dabei ist zu beachten, dass eine Handlungseinheit nicht immer identisch sein muss mit einer Tateinheit. Bei der Handlungseinheit wird differenziert zwischen tatbestandlicher Handlungseinheit, natürlichen Handlungseinheit sowie fortgesetzter Handlung.
  • Hochverrat
    Ein Unternehmen, welches zum Ziel hat, den inneren Bestand oder die verfassungsmäßige Ordnung eines Staates zu zerstören, wird als Hochverrat bezeichnet. Inhaltsübersicht 1 Hochverrat als Verbrechen (Deutschland) 1.1 Hochverrat: Tatbestandsmerkmale 1.2 Die Tätige
  • Homosexualität (Strafrechtsgeschichte)
    Während in anderen Ländern - beispielsweise in Russland - Homosexualität strafbar ist, bestehen in Deutschland keine Gesetze gegen Homosexualität. Dies war jedoch nicht immer so: im Jahre 1875 wurde der § 175 StGB eingeführt, gemäß welchem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe gestellt wurden. Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Jugendliche - Definition
    Als „ Jugendliche “ werden jene Personen bezeichnet, die sich altersmäßig in der Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein befinden. Grob definiert also jene Personen, die sich zwischen dem 13. und dem 21. Lebensjahr befinden. Rechtlich gesehen werden als Jugendliche jene Personen bezeichnet, welche zwischen 14 und
  • Kreuzverhör
    Ein Kreuzverhör kommt es aus dem anglo-amerikanischen Beweisrecht. Es ist eine übliche Befragung der Zeugen und im Strafprozess auch des Beschuldigten durch den Staatsanwalt oder Rechtsanwalt. Dabei befragen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abwechselnd (über Kreuz) den Angeklagten bzw. den Zeugen. Regelung in Deutschland Kreuzverhöre
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Körperliche Unversehrtheit
    Die körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht aller Menschen. In Deutschland ist sie Bestandteil des Grundgesetzes (Art. 2 Abs. 2 GG). Als körperliche Unversehrtheit wird sowohl die physische als auch psychische Gesundheit eines Menschen betrachtet. Nicht beinhaltet ist das soziale Wohlbefinden. In anderen Ländern und auch in der deutschen
  • Mittelbare Täterschaft
    Die mittelbare Täterschaft gem. § 25 I Alt. 2 StGB ist eine besondere Form der Täterschaft . Der Täter benutzt dabei kraft seiner Wissens- und/oder Willensherrschaft ein in die Kausalkette eingeschaltes menschliches Werkzeug zur Verwirklichung eines Tatbestandes. Es gibt somit zwei Formen der mittelbaren Täterschaft. Einmal
  • Mobbing
    Unter Mobbing wird jede Handlung verstanden, die darauf abzielt, eine Person zu schikanieren und ihr seelisches Leid zuzufügen. Mobbing kann an verschiedenen Orten stattfinden, so etwa am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Gefängnis. Findet das Mobbing im Internet statt, wird es als Cyber-Mobbing bezeichnet. 1. Wie kann
  • Mobbing - Anspruch auf Krankentagegeld
    In der heutigen Arbeitswelt gewinnt das Thema Mobbing am Arbeitsplatz immer größere Bedeutung. Mobbingopfer leiden in erheblichem Maße unter den Mobbingattacken der Kollegen oder des Vorgesetzten. Der Bundesgerichthof hat in einer neuen Entscheidung vom 09.03.2011, Az. IV ZR 137/10, entschieden, dass ein Versicherungsnehmer einer privaten Kranken- bzw. Krankentagegeldversicherung,
  • Nebenstrafen
    Nebenstrafen können neben einer Hauptstrafe verhängt werden. Das StGB kennt als Nebenstrafe lediglich das Fahrverbot.
  • Nichtanzeige geplanter Straftaten
    Straftatbestand, der die Nichtanzeige von bevorstehenden, bestimmten schweren Straftaten für strafbar erklärt (§ 138 StGB).
