Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

Deutschland

Suchen Sie jetzt einen Anwalt:

Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Strafrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Strafrecht

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  R  S  T  U  V  W  Z  

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

R

S

T

U

V

W

Z


Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Alkohol am Steuer
    Von "Alkohol am Steuer" wird gesprochen, wenn der Führer eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss steht. Ab 0,3 Promille ist bereits eine Ordnungswidrigkeit gegeben, welche mit Bußgeld Punkten im Verkehrszentralregister Fahrverbot geahndet werden kann. Zusätzlich können ab 0,3 Promille
  • Anklage
    Ergeben sich, vor dem Hintergrund staatsanwaltlicher Ermittlungen, Erkenntnisse, die den hinreichenden Tatverdacht eines Beschuldigten an strafbaren Handlungen begründen, so kann die zuständige Staatsanwaltschaft Anklage (§ 152 StPO) erheben.
  • Anleitung zu Straftaten
    In Deutschland ist die Anleitung zu Straftaten nach § 130a StGB (Strafgesetzbuch) strafbar und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden. I. Inhaltlicher Wortlaut des Gesetzes Der Wortlaut des § 130a StGB lautet: (1) Wer eine Schrift (§ 11
  • Auflage - Jugendstrafrecht
    Die Auflage im Jugendstrafrecht ist eine Sanktion, die zur Kategorie der Zuchtmittel zu zählen ist. Nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) bestehen vier Möglichkeiten der Auflage: Die Wiedergutmachung des Schadens (§ 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 JGG), die Entschuldigung beim Verletzten (§ 15 Abs. 1 S. 1
  • Aussagedelikte
    Unter Aussagedelikten werden strafrechtliche Tatbestände verstanden, die aufgrund von unwahren Behauptungen im Rahmen eines gerichtlichen oder gerichtsähnlichen Verfahrens entstehen, weil ein Zeuge, Sachverständiger oder eine andere Partei ihren Wahrheitspflichten nicht nachkommt. In diesem Zusammenhang können verschiedene Aussagedelikte differenziert werden: • Falsche und uneidliche Aussage
  • Aussetzung (Strafrecht)
    Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende inhaltlich problematische Lücken auf: Es fehlen die historischen Aspekte, z.B. Aussetzung in der Antike zur Geburtenregulierung Hilf Wikipedia, indem du die fehlenden Informationen recherchierst und einfügst !
  • Bedingter Vorsatz
    Der bedingte Vorsatz ist insbesondere ein Begriff aus dem Strafrecht (der allerdings auch beispielsweise auch im Zivilrecht Anwendung finden kann) und wird auch als Eventualvorsatz bezeichnet. Vorsatz i.S.d. § 15 des Strafgesetzbuches (StGB) meint das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung bei Begehung der Straftat. Insoweit
  • Beendeter Versuch
    Der Versuch ist ein Stadium einer Straftat, welches gemäß § 22 StGB gesetzlich geregelt wird, wobei zwischen einem beendeten und einem unbeendeten Versuch unterschieden wird. Bei einem Versuch ist es generell so, dass der Taterfolg nicht eingetreten ist. Ein beendeter Versuch liegt vor, wenn
  • Befriedetes Besitztum
    Der Ausdruck befriedetes Besitztum findet im Strafrecht Anwendung. Nach § 123 Absatz 1 StGB begeht derjenige einen Hausfriedensbruch , wer unter anderem in das befriedete Besitztum eines anderen widerrechtlich eindringt oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf die Aufforderung des Berechtigten sich nicht
  • Beihilfe (Strafrecht)
    Dem Begriff Beihilfe kommt im Strafrecht gegenüber dem sonstigen rechtlichen oder ökonomischen Gebrauch eine unterschiedliche Bedeutung zu. Inhaltsverzeichnis 1 Strafrecht 2 Beihilfe beim Betrugsversuch
  • Betrug
    1. Objektiver Tatbestand Der § 263 StGB schützt das Vermögen . Es ist ein Selbstschädigungsdelikt . Im Unterschied zu den Eigentumsdelikten werden nicht einzelne wirtschaftliche Positionen geschützt, sondern die Summe der gesamten Positionen. Der objektive Tatbestand des Betruges enthält insgesamt vier Tatbestandsmerkmale
  • Bewusst Fahrlässigkeit
    Eine bewusste Fahrlässigkeit ist gegeben, wenn ein Täter den Erfolg seiner Tat für möglich halten konnte. Dabei hofft er allerdings, dass dieser Taterfolg nicht eintreten wird. Dies ist beispielsweise im Straßenverkehr gegeben, wenn ein Fahrer in einer unübersichtlichen Kurve ein anderes Fahrzeug überholt: er ist sich dessen bewusst, dass
  • Bewährung
    Unter dem Begriff  Bewährung ist ein festgelegter Zeitraum, in dem ein Straftäter sich für das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen muss, um eine Freiheitsstrafe nicht antreten zu müssen. In der Regel wird der Begriff im Bereich des Strafrechts für die Zeitdauer der Aussetzung einer Freiheitsstrafe verwendet. Unter "Bewährung"
