Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Absolute Straftheorie
    Um die Begrifflichkeit der absoluten Straftheorie definieren zu können, bedarf es zunächst einmal einer Definition der Strafe an sich. Eine Strafe stellt grundsätzlich ein sozialethisches Werturteil der Rechtsstruktur dar. Eine solche wird verhängt, wenn ein Täter eine Straftat, d.h. eine Handlung gegen das Gesetz begangen hat. Diese wird dahingehend
  • Aggressiver Notstand
    Der Eigentümer einer Sache hat die Einwirkung auf die Sache zu dulden, wenn dies zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr erforderlich ist und die Güterabwägung zugunsten des zu schützenden Rechtsguts ausfällt, vgl. § 904 BGB.
  • Akkusationsprinzip
    Anklagegrundsatz . Anklage und Urteilsfindung müssen im Strafverfahren durch verschiedene Organe wahrgenommen werden.
  • Alkohol und Straßenverkehr
    Für Fahranfänger gilt in Deutschland während der Probezeit oder bis zum 21. Lebensjahr ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Zuwiderhandlungen gegen diese Regelung führen zwangsläufig zur Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre, 250 € Geldstrafe, zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und einem kostenpflichtigen Aufbauseminar (§ 2
  • Angeschuldigter
    Als Angeschuldigter wird ein Beschuldigter in einem Strafverfahren bezeichnet, gegen den die zuständige Staatsanwaltschaft zwar schon Anklage erhoben hat, gegen den allerdings das Hauptverfahren gemäß § 157 StPO noch nicht eröffnet wurde. OLG-Hamm zu den Funktionen der Anklageschrift [OLG-Hamm, 11.04.2007, 4 Ss 70/07]: Die
  • Anstellungsbetrug
    Wenn sich ein Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag oder eine Anstellung aufgrund falscher Tatsachen erschleicht, so wird dies als "Anstellungsbetrug" bezeichnet. Dieser Betrug kann beispielsweise durch Angabe von Qualifikationen erfolgen, welche gar nicht vorhanden snd. Der Anstellungsbetrug wird als ein Sonderfall des Betrugs im Sinne des § 263 StGB angesehen.
  • Auschwitz-Lüge
    Die Leugnung der Morde an Juden durch die deutschen Nationalsozialisten wird als "Auschwitz-Lüge" oder "Holocaustleugnung" bezeichnet. In der Praxis ist dies so zu verstehen, dass historisch belegbare Tatsachen wie das systematische Töten von Juden nicht stattgefunden hätten, sondern dass es sich dabei lediglich um ein gewöhnliches Massensterben gehandelt hat.
  • Auskunftsverweigerungsrecht
    Das Auskunftsverweigerungsrecht ist in § 55 StPO geregelt. Das Auskunftsverweigerungsrecht soll Zeugen oder Angehörige einer Gefahr in einem Strafverfahren davor bewahren, Antworten auf bestimmte Fragen zu verweigern, die ihn selbst der Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfolgung aussetzen würden. Im Gegensatz zum Zeugnisverweigerungsrecht, das eine komplette Beantwortungsverweigerung beinhaltet,
  • Aussagedelikte
    Unter Aussagedelikten werden strafrechtliche Tatbestände verstanden, die aufgrund von unwahren Behauptungen im Rahmen eines gerichtlichen oder gerichtsähnlichen Verfahrens entstehen, weil ein Zeuge, Sachverständiger oder eine andere Partei ihren Wahrheitspflichten nicht nachkommt. In diesem Zusammenhang können verschiedene Aussagedelikte differenziert werden: • Falsche und uneidliche Aussage
  • Aussetzung
    Der Begriff Aussetzung (synonym auch Moratorium genannt) wird in unterschiedlichem Kontext verwendet: Die Aussetzung eines Verfahrens (Strafverfahren, Zivilprozess, Verwaltungsverfahren u.ä.) ist die Aufschiebung weiterer Handlungen bis zum Ende der Aussetzung. Die Aussetzung des Handels ist die Herausnahme von Wertpapieren aus
  • Begünstigung
    Der Straftatbestand der Begünstigung ist im deutschen Strafrecht anders ausgestaltet, als im österreichischen oder schweizerischen Recht. Während die Begünstigung in der Schweiz und in Österreich den Delikten gegen die Rechtspflege zugeordnet ist und mit Strafe bedroht, wer jemanden der Strafverfolgung, dem Strafvollzug oder dem Vollzug einer
  • Beihilfe
    Der Begriff Beihilfe bezeichnet: eine andere Bezeichnung für Subvention als wirtschaftliche Hilfeleistung insbesondere die europarechtliche Bezeichnung für Subventionen im weiteren Sinne, siehe Beihilfe (EU) die vorsätzliche Unterstützung bei der Begehung einer Straftat, siehe Beihilfe (Strafrecht) ein Krankenfürsorgesystem für Beamte (prozentuale Beteiligung des
  • Besonders schwerer Fall des Diebstahls
