Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Absicht
    Absicht, auch dolus directus 1. Grades genannt, ist der zielgerichtete Wille, den tatbestandlichen Erfolg herbeizuführen. Dem Täter kommt es gerade darauf an, den tatbestandlichen Erfolg herbeizuführen. In diesem Zusammenhang ist es ohne Bedeutung, ob sich der Täter die Tatbestandsverwirklichung als sicher oder nur als möglich vorstellt.
  • Actio libera in causa
    Bei der Actio libera in causa handelt es sich um einen Begriff der Rechtswissenschaft, der den Fall behandelt, dass ein Täter sich bei Begehung der Tat absichtlich in den Zustand der Schuldunfähigkeit versetzt (z.B. vorsätzliche Herbeiführung eines Vollrausches), um so seine Tat ohne Schuld und Bestrafung durchführen zu
  • Anstiftung
    Gemäß § 26 StGB wird unter Anstiftung die vorsätzliche Bestimmung, ernst gemeinte und erfolgreiche Bestimmung eines anderen zur Begehung einer vorsätzlichen rechtswidrigen Straftat verstanden. In einem derartigen Fall wird der Anstifter mit den gleichen Gesetzen bestraft, wie der Angestiftete. Ebenso wie die Beihilfe ist die
  • Arrest - Disziplinarmaßnahme in der JVA
    Arrest ist eine der möglichen Disziplinarmaßnahmen in einer Justizvollzugsanstalt. Nach Paragraf 103 des Strafvollzugsgesetzes kann gegen einen Gefangenen nur wegen schwerer oder mehrfach wiederholter Verfehlungen bis zu vier Wochen (28 Tage) Arrest verhängt werden. Dies können beispielsweise ein Ausbruchsversuch sein, der Missbrauch einer Vollzugslockerung (wie Ausgang oder
  • Ausweisfälschung
    Ausweisfälschung ist die kriminell motivierte Manipulation oder die Totalfälschung eines Ausweises oder Berechtigungsscheines zum Zwecke der Täuschung. Meistens handelt es sich um amtliche Dokumente, z. B. Reisepässe. Ziel der Ausweisfälschung ist das Vereiteln einer Identifizierung einer Person und/oder Ausnutzen von Berechtigungen von bestimmten Personen oder die
  • Beihilfe (Strafrecht)
    Dem Begriff Beihilfe kommt im Strafrecht gegenüber dem sonstigen rechtlichen oder ökonomischen Gebrauch eine unterschiedliche Bedeutung zu. Inhaltsverzeichnis 1 Strafrecht 2 Beihilfe beim Betrugsversuch
  • Beihilfe (§ 27 StGB)
    Nach § 27 Abs. 1 StGB wird als "Gehilfe bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat". Dabei muss der Gehilfe Vorsatz bzgl. der Haupttat und der Hilfeleistung gehabt haben. Die Strafe des Gehilfen orientiert sich an der des Haupttäters. Sie
  • Beleidigung
    1. Objektiver Tatbestand Der Beleidigungstatbestand gem. § 185 StGB erfasst alle Äußerungen gegenüber dem Betroffenen selbst sowie alle Werturteile über den Betroffenen. Dabei wird vor allem die Ehre geschützt . Was unter Ehre zu verstehen ist, ist vielfach umstritten. Die Ehre ist
  • Beschuldigter
    Nach der formell-materiellen Sichtweise ist die Person als Beschuldigter zu bezeichnen, die konkret verdächtigt wird, eine strafbare Handlung begangen zu haben und gegen den ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist. Wird gegen den Beschuldigten sogar die Klage erhoben, so wird er zum Angeschuldigten. Zum Angeklagten wird
  • Beteiligung
    Anstiftung 1. Objektiver Tatbestand Eine Anstiftung gem. § 26 StGB ist eine besondere Teilnahmeform . Anstiften ist das vorsätzliche Bestimmen einer anderen Person zur Begehung einer vorsätzlich rechtswidrigen Haupttat. Eine Haupttat kann jedes Vorsatzdelikt sein, auch ein eigenhändiges Delikt, ein
  • Bewährungshilfe
    In bestimmten Fällen können Freiheitsstrafen zur Bewährung ausgesetzt werden. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn die Gesamtfreiheitsstrafe nicht zwei Jahre übersteigt. Bewährung wird auch oft in Jugendstrafverfahren verhängt. Verurteilte, die einer Bewährungsstrafe unterliegen, werden gemäß § 56d StGB während der Bewährungszeit
  • Computerkriminalität
    Straftaten, vor allem im Zusammenhang mit der Wirtschaftskriminalität, bei denen ein Computer als Tatmittel bzw. Gegenstand der strafbaren Handlungen im Vordergrund steht, werden als Computerkriminalität bezeichnet. Der Begriff wird umgangssprachlich im weiteren Sinne auch für im Zusammenhang mit Computern stehende Handlungen verwandt, die zwar
  • Defensiver Notstand
    Die Gefahr geht von einer Sache selbst aus, vgl. § 228 BGB
  • Delikt
    Als Delikt werden in der juristischen Fachsprache folgende Dinge bezeichnet im Zivilrecht eine unerlaubte Handlung und im Strafrecht eine Straftat (Verbrechen oder Vergehen). Die Kriminologie verwendet den Ausdruck Delikt als Oberbegriff für alle im weitesten Sinne strafrechtlich relevanten Verfehlungen eines Rechtssubjektes.