  • BtMG
    Das einstige Opiumgesetz, ein Relikt aus der Weimarer Republik 1929, wurde inhaltlich umformuliert und umbetitelt und am 10. Januar 1972 erneut bekannt gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes regeln die Ein- und Ausfuhr von erklärten Betäubungsmitteln, deren Inverkehrbringung sowie ihre Herstellung. Auch der Betrieb von Konsumräumen sowie die Vernichtung von
  • Buße (Strafrecht)
    Im Verwaltungsrecht wird eine Buße als Sanktion gegen Verfehlungen, in der Regel Ordnungswidrigkeiten, verhängt. Dies geschieht bei Verfehlungen leichterer Art, deswegen wird das Ordnungswidrigkeitenrecht umgangssprchlich auch als "kleiner Bruder des Strafrechts" bezeichnet. Wenn jedoch eine Verfehlung sowohl nach dem Ordnungswidrigkeitenrecht als auch nach dem Strafrecht geahndet werden kann,
  • Computerkriminalität
    Straftaten, vor allem im Zusammenhang mit der Wirtschaftskriminalität, bei denen ein Computer als Tatmittel bzw. Gegenstand der strafbaren Handlungen im Vordergrund steht, werden als Computerkriminalität bezeichnet. Der Begriff wird umgangssprachlich im weiteren Sinne auch für im Zusammenhang mit Computern stehende Handlungen verwandt, die zwar
  • Deskriptive Tatbestandsmerkmale
    Deskriptive Tatbestandsmerkmale sind beschreibende Merkmale, bei denen in Abgrenzung zu den normativen Tatbestandsmerkmale keine Wertung vorgenommen werden muss.
  • Doppelfunktionale Maßnahme
    Unter einer doppelfunktionalen Maßnahme versteht man in Deutschland eine polizeiliche Maßnahme, die sowohl der Gefahrenabwehr (präventiv) als auch der Strafverfolgung (repressiv) dient. Da bei nahezu jeder denkbaren polizeilichen Maßnahme ein Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen erfolgt, ist nach dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der
  • Erlaubnisirrtum
    Bei dem Erlaubnisirrtum (auch als indirekter Verbotsirrtum bekannt) handelt es sich um einen solchen Irrtum , bei dem der Täter dass er den Tatbestand einer Verbotsnorm erfüllt, aber glaubt, sein Verhalten sei gerechtfertigt, weil er irrig annimmt, die Voraussetzungen eines tatsächlich
  • Ermittlungsverfahren
    Mit einem Ermittlungsverfahren beginnt jedes Straf- oder Bußgeldverfahren. Die gesetzlichen Regelungen dazu lassen sich in den §§ 160 - 177 StPO finden. 1. Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab Das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, wird durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet. Dies ist immer dann der Fall,
  • Falschmünzer
    Als "Falschmünzer" werden Personen bezeichnet, die Falschgeld herstellen. Bei diesem handelt es sich um Geldscheine und -münzen, welche den original Zahlungsmitteln täuschend echt sehen sollen, aber nicht von der jeweiligen Zentralbank autorisiert sind. Falschgeld dient dem Zweck, als echtes Zahlungsmittel angesehen zu werden und somit zur Zahlung verwendet werden
  • Finale Handlungslehre
    Bei der "finalen Handlungslehre" handelt es sich um eine der Handlungslehren, welche im Strafrecht existieren. Gemäß dieser ist als Handlung nur jenes Verhalten anzusehen, welches bewusst auf einen Erfolg gerichtet ist. Im Anschluss an die finale Handlungslehre hat die Strafrechtswissenschaft einen sowohl objektiven wie auch subjektiv geprägten Handlungsbegriff
  • Freiheitsberaubung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 239 I StGB schützt die Fortbewegungsfreiheit und ist als Dauerdelikt anzusehen. Es muss also ein Eingriff vorliegen, der dazu führt, dass der Person die Möglichkeit genommen wird nach seinem Willen sich frei fortzubewegen. Was unter Freiheit zu verstehen
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Fälschung technischer Aufzeichnungen
    Die Fälschung technischer Aufzeichnungen ist in Deutschland ein Vergehen nach § 268 StGB. Die Fälschung technischer Aufzeichnungen wurde als Parallelvorschrift zur Urkundenfälschung, § 267 StGB, eingeführt, mit dem Unterschied dass die in einer Urkunde verkörperte Gedankenerklärung auf Grund der maschinellen Aufzeichnung fehlt. Der
  • Führerschein weg
    Der Führerscheinverlust ist für jeden Verkehrsteilnehmer ein einschneidendes Erlebnis. Ist der Führerschein nämlich erst einmal weg, dann beginnt der meist teure Kampf um die Rückerlangung der Fahrerlaubnis. Grundsätzlich kann die Fahrerlaubnis auf verschiedene Weise verloren werden. Dabei ist zwischen Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis §§ 69ff. StGB
  • Führungsaufsicht
    Bei der Führungsaufsicht handelt es sich um eine in den §§ 68 ff. StGB geregelte Form der Maßregeln der Besserung und Sicherung (vgl. § 61 StGB ), bei der der Verurteilte zusätzlich zu einem Bewährungshelfer einer Aufsichtsstelle untersteht, um neue Straftaten