    Der § 243 StGB ist kein eigenständiger Tatbestand , sondern eine Strafbemessungsregel die immer im Zusammenhang mit § 242 I StGB steht. Jedes der in § 243 StGB genannten Regelbeispiele enthält sowohl objektive als auch subjektive Komponente . Die Verwirklichung eines Regelbeispiels hat
  • Beweishilfen
    Beweishilfen sind nicht zu verwechseln mit den Beweismitteln. Beweishilfen dienen regelrecht der Hilfe zum Beweis und sind durch das Gesetz oder die Rechtsprechung auch zugelassen. Dabei sind ganz unterschiedliche Beweishilfen zu differenzieren. I. Offenkundige Tatsachen Eine Form der Beweishilfen sind die  offenkundigen Tatsachen. Die offenkundigen Tatsachen sind
  • Brandstiftung
    Brandstiftung 1. objektiver Tatbestand Die Brandstiftung ist gem. § 306 StGB ein besonderer Fall der Sachbeschädigung . Geschützt wird das fremde Eigentum . Zur Verwirklichung der Brandstiftung bedarf es eines Tatobjektes, das für den Täter fremd ist. Fremd
  • BtMG
    Das einstige Opiumgesetz, ein Relikt aus der Weimarer Republik 1929, wurde inhaltlich umformuliert und umbetitelt und am 10. Januar 1972 erneut bekannt gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes regeln die Ein- und Ausfuhr von erklärten Betäubungsmitteln, deren Inverkehrbringung sowie ihre Herstellung. Auch der Betrieb von Konsumräumen sowie die Vernichtung von
  • Buße (Strafrecht)
    Im Verwaltungsrecht wird eine Buße als Sanktion gegen Verfehlungen, in der Regel Ordnungswidrigkeiten, verhängt. Dies geschieht bei Verfehlungen leichterer Art, deswegen wird das Ordnungswidrigkeitenrecht umgangssprchlich auch als "kleiner Bruder des Strafrechts" bezeichnet. Wenn jedoch eine Verfehlung sowohl nach dem Ordnungswidrigkeitenrecht als auch nach dem Strafrecht geahndet werden kann,
  • Diebstahl
    1. Objektiver Tatbestand Der § 242 I StGB schützt die beweglichen Sachen des Eigentümers, sodass das Eigentum das geschützte Rechtsgut des Diebstahls ist. Eine Sache ist jeder körperliche Gegenstand im Sinne des § 90 BGB. Allerdings ist der Begriff nach dem Zweck des
  • Entschuldigender Notstand
    Der "entschuldigende Notstand" ist neben dem "rechtfertigenden Notstand" einer der Notstandsbegriffe, welche im Strafrecht Gültigkeit haben. Ein Notstand ist gegeben, wenn jemand eine Straftat begeht, um eine gegenwärtige, nicht anders abwendbare Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut von sich oder einem anderen abzuwenden.
  • Entschädigung für Opfer - Strafrecht
    Die Entschädigung für Menschen, welche Opfer von Gewalttaten wurde, werden gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) geregelt. Grundgesdanke dises Gesetzes ist die Pflicht des Staates, seine Bürger vor Gewalttaten sowie Schädigungen aufgrund krimineller Handlungen zu schützen. Wenn der Staat nun versagt und den Bürgern Leid angetan wird, so haftet der Staat
  • Erfüllungsgehilfe
    Gemeinhin verbirgt sich hinter dem Begriff „Gehilfe“ eine Person, die Hilfsarbeiten und/oder Assistenzarbeiten verrichtet beziehungsweise einer anderen Person bei der Verrichtung derer Tätigkeiten (Erfüllung) zur Hand geht. Dieser Begriff ist allerdings recht veraltet und aus diesem Grund im heutigen Sprachgebrauch nur noch selten zu finden. Im juristischen
  • Fahrerflucht
    Der Begriff Fahrerflucht kennzeichnet das unerlaubte Entfernen eines Unfallbeteiligten vom Unfallort. Gemäß § 142 StGB können Personen, die Fahrerflucht begehen, mit einer Geldstrafe oder sogar mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Wegen Fahrerflucht können Personen bestraft werden, die sich vom Unfallort entfernen, ohne den anderen Unfallbeteiligten die
  • Fahrlässige Körperverletzung
    1. Objektiver Tatbestand Der objektive Tatbestand bei § 229 StGB ist mit dem des § 223 I, der Körperverletzung, identisch. Folglich werden sowohl die Gesundheitsschädigung und die körperliche Misshandlung umfasst. 2. Subjektiver Tatbestand Abgrenzungskriterium zum § 223 I StGB ist ausschließlich, dass
  • Falsche uneidliche Aussage
    1. Objektiver Tatbestand §153 StGB ist ein Aussagedelikt und gleichzeitig auch das Grunddelikt . Sie stellt die unwahre Aussage, die vor einer zuständigen Stelle ohne Eid abgelegt wird unter Strafe. Die Tathandlung ist die falsche Aussage. Ein Unterlassen ist nicht
  • Falschmünzer
    Als "Falschmünzer" werden Personen bezeichnet, die Falschgeld herstellen. Bei diesem handelt es sich um Geldscheine und -münzen, welche den original Zahlungsmitteln täuschend echt sehen sollen, aber nicht von der jeweiligen Zentralbank autorisiert sind. Falschgeld dient dem Zweck, als echtes Zahlungsmittel angesehen zu werden und somit zur Zahlung verwendet werden