  • Eilzuständigkeit
    Eine Eilzuständigkeit ist ein Unterfall der behördlichen oder gerichtlichen Zuständigkeit. Zuständigkeiten regeln wann ein öffentlicher Entscheidungsträger handeln darf. Eilzuständigkeiten finden sich dabei sowohl im allgemeinen wie besonderen Verwaltungsrecht (z. B. im Polizeirecht) sowie im Strafverfahrensrecht. Eine Eilzuständigkeit regelt die behördlichen bzw. gerichtlichen Kompetenzen, wenn in einer
  • Einwilligung
    Inhalt Durch die Einwilligung als Rechtsgutsverzicht (man läßt eine Schädigungshandlung über sich erlaubterweise ergehen) kann die Rechtswidrigkeit und Strafbarkeit einer Handlung entfallen. Dispositionsbefugnis Dazu muss der Einwilligende allerdings die Dispositionsbefugnis über das betroffene Rechtsgut (z.B. wie die körperliche Integrität) inne
  • Entführung
    Unter einer Entführung versteht man einen kriminellen Akt, bei dem eine Person oder Personengruppe, häufig auch ein Kind ( kidnapping ), teilweise auch eine Sache (Flugzeugentführung) mit Gewalt oder heimlich an einen anderen Ort gebracht werden soll oder wird. Inhaltsverzeichnis
  • Erlaubnistatbestandsirrtum
    Der Begriff des Erlaubnistatbestandsirrtums kennzeichnet einen terminus technic im deutschen Strafrecht. Der Täter hält irrig Umstände für gegeben, die, sollten sie tatsächlich vorliegen, die tatbestandlichen Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes (z.B. Notwehr, § 32 StGB) erfüllen und dadurch sein Handeln rechtfertigen würden. Da der Täter sich
  • Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft
    Bei den Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Amtsträger, welche bei Gefahr im Verzug besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und durchführen dürfen. Zu diesen Ermittlungspersonen zählen in erster Linie Polizeibeamte, aber auch Beamte im Bergamt, Forst- und Fischereibeamte, Grenzbeamte, Steuerbeamte.
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
    Das Fahren ohne Fahrerlaubnis ist in Deutschland eine Straftat nach § 21 StVG. Es handelt sich dabei nicht um das Fahren, ohne ein gültiges Ausweispapier mitzuführen (sog. Fahren ohne Führerschein), sondern um das Führen eines Fahrzeugs, ohne die dafür erforderliche Erlaubnis zu besitzen.
  • Falschaussage
    Werden gegenüber einem Gericht oder einer Behörde wahrheitswidrige Tatsachen zu einem bestimmten Sachverhalt geäußert, so spricht man von einer Falschaussage . Die Falschaussage ist Tatbestandsmerkmal aller Aussagedelikte, unabhängig ob sie uneidlich, mit Eid (z.B. Meineid) oder an Eides statt geleistet wird. Inhaltsübersicht
  • Falschmünzer
    Als "Falschmünzer" werden Personen bezeichnet, die Falschgeld herstellen. Bei diesem handelt es sich um Geldscheine und -münzen, welche den original Zahlungsmitteln täuschend echt sehen sollen, aber nicht von der jeweiligen Zentralbank autorisiert sind. Falschgeld dient dem Zweck, als echtes Zahlungsmittel angesehen zu werden und somit zur Zahlung verwendet werden
  • Flucht
    Flucht ist jedes Verhalten mit dem sich der Täter der Strafverfolgung entziehen will
  • Folgen der Verletzung - Steuergeheimnis
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Unterlassungsanspruch 3. Schadenersatz
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Gefängnisausbruch
    Ein Gefängnisausbruch (amtliche Bezeichnung: Entweichung von Gefangenen ) ist die Flucht eines Gefangenen aus hoheitlicher Verwahrung (militärisch oder zivil), z. B. aus einem Gefängnis oder aus einem Gefangenenlager. Eine Flucht ist selbst oder mit anderen Gefangenen denkbar. Zumeist wird die Flucht durch Außenstehende unterstützt
  • Geldwäsche
    Die Wiedereinbringung illegalen Schwarzgeldes in den legalen Wirtschafts- und Finanzkreislauf wird in Deutschland als Geldwäsche bezeichnet. Dieses illegale Geld ist entweder das Ergebnis illegaler Tätigkeiten (zum Beispiel aus Drogenhandel, Waffenhandel, aber in Deutschland (im Gegensatz zur Schweiz) auch Steuerhinterziehung) oder soll der Finanzierung illegaler Tätigkeiten dienen
  • Geständnis / Geständnis widerrufen