  • Führungszeugnis
    In einem Führungszeugnis werden die Vorstrafen einer Person registriert. Es wird auf grünem Spezialpapier und mit dem Bundesadler versehen auf eine Urkunde gedruckt. Wer Einsicht in sein persönliches Führungszeugnis nehmen wollte, musste dies früher bei der Polizei beantragen. Daher rührt auch noch der veraltete Begriff vom „polizeilichen Führungszeugnis“. Heute
  • Gefahrenverdacht
    Ein Gefahrenverdacht ist gegeben, wenn aus der Sicht eines verständigen und objektiven Betrachters Anhaltspunkte für eine Gefahr der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegen. Aufgrund des Gefahrenverdachts ist die zuständige Behörde gemäß der Generalklausel dazu ermächtigt, Maßnahmen zu ergreifen, welche der Erforschung der Gefahr dienen. Dabei ist zu beachten,
  • Geldwäsche
    Die Wiedereinbringung illegalen Schwarzgeldes in den legalen Wirtschafts- und Finanzkreislauf wird in Deutschland als Geldwäsche bezeichnet. Dieses illegale Geld ist entweder das Ergebnis illegaler Tätigkeiten (zum Beispiel aus Drogenhandel, Waffenhandel, aber in Deutschland (im Gegensatz zur Schweiz) auch Steuerhinterziehung) oder soll der Finanzierung illegaler Tätigkeiten dienen
  • Gesamtstrafe
    Im deutschen Strafrecht wird eine Gesamtstrafe immer dann gebildet, wenn mehrere Straftaten, welche zueinander im Verhältnis der Tatmehrheit stehen, sanktioniert werden müssen. Inhaltsübersicht 1 Voraussetzungen 2 Bildung der Gesamtstrafe 2.1 Durch Urteil
  • Gewalt
    Unter dem Begriff Gewalt ist der körperlich oder auch psychisch wirkende Zwang zu verstehen, der durch Kraft oder ein sonstiges Verhalten entsteht. Ziel ist es, die freie Willensbildung und -betätigung der anderen Person unmöglich zu machen oder zumindest zu beeinträchtigen. 1. Gewalt im Strafrecht Im
  • Große Strafrechtsreform
    Unter der Großen Strafrechtsreform versteht man in Deutschland die grundlegende Umgestaltung des Strafgesetzbuches, die in den 1950er und 1960er-Jahren betrieben wurde. Inhaltsverzeichnis 1 Entwicklung 1.1 Bis
  • Häusliche Gewalt
    Der Begriff "häusliche Gewalt" kennzeichnet körperliche oder seelische Gewalt zwischen Personen, die gemeinsam in einem Haushalt wohnen. Der Begriff kennzeichnet jedoch nicht ausschließlich Gewalt in Partnerschaften, sondern auch ganz allgemein Gewalttaten zwischen Personen, die gemeinsam unter einem Dach zusammenleben. Dazu gehören beispielsweise auch Gewalttaten zwischen Stiefeltern
  • In dubio pro reo
    Der Ausdruck „ in dubio pro reo “ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Im Zweifel für den Angeklagten.“ Bei diesem terminus technicus handelt es sich um einen Verfahrensgrundsatz ( Prozessmaxime ) des Strafrechts, der sich aus Art. 1 I GG, Art. 20 III GG, Art. 6
  • Indizienbeweis
    In einem Gerichtsverfahren spricht man von einem Indizienbeweis , wenn eine oder mehrere Indiztatsachen vorliegen, durch die auf die zu beweisende Haupttatsache logisch geschlossen werden kann. Die Indiztatsachen müssen im Prozess voll bewiesen sein, also zur Überzeugung des Gerichts feststehen. Zum Beweis dienen alle herkömmlichen Beweismittel.
  • Internationale Rechtshilfe in Strafsachen
    Seit dem 01.01.1983 besteht das "Gesetz über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen" (IRG), welches in jenen Fällen zum Tragen kommt, in denen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem betreffenden Staat keine bilateralen oder internationalen Vertragsbeziehungen bestehen. Das IRG regelt die Auslieferung von Staatsangehörigen, die Durchlieferung
  • Irrealer Versuch
    Ein irrealer Versuch (auch: abergläubischer Versuch) ist gegeben, wenn ein Täter übersinnliche Kräfte zur Hilfe nimmt, um eine Tat geschehen zu lassen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn er durch Zaubersprüche eine andere Person umbringen möchte. Das Aussprechen besagter Zaubersprüche bleibt straffrei i. S. d. Strafgesetzbuches, weil
  • Jugendstrafrecht
    Unter dem Begriff Jugendstrafrecht versteht man besonderes Straf- und Strafprozessrecht für Jugendliche und Heranwachsende. Diejenigen, die das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sind strafrechtlich nicht verantwortlich. Ein Jugendlicher (14 bis einschließlich 17 Jahre) ist strafrechtlich verantwortlich, wenn er zur Zeit der Tat nach seiner
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Krimineller Menschenhandel
    Als "Menschenhandel" wird angesehen, wenn die persönliche Zwangslage eines Menschen in dem Sinne ausgenutzt wird, dass er Prostitution oder sexuelle Handlungen dulden muss. In der Regel ist dies der Fall, wenn die Zwangslage mit einem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist. Die gesetzliche Grundlage für den kriminellen