  • Notwehrexzess (§ 33 StGB)
    Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im
  • Observation
    Die Observation ist eine Überwachung von Personen oder Gegenständen. Eine Überwachung von Privatpersonen unterliegt in Deustchland strengen Regularien. So darf eine Observation seitens der Polizei nur dann erfolgen, wenn Gründe gemäß § 100a StPO vorliegen. Ansonsten bedarf es hierfür eines richterlichen Beschlusses. Die Dauer einer Observation wird
  • Opfer (Kriminologie)
    In der Kriminologie bezeichnet der Begriff Opfer die geschädigte Person eines Verbrechens. Der Begriff bildet damit den Gegensatz zu Täter. Opfer ist regelmäßig derjenige, der durch einen Täter in seinen Rechten verletzt wird. Dabei kann die Verletzung des Rechtes sowohl körperlicher (Mord, Körperverletzung), ideeller
  • Ordnungswidrigkeit / Straftat
    Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten.   I.  Ordnungswidrigkeiten Nach § 1 Absatz 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes ( OWiG ) sind Ordnungswidrigkeiten solche rechtswidrige und grundsätzlich vorwerfbare Handlungen (vgl. Absatz 2), die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklichen und die Ahndung
  • Organisierte Kriminalität
    Die offizielle Definition von Organisierter Kriminalität in Deutschland (1990/RiStBV 1991) lautet: Organisierte Kriminalität (Abkürzung OK ) ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte
  • Pflichten - Geldwäsche
    Kredit- und Finanzinstitute sind bereits seit 1993 zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Geldwäsche verpflichtet. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem Geldwäschegesetz (GWG). Im Jahre 2002 wurde das Geldwäschegesetz novelliert und der bislang verpflichtete Personenkreis um die Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler erweitert. Damit sind die
  • Postgeheimnis
    Das Postgeheimnis ist durch Artikel 10 Abs. 1 GG besonders geschützt. Auch strafrechtlich wird es durch den § 206 StGB unter Schutz gestellt. Nach der Legaldefinition der §§ 39 Absatz 1 Postgesetz, 206 Absatz 5 Satz 1 StGB unterliegen dem Postgeheimnis die näheren Umstände des
  • Putativnotstand
    Beim Putativnotstand liegen die tatsächlichen Voraussetzungen des rechtfertigenden Notstandes nur in der irrtümlichen Vorstellung des Handelnden vor, in Wirklichkeit sind sie nicht gegeben.
  • Raubkopie
    Als Raubkopie bezeichnet man rechtswidrig hergestellte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere Programme oder Software. Das Wort Raubkopie ist im deutschen und im Gesetz nicht enthalten. Dort wird lediglich geregelt, wann Kopien zum privaten Gebrauch (sog. Privatkopie) zulässig sind (§ 53 Urhebergesetz). Als Raubkopie werden
  • Ruhestörung
    W erden andere Personen durch Lärm gestört, so spricht man von einer Ruhestörung (oder auch Lärmstörung ). Zwar besteht hierzulande kein Gesetz , welches eine vollständige Ruhe garantieren würde, dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch nicht, dass im
  • Sachen - Abhandenkommen
    Von einem "Abhandenkommen von Sachen" wird gesprochen, wenn ein Eigentümer den unmittelbaren Besitz an einer Sache auf unfreiwilliger Basis verloren hat, wobei "unfreiwillig" nicht nur dann gegeben ist, wenn der Verlust gegen den Willen des Eigentümers geschehen ist, sondern auch, wenn er keinen Willen zur Aufgabe des Besitzes hatte.
  • Schöffen
    Ehrenamtliche Richter
  • Schöffengericht
    Spruchkörper des Amtsgerichts, der in der Regel mit einem Richter und zwei Schöffen besetzt ist.
  • Staatsanwaltschaft - Tätigwerden von Amts wegen
    Polizei und Staatsanwaltschaft werden entweder tätig, wenn sie aufgrund einer Strafanzeige auf eine strafbare Handlung aufmerksam gemacht werden, oder wenn sie selbst Kenntnis über eine solche erlangen. Wenn die Staatsanwaltschaft Kenntnis von einer Straftat erlangt, so muss sie selbst ein Ermittlungsverfahren einleiten. Dies wird als "Tätigwerden von Amts
  • Strafaufhebungsgrund
    Umstand, der zur Straflosigkeit des Täters führt , der aber erst nach Begehung der Tat eintritt.