    Räumt ein Beschuldigter einen bestimmten Sachverhalt ein, der ihm zur Last gelegt wird, so wird dies als Geständnis bezeichnet. Bereits im Römischen Recht wurde der Satz Confessio est regina probationum (Das Geständnis ist die Königin der Beweismittel) geprägt. Das Geständnis kann sowohl im
  • Grundsätze - Steuerstrafrecht
    Ein wesentlicher Grundsatz im Steuerstrafrecht ist das sog. Legalitätsprinzip gem. § 152 Abs. 2 StPO. Hiernach ist die Finanzbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit verpflichtet, wegen aller verfolgbarer Straftaten einzuschreiten, sobald zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Dies gilt ohne Beachtung des Ansehens der Person. Das Legalitätsprinzip ist Ausfluss des
  • Göttinger Mensurenprozess
    Der Göttinger Mensurenprozess war eine gerichtliche Auseinandersetzung in den Jahren 1951–1953, in der die Strafbarkeit der studentischen Mensur und des studentischen Duells für die in der deutschen Nachkriegszeit wiederentstandenen Studentenverbindungen grundsätzlich geregelt wurde. Aufgrund der Schwierigkeiten und der ablehnenden Haltung von verschiedenen Seiten wurden
  • Handlungsbegriff
    Eine eindeutige Definition für den Handlungsbegriff gibt es nicht. In der Rechtswissenschaft wurden allerdings verschiedene Handlungslehren aufgestellt, die zur Definition des Begriffes beitragen sollen, beispielsweise die kausale Handlungstheorie oder die personale Handlungslehre. Als "Handlungsbegriff" wird im Strafrecht jedes menschliche Verhalten bezeichnet, welches willensgetragen und nach außen gerichtet ist.
  • Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft
    Als "Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft" - oder auch "Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft" - werden Personen bezeichnet, welche mit besonderen strafrechtlichen Befugnissen ausgestattet sind. Dies bedeutet, dass sie bei Gefahr im Verzug besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und ausführen dürfen. Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft sind: Beamte im Bergamt, Forst-
  • In dubio pro reo
    Der Ausdruck „ in dubio pro reo “ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Im Zweifel für den Angeklagten.“ Bei diesem terminus technicus handelt es sich um einen Verfahrensgrundsatz ( Prozessmaxime ) des Strafrechts, der sich aus Art. 1 I GG, Art. 20 III GG, Art. 6
  • Irrealer Versuch
    Ein irrealer Versuch (auch: abergläubischer Versuch) ist gegeben, wenn ein Täter übersinnliche Kräfte zur Hilfe nimmt, um eine Tat geschehen zu lassen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn er durch Zaubersprüche eine andere Person umbringen möchte. Das Aussprechen besagter Zaubersprüche bleibt straffrei i. S. d. Strafgesetzbuches, weil
  • Jugendarrest
    Ein im Jugendgerichtsgesetz vorgesehenes Zuchtmittel, das bei schwereren Verfehlungen Jugendlicher verhängt wird, wenn die Verhängung einer Jugendstrafe als noch schwerere Reaktion nicht erforderlich erscheint.
  • Jugendgerichte
    Spezielle Spruchkörper der Amts- und Landgerichte, die bei Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender zuständig sind.
  • Kreuzverhör
    Ein Kreuzverhör kommt es aus dem anglo-amerikanischen Beweisrecht. Es ist eine übliche Befragung der Zeugen und im Strafprozess auch des Beschuldigten durch den Staatsanwalt oder Rechtsanwalt. Dabei befragen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abwechselnd (über Kreuz) den Angeklagten bzw. den Zeugen. Regelung in Deutschland Kreuzverhöre
  • Krimineller Menschenhandel
    Als "Menschenhandel" wird angesehen, wenn die persönliche Zwangslage eines Menschen in dem Sinne ausgenutzt wird, dass er Prostitution oder sexuelle Handlungen dulden muss. In der Regel ist dies der Fall, wenn die Zwangslage mit einem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist. Die gesetzliche Grundlage für den kriminellen
  • Kronzeuge
    Person, die selbst als Täter oder Teilnehmer einer Straftat verdächtig ist, im Strafprozess jedoch als Belastungszeuge für die Anklagebehörde auftritt.