  • Körperliche Unversehrtheit
    Die körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht aller Menschen. In Deutschland ist sie Bestandteil des Grundgesetzes (Art. 2 Abs. 2 GG). Als körperliche Unversehrtheit wird sowohl die physische als auch psychische Gesundheit eines Menschen betrachtet. Nicht beinhaltet ist das soziale Wohlbefinden. In anderen Ländern und auch in der deutschen
  • Körperverletzung
    Die Körperverletzung ist ein Straftatbestand aus dem 17. Abschnitt des StGB (Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit). Nach § 223 StGB wird, wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Nach § 223 II StGB ist
  • Leichtfertigkeit - Strafrecht
    Bei der Leichtfertigkeit handelt es sich um einen terminus technicus aus dem deutschen Strafrecht . Unter Leichtfertigkeit versteht man einen besonders schweren Pflichtverstoß, bei dem der Handelnde sich in krasser Weise über die gebotene Sicherheit hinwegsetzt (BGH mit Urteil vom 01.07.2010, Az.: I ZR 176/08). Eine
  • Meineid
    1. Objektiver Tatbestand Der Meineid gemäß § 154 StGB ist eine Qualifikation des § 153 StGB, wenn die Aussage von einem Zeugen oder Sachverständigen abgelegt wird. Ansonsten ist § 154 StGB als eigenständiges Delikt anzusehen. Die Tathandlung besteht laut des Wortlautes des
  • Mittäterschaft
    Mittäterschaft § 25 II StGB normiert die Mittäterschaft. Mittäterschaft ist die gemeinschaftliche Begehung einer Straftat durch bewusstes und gewolltes Zusammenwirken. Fehlt es an einem bewussten Zusammenarbeiten kommt eine Nebentäterschaft in Frage. 1. gemeinsamer Tatplan Um eine Mittäterschaft annehmen zu können ist ein
  • Mord
    1. Objektiver Tatbestand Mord ist eine Tötung bei der, der Täter besonders verwerflich handelt. Es ist äußerst umstritten ob es sich beim Mord um ein eigenständiges Delikt handelt oder eine Qualifikation zum § 212 ist. Der BGH betrachtet § 211StGB, in ständiger Rechtsprechung, als
  • Mordlust
    Die Mordlust ist eines der Tatbestandsmerkmale des Mordes. Sie ist gegeben, wenn jemand aus Freude am Töten beziehungsweise an der Vernichtung eines Menschenlebens einen Mord begeht. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Mprdlust aus dem § 211 StGB. Dort heißt es: "Mörder ist, wer aus Mordlust (...) einen Menschen
  • Nachstellung
    Das Strafgesetzbuch stellt in seinem § 238 die Nachstellung unter Strafe. Hier wird auch genau definiert, was unter dem Begriff „Nachstellung“ zu verstehen ist. Das Gesetz definiert die Nachstellung als das beharrliche Aufsuchen der Nähe eines anderen Menschen . Die Nachstellung StGB liegt ebenfalls vor, wenn jemand mithilfe von
  • Nötigung
    1. Objektiver Tatbestand Die Vorschrift schützt die Freiheit der Willensentschließung und Willensbetätigung . Kurzum die Freiheit des beliebigen Handelns. § 240 I StGB ein Erfolgsdelikt. Die Nötigung setzt voraus, dass durch das Nötigungsmittel das vom Täter erwünschte Verhalten des Opfers veranlasst wird und dass
  • Pflichten - Geldwäsche
    Kredit- und Finanzinstitute sind bereits seit 1993 zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Geldwäsche verpflichtet. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem Geldwäschegesetz (GWG). Im Jahre 2002 wurde das Geldwäschegesetz novelliert und der bislang verpflichtete Personenkreis um die Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler erweitert. Damit sind die
  • Plädoyer
    Schlussvortrag des Verteidigers oder Staatsanwalts in der mündlichen Verhandlung eines Strafprozesses.
  • Privilegierte Straftaten
    Privilegierte Straftaten sind Straftaten, bei denen zum Grundtatbestand eines Delikts mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal hinzukommt und so ein neuer Straftatbestand gebildet wird, der mit einer geringeren Strafe bedroht ist als der Grundtatbestand.
  • Prozessbetrug
    Betrug gemäß § 263 StGB, der begangen wird, indem der Täter in einem Zivilprozess bewusst unwahre Behauptungen aufstellt und dadurch das Gericht dazu bringt, eine für den Gegner nachteilige Entscheidung zu treffen.
  • Qualifizierte Straftat
    Als "Qualifikation" wird im Strafrecht die Erweiterung eines Grundtatbestands um Merkmale bezeichnet, welche strafverschärfend sind. Bei einer qualifizierten Sraftat handelt es sich um eine Straftat, welche aufgrund des Vorhandenseins eines zusätzlichen Merkmals strenger bestraft wird als das Grunddelikt an sich. Die qualifizierte Straftat ist beispielsweise gegeben bei
  • Rauschtat