  • Festnahme
    Unter dem Begriff Festnahme versteht man das Festhalten von Personen gemäß gesetzlicher Bestimmungen für einen vorläufigen Zeitraum. Das Festhalten von Personen wird auch als Personengewahrsam bezeichnet, umgangssprachlich wird eine Festnahme auch als Arrest bezeichnet. Sie kann aufgrund zivil- oder strafprozessrechtlicher Bestimmungen vorgenommen werden. Entgegen landläufigem
  • Finale Handlungslehre
    Bei der "finalen Handlungslehre" handelt es sich um eine der Handlungslehren, welche im Strafrecht existieren. Gemäß dieser ist als Handlung nur jenes Verhalten anzusehen, welches bewusst auf einen Erfolg gerichtet ist. Im Anschluss an die finale Handlungslehre hat die Strafrechtswissenschaft einen sowohl objektiven wie auch subjektiv geprägten Handlungsbegriff
  • Folgen der Verletzung - Steuergeheimnis
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Unterlassungsanspruch 3. Schadenersatz
  • Gefährliche Körperverletzung
    Die gefährliche Körperverletzung ist als eine Qualifikation der Körperverletzung anzusehen, die zwischen der leichten und der schweren Körperverletzung liegt. Ihre gesetzliche Regelung findet sich in § 224 StGB. In Fällen, in denen das Strafmaß für eine leichte Körperverletzung gemäß § 223 StGB zu gering,
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
    1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Durch § 315b StGB sind Leib und Leben von Personen sowie fremde Sachen geschützt, soweit diese den spezifischen Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Handlung: Es ist eine Handlungsvariante gem. § 315b Abs. I erforderlich,
  • Haftbefehl Strafrecht
    Es können zwei Arten eines Haftbefehls unterschieden werden. Entweder der Haftbefehl wird zum Antritt einer Strafhaft oder als Untersuchungshaftbefehl ausgestellt. Durch einen Untersuchungshaftbefehl soll der ordnungsgemäße Ablauf eines Strafverfahrens gewährleistet werden. Nach der Verhaftung wird der Beschuldigte dann dem verantwortlichen Richter vorgeführt. Gemäß §§ 304 ff.
  • Hehlerei
    1. Objektiver Tatbestand Die Hehlerei gemäß § 259 StGB ist ein Vermögensdelikt und gleichzeitig das bedeutendste Anschlussdelikt . Ihr Unrechtsgehalt liegt in der Verschiebung des beim Vortäter rechtswidrig erlangten Besitzes, sodass die Chance der Wiedererlangung durch das des Opfers reduziert wird. Taugliches
  • Heimtücke
    Die Heimtücke ist ein Mordmerkmal und zählt zu den besonders verwerflichen Begehungsweisen eines Mordes. So wird es als eine heimtückische Tat angesehen, wenn ein Täter die auf Arglosigkeit beruhende Wehrlosigkeit des Opfers in feindlicher Willensrichtung bewusst zur Tötung ausnutzt. Dies bedeutet, dass das Opfer nicht nur wehrlos ist, sondern
  • Homosexualität (Strafrechtsgeschichte)
    Während in anderen Ländern - beispielsweise in Russland - Homosexualität strafbar ist, bestehen in Deutschland keine Gesetze gegen Homosexualität. Dies war jedoch nicht immer so: im Jahre 1875 wurde der § 175 StGB eingeführt, gemäß welchem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe gestellt wurden. Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten
  • Individueller Schadenseinschlag
    Voraaussetzung für den Betrug, welcher gemäß § 263 StGB gesetzlich geregelt wird, ist eine Täuschungshandlung seitens des Täters, welche bei der anderen Person eine  Irrtum hervorruft. Dieser muss wiederum eine Vermögensverfügung zur Folge haben, durch welche ein Vermögensschaden entsteht. Ein solcher Vermögensschaden liegt vor, wenn der wirtschaftliche Wert des
  • Internationaler Haftbefehl
    Bei dem Internationalen Haftbefehl handelt es sich nicht um einen eigenständigen, strafrechtlichen Haftbefehl, sondern um einen nationalen Haftbefehl, welcher in einer internationalen Form ausgestellt wird. Zusätzlich beinhaltet er noch einen Auslieferungsantrag, falls der Gesuchte im Ausland festgenommen wird. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Internationale Haftbefehl aus dem Gesetz
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Jugendarrest
    Ein im Jugendgerichtsgesetz vorgesehenes Zuchtmittel, das bei schwereren Verfehlungen Jugendlicher verhängt wird, wenn die Verhängung einer Jugendstrafe als noch schwerere Reaktion nicht erforderlich erscheint.
