Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Abhören
    Die Tätigkeit Abhören bezeichnet das Lauschen an einer Geräuschquelle oder einer Kommunikationsverbindung, um ihren Informationsgehalt zu erfassen. Dies muss nicht unbedingt akustisch geschehen. Meistens wird das Wort "Abhören" für die unbemerkte, oft auch illegale Form des Lauschens an einer Daten- oder Telefonverbindung
  • Absehen von Strafe
    Gemäß § 60 StGB kann ein Gericht dann von Strafe absehen, wenn die Folgen für den Täter als derartig erheblich zu erachten sind, dass dieser durch die Folgen seiner Tat selbst schwer getroffen wurde (zum Beispiel schwerwiegende Verletzungen im Rahmen eines Verkehrsunfalls). Das Absehen
  • Affekt
    Wird eine strafbare Tat im Rahmen von heftigen Gemütsbewegungen (z.B. Wut oder Angst) begangen und konnte diese daher nicht mehr willentlich gelenkt werden, so handelt es sich hierbei um eine Affekthandlung. Liegt im Rahmen einer strafbaren Handlung ein Affekt vor, so kann seitens des Gesetzgebers
  • Akkusationsprinzip
    Anklagegrundsatz . Anklage und Urteilsfindung müssen im Strafverfahren durch verschiedene Organe wahrgenommen werden.
  • Alkohol und Straßenverkehr
    Für Fahranfänger gilt in Deutschland während der Probezeit oder bis zum 21. Lebensjahr ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Zuwiderhandlungen gegen diese Regelung führen zwangsläufig zur Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre, 250 € Geldstrafe, zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und einem kostenpflichtigen Aufbauseminar (§ 2
  • Analogieverbot
    Ein Analogieverbot besteht insbesondere im Strafrecht . Danach ist es einem Richter verboten, eine nicht strafbare Handlung zu verurteilen, auch wenn er diese als strafwürdig ansieht oder diese einer anderen Strafnorm ähnelt, jedoch nicht ganz mit dieser übereinstimmt. Dieses Verbot gilt vor
  • Anscheinsbeweis
    Unter einem Anscheinsbeweis versteht man eine Methodik der mittelbaren Beweisführung. Er erlaubt, gestützt auf Erfahrungssätze, Schlüsse von bewiesenen auf zu beweisende Tatsachen zu ziehen. Die klassischen Anwendungsfälle des Anscheinsbeweises sind die Feststellung von Kausalität und Verschulden im Zivilprozess. Der Anscheinsbeweis ist gesetzlich nicht geregelt. Das Gesetz nimmt
  • Aufklärungsquote
    Die Aufklärungsquote (AQ) ist das Verhältnis der aufgeklärten Fälle (hinsichtlich der Täterschaft) zu den polizeilich registrierten ("bekannt gewordenen") Fällen (also Straftaten) in einem Berichtszeitraum, der regelmäßig ein Jahr beträgt. Aufgeklärt heißt dabei, es wurde ein Tatverdächtiger - mit hinreichendem Tatverdacht - ermittelt. Durchaus möglich sind
  • Auflage - Justiz
    Eine Auflage ist in der Justiz eine Möglichkeit, ein Straf- oder Bußgeldverfahren zu beenden oder an ein Urteil bzw. Beschluss zu binden. Inhaltsverzeichnis 1 Gericht 2 Staatsanwaltschaft 3 Siehe auch
  • Bedingungstheorie
    Als "Bedingungstheorie" wird die Lehre vom Ursachenzusammenhang im zivil- und strafrechtlichen Bereich bezeichnet. Die Bedingungstheorie (oder: "Äquivalenztheorie") ist im Strafrecht auch bekannt als die "Condicio-sine-qua-non-Formel" (=Bedingung, ohne welche nicht...) bekannt. Dies bedeutet, dass eine Handlung nur dann als strafbar angesehen werden kann, wenn sie nicht hinweggedacht werden kann,
  • Beihilfe (§ 27 StGB)