    Straftat, die im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen wird, wobei dieser Zustand durch berauschende Mittel herbeigeführt worden ist.
  • Rechtfertigungsgründe im Strafrecht
    Grundsätzlich ist jede Handlung rechtswidrig, die einen gesetzlichen Tatbestand verwirklicht und nicht durch einen Rechtsfertigungsgrund abgedeckt wird. Diese speziellen Rechtsfertigungsgründe im Strafrecht gestatten ein an und für sich verbotenes Verhalten; sie werden daher auch Erlaubnistatbestände genannt. I. Wie Rechtfertigungsgründe im Strafrecht funktionieren Das Strafrecht beruht auf dem
  • Räuberischer Diebstahl
    1. Objektiver Tatbestand Der § 252 StGB wird oft auch als raubähnliches Sonderdelikt bezeichnet, denn er unterscheidet sich vom Raub nur dadurch, dass das Nötigungsmittel nach der Wegnahme zur Sicherung des Gewahrsams an der Beute eingesetzt wird. Daraus ergibt sich auch, dass der Täter sich
  • Sexuelle Belästigung
    Gemäß § 1 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), Benachteiligungen aus jeglicher Art von gründen zu verhindern – darunter fällt auch die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Doch in der Praxis ist es häufig der Fall, dass es aufgrund des Geschlechts immer wieder zu Diskriminierungen und Belästigungen kommt; vom Gesetzgeber „sexuelle Belästigungen“
  • Steuerstrafrecht
    Das Steuerstrafrecht stellt eine Sammlung aller Normen dar, die die Zuwiderhandlung gegen Steuergesetze mit straf- oder bußgeldrechtlichen Konsequenzen ahndet. Hierbei ist das Straf- oder Bußgeldrecht den Eigenarten der Zuwiderhandlungen im Steuerrecht angepasst. Inhalt des Steuerstrafrechts ist somit die Verfolgung von steuerlichem Fehlverhalten. Zu diesem Zweck bedient sich das
  • Steuerverkürzung - Steuerstraftat
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Steuerverkürzung 2.1 Allgemeines zur Steuerverkürzung
  • Strafrecht - Berufsverbot
    Als Rechtsfolge einer begangenen Straftat kann dem Täter gegenüber ein Berufsverbot ausgesprochen werden, welches ihm verbietet, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Voraussetzung hierfür ist, dass die begangene Tat in einer umittelbaren Beziehung zum ausgeübten Beruf steht. Zu beachten ist, dass das Berufsverbot als Gefahrenabwehr und nicht als eine Strafe
  • Strafrecht - Rücktritt
    Ein strafrechtlicher Rücktritt vom Versuch ist gegeben, wenn ein Täter freiwillig eine weitere Ausführung seiner Tat aufgibt oder deren Vollendung verhindert. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Rücktritt vom Versuch aus dem § 24 StGB. Bleibt das Delikt infolge des Rücktritts unvollendet, so bleibt dieses straffrei. Hierfür müssen allerdings
  • Strafrecht - Vermögensabschöpfung
    Die Vermögensabschöpfung von Gewinn, welcher durch Straftaten erzielt worden ist, wird mithilfe des Verfalls sowie der Sicherstellung geregelt. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in den §§ 73 - 76a StGB. Die Sicherstellung von illegal erworbenem Vermögen muss frühstmöglich geschehen, damit der Täter keine Vermögensverschiebungen während des laufenden
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Straftaten - Bekämpfung / Repressives Handeln
    Neben der vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten zählt auch die Verfolgung begangener Delikte zu den Aufgaben der Polizei. Dieses repressive Handeln obliegt der Kriminalpolizei. Gesetzlich geregelt werden die Befugnisse der Kriminalpolizei weitestgehend nicht durch Polizeigesetze, sondern aus der Strafprozessordnung sowie aus dem Bundeskriminalamtsgesetz. Insbesonders § 163 StPO definiert die
  • Strafvereitelung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 258 StGB schützt die inländische Rechtspflege und ist als Erfolgsdelikt anzusehen. Das bedeutet konkret, dass eine Vereitelung des staatlichen Strafanspruchs gegeben sein muss. Die Strafvereitelung erfasst in Absatz I die Verfolgungsvereitelung, in Absatz II wird die
  • Strafzumessung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines zur Strafzumessung im Steuerstraf-/Bußgeldverfahren 2. Bedeutung des verkürzten Steuerbetrages für die Strafzumessung im Steuerstrafverfahren 2.1
  • Strafzumessungsgesichtspunkte
    Strafzumessungsgesichtspunkte sind u.a. die Beweggründe und Ziele des Täters, die Art der Ausführung der Tat und die Folgen der Tat, das Vorleben des Täters und seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, das Maß der Pflichtwidrigkeit sowie das Nachtatverhalten (vgl. § 46 StGB).
  • Streitiges Urteil
    Urteil, das im Gegensatz zu einem Versäumnis-, Anerkenntnis-, oder Verzichtsurteil aufgrund einer streitigen mündlichen Verhandlung ergeht.
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.
  • Täter