  • Justizvollzugsanstalt
    Eine Justizvollzugsanstalt ( JVA ) ist in Deutschland ein Gebäude zur Unterbringung von Gefangenen, die zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe verurteilt worden sind beziehungsweise zur Unterbringung von Untersuchungsgefangen (U-Haft). Andere Haftarten sind Zivilhaft, Ordnungshaft, Ersatzfreiheitsstrafe und Abschiebehaft.. Inhaltsübersicht
  • Kreuzverhör
    Ein Kreuzverhör kommt es aus dem anglo-amerikanischen Beweisrecht. Es ist eine übliche Befragung der Zeugen und im Strafprozess auch des Beschuldigten durch den Staatsanwalt oder Rechtsanwalt. Dabei befragen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abwechselnd (über Kreuz) den Angeklagten bzw. den Zeugen. Regelung in Deutschland Kreuzverhöre
  • Legalitätsprinzip
    Gilt im Strafverfahren und beschreibt die Verpflichtung der Staatsanwaltschaft bei Vorliegen eines Anfangsverdachts, Ermittlungen aufzunehmen und bei Bestehen hinreichenden Tatverdachts, Anklage zu erheben.
  • Lärm
    Lärm ist die schädigende Einwirkung von Schall . Wobei diese schädigende Einwirkung ein gesundheitlicher Schaden oder eine Wirkung sein kann, in deren Folge Gefahren für Gesundheit und Sicherheit eintreten können. Die Einwirkung von Lärm auf den Menschen hat zwei Aspekte. Zum einen kann ein physischer gesundheitlicher Schaden eintreten,
  • Lügendetektor
    Ein Lügendetektor ist ein Gerät, dass in der Lage ist während einer Befragung körperlichen Parametern – wie Blutdruck, Puls und Atmung – zu messen und aufzuzeichnen. Diese Daten werden durch den Polygraphisten interpretiert, um auf den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu schließen. Unter Wissenschaftlern gilt die den Lügendetektoren
  • Meistbegünstigung
    Bei dem Meistbegünstigungsprinzip handelt es sich um ein Prinzip, welches seitens der Rechtsprechung entwickelt worden ist und im Verfahrensrecht angewendet wird. Gemäß dem Meistbegünstigungsprinzip sind Anträge sowie Rechtsbehelfe ohen Bindung an den Wortlaut nach dem Willen des Antragstellers nicht nur im sozialgerichtlichen Verfahren, sondern auch im Verwaltungsverfahren auszulegen.
  • Mittelbarer Täter
    Mittelbarer Täter ist derjenige, der eine Tat durch einen anderen, den Tatmittler, begeht.
  • Mord
    1. Objektiver Tatbestand Mord ist eine Tötung bei der, der Täter besonders verwerflich handelt. Es ist äußerst umstritten ob es sich beim Mord um ein eigenständiges Delikt handelt oder eine Qualifikation zum § 212 ist. Der BGH betrachtet § 211StGB, in ständiger Rechtsprechung, als
  • Observation
    Die Observation ist eine Überwachung von Personen oder Gegenständen. Eine Überwachung von Privatpersonen unterliegt in Deustchland strengen Regularien. So darf eine Observation seitens der Polizei nur dann erfolgen, wenn Gründe gemäß § 100a StPO vorliegen. Ansonsten bedarf es hierfür eines richterlichen Beschlusses. Die Dauer einer Observation wird
  • Persönlicher Arrest
    Der persönliche Arrest dient der Sicherung der Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung oder eines Individualanspruchs, der in eine Geldforderung übergehen kann. Der persönliche Arrest findet gemäß § 918 Zivilprozessordnung (ZPO) nur statt, wenn er erforderlich ist, um eine gefährdete Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schulners zu
  • Pflichtverteidiger
    Ordnet das Gericht im Strafprozess dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu, so wird dieser   Pflichtverteidiger genannt. In den Fällen der notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen (§§ 140 ff. StPO). Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren. Pflichtverteidiger können mit
  • Politische Straftat
    Zu den politischen Straftaten zählt man im deutschen Strafrecht zwei Kategorien von Straftaten: Inhaltsverzeichnis 1 originäre politische Straftaten 2 sonstige politisch motivierte Kriminalität (PMK)
  • Prozessbetrug
    Betrug gemäß § 263 StGB, der begangen wird, indem der Täter in einem Zivilprozess bewusst unwahre Behauptungen aufstellt und dadurch das Gericht dazu bringt, eine für den Gegner nachteilige Entscheidung zu treffen.