    Nach § 27 Abs. 1 StGB wird als "Gehilfe bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat". Dabei muss der Gehilfe Vorsatz bzgl. der Haupttat und der Hilfeleistung gehabt haben. Die Strafe des Gehilfen orientiert sich an der des Haupttäters. Sie
  • Beleidigung
    1. Objektiver Tatbestand Der Beleidigungstatbestand gem. § 185 StGB erfasst alle Äußerungen gegenüber dem Betroffenen selbst sowie alle Werturteile über den Betroffenen. Dabei wird vor allem die Ehre geschützt . Was unter Ehre zu verstehen ist, ist vielfach umstritten. Die Ehre ist
  • Besonders schwerer Fall des Diebstahls
    Der § 243 StGB ist kein eigenständiger Tatbestand , sondern eine Strafbemessungsregel die immer im Zusammenhang mit § 242 I StGB steht. Jedes der in § 243 StGB genannten Regelbeispiele enthält sowohl objektive als auch subjektive Komponente . Die Verwirklichung eines Regelbeispiels hat
  • Brandstiftung
    Brandstiftung 1. objektiver Tatbestand Die Brandstiftung ist gem. § 306 StGB ein besonderer Fall der Sachbeschädigung . Geschützt wird das fremde Eigentum . Zur Verwirklichung der Brandstiftung bedarf es eines Tatobjektes, das für den Täter fremd ist. Fremd
  • Drogenspürhund
    Ein Drogenspürhund , auch Drogensuchhund , Suchtgifthund und Suchtmittelspürhund genannt, ist ein Haushund, der zum Aufspüren von Drogen (Suchtmittel) ausgebildet wurde. Eingesetzt werden sie von der Polizei, dem Zoll oder anderen Sicherheitsbehörden und privaten Sicherheitsunternehmen. So, wie der Mensch schon
  • Eingehungsbetrug
    Bei dem Eingehungsbetrug handelt es sich um eine spezielle Form des Betruges. Er liegt dann vor, wenn der Täter eine Leistung aus einem Vertrag nicht erbringt, weil er bereits bei Vertragsschluss nicht vorhatte, diese Leistung zu erbringen. Insoweit ist der
  • Entschuldigender Notstand - Strafrecht
    Gemäß § 35 StGB liegt ein entschuldigender Notstand vor, wenn jemand eine rechtswidrige Tat begeht, um Leib, Leben oder Freiheit von sich selbst oder eines anderen Menschen zu schützen. In derartigen Fällen handelt der Täter ohne Schuld und wird deswegen auch nicht bestraft. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand
  • Entschädigung für Opfer - Strafrecht
    Die Entschädigung für Menschen, welche Opfer von Gewalttaten wurde, werden gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) geregelt. Grundgesdanke dises Gesetzes ist die Pflicht des Staates, seine Bürger vor Gewalttaten sowie Schädigungen aufgrund krimineller Handlungen zu schützen. Wenn der Staat nun versagt und den Bürgern Leid angetan wird, so haftet der Staat
  • Ermittlungsverfahren
    Mit einem Ermittlungsverfahren beginnt jedes Straf- oder Bußgeldverfahren. Die gesetzlichen Regelungen dazu lassen sich in den §§ 160 - 177 StPO finden. 1. Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab Das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, wird durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet. Dies ist immer dann der Fall,
  • Erschleichen von Leistungen
    1. Objektiver Tatbestand § 265a StGB schützt das Vermögen des Leistungserbringers . Der Tatbestand dient vor allem gegenüber dem Betrug als Auffangtatbestand, wenn zum Beispiel die Täuschungshandlung fehlt. Dies impliziert, dass es auch hier um ein Selbstschädigungsdelikt gehen muss. Hieran fehlt es regelmäßig, wenn eine
  • Europäischer (EU) Haftbefehl