  • Strafprozess - Absprachen ("Deal")
    Als "Absprache" beziehungsweise "Deal" wird in einem Strafprozess eine Absprache der Verfahrensbeteiligten bezeichnet, die sich auf "Geständnis gegen Strafrabatt" bezieht. In der Regel bezieht sich der Deal auf die Höchststrafe ohne Haft, also auf zwei Jahre mit Bewährung. Ihre gesetzliche Grundlage erhalten die Absprachen aus dem § 257c
  • Strafprozess - Strafprozessuale Tat
    Generell ist die Tat, welche in der Anklage bezeichnet wird, Gegenstand der Urteilsfindung im Strafprozess. Eine strafprozessuale Tat kann mehrere Handlungen umfassen, da sie nach Rechtssprechung des BGH als das gesamte Verhalten eines Täters definiert wird, falls dieses einen einheitlichen Vorgang darstellt. Dies bedeutet, dass eine "Tat", wie
  • Strafrecht - Irrtümer
    Bei einem Irrtum über die Tatumstände kann im Bereich des allgemeinen Strafrechts gemäß den §§ 16 und 17 StGB sowie im Bereich der Ordnungswidrigkeiten gemäß § 11 OWiG der Vorsatz entfallen. In Fällen, in denen ein entsprechendes Fahrlässigkeitsdelikt besteht, kann der Täter aber wegen Fahrlässigkeit bestraft werden. Ist
  • Strafrecht - Rechtfertigungsgründe
    Bei den Rechtfertigungsgründen handelt es sich um Umstände, welche ausnahmsweise ein ansonsten rechtswidriges Handeln individuell gestatten. Die bekanntesten Rechtfertigungsgründe sind Notwehr, Notstand, erlaubte Selbsthilfe sowi Einwilligung. Rechtfertigungsgründe im Strafrecht schließen eine Bestrafung des Täters aus, da bei Erfüllung eines Straftatbestands und dem Vorliege eines Rechtfertigungsgrundes die Rechtswidrigkeit der
  • Strafrecht - Vorsatz
    Als "Vorsatz" wird im Strafrecht das Wollen sowie das Wissen um sämtliche objektiven Merkmale bezeichnet, welche zum gesetzlichen Tatbestand gehören. Der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes besteht also, wobei alle objektiven Tatumstände bekannt sind. Dabei ist zu beachten, dass diese Tatumstände bereits beim Begehen der Tat bekannt sein müssen;
  • Strafvollzugsgesetz
    Das Strafvollzugsgesetz (StVollzG) ist ein Bundesgesetz, welches zum 01.01.1977 in Kraft trat und den Vollzug der Freiheitsstrafen in Justizvollzugsanstalten sowie die freiheitsentziehenden Maßregelungen regelt. Nach wie vor gilt es in allen Bundesländern, die noch kein eigenes Strafvollzugsgesetz erlassen haben, wozu sie seit dem Übergang der Gesetzgebungskompetenz vom Bund ermächtigt
  • Tachomanipulation / Tachojustierung
    Als "Tachomanipulation" wird jede Veränderung beziehungsweise Verfälschung der Messdaten des Kilometerzählers bezeichnet. In der Praxis wird die Tachomanipulation betrieben, um ein Kraftfahrzeug durch einen niedrigeren Kilometerstand finanziell wertvoller zu machen. Seit dem 19.08.2005 besteht ein Gesetz, welches die Tachomanipulation unter Strafe stellt. Wer die Messdaten an seinem Kilometerzähler
  • Therapieunterbringung
    Die Unterbringung von verurteilten Straftätern, welche nicht länger in Sicherungsverwahrung bleiben dürfen und deshalb in geschlossenen Einrichtungen untergebracht werden, wird gemäß dem Therapieunterbringungsgesetz geregelt. Dieses trat am 01.01.2011 in kraft und ist als eine Reaktion auf eine Entscheidung des EGMR anzushen, gemäß derer eine Sicherungsverwahrung von verurteilten Straftätern nicht
  • Täter
    Nach § 25 Abs. 1 1. Alt. StGB ist Täter einer Strafta t , wer die Straftat selbst begeht. In § 25 Abs. 1 2. Alt StGB ist die mittelbare Täterschaft geregelt, bei der der Täter sich zur Tatausführung eines anderen Menschen als Werkzeug bedient.