    Nach § 25 Abs. 1 1. Alt. StGB ist Täter einer Strafta t , wer die Straftat selbst begeht. In § 25 Abs. 1 2. Alt StGB ist die mittelbare Täterschaft geregelt, bei der der Täter sich zur Tatausführung eines anderen Menschen als Werkzeug bedient.
  • Täuschung
    Täuschung ist die falsche Auffassung eines Sachverhalts. Sie kann sich in zwei Formen zeigen: Im ersten Fall dient sie der Beeinflussung einer Zielperson oder eines Zielpersonenkreises (Propaganda, Unlauterer Wettbewerb) und führt bei diesen zu der falschen Auffassung eines Sachverhaltes, aus dem die täuschende Person ihren Nutzen
  • Täuschungshandlung
    Die Täuschungshandlung ist eine der Voraussetzungen, welche bestehen müssen, damit der Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB gegeben ist. Der Täter muss eine Täuschungshandlung praktizieren, was bedeutet, dass er auf das Vorstellungsbild einer anderen Person einwirkt, beispielsweise durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, Unterlassen der Aufklärung über den tatsächlichen
  • Unbefugte Verwendung von Daten, § 263a Abs. 1, 3. Alt. StGB
    Die unbefugte Verwendung von Daten wird gemäß § 263a Abs.1 StGB gesetzlich definiert. Sie ist eine der Straftatbestände für einen Conputerbetrug. Als "unbefugt" i. S. d. § 263a StGB wird angesehen, wenn sich eine Person Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort ein Programm
  • Unfallflucht
    Die "Unfallflucht" ("Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort") bezeichnet das Verhalten eines Unfallbeteiligten, der sich nach einem Unfall im Staßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne dass seine persönlichen Daten sowie die Art seiner Unfallbeteiligung aufgenommen werden konnten. Auch wird es als Unfallflucht angesehen, wenn ein Unfallbeteiligter nicht lange genug am Unfallort gewartet
  • Unterlassene Hilfeleistung
    1. Objektiver Tatbestand § 323 c StGB ist ein echtes Unterlassungsdelikt . Es soll einen Mindestgehalt an Solidarpflichten sichern, denn jeder Mensch ist dazu verpflichtet einer anderen Person Hilfe zu leisten, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu begeben bzw. unzumutbar zu sein. Das geschützte
  • Unterlassungsdelikt
    Ein Unterlassungsdelikt ist ein Delikt , bei dem der Täter durch Nichtvornahme der an sich möglichen und gebotenen Handlung einen Straftatbestand erfüllt. Ein aktives Tun hinsichtlich des Erfolgseintritts ist mithin nicht erforderlich. Das Gegenstück dazu ist also das Begehungsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen
  • Unterlassungsdelikt / Unterlassen
    Allgemeines zum Unterlassen Nach dem Strafgesetzbuch kann eine Tat nicht nur durch ein aktives Tun, sondern auch durch ein Unterlassen begangen werden. Nach § 13 Abs. 1 StGB wird dies so definiert: "Wer es unterläßt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach
  • Untersuchungshaft
    Unter Untersuchungshaft versteht man eine ein Verfahren sichernde Maßnahme der Ermittlung in einer Straftat. In aller Regel steht vor der Untersuchungshaft die Festnahme durch Staatsanwalt oder Polizeibehörden. Der Beschuldigte kommt vor den Haftrichter. Die Untersuchungshaft wird nach den §§ 112 ff. StP) angeordnet. Die Zeit, die
  • Verfall - Vermögensabschöpfung
    Hinweis: Die Besprechung dieser Möglichkeit der Vermögensabschöpfung erfolgt im Rahmen der Vollständigkeit lediglich anhand einer kurzen Darstellung der Tatbestandsvoraussetzungen und einer Erläuterung der Gründe, warum die Anordnung des Verfalls i.S.d. § 73 Abs. 1 S. 1 StGB im Steuerstrafverfahren nicht in Betracht kommt.
  • Vermögensdelikt
    Vermögensdelikte sind ein zusammenfassender Begriff im deutschen Strafrecht für alle Straftaten, die sich gegen das Vermögen oder Vermögensbestandteile anderer Personen richten. Inhaltsverzeichnis 1 Vermögensdelikte im weiteren und im engeren Sinne
  • Versicherungsmissbrauch
    1. Objektiver Tatbestand Der § 265 StGB schützt in erster Linie die Sachversicherungen vor in betrügerischer Weise vorgenommenen Vortäuschung von Versicherungsfällen . In der Praxis ist dieses Delikt häufig im Bereich der Kfz-Kasko-Versicherungen verwirklicht. Geschütze Rechtsgut ist demnach das Vermögen der Versicherung und
  • Versuch
    Der Versuch ist in § 22 StGB geregelt. Hierbei wird ein Deliktsstadium vor der Vollendung beschrieben. In diesem Zusammenhang meint das Fehlen der Vollendung, dass es nicht zu einem Erfolg gekommen ist, der dem Täter zugerechnet werden kann. Vorprüfung Der Versuch kann genau wie
  • Vorwurf Körperverletzung gegen Ex-Freundin