    Wird ein Europäischer Haftbefehl (EUHB) erlassen, so geschieht dies durch eine Entscheidung der Justiz in einem EU-Mitgliedsstaat zum Zweck der Festnahme und Übergabe einer gesuchten Person, auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten. Bezweckt wird damit die Strafverfolgung oder Vollstreckung einer Freiheitsstrafe bzw. freiheitsentziehenden Maßnahme. Bemerkenswert ist hierbei, dass
  • Freiheitsberaubung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 239 I StGB schützt die Fortbewegungsfreiheit und ist als Dauerdelikt anzusehen. Es muss also ein Eingriff vorliegen, der dazu führt, dass der Person die Möglichkeit genommen wird nach seinem Willen sich frei fortzubewegen. Was unter Freiheit zu verstehen
  • Führerschein weg
    Der Führerscheinverlust ist für jeden Verkehrsteilnehmer ein einschneidendes Erlebnis. Ist der Führerschein nämlich erst einmal weg, dann beginnt der meist teure Kampf um die Rückerlangung der Fahrerlaubnis. Grundsätzlich kann die Fahrerlaubnis auf verschiedene Weise verloren werden. Dabei ist zwischen Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis §§ 69ff. StGB
  • Führungsaufsicht
    Bei der Führungsaufsicht handelt es sich um eine in den §§ 68 ff. StGB geregelte Form der Maßregeln der Besserung und Sicherung (vgl. § 61 StGB ), bei der der Verurteilte zusätzlich zu einem Bewährungshelfer einer Aufsichtsstelle untersteht, um neue Straftaten
  • Führungszeugnis
    In einem Führungszeugnis werden die Vorstrafen einer Person registriert. Es wird auf grünem Spezialpapier und mit dem Bundesadler versehen auf eine Urkunde gedruckt. Wer Einsicht in sein persönliches Führungszeugnis nehmen wollte, musste dies früher bei der Polizei beantragen. Daher rührt auch noch der veraltete Begriff vom „polizeilichen Führungszeugnis“. Heute
  • Garantenstellung
    Bei der Garantenstellung (auch als Garantenpflicht bekannt) handelt es sich um einen terminus technicus aus dem Strafrecht. Sie ist eine zwingende Voraussetzung für die Bejahung einer Straftat bei unechten Unterlassungsdelikten ist. I.  Unterscheidung: echte und unechte Unterlassungsdelikte
  • Gefahr im Verzug
    Die Sachlage, bei der ein Schaden eintreten oder ein Beweismittel verloren gehen würde, wenn nicht anstelle der zuständigen Behörde oder Person eine andere Behörde oder Person handelt, wird im Verfahrensrecht als „Gefahr im Verzug“ (GiV) bezeichnet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Gefahreneitritt bereits so nahe ist, dass das Eingreifen
  • Gefahrenverdacht
    Ein Gefahrenverdacht ist gegeben, wenn aus der Sicht eines verständigen und objektiven Betrachters Anhaltspunkte für eine Gefahr der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegen. Aufgrund des Gefahrenverdachts ist die zuständige Behörde gemäß der Generalklausel dazu ermächtigt, Maßnahmen zu ergreifen, welche der Erforschung der Gefahr dienen. Dabei ist zu beachten,
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
    1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Durch § 315b StGB sind Leib und Leben von Personen sowie fremde Sachen geschützt, soweit diese den spezifischen Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Handlung: Es ist eine Handlungsvariante gem. § 315b Abs. I erforderlich,
  • Gemeine Gefahr
    Als "gemeine Gefahr" wird im Strafgesetzbuch ein Zustand bezeichnet, bei dem die Möglichkeit eines Schadens an Rechtsgütern (Leib, Leben, Vermögen) einer unbestimmten Anzahl von Personen gegeben ist. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine Überschwemmung oder ein Brand droht. Ist die gemeine Gefahr gegeben, so ist dies