  • Lebenslange Freiheitsstrafe
    In fast allen Staaten ist die lebenslange Freiheitsstrafe die höchste Strafe, die das Strafrecht kennt. Innerhalb Europas ist die lebenslange Freiheitsstrafe in Kroatien, Norwegen, Portugal und Spanien abgeschafft. Inhaltsübersicht I. Historie II. Freiheitsstrafe im deutschen Strafrecht Ausgestaltung der
  • Meistbegünstigung
    Bei dem Meistbegünstigungsprinzip handelt es sich um ein Prinzip, welches seitens der Rechtsprechung entwickelt worden ist und im Verfahrensrecht angewendet wird. Gemäß dem Meistbegünstigungsprinzip sind Anträge sowie Rechtsbehelfe ohen Bindung an den Wortlaut nach dem Willen des Antragstellers nicht nur im sozialgerichtlichen Verfahren, sondern auch im Verwaltungsverfahren auszulegen.
  • Mündlichkeitsgrundsatz
    Der Mündlichkeitsgrundsatz besagt, dass vor Gericht mündlich verhandelt werden muss und nur das, was im Rahmen der mündlichen Verhandlung mündlich vorgetragen wurde, Gegenstand der Urteilsfindung wird.
  • Nachtrunk
    Konsum von Alkohol nach Begehung eines Deliktes unter Alkoholeinfluss.
  • Nebentäter
    Eine gesetzliche Definition für den Nebentäter besteht gemäß dem Strafgesetzbuch nicht. Im Allgemeinen werden als Nebentäter Täter angesehen, welche unabhängig voneinander dasselbe Rechtsgut angreifen. Bei der Begrifflichkeit des Nebentäters wird unterschieden zwischen kumulativer und alternativer Kausalität. Währende erstere gegeben ist, wenn der Taterfolg nur durch gemeinsames Agieren der
  • Nichtanzeige geplanter Straftaten
    Straftatbestand, der die Nichtanzeige von bevorstehenden, bestimmten schweren Straftaten für strafbar erklärt (§ 138 StGB).
  • Nothilfe
    Nothilfe Bei der Nothilfe (auch unter Notwehrhilfe bekannt) handelt es sich um eine Notwehrhandlung , die zugunsten eines Dritten geleistet wird. Der Angegriffene ist also nicht der Handelnde selbst ist, sondern ein helfender Dritter. Sie ist daher eine besondere Form der Notwehr.
  • Opfer (Kriminologie)
    In der Kriminologie bezeichnet der Begriff Opfer die geschädigte Person eines Verbrechens. Der Begriff bildet damit den Gegensatz zu Täter. Opfer ist regelmäßig derjenige, der durch einen Täter in seinen Rechten verletzt wird. Dabei kann die Verletzung des Rechtes sowohl körperlicher (Mord, Körperverletzung), ideeller
  • Ordnungswidrigkeit / Straftat
    Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. I.  Ordnungswidrigkeiten Nach § 1 Absatz 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes ( OWiG ) sind Ordnungswidrigkeiten solche rechtswidrige und grundsätzlich vorwerfbare Handlungen (vgl. Absatz 2), die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklichen und die Ahndung einer Geldbuße
  • Organisierte Kriminalität
    Die offizielle Definition von Organisierter Kriminalität in Deutschland (1990/RiStBV 1991) lautet: Organisierte Kriminalität (Abkürzung OK ) ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als
  • Pflichtverteidiger
    Ordnet das Gericht im Strafprozess dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu, so wird dieser   Pflichtverteidiger genannt. In den Fällen der notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen (§§ 140 ff. StPO). Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren. Pflichtverteidiger können mit
  • Privilegierte Straftaten
    Privilegierte Straftaten sind Straftaten, bei denen zum Grundtatbestand eines Delikts mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal hinzukommt und so ein neuer Straftatbestand gebildet wird, der mit einer geringeren Strafe bedroht ist als der Grundtatbestand.
  • Prozessbetrug
    Betrug gemäß § 263 StGB, der begangen wird, indem der Täter in einem Zivilprozess bewusst unwahre Behauptungen aufstellt und dadurch das Gericht dazu bringt, eine für den Gegner nachteilige Entscheidung zu treffen.