  • Unterlassungsdelikt / Unterlassen
    Allgemeines zum Unterlassen Nach dem Strafgesetzbuch kann eine Tat nicht nur durch ein aktives Tun, sondern auch durch ein Unterlassen begangen werden. Nach § 13 Abs. 1 StGB wird dies so definiert: "Wer es unterläßt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach
  • Unterschlagung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 246 I StGB schützt wie beim Diebstahl gem. § 242 I StGB das Eigentum . Die Unterschlagung ist gegenüber § 242 I StGB jedoch subsidiär und bedarf keinen Bruch fremden Gewahrsams. Somit kann taugliches Tatobjekt genau wie beim Diebstahl nur
  • Urkundenfälschung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 267 StGB schützt das Vertrauen auf die Echtheit und Unverfälschtheit von Urkunden. Die Urkundenfälschung gem. § 267 beschreibt drei Handlungsmodalitäten. Einmal das Herstellen einer unechten Urkunde, das Verfälschen einer echten Urkunde und das
  • Verdachtsanzeige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Die Geldwäscheverdachtsanzeigen der Finanzbehörden nach § 31b AO i.V.m. § 261 StGB werden auf bundeseinheitlichem Vordruck erstellt. Er enthält Angaben zu den beteiligten Personen (Personalien) und eine Beschreibung der verdächtigen Transaktionen. Kernpunkt der Anzeige ist die Darstellung der Verdachtsgründe. Eine Weitergabe weiterer steuerlich
  • Verdachtsgründe - Geldwäscheanzeige
    Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Es müssen immer die Gesamtumstände des Einzelfalles beachtet
  • Verfall (Recht)
    Der Verfall eine Maßnahme des deutschen Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts. Inhaltsverzeichnis 1 Strafrecht 2 Ordnungswidrigkeitenrecht 2.1 Zweck der Vorschrift
  • Verfolgungsverjährung
    Die Verfolgungsverjährung verhindert die weitere (Straf)Verfolgung einer bestimmten Tat. Die Verfolgungsverjährung ist von „Amts wegen“ zu beachten. Von besonderer Bedeutung ist die Verfolgungsverjährung in Straf- und Bußgeldsachen, lässt sie doch den Betroffenen straf- bzw. bußgeldfrei ausgehen. Zu beachten ist jedoch immer, dass in den einzelgesetzlichen
  • Vermögensverfügung
    Die Vermögensverfügung ist ein Tatbestandsmerkmal, gemäß welchem der Betrug gemäß § 263 StGB definiert wird: „Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt
  • Versicherungsmissbrauch
    1. Objektiver Tatbestand Der § 265 StGB schützt in erster Linie die Sachversicherungen vor in betrügerischer Weise vorgenommenen Vortäuschung von Versicherungsfällen . In der Praxis ist dieses Delikt häufig im Bereich der Kfz-Kasko-Versicherungen verwirklicht. Geschütze Rechtsgut ist demnach das Vermögen der Versicherung und
  • Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, § 263a Abs. 1, 2. Alt. StGB
    Die Verwendung von unrichtigen oder unvollständigen Daten ist ein Straftatbestand des Computerbetrugs. Dieser wurde am 01.08.1986 durch das zweite Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Die Notwendigkeit hierfür war gegeben, da die Nutzung von Computern immer weiter voranschritt – und somit auch deren Missbrauch für Straftaten.
  • Widerstand gegen die Staatsgewalt
    Als Widerstand gegen die Staatsgewalt wird ein gewaltsamer Widerstand oder ein tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte des Staates bezeichnet. Dieser kann auch in der Ausübung passiver Gewalt bestehen, etwa durch Sitzblockaden und ähnliche Aktionen des gewaltlosen Widerstands (siehe auch Gewaltlosigkeit). Als Vollstreckungsbeamte gelten neben Polizisten und
  • Wiederaufgreifen des Verfahrens
    Grundsätzlich ist es so, dass eine rechtskräftig verhängte Strafe weder aufgehoben noch abgeändert werden darf. Dies basiert auf dem Interesse an Rechtssicherheit und dem Wunsch, dass sich Verfahren nicht endlos hinziehen sollen, sondern irgendwann einmal auch beendet sein müssen. Von einem "Wiederaufgreifen des Verfahrens" oder einer "Wiederaufnahme des
  • Wirtschaftskriminalität
    Wirtschaftskriminalität ist die Bezeichnung für Straftaten, die wirtschaftliche Bezüge aufweisen. Sie ist von der Sozialkriminalität zu unterscheiden, die den Missbrauch von Sozialleistungen charakterisiert, z.B. bei der Schwarzarbeit. Die Anzahl der Delikte der Wirtschaftskriminalität entspricht ca. 1,5 % bis 2,2 % (= ca. 80.000 bis 100.000 Fälle) der in
  • Zechprellerei
    Der Begriff Zechprellerei ist in Deutschland weit verbreitet. Er bedeutet, dass eine Person ihre Rechnung in einem Gastronomiebetrieb nicht bezahlt hat. Bei diesem Begriff handelt es sich jedoch um keinen deutschen Rechtsbegriff. Dies heißt jedoch nicht, dass eine Zechprellerei in Deutschland
  • Zeuge vor Gericht
    Natürliche Personen werden als Zeugen in einem Zivil- oder Strafprozess geladen, um vor Gericht zu erscheinen und eine Aussage zu einem Sachverhalt zu machen, die auf der eigenen sinnlichen Wahrnehmung beruht. Als Zeuge kann nur vernommen werden, wer nicht als Partei (Kläger, Beklagter) vor Gericht steht. Auch die Vernehmung
  • Zeugnisverweigerungsrecht
    Als „ Zeugnisverweigerungsrecht “ wird das Recht eines Zeugen bezeichnet, vor Gericht beziehungsweise gegenüber der Staatsanwaltschaft die Aussage oder Eidesleistung zu verweigern. Grundsätzlich muss eine Person, welche vor Gericht geladen wird, um eine Aussage zu machen, dieser Aufforderung nachkommen werden. Ausnahmen bestehen lediglich in jenen Fällen, in denen sich
  • conditio sine qua non
    Eine notwendige Bedingung, die im Strafrecht bei der Kausalität geprüft wird.