  • Gesamtstrafe
    Im deutschen Strafrecht wird eine Gesamtstrafe immer dann gebildet, wenn mehrere Straftaten, welche zueinander im Verhältnis der Tatmehrheit stehen, sanktioniert werden müssen. Inhaltsübersicht 1 Voraussetzungen 2 Bildung der Gesamtstrafe 2.1 Durch Urteil
  • Geschlossener Vollzug
    Alle für den offenen Vollzug nicht geeigneten Gefangenen werden im geschlossenen Vollzug untergebracht. Nach der in Deutschland üblichen Praxis werden rückfällig gewordene Straftäter und Straftäter, bei denen Flucht- oder Wiederholungsgefahr besteht, in besonders gesicherten Gefängnissen mit baulicher Abgrenzung zur Außenwelt eingewiesen. Der Kontakt nach draußen
  • Geständnis / Geständnis widerrufen
    Räumt ein Beschuldigter einen bestimmten Sachverhalt ein, der ihm zur Last gelegt wird, so wird dies als Geständnis bezeichnet. Bereits im Römischen Recht wurde der Satz Confessio est regina probationum (Das Geständnis ist die Königin der Beweismittel) geprägt. Das Geständnis kann sowohl im
  • Gewalt
    Unter dem Begriff Gewalt ist der körperlich oder auch psychisch wirkende Zwang zu verstehen, der durch Kraft oder ein sonstiges Verhalten entsteht. Ziel ist es, die freie Willensbildung und -betätigung der anderen Person unmöglich zu machen oder zumindest zu beeinträchtigen. 1. Gewalt im Strafrecht Im
  • Große Strafrechtsreform
    Unter der Großen Strafrechtsreform versteht man in Deutschland die grundlegende Umgestaltung des Strafgesetzbuches, die in den 1950er und 1960er-Jahren betrieben wurde. Inhaltsverzeichnis 1 Entwicklung 1.1 Bis
  • Haftprüfung
    Unter einer Haftprüfung versteht man ein Verfahren zur Überprüfung der Untersuchungshaft, welches in § 117 StPO gesetzlich geregelt ist. Die Haftprüfung endet mit einer ausdrücklichen Entscheidung, welche mittels einer Beschwerde angegriffen werden kann. Sie wird vom zuständigen Ermittlungsrichter durchgeführt und findet entweder auf Antrag des Betroffenen
  • Hausfriedensbruch
    1. Objektiver Tatbestand Das geschützte Rechtsgut beim Hausfriedensbruch ist das individuelle Hausrecht . Darunter ist die Gesamtheit der rechtlichen Befugnisse, über den Aufenthalt Dritter innerhalb der dem Herrschaftsbereich einer Person zugeordneten geschützenden räumlichen Bereichen tatsächlich frei zu bestimmen. Die geschützenden Bereiche werden in
  • Hochverrat
    Ein Unternehmen, welches zum Ziel hat, den inneren Bestand oder die verfassungsmäßige Ordnung eines Staates zu zerstören, wird als Hochverrat bezeichnet. Inhaltsübersicht 1 Hochverrat als Verbrechen (Deutschland) 1.1 Hochverrat: Tatbestandsmerkmale 1.2 Die Tätige
  • Homosexualität (Strafrechtsgeschichte)
    Während in anderen Ländern - beispielsweise in Russland - Homosexualität strafbar ist, bestehen in Deutschland keine Gesetze gegen Homosexualität. Dies war jedoch nicht immer so: im Jahre 1875 wurde der § 175 StGB eingeführt, gemäß welchem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe gestellt wurden. Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten
  • Indizienbeweis
    In einem Gerichtsverfahren spricht man von einem Indizienbeweis , wenn eine oder mehrere Indiztatsachen vorliegen, durch die auf die zu beweisende Haupttatsache logisch geschlossen werden kann. Die Indiztatsachen müssen im Prozess voll bewiesen sein, also zur Überzeugung des Gerichts feststehen. Zum Beweis dienen alle herkömmlichen Beweismittel.