  • Qualifikation (Strafrecht)
    Der Begriff Qualifikation stammt aus dem Strafrecht . Er bedeutet die Erweiterung eines Grundtatbestandes um strafschärfende Merkmale. Die Qualifikation ist stets von der Erfolgsqualifikation zu unterscheiden. Das Gegenstück zur Qualifikation ist die Privilegierung.   I.  Allgemeines 1. zur Qualifikation Bei
  • Qualifizierte Straftat
    Als "Qualifikation" wird im Strafrecht die Erweiterung eines Grundtatbestands um Merkmale bezeichnet, welche strafverschärfend sind. Bei einer qualifizierten Sraftat handelt es sich um eine Straftat, welche aufgrund des Vorhandenseins eines zusätzlichen Merkmals strenger bestraft wird als das Grunddelikt an sich. Die qualifizierte Straftat ist beispielsweise gegeben bei
  • Raubkopie
    Als Raubkopie bezeichnet man rechtswidrig hergestellte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere Programme oder Software. Das Wort Raubkopie ist im deutschen und im Gesetz nicht enthalten. Dort wird lediglich geregelt, wann Kopien zum privaten Gebrauch (sog. Privatkopie) zulässig sind (§ 53 Urhebergesetz). Als Raubkopie werden
  • Rauschtat
    Straftat, die im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen wird, wobei dieser Zustand durch berauschende Mittel herbeigeführt worden ist.
  • Rechtfertigender Notstand
    Verwirklich ein Täter eine Straftatbestand besteht die Möglichkeit sein Verhalten zu rechtfertigen. In Betracht könnte unter anderem der rechtfertigende Notstand nach § 34 StGB kommen. Der § 34 StGB ist folglich ein Rechtfertigungsgrund . Damit die Tat nach § 34 gerechtfertigt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen gegeben
  • Rechtliche Aspekte bei Hilfeleistung
    Gerät ein Mensch in ein Notlage, herrscht bei Ersthelfern oft große Unsicherheit bei Fragen wie der Verpflichtung zur Hilfeleistung, eventueller Haftung bei Schäden oder bei Fehlern bei der Anwendung der ersten Hilfe. Der Gesetzgeber in Deutschland hat dazu im Strafgesetzbuch (StGB) eindeutig festgelegt: Bei
  • Revision im Strafrecht
    Die Revision im Strafrecht ist definiert als Rechtsmittel gegen eine gerichtliche Entscheidung. In der Bundesrepublik benötigt man unter Umständen eine gesonderte Zulassung. Eine Revision wird niemals auf neuen Tatsachen beruhen, vielmehr muss eine Verletzung des formellen Rechts oder des materiellen Rechts vorliegen. Es muss sich, um eine Revision aufgrund
  • Risikoerhöhungslehre
    Nach der sog. Risikoerhöhunglehre erfüllt derjenige den objektiven Tatbestand, der durch seine Handlung die Gefahr des Erfolgseintritts erhöht hat. Diese Theorie wird allerdings mit dem Argument abgelehnt, dass sie gegen den Grundsatz in dubio pro reo verstoße. Außerdem werden zu Unrecht Verletzungsdelike in Gefährdungsdelikte umgedeutet.
  • Ruhestörung
    Werden andere Personen durch Lärm gestört, so spricht man von einer Ruhestörung (oder auch Lärmstörung). Zwar besteht hierzulande kein Gesetz, welches eine vollständige Ruhe garantieren würde, dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch nicht, dass im zwischenmenschlichen Zusammenleben jegliche Form der Lärmbelästigung hingenommen werden muss. Sind Geräusche –
  • Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
      In § 316a STGB ist der r äuberische Angriff auf Kraftfahrer gesetzlich geregelt. Es handelt sich um einen raubähnlichen Sondertatbestand. Aufgrund der hohen Mindeststrafdrohung von fünf Jahren Freiheitsstrafe, handelt es sich um ein Verbrechen iSd § 12 I StGB, so dass sowohl der Versuch (§
  • Schuldunfähigkeit (§§ 20, 21 StGB)
    Schuldunfähigkeit, §§ 20, 21 StGB Schuldunfähig ist generell, wer bei Begehung der Tat noch nicht vierzehn Jahre alt ist (vgl. § 19 StGB). Bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ist nach § 3 S. 1 JGG die strafrechtliche Verantwortlichkeit im Einzelfall besonders festzustellen. Grundsätzlich ist ein
  • Schöffen
    Ehrenamtliche Richter
  • Steuerstrafrecht
    Das Steuerstrafrecht stellt eine Sammlung aller Normen dar, die die Zuwiderhandlung gegen Steuergesetze mit straf- oder bußgeldrechtlichen Konsequenzen ahndet. Hierbei ist das Straf- oder Bußgeldrecht den Eigenarten der Zuwiderhandlungen im Steuerrecht angepasst. Inhalt des Steuerstrafrechts ist somit die Verfolgung von steuerlichem Fehlverhalten. Zu diesem Zweck bedient sich das
  • Strafmündigkeit