  • dolus directus
    Unbedingter Vorsatz
  • error in persona
    Irrtum in der Person des Opfers. Der Täter trifft hierbei das anvisierte Ziel, irrt sich jedoch über dessen Identität. Der Irrtum ist wegen Gleichwertigkeit des Objekts unbeachtlich (vgl. § 212 StGB "einen Menschen").
  • furtum usus
    Gebrauchsanmaßung (z.B. Strafbar bei § 248b StGB)
  • gesetzliche Grundlage - Geldwäscheanzeige
    Die Offenbarung der durch das Steuergehemnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen ist zulässig, soweit sie der Durchführung eines Strafverfahrens wegen einer Straftat nach § 261 StGB dient. Tatsachen, die auf eine derartige Straftat schließen lassen, müssen durch die Finanzbehörden den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt werden. §
  • instrumenta sceleris
    Gegenstand, der zur Begehung einer Straftat gebraucht worden ist.
  • lebenslängliche Haftstrafe
    In der deutschen Gesellschaft ist die Meinung verbreitet, dass eine lebenslange Haftstrafe spätestens nach 15 Jahren endet. Dieses Gerücht entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Eine lebenslängliche Haftstrafe endet nicht automatisch nach 15 Jahren. Das Bundesverfassungsgericht hat zur lebenslänglichen Haftstrafe klargestellt, dass eine
  • Ächtung
    Ächtung , die Verhängung der „Acht“, ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und auch des alten deutschen Rechts ( vgl. Reichsacht). Es umfasst die Ausstoßung des Bestraften aus aller menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und für jedermann die Ermächtigung, ihn straflos zu töten. Es war



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Ratgeber
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News zum Strafrecht

Forenbeiträge zum Strafrecht
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    Hallo, ich muss die folgende Hausarbeit schreiben und bestehen, hab aber große Schwierigkeiten die Probleme ausfindig zu machen. Bitte helft mir: Die Hausarbeit lautet wie folgt: Die Familie Banausy lebt seit kurzem in engen wirtschaftlichen Verhältnissen: Eines Abends erzählte Mutter Monika (M) dem Vater Viktor (V), wie die Familie wieder zu Geld kommen könne: V solle ...
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    Mal angenommen,jemand schreibt eine Revision da person x sich keinen Anwalt leisten kann.Person x fragt sich ob er sich nur auf das Urteil beschränken muss, da Sachen wie z.b. Beweise nicht aufgeführtoderPerson x sagte das er das was er tat, mit vorssatz tat und jeder zeit wieder so handeln würde. ...
  • BildStrafrecht HA Hilfe! (13.08.2005, 12:19)
    A ist im Westfälischen Landesmuseum in Münster beschäftigt, in dem gerade eine Ausstellung ägyptischer Kunst vorbereitet wird. Es sollen Exponate von unschätzbarem Wert, u. a. aus dem Ägyptischen Museum in Kairo gezeigt werden. Die Anlieferung und Ausstellung der Leihgaben erfolgt daher unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, über die die Museumsmitarbeiter Stillschweigen zu bewahren haben. Eines Abends prahlt ...

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