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Irrealer Versuch
    Ein irrealer Versuch (auch: abergläubischer Versuch) ist gegeben, wenn ein Täter übersinnliche Kräfte zur Hilfe nimmt, um eine Tat geschehen zu lassen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn er durch Zaubersprüche eine andere Person umbringen möchte. Das Aussprechen besagter Zaubersprüche bleibt straffrei i. S. d. Strafgesetzbuches, weil
  • Jugendgerichte
    Spezielle Spruchkörper der Amts- und Landgerichte, die bei Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender zuständig sind.
  • Justizvollzugsanstalt
    Eine Justizvollzugsanstalt ( JVA ) ist in Deutschland ein Gebäude zur Unterbringung von Gefangenen, die zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe verurteilt worden sind beziehungsweise zur Unterbringung von Untersuchungsgefangen (U-Haft). Andere Haftarten sind Zivilhaft, Ordnungshaft, Ersatzfreiheitsstrafe und Abschiebehaft.. Inhaltsübersicht
  • Kindestötung
    Unter Kindestötung (lat. Infanticid ) versteht man die Tötung eines Kindes durch die Mutter oder den Vater. Die Tötung eines Neugeborenen wird auch als Neonatizid bezeichnet. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichtlich
  • Kreuzverhör
    Ein Kreuzverhör kommt es aus dem anglo-amerikanischen Beweisrecht. Es ist eine übliche Befragung der Zeugen und im Strafprozess auch des Beschuldigten durch den Staatsanwalt oder Rechtsanwalt. Dabei befragen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abwechselnd (über Kreuz) den Angeklagten bzw. den Zeugen. Regelung in Deutschland Kreuzverhöre
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Leichtfertigkeit - Strafrecht
    Bei der Leichtfertigkeit handelt es sich um einen terminus technicus aus dem deutschen Strafrecht . Unter Leichtfertigkeit versteht man einen besonders schweren Pflichtverstoß, bei dem der Handelnde sich in krasser Weise über die gebotene Sicherheit hinwegsetzt (BGH mit Urteil vom 01.07.2010, Az.: I ZR 176/08). Eine
  • Meineid
    1. Objektiver Tatbestand Der Meineid gemäß § 154 StGB ist eine Qualifikation des § 153 StGB, wenn die Aussage von einem Zeugen oder Sachverständigen abgelegt wird. Ansonsten ist § 154 StGB als eigenständiges Delikt anzusehen. Die Tathandlung besteht laut des Wortlautes des
  • Mittäter
    Der § 25 Abs. 2 StGB definiert einen Mittäter als einen Täter, der gemeinschaftlich zusammen mit anderen Tätern eine Straftat begeht. Dazu muss ein gemeinsamer Tatplan vorliegen, nur derselbe Tatort ist nicht hinreichend. Wichtig scheint, dass jemand, der der Mittäterschaft bezichtigt wird, nicht unbedingt den kompletten
  • Mobbing
    Unter Mobbing wird jede Handlung verstanden, die darauf abzielt, eine Person zu schikanieren und ihr seelisches Leid zuzufügen. Mobbing kann an verschiedenen Orten stattfinden, so etwa am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Gefängnis. Findet das Mobbing im Internet statt, wird es als Cyber-Mobbing bezeichnet. 1. Wie kann
  • Motivirrtum
    Ein Motivirrtum ist ein in der Regel unbeachtlicher Irrtum im Rahmen des eigenen Beweggrundes zur Abgabe einer Willenserklärung.
  • Nachtrunk
    Konsum von Alkohol nach Begehung eines Deliktes unter Alkoholeinfluss.
  • Nebenstrafen
    Nebenstrafen können neben einer Hauptstrafe verhängt werden. Das StGB kennt als Nebenstrafe lediglich das Fahrverbot.
  • Nichtanzeige geplanter Straftaten
    Straftatbestand, der die Nichtanzeige von bevorstehenden, bestimmten schweren Straftaten für strafbar erklärt (§ 138 StGB).
  • Nothilfe
    Nothilfe Bei der Nothilfe (auch unter Notwehrhilfe bekannt) handelt es sich um eine Notwehrhandlung , die zugunsten eines Dritten geleistet wird. Der Angegriffene ist also nicht der Handelnde selbst ist, sondern ein helfender Dritter. Sie ist daher eine besondere Form der Notwehr.