    Unter dem Begriff Strafmündigkeit ist das Alter zu verstehen, ab dem einem Mensch vom Gesetzgeber her zugetraut wird, die Folgen seiner Handlungen so weit zu überblicken, dass er bewusst anderen schaden kann und daher für diese Handlungen die Verantwortung übernehmen muss (sog. Verantwortung oder
  • Strafprozess - Strafprozessuale Tat
    Generell ist die Tat, welche in der Anklage bezeichnet wird, Gegenstand der Urteilsfindung im Strafprozess. Eine strafprozessuale Tat kann mehrere Handlungen umfassen, da sie nach Rechtssprechung des BGH als das gesamte Verhalten eines Täters definiert wird, falls dieses einen einheitlichen Vorgang darstellt. Dies bedeutet, dass eine "Tat", wie
  • Strafrecht - Irrtümer
    Bei einem Irrtum über die Tatumstände kann im Bereich des allgemeinen Strafrechts gemäß den §§ 16 und 17 StGB sowie im Bereich der Ordnungswidrigkeiten gemäß § 11 OWiG der Vorsatz entfallen. In Fällen, in denen ein entsprechendes Fahrlässigkeitsdelikt besteht, kann der Täter aber wegen Fahrlässigkeit bestraft werden. Ist
  • Strafrecht - Rücktritt
    Ein strafrechtlicher Rücktritt vom Versuch ist gegeben, wenn ein Täter freiwillig eine weitere Ausführung seiner Tat aufgibt oder deren Vollendung verhindert. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Rücktritt vom Versuch aus dem § 24 StGB. Bleibt das Delikt infolge des Rücktritts unvollendet, so bleibt dieses straffrei. Hierfür müssen allerdings
  • Strafrecht - Unbeendeter Versuch
    Ein unbeendeter Versuch ist gegeben, wenn ein Täter aus seiner Sicht nach Abschluss der letzten Ausführungshandlung noch nicht alles Mögliche getan hat, damit der tatbestandliche Erfolg ohne weiteres Zutun seinerseits eintreten kann. Als "beendet" wird ein Versuch hingegen angesehen, wenn der Täter der Meinung ist, alles getan zu haben,
  • Strafrecht - Vermögensabschöpfung
    Die Vermögensabschöpfung von Gewinn, welcher durch Straftaten erzielt worden ist, wird mithilfe des Verfalls sowie der Sicherstellung geregelt. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in den §§ 73 - 76a StGB. Die Sicherstellung von illegal erworbenem Vermögen muss frühstmöglich geschehen, damit der Täter keine Vermögensverschiebungen während des laufenden
  • Strafverfahren - Beweisverwertungsverbote
    Bei Beweisverwertungsverboten im Strafverfahren handelt es sich um Verbote, gemäß derer bestimmte bereits erhobene Beweismittel bei der Anklageerhebung unberücksichtigt gelassen werden müssen und die dadurch der Wahrheitsfindung seitens des Gerichts Grenzen setzen. Dabei wird differenziert zwischen unselbständigen Beweisverwertungsverboten und selbständigen Beweisverwertungsverboten. Beweisverwertungsverbote ergeben sich
  • Teilnehmer
    Teilnehmer ist jede natürliche oder juristische Person, die mit einem Anbieter von Telekommunikationsdiensten einen Vertrag über die Erbringung derartiger Dienste geschlossen hat (vgl. § 3 Nr. 20 TKG)
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.
  • Trennscheibe (JVA)
    Eine Trennscheibe in einer Justizvollzugsanstalt (JVA) ist eine Glasscheibe, die Gefangene von anderen Personen trennt. Der Einsatz von Trennscheiben ist nach deutschem Recht nur unter besonderen Bedingungen erlaubt. In der Regel dürfen Besucher mit einem Gefangenen in einem Besuchsraum sprechen. Strafgefangene haben nicht
  • Tötung auf Verlangen
    1. Objektiver Tatbestand § 216 StGB wird nach vertretener Ansicht als Privilegierungstatbestand des § 212 I StGB angesehen. Unter § 216 I StGB fallen die umstrittenen Sterbehilfefälle. Dabei ist zwischen aktiver und passiver Lebensverkürzung zu unterscheiden. Unter passiver Sterbehilfe ist das
  • Unfallflucht
    Die "Unfallflucht" ("Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort") bezeichnet das Verhalten eines Unfallbeteiligten, der sich nach einem Unfall im Staßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne dass seine persönlichen Daten sowie die Art seiner Unfallbeteiligung aufgenommen werden konnten. Auch wird es als Unfallflucht angesehen, wenn ein Unfallbeteiligter nicht lange genug am Unfallort gewartet
  • Unrichtige Gestaltung eines Programms, § 263a Abs. 1, 1. Alt. StGB
    Die unrichtige Gestaltung eines Programmes stellt gemäß § 263a Abs. 1 StGB einen der Straftatbestände des Computerbetrugs dar. Dies bedeutet, dass, wenn sich eine Person unberechtigter Weise Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort durch die falsche Gestaltung eines Programmes das Vermögen des Computerbesitzers beschädigt und
  • Unterlassen