    Wenn frisch getrennte Partner sich begegnen, kommt es sehr häufig zu Handgreiflichkeiten. Schnell werden dann die Fragen nach strafrechtlich relevanten Handlungen aufgeworfen. Der typische Handlungsverlauf ist folgender. Man trifft sich – zufällig, oder auch verabredet – zu einer Aussprache. Vielleicht möchten die Beteiligten Ex-Partner die Vergangenheit befrieden, vielleicht macht sich
  • Völkerstrafrecht
    Als Völkerstrafrecht bezeichnet man die Summe der Normen, die die Strafbarkeit einzelner Individuen unmittelbar aufgrund von Völkerrecht begründen. Das bedeutet, dass Individuen direkt auf Grund von völkerrechtlichen Normen strafbar sein können - eine Ausnahme vom nicht mehr ganz aktuellen Prinzip, dass das Völkerrecht nur
  • Widerstand gegen die Staatsgewalt
    Als Widerstand gegen die Staatsgewalt wird ein gewaltsamer Widerstand oder ein tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte des Staates bezeichnet. Dieser kann auch in der Ausübung passiver Gewalt bestehen, etwa durch Sitzblockaden und ähnliche Aktionen des gewaltlosen Widerstands (siehe auch Gewaltlosigkeit). Als Vollstreckungsbeamte gelten neben Polizisten und
  • Wirtschaftskriminalität
    Wirtschaftskriminalität ist die Bezeichnung für Straftaten, die wirtschaftliche Bezüge aufweisen. Sie ist von der Sozialkriminalität zu unterscheiden, die den Missbrauch von Sozialleistungen charakterisiert, z.B. bei der Schwarzarbeit. Die Anzahl der Delikte der Wirtschaftskriminalität entspricht ca. 1,5 % bis 2,2 % (= ca. 80.000 bis 100.000 Fälle) der in
  • Zeugenschutz
    Als "Zeugenschutz" wird der Schutz derjenigen Personen bezeichnet, welche während eines Gerichtsverfahrens einen besonderen Schutz erhalten müssen (in der Regel Zeugen beziehungsweise Kronzeugen). Dieser Schutz kann sich sowohl auf die körperliche Unversehrtheit als auch auf die Geheimhaltung der Identität beziehen.  Sämtliche Maßnahmen, welche diesem Schutz dienen, fallen unter den
  • Zeugenvernehmung
    Als "Zeugenvernehmung" wird die Herbeiführung einer Zeugenaussage bezeichnet, die grundsätzlich einer bestimmten Reihenfolge unterliegt: Einführung in den Sachverhalt Belehrung des Zeugen über seine Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrechte bei richterlicher Vernehmung Belehrung über die Folgen wahrheitswidriger Aussage Vernehmung zur Person (Angabe der Personalien, Alter, Wohnort, Beruf)
  • Zufallsfunde (§ 108 StPO)
    Werden im Strafrecht bei Gelegenheit einer Durchsuchung Gegenstände gefunden, die zwar in keiner Beziehung zu der Untersuchung stehen, aber auf die Verübung einer anderen Straftat hindeuten, so sind sie einstweilen in Beschlag zu nehmen, dies sind die sog. Zufallsfunde. Der Staatsanwaltschaft ist hiervon Kenntnis zu geben. Vgl. dazu § 108
  • Zuhälterei
    Als "Zuhälterei" wird die gewerbsmäßige Betreibung von Bordellen bezeichnet. Auch eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt, wird als "Zuhälter" bezeichnet. Die Zuhälterei an für sich ist nicht strafbar; sie ist nur als eine Straftat anzusehen, wenn der Tatbestand der Ausbeutung und/oder der Ausnutzung einer Prostituierten vorliegt.
  • animus socii
    Gehilfenwille im Strafrecht.
  • dolus subsequens
    Nachträgliche Billigung des unvorsätzlich Verwirklichten schadet dem Täter nicht.
  • furtum usus
    Gebrauchsanmaßung (z.B. Strafbar bei § 248b StGB)
  • nulla poena sine lege
    Keine Strafe ohne Gesetz (vgl. Art. 103 Abs. 2 GG).
  • Ächtung
    Ächtung , die Verhängung der „Acht“, ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und auch des alten deutschen Rechts ( vgl. Reichsacht). Es umfasst die Ausstoßung des Bestraften aus aller menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und für jedermann die Ermächtigung, ihn straflos zu töten. Es war
  • Überführung
    Der Begriff Überführung hat unterschiedliche Bedeutungen: In der Chemie eine Umwandlung, siehe Überführung (Chemie). Der Nachweis der Schuld oder Beteiligung, zum Beispiel der Täterschaft einer Straftat, siehe Schuldnachweis. Ein begleiteter Transport von Dingen oder Personen, bei Fahrzeugen, siehe Fahrzeugüberführung
  • Überhaft
    Unter Überhaft versteht man die Situation, dass sich jemand, gegen den in Haftbefehl erlassen wurde, bereits aus anderen Gründen (in anderer Sache) in Haft befindet. Dies kann ein anderer Untersuchungshaftbefehl sein oder auch Strafhaft. Da immer feststehen muss, wann und wie lange sich ein
  • Überweisungsbetrug
    Der Überweisungsbetrug ist eine Art des Betruges im Überweisungsverkehr, der wiederum ein Teil des so genannten unbaren Zahlungsverkehrs darstellt. Kontoeröffnungsbetrüge bei Kreditinstituten sind in der Regel Ausgangspunkt des Überweisungsbetruges, der zumeist mittels Unterschriftsfälschung begangen wird. Inhaltsverzeichnis
Sie sind Rechtsanwalt?