  • Psychische Gewalt
    Die psychische Gewalt, auch vis compulsiva genannt, ist die Einwirkung auf eine Person durch einen psychischen Zwang . Sie ist vielfach subtil und von außen oftmals nicht wirklich zu erkennen. Die psychische Gewalt führt nicht selten zur Zerstörung des Selbstwertgefühls, der Gesundheit, Gefühle und
  • Putativnotwehr
    Bei der Putativnotwehr liegen die tatsächlichen Voraussetzungen des Rechtfertigungsgrundes Notwehr nur in der irrtümlichen Vorstellung des Handelnden vor, in Wirklichkeit sind sie nicht gegeben.
  • Qualifizierte Straftaten
    Privilegierte Straftaten sind Straftaten, bei denen zum Grundtatbestand eines Delikts mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal hinzukommt und so ein neuer Straftatbestand gebildet wird, der mit einer höheren Strafe bedroht ist als der Grundtatbestand.
  • Raub
    1. Objektiver Tatbestand Der § 249 I StGB schützt genau wie der Diebstahl zum einen das Eigentum. Zum anderen wird die freie Willensbildung und Willensbetätigung geschützt. § 249 I StGB ist ein eigenständiges Delikt , zusammengesetzt aus einem Diebstahl gemäß § 242 I StGB und
  • Rauschtat
    Straftat, die im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen wird, wobei dieser Zustand durch berauschende Mittel herbeigeführt worden ist.
  • Realkonkurrenz
    Tatmehrheit
  • Rechtfertigender Notstand
    Verwirklich ein Täter eine Straftatbestand besteht die Möglichkeit sein Verhalten zu rechtfertigen. In Betracht könnte unter anderem der rechtfertigende Notstand nach § 34 StGB kommen. Der § 34 StGB ist folglich ein Rechtfertigungsgrund . Damit die Tat nach § 34 gerechtfertigt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen gegeben
  • Rechtfertigungsgründe
    Das Eingreifen eines Rechtfertigungsgrundes beseitigt die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens oder Zustandes.
  • Rechtfertigungsgründe im Strafrecht
    Grundsätzlich ist jede Handlung rechtswidrig, die einen gesetzlichen Tatbestand verwirklicht und nicht durch einen Rechtsfertigungsgrund abgedeckt wird. Diese speziellen Rechtsfertigungsgründe im Strafrecht gestatten ein an und für sich verbotenes Verhalten; sie werden daher auch Erlaubnistatbestände genannt. I. Wie Rechtfertigungsgründe im Strafrecht funktionieren Das Strafrecht beruht auf dem
  • Räuberischer Diebstahl
    1. Objektiver Tatbestand Der § 252 StGB wird oft auch als raubähnliches Sonderdelikt bezeichnet, denn er unterscheidet sich vom Raub nur dadurch, dass das Nötigungsmittel nach der Wegnahme zur Sicherung des Gewahrsams an der Beute eingesetzt wird. Daraus ergibt sich auch, dass der Täter sich
  • Sachbeschädigung
    1. Objektiver Tatbestand § 303 StGB stellt zum einen die Beschädigung oder die Zerstörung von fremden Sachen unter Strafe und zum anderen die nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehende Veränderung des Erscheinungsbildes. Taugliches Tatobjekt im Sinne des § 303 StGB ist somit eine
  • Schwere Körperverletzung (§ 226 StGB)
    Wird eine Person durch eine Straftat rechtswidrig und schuldhaft körperlich verletzt (z. B. durch Misshandlung) oder gesundheitlich geschädigt, spricht man von einer Körperverletzung. Im Fall einer Körperverletzung erfolgt eine Bestrafung gemäß §§ 224 ff. StGB, wobei zwischen einer Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, schwere Körperverletzung
  • Stalking
    Stalking definiert sich nach der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes als das wiederholte und beabsichtigte Belästigen und Verfolgen eines Menschen, sodass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung in einem außerordentlichen Maße beeinträchtigt wird. Durch die wiederholte, willentliche Verfolgung und Belästigung wird die
  • Steuerverkürzung - Steuerstraftat
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Steuerverkürzung 2.1 Allgemeines zur Steuerverkürzung
  • Strafklageverbrauch
    Der Strafklageverbrauch steht einer erneuten Strafverfolgung des Täters wegen derselben Tat im prozessualen Sinne entgegen.