    Im Strafrecht gibt es zwei Arten von Unterlassungsdelikten. Einmal das echte Unterlassungsdelikt und einmal das unechte Unterlassungsdelikt . Beim echten Unterlassungsdelikt wird der Verstoß gegen eine vom Gesetz vorgeschriebene Tätigkeit oder einem Verstoß gegen eine Gebotsnorm bestraft. Beispiele für ein echtes Unterlassungsdelikt, ist
  • Unterlassungsdelikt
    Ein Unterlassungsdelikt ist ein Delikt , bei dem der Täter durch Nichtvornahme der an sich möglichen und gebotenen Handlung einen Straftatbestand erfüllt. Ein aktives Tun hinsichtlich des Erfolgseintritts ist mithin nicht erforderlich. Das Gegenstück dazu ist also das Begehungsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen
  • Unterlassungsdelikt / Unterlassen
    Allgemeines zum Unterlassen Nach dem Strafgesetzbuch kann eine Tat nicht nur durch ein aktives Tun, sondern auch durch ein Unterlassen begangen werden. Nach § 13 Abs. 1 StGB wird dies so definiert: "Wer es unterläßt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach
  • Verbrechen
    Nach § 12 Absatz 1 StGB ist ein Verbrechen eine Straftat, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist. Das Verbrechen ist stets vom Vergehen abzugrenzen. Bei der Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen handelt
  • Verdeckte Ermittler
    Bei einem verdeckten Ermittler handelt es sich um einen Beamten einer Strafverfolgungsbehörde, der unter falscher Identität auftritt und unter dieser ermittelt. Dabei wird diese Identität dauerhaft für die Länge der Ermittlung genutzt; nach außen hin geben sich diese Beamten als Zivilpersonen aus. Ein verdeckter Ermittler ist nicht zu verwechseln
  • Vermögensverfügung
    Die Vermögensverfügung ist ein Tatbestandsmerkmal, gemäß welchem der Betrug gemäß § 263 StGB definiert wird: „Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt
  • Wahndelikt
    Ein Wahndelikt ist ein Begriff aus dem deutschen Strafrecht. Es steht häufig in enger Beziehung mit einem untauglichen Versuch . Ein Wahndelikt charakterisiert sich dadurch, dass der vermeintliche Täter sein Verhalten irrtümlich für verboten und strafbar hält, sein Wille aber auf die Verwirklichung eines Verhaltens gerichtet
  • Widerstand gegen die Staatsgewalt
    Als Widerstand gegen die Staatsgewalt wird ein gewaltsamer Widerstand oder ein tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte des Staates bezeichnet. Dieser kann auch in der Ausübung passiver Gewalt bestehen, etwa durch Sitzblockaden und ähnliche Aktionen des gewaltlosen Widerstands (siehe auch Gewaltlosigkeit). Als Vollstreckungsbeamte gelten neben Polizisten und
  • Wirtschaftskriminalität
    Wirtschaftskriminalität ist die Bezeichnung für Straftaten, die wirtschaftliche Bezüge aufweisen. Sie ist von der Sozialkriminalität zu unterscheiden, die den Missbrauch von Sozialleistungen charakterisiert, z.B. bei der Schwarzarbeit. Die Anzahl der Delikte der Wirtschaftskriminalität entspricht ca. 1,5 % bis 2,2 % (= ca. 80.000 bis 100.000 Fälle) der in
  • Zeuge vor Gericht
    Natürliche Personen werden als Zeugen in einem Zivil- oder Strafprozess geladen, um vor Gericht zu erscheinen und eine Aussage zu einem Sachverhalt zu machen, die auf der eigenen sinnlichen Wahrnehmung beruht. Als Zeuge kann nur vernommen werden, wer nicht als Partei (Kläger, Beklagter) vor Gericht steht. Auch die Vernehmung
  • Zeugnisverweigerungsrecht
    Als „ Zeugnisverweigerungsrecht “ wird das Recht eines Zeugen bezeichnet, vor Gericht beziehungsweise gegenüber der Staatsanwaltschaft die Aussage oder Eidesleistung zu verweigern. Grundsätzlich muss eine Person, welche vor Gericht geladen wird, um eine Aussage zu machen, dieser Aufforderung nachkommen werden. Ausnahmen bestehen lediglich in jenen Fällen, in denen sich
  • Zufallsfunde (§ 108 StPO)
    Werden im Strafrecht bei Gelegenheit einer Durchsuchung Gegenstände gefunden, die zwar in keiner Beziehung zu der Untersuchung stehen, aber auf die Verübung einer anderen Straftat hindeuten, so sind sie einstweilen in Beschlag zu nehmen, dies sind die sog. Zufallsfunde. Der Staatsanwaltschaft ist hiervon Kenntnis zu geben. Vgl. dazu § 108
  • Zurechnungsfähigkeit
    Bei der Zurechnungsfähigkeit handelt es sich um die Fähigkeit eines Menschen, die als Voraussetzung für ein schuldhaftes Handeln gilt, also um die Fähigkeit, das Unrecht einer Tat zu erkennen. Zurechnungsfähigkeit ist gleichbedeutend mit Schuldfähigkeit: im straf- sowie zivilrechtlichen Bereich gilt eine Person als zurechnungsfähig, wenn sie deliktfähig ist.