  • Notwehrexzess (§ 33 StGB)
    Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im
  • Observation
    Die Observation ist eine Überwachung von Personen oder Gegenständen. Eine Überwachung von Privatpersonen unterliegt in Deustchland strengen Regularien. So darf eine Observation seitens der Polizei nur dann erfolgen, wenn Gründe gemäß § 100a StPO vorliegen. Ansonsten bedarf es hierfür eines richterlichen Beschlusses. Die Dauer einer Observation wird
  • Politische Straftat
    Zu den politischen Straftaten zählt man im deutschen Strafrecht zwei Kategorien von Straftaten: Inhaltsverzeichnis 1 originäre politische Straftaten 2 sonstige politisch motivierte Kriminalität (PMK)
  • Prozessbetrug
    Betrug gemäß § 263 StGB, der begangen wird, indem der Täter in einem Zivilprozess bewusst unwahre Behauptungen aufstellt und dadurch das Gericht dazu bringt, eine für den Gegner nachteilige Entscheidung zu treffen.
  • Qualifizierte Straftat
    Als "Qualifikation" wird im Strafrecht die Erweiterung eines Grundtatbestands um Merkmale bezeichnet, welche strafverschärfend sind. Bei einer qualifizierten Sraftat handelt es sich um eine Straftat, welche aufgrund des Vorhandenseins eines zusätzlichen Merkmals strenger bestraft wird als das Grunddelikt an sich. Die qualifizierte Straftat ist beispielsweise gegeben bei
  • Rechtfertigender Notstand (§ 34 StGB)
    Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden
  • Regelbeispiele
    Strafzumessungsregeln im StGB, die für besondere Fälle eine Strafschärfung oder Strafmilderung vorsehen.
  • Risikoerhöhungslehre
    Nach der sog. Risikoerhöhunglehre erfüllt derjenige den objektiven Tatbestand, der durch seine Handlung die Gefahr des Erfolgseintritts erhöht hat. Diese Theorie wird allerdings mit dem Argument abgelehnt, dass sie gegen den Grundsatz in dubio pro reo verstoße. Außerdem werden zu Unrecht Verletzungsdelike in Gefährdungsdelikte umgedeutet.
  • Rücktritt vom Versuch
    Persönlicher Strafaufhebungsgrund, der dem Täter zugute kommt, wenn dieser vor Vollendung einer Straftat die weitere Ausführung der Straftat freiwillig aufgibt.
  • Sachbeschädigung
    1. Objektiver Tatbestand § 303 StGB stellt zum einen die Beschädigung oder die Zerstörung von fremden Sachen unter Strafe und zum anderen die nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehende Veränderung des Erscheinungsbildes. Taugliches Tatobjekt im Sinne des § 303 StGB ist somit eine
  • Schuld
    Bei der Schuld handelt es sich insbesondere um einen strafrechtlichen Begriff. Er ist allerdings auch mit einem anderen Inhalt im Zivilrecht beim Schadensersatz bzw. bei den deliktischen Ansprüchen zu finden (dort als Vertretenmüssen bzw. Verschulden
  • Schuldfähigkeit
    Die Schuldfähigkeit einer Person ist Voraussetzung dafür, dass diese für die Begehung einer Straftat bestraft werden kann. Schuldunfähig sind Personen unter 14 Jahren und Personen, denen wegen seelischer Störungen oder Bewusstseinsstörungen die Fähigkeit fehlt, das Unrecht der begangenen Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.
  • Schwarzarbeit Strafen
    In der Bundesrepublik Deutschland sind die verhängten Strafen für Schwarzarbeiter vielfältig und stets abhängig vom konkreten Einzelfall. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt und kann je nach Schwere der Schwarzarbeit von einer Geldstrafe bis hin zu einer langjährigen Haftstrafe reichen. Gerade im Laufe der Jahre ist die Zahl
  • Sexuelle Belästigung
    Gemäß § 1 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