  • Strafprozess - Absprachen ("Deal")
    Als "Absprache" beziehungsweise "Deal" wird in einem Strafprozess eine Absprache der Verfahrensbeteiligten bezeichnet, die sich auf "Geständnis gegen Strafrabatt" bezieht. In der Regel bezieht sich der Deal auf die Höchststrafe ohne Haft, also auf zwei Jahre mit Bewährung. Ihre gesetzliche Grundlage erhalten die Absprachen aus dem § 257c
  • Strafprozess - Hinreichender Tatverdacht
    Der "hinreichende Tatverdacht" ist neben dem Anfangsverdacht und dem dringenden Tatverdacht die dritte Art des Tatverdachts. Der Verdachtsgrad liegt beim hinreichenden Tatverdacht höher als beim Anfangsverdacht und niedriger als beim dringenden Tatverdacht. Der hinreichende Tatverdacht ist gegeben, wenn die Verurteilung des Beschuldigten in der Hauptverhandlung aufgrund der Aktenlage
  • Strafrecht - Beihilfe
    Als "Beihilfe" wird im Stafrecht das vorsätzliche Hilfeleisten einer Person gegenüber einer anderen bei der Verwirklichung ihrer vorsätzlichen rechtswidrigen Tat bezeichnet. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Beihilfe aus dem § 27 StGB. Gemäß diesem wird der Gehilfe bei einer rechtswidrigen Tat ebenfalls bestraft, wobei dessen Strafe unter Umständen geringer
  • Strafrecht - Fehlgeschlagener Versuch
    Als "Versuch" wird angesehen, wenn die Handlung, welche zur Begehung einer Straftat notwendig ist, bereits angesetzt worden ist, aber noch nicht vollendet wurde. Seine gesetzliche Grundlage erhält der fehlgeschlagene Versuch aus dem § 24 StGB. Als ein "fehlgeschlagener Versuch" wird angesehen, wenn die Vollendung der Tat nach Vorstellung
  • Strafrecht - Hinterlistiger Überfall
    Ein hinterlistiger Überfall ist ein unvorhergesehener Angriff, bei dem die Angriffsabsicht des Täters nicht zu erkennen ist, da er diese bewusst verdeckt. Durch beispielsweise Vortäuschung einer friedfertigen Absicht erschwert der Täter dem Überfallenen die Möglichkeit zu einer Abwehr. Gemäß § 224 Abs. 1 S. 3 StGB wird Körperverletzung
  • Strafrecht - Irrtümer
    Bei einem Irrtum über die Tatumstände kann im Bereich des allgemeinen Strafrechts gemäß den §§ 16 und 17 StGB sowie im Bereich der Ordnungswidrigkeiten gemäß § 11 OWiG der Vorsatz entfallen. In Fällen, in denen ein entsprechendes Fahrlässigkeitsdelikt besteht, kann der Täter aber wegen Fahrlässigkeit bestraft werden. Ist
  • Strafrecht - Rechtfertigungsgründe
    Bei den Rechtfertigungsgründen handelt es sich um Umstände, welche ausnahmsweise ein ansonsten rechtswidriges Handeln individuell gestatten. Die bekanntesten Rechtfertigungsgründe sind Notwehr, Notstand, erlaubte Selbsthilfe sowi Einwilligung. Rechtfertigungsgründe im Strafrecht schließen eine Bestrafung des Täters aus, da bei Erfüllung eines Straftatbestands und dem Vorliege eines Rechtfertigungsgrundes die Rechtswidrigkeit der
  • Strafrecht - Versuch
    Als "Versuch" wird gemäß § 22 StGB die Betätigung des Entschlusses zur Begehung einer Straftat durch eine Handlung bezeichnet, welche zur Verwirklichung des gesetzlichen Tatbestandes zwar unmittelbar angesetzt, aber noch nicht zur Vollendung geführt hat. Die Verwirklichung eines strafrechtlchen Tatbestands wurde also begonnen, aber nicht zur Vollendung gebracht.
  • Strafvereitelung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 258 StGB schützt die inländische Rechtspflege und ist als Erfolgsdelikt anzusehen. Das bedeutet konkret, dass eine Vereitelung des staatlichen Strafanspruchs gegeben sein muss. Die Strafvereitelung erfasst in Absatz I die Verfolgungsvereitelung, in Absatz II wird die
  • Strafverteidiger
    Strafverteidiger ist der dem Angeklagten in einem Strafverfahren , entweder als Wahl- oder als Pflichtverteidiger, zur Seite gestellte Verteidiger. Nachfolgende Ausführungen entsprechen deutschem Recht. Inhaltsübersicht I. Rechtspflegeorgan II, Die Wahlverteidigung Wahlverteidiger als Pflichtverteidiger Wahlverteidigung löst
  • Strafzumessung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines zur Strafzumessung im Steuerstraf-/Bußgeldverfahren 2. Bedeutung des verkürzten Steuerbetrages für die Strafzumessung im Steuerstrafverfahren 2.1
  • Strengbeweis
    Beim Strengbeweis ist das Gericht im Gegensatz zum Freibeweis an bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Beweismittel und an ein bestimmtes Verfahren bei der Beweisaufnahme gebunden.