  • anfällige Wirtschaftszweige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Zu
  • dolus directus
    Unbedingter Vorsatz
  • dolus generalis
    Umfassender Vorsatz (str. M.M.)
  • dolus subsequens
    Nachträgliche Billigung des unvorsätzlich Verwirklichten schadet dem Täter nicht.
  • exceptio doli
    Einrede der Arglist
  • gesetzliche Grundlage - Geldwäscheanzeige
    Die Offenbarung der durch das Steuergehemnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen ist zulässig, soweit sie der Durchführung eines Strafverfahrens wegen einer Straftat nach § 261 StGB dient. Tatsachen, die auf eine derartige Straftat schließen lassen, müssen durch die Finanzbehörden den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt werden. §
  • vis compulsiva
    Nötigende Gewalt. Hier wird durch Gewaltanwendung das Opfer zu einem Entschluss gedrängt (z.B. Erpressung, § 255 StGB).
  • Ächtung
    Ächtung , die Verhängung der „Acht“, ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und auch des alten deutschen Rechts ( vgl. Reichsacht). Es umfasst die Ausstoßung des Bestraften aus aller menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und für jedermann die Ermächtigung, ihn straflos zu töten. Es war
  • Übergesetzlicher Notstand
    Der übergesetzliche Notstand ist in deutschen Rechtswissenschaft ein Argumentationsansatz für einen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungs- oder Strafausschluss-/Strafaufhebungsgründe bei einer verwirkten Straftat, der nicht gesetzlich geregelt ist. „Übergesetzlich“ meint Gründe, die ethisch von gleichem oder höheren Gewicht sind und eigentlich vor Erlass jedweder Strafgesetze bestünden (vgl. auch



Ratgeber
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News zum Strafrecht
  • BildZum 20. Mal Feuerbach-Tag (12.11.2013, 11:10)
    Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena veranstaltet Festakt am 15. NovemberKeine Strafe ohne Gesetz – Dieser Grundsatz stammt von Paul Johann Anselm von Feuerbach und ist noch heute im deutschen Strafgesetzbuch verankert. Demnach...
  • Bild„Wie in Stein gemeißelt ...“ – Vortrag zu Recht und Schrift (07.08.2013, 13:10)
    Rechtsprofessor Klaus Günther vom Exzellenzcluster „Normative Ordnungen“ spricht am 13. August 2013 im Offenbacher Klingspor-MuseumFRANKFURT. Das Recht und die Sprache, zumal als geschriebenes Wort, stehen seit jeher in einem engen Verhältnis...

Forenbeiträge zum Strafrecht
  • Bild1. Hausarbeit Strafrecht (21.03.2007, 14:22)
    folgender Fall A kann wegen der nachmittäglichen Parkraumnot mal wieder keinen Parkplatz für seinen BMW X5 in der Hallenser Innenstadt finden. Als er einer Parklücke gewahr wird, sieht er, dass diese wild gestikulierend von der B für ihren Ehemann C freigehalten wird, der demnächst mit seinem Auto diese erreichen wird. Trotz ...
  • BildBeratungshilfeschein bei GewSch Sache verweigert - weil bereits AZ besteht (10.03.2013, 20:09)
    A erwirkt gegen ihren Ex B eine einstweilige Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz. Eine mündliche Verhandlung fand bisher noch nicht statt. B verstößt gegen die einstweilige Anordnung und A möchte sich nun anwaltlich beraten lassen. Da sie nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, geht sie zur Rechtsantragsstelle und fragt dort nach ...
  • BildAnwaltsrechnung Strafrecht (18.09.2008, 10:19)
    Moin! Mal angenommen, gegen jemanden wird ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet (wg. § 142 StGB), welches aber von der Staatsanwaltschaft nach § 170 II StPO eingestellt wird. Der Verteidiger gibt an, mehrere Einlassungen geschrieben, Akteneinsicht getätigt und mit dem Staatsanwalt telefoniert zu haben, wonach das Verfahren dann eingestellt und an die Bußgeldbehörde abgegeben ...

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