Eintrag anlegen

Jetzt Anwaltseintrag für 1 Jahr kostenlos testen!


Ratgeber
  • BildDer rechtswidrige Durchsuchungsbeschluss
    Ist der festgestellte rechtswidrige Durchsuchungsbeschluss ein echter Sieg für den Mandanten und seinem Strafverteidiger oder leider doch nur ein Pyrrhussieg? Das Bundesverfassungsgericht entschied erst vor kurzem (erneut), dass zumindest ein Sieg (wie man auch immer diesen nun nennen und werten will) möglich ist (BVerfG, Beschl. Vom 16.04.2015 – ...
  • BildDie Selbstanzeige im Außenwirtschaftsrecht gemäß § 22 Abs. 4 AWG
    Das Außenwirtschaftsgesetz regelt für Deutschland nationalstaatlich den Außenwirtschaftsverkehr und den Wirtschaftsverkehr zwischen Inländern und Ausländern. Es beruht auf dem Grundsatz, dass alle Geschäfte mit dem Ausland uneingeschränkt zulässig sind, soweit sie nicht ausdrücklich Beschränkungen unterworfen worden sind. Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz werden als Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten geahndet. ...
  • BildInternethandel und die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen
    Ein kurzer Überblick über die mögliche Strafbarkeit nach dem Strafgesetzbuch, dem Urheberrechtsgesetz sowie dem Markengesetz Was kann dem Privatkäufer strafrechtlich drohen, sollte er gestohlene Sachen oder Raubkopien im Internet erwerben? Das Amtsgericht Pforzheim (Urteil vom 26.06.2007, Az.: 8 Cs 5040/07) erklärte den Käufer in eBay zum Hehler, ...
  • BildDas Kapitalmarktstrafrecht. Der Exot im Wirtschaftsstrafrecht.
    Unzweifelhaft hat man es als Exot unter Exoten nicht leicht. Um dies näher zu erläutern stellen Sie sich bitte vor, dass Sie eine Krankheit (nennen wir die Krankheit: Ermittlungsverfahren) haben und es sich herausstellt, dass Ihr individuelles Krankheitsbild nicht nur sehr selten ist, sondern in einer Form vorkommt, welche ...
  • BildDie Durchsuchung und Betriebsprüfung durch den Zoll
    Eine Durchsuchung bleibt zunächst einmal eine Durchsuchung. Prozessual gelten für alle dieselben Regeln, egal ob der Zoll, die Staatsanwaltschaft oder die Steuerfahndung durchsucht.   Hinsichtlich des Zolls muss jedoch unterschieden werden zwischen der Betriebsprüfung vom Arbeitsbereich Finanzkontrolle Schwarzarbeit und der eigentlichen Durchsuchung aufgrund eines hinreichenden Tatverdachts bezüglich ...
  • BildDas Zollstrafrecht – Das besondere Steuerstrafrecht
    Das Zollstrafrecht ist dem Grunde nach ein spezieller Teil des Steuerstrafrechts. Es ist besonderes Steuerstrafrecht. Daher definiert § 369 der Abgabeordnung die Zollstraftaten als die Straftaten, welche nach dem Steuergesetz strafbar sind. Die Zollstraftaten sind in den §§ 369 ff. AO geregelt. So sind gemäß § 4 Abs.3 Abgabenordnung ...

News zum Strafrecht

Forenbeiträge zum Strafrecht
  • BildBitte um Hilfe (Strafrecht) (06.11.2007, 17:55)
    Weis nicht wie ich es Formulieren soll, egal
  • BildStrafrecht Hausarbeit München (12.01.2006, 02:15)
    Hilfe!!!!!!! F ist mit M verheiratet. Ehepaar lebt mit Sohn S in einer Doppelhaushälfte. Schon immer war M gegenüber F äußerst herrschsüchtigt und dominant gewesen und hatte sie auch mehrfach geschlagen. Nachdem M vor 3 Jahren seine Arbeit verloren hatte, war die Situation eskaliert; er konsumierte regelmäßig Alkohol und wurde immer ...
  • BildSchwerpunkbereich wählen (17.07.2012, 17:30)
    Hallo, ich muss mich bis November für einen Schwerpunktbereich entschieden haben. Zur Wahl stehen an meiner Uni: 1. Rechtsentwicklung und -theorie 2. Arbeits- und Sozialrecht 3. Umwelt- und Technikrecht 4. Internationales Privat und ÖRecht 5. Strafrecht 6. Steuerrecht 7. Unternehmensrecht Ich bin ja nicht so der große Privatrechtler, meine Stärken liegen ganz klar im Strafrecht. Höchst wahrscheinlich werde ich ...

Auszeichnungen


JuraForum.de - eine der besten Webseiten aus dem Bereich Wirtschaft

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.