  • Störung einer Amtshandlung
    Störung einer Amtshandlung meint eine Handlung i.S.d. § 164 StPO, nämlich eine vorsätzlichen Behinderung hoheitlicher Maßnahmen. In einem solchen Fall kann der Störer vorläufig festgenommen werden. I.  Allgemeines Nach § 164 StPO [Strafprozessordnung] ist bei Amtshandlungen an
  • Tachomanipulation / Tachojustierung
    Als "Tachomanipulation" wird jede Veränderung beziehungsweise Verfälschung der Messdaten des Kilometerzählers bezeichnet. In der Praxis wird die Tachomanipulation betrieben, um ein Kraftfahrzeug durch einen niedrigeren Kilometerstand finanziell wertvoller zu machen. Seit dem 19.08.2005 besteht ein Gesetz, welches die Tachomanipulation unter Strafe stellt. Wer die Messdaten an seinem Kilometerzähler
  • Territorialitätsprinzip
    Das Territorialitätsprinzip (auch Territorialprinzip genannt) betrifft eine Frage der Rechtsanwendung, beschäftigt sich also mit der Frage, welches Recht auf welche Personen wann und an welchem Ort anwendbar ist. Generell sagt das Territorialitätsprinzip, dass alle Personen der Oberhoheit und den Gesetzen des Staates unterworfen
  • Todesstrafe
    Die Todesstrafe ist die gesetzlich erlaubte Tötung eines Menschen. In der Regel geht der Todesstrafe ein Gerichtsverfahren voraus, das mit einem Todesurteil endet. Dieses wird dann durch die Hinrichtung vollstreckt. Seit Jahrtausenden wird als besonders schwer definierte Kriminalität mit der Hinrichtung der Täter geahndet. Damit war
  • Trennscheibe (JVA)
    Eine Trennscheibe in einer Justizvollzugsanstalt (JVA) ist eine Glasscheibe, die Gefangene von anderen Personen trennt. Der Einsatz von Trennscheiben ist nach deutschem Recht nur unter besonderen Bedingungen erlaubt. In der Regel dürfen Besucher mit einem Gefangenen in einem Besuchsraum sprechen. Strafgefangene haben nicht
  • Täterschaft
    Als Täter wird eine Person angesehen, welche entweder selbst oder durch einen anderen eine Straftat begeht. Dabei wird differenziert zwischen mittelbarer und unmittelbarer Täterschaft. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Täterschaft aus dem § 25 StGB. Die unmittelbare Täterschaft ist gegeben, wenn eine Person die Straftat selbst begeht.
  • Täuschung
    Täuschung ist die falsche Auffassung eines Sachverhalts. Sie kann sich in zwei Formen zeigen: Im ersten Fall dient sie der Beeinflussung einer Zielperson oder eines Zielpersonenkreises (Propaganda, Unlauterer Wettbewerb) und führt bei diesen zu der falschen Auffassung eines Sachverhaltes, aus dem die täuschende Person ihren Nutzen
  • Tötung
    Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen , an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte . Tötung im weitesten Sinn heißt Herbeiführung des Todes eines Lebewesens, sei
  • Verdachtsanzeige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Die Geldwäscheverdachtsanzeigen der Finanzbehörden nach § 31b AO i.V.m. § 261 StGB werden auf bundeseinheitlichem Vordruck erstellt. Er enthält Angaben zu den beteiligten Personen (Personalien) und eine Beschreibung der verdächtigen Transaktionen. Kernpunkt der Anzeige ist die Darstellung der Verdachtsgründe. Eine Weitergabe weiterer steuerlich
  • Verfahrenseinstellung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Einstellung nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens gemäß § 170 Abs. 2 StPO; kein hinreichender Tatverdacht
  • Verfall - Vermögensabschöpfung
    Hinweis: Die Besprechung dieser Möglichkeit der Vermögensabschöpfung erfolgt im Rahmen der Vollständigkeit lediglich anhand einer kurzen Darstellung der Tatbestandsvoraussetzungen und einer Erläuterung der Gründe, warum die Anordnung des Verfalls i.S.d. § 73 Abs. 1 S. 1 StGB im Steuerstrafverfahren nicht in Betracht kommt.
  • Völkerstrafrecht
    Als Völkerstrafrecht bezeichnet man die Summe der Normen, die die Strafbarkeit einzelner Individuen unmittelbar aufgrund von Völkerrecht begründen. Das bedeutet, dass Individuen direkt auf Grund von völkerrechtlichen Normen strafbar sein können - eine Ausnahme vom nicht mehr ganz aktuellen Prinzip, dass das Völkerrecht nur
  • Zeugenvernehmung
    Als "Zeugenvernehmung" wird die Herbeiführung einer Zeugenaussage bezeichnet, die grundsätzlich einer bestimmten Reihenfolge unterliegt: Einführung in den Sachverhalt Belehrung des Zeugen über seine Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrechte bei richterlicher Vernehmung Belehrung über die Folgen wahrheitswidriger Aussage Vernehmung zur Person (Angabe der Personalien, Alter, Wohnort, Beruf)
  • Zweispurigkeit des Strafrechts
    Unter Zweispurigkeit des Strafrechts (auch dualistisches Rechtsfolgensystem ) versteht man im deutschen Strafrecht die Unterscheidung zwischen Strafen und Maßregeln. Forderungen nach der Einführung von Maßregeln wurden bereits im Kaiserreich und der Weimarer Republik laut. So zählte unter anderem der Strafrechtler Franz von Liszt
  • animus auctoris
    Täterwille im Strafrecht . Nach der subj. Theorie zur Unterscheidung von Täter und Gehilfe ausschlaggebend.
  • animus socii
    Gehilfenwille im Strafrecht.
  • dolus subsequens
    Nachträgliche Billigung des unvorsätzlich Verwirklichten schadet dem Täter nicht.
  • lebenslängliche Haftstrafe
    In der deutschen Gesellschaft ist die Meinung verbreitet, dass eine lebenslange Haftstrafe spätestens nach 15 Jahren endet. Dieses Gerücht entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Eine lebenslängliche Haftstrafe endet nicht automatisch nach 15 Jahren. Das Bundesverfassungsgericht hat zur lebenslänglichen Haftstrafe klargestellt, dass eine
  • unbefugt i.S.d § 263a StGB
    Als "unbefugt" i. S. d. § 263a StGB wird angesehen, wenn sich eine Person Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort ein Programm falsch gestaltet, Daten verwendet, die er nicht verwenden darf, falsche oder unvollständige Daten verwendet oder den Ablauf des
  • Ächtung
    Ächtung , die Verhängung der „Acht“, ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und auch des alten deutschen Rechts ( vgl. Reichsacht). Es umfasst die Ausstoßung des Bestraften aus aller menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und für jedermann die Ermächtigung, ihn straflos zu töten. Es war
  • Übergesetzlicher Notstand
    Der übergesetzliche Notstand ist in deutschen Rechtswissenschaft ein Argumentationsansatz für einen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungs- oder Strafausschluss-/Strafaufhebungsgründe bei einer verwirkten Straftat, der nicht gesetzlich geregelt ist. „Übergesetzlich“ meint Gründe, die ethisch von gleichem oder höheren Gewicht sind und eigentlich vor Erlass jedweder Strafgesetze bestünden (vgl. auch
  • Überholende Kausalität
    Von überholender Kausalität spricht man, wenn der durch ein Ereignis eingetretene Schaden auch ohne dieses Ereignis eingetreten wäre, nur zeitlich später.



Ratgeber
  • BildSchmiergeld für die Achsen. Korruptionsdelikte im Überblick.
    Korruption ist der Oberbegriff für Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung oder schlichtweg umgangssprachlich „Schmiergeld“. Bei den früheren Postkutschenfahrten war das sogenannte Schmiergeld eine feste Gebühr. Diese Gebühr wurde für das Schmieren der Achsen verwendet. In dem deutschen Strafrecht werden Korruptionsdelikte wie folgt erfasst: Die Abgeordnetenbestechung gemäß § ...
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    Ein kurzer Überblick über die mögliche Strafbarkeit nach dem Strafgesetzbuch, dem Urheberrechtsgesetz sowie dem Markengesetz Was kann dem Privatkäufer strafrechtlich drohen, sollte er gestohlene Sachen oder Raubkopien im Internet erwerben? Das Amtsgericht Pforzheim (Urteil vom 26.06.2007, Az.: 8 Cs 5040/07) erklärte den Käufer in eBay zum Hehler, ...

News zum Strafrecht
  • BildDer Schatten des Maoismus (16.07.2013, 16:10)
    Der Freiburger Sinologe und Historiker Daniel Leese erhält einen ERC Starting Grant in Höhe von 1,44 Millionen EuroDie kommunistische Parteidiktatur in der Volksrepublik China dauert fort – trotz der Schrecken der maoistischen Herrschaft, während...
  • BildForschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (20.01.2014, 12:10)
    Forschung und Lehre zu Strafrecht und Strafjustiz in Lateinamerika auf vielfältige Weise zu fördern, ist das Ziel einer neu an der Universität Göttingen eingerichteten Forschungsstelle. Die Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und...

Forenbeiträge zum Strafrecht
  • BildWie das wohl ist ? (30.05.2008, 01:16)
    Kennt jemand den Spätwetten-Fall ? Wie ist das ? begeht jemand, der im Internet eine Fussballwette auf ein beendetes Spiel abgibt, dessen Ergebnis er, und auch jeder der sich darüber informieren will, kennt, und die Wette wird im Internet von einem System angenommen und der Gewinn ausgezahlt, einen Betrug ? Ich meine, ...
  • BildPolizisten beleidigen Straftäter (05.03.2006, 17:38)
    Hallo, Darf die Polizei verhafteten und/oder bei der Vernehmung die Straftäter oder denn Tatverdächtigten beleidigen und beschimpfen wie mit "A****loch" etc...? Können Straftäter und Strafverdächtgite sich dagegen wehren oder müssen sich dies gefallen lassen?
  • BildStrafrecht Hausarbeit !!! Hilfe !!! (11.02.2009, 12:17)
    Hallo liebe Leute, ich habe jetzt eine Hausarbeit bekommen für die ich lediglich 3 Wochen Zeit habe. Ich bitte euch mir bei diesem Fall doch zu helfen. Ich war das ganze Semester über krank aufgrund meines sehr starken Athma bronchiale. Also wenn ihr irgendwelche Tipps ,Infos und Rätschläge habt , dann nur her damit. Wie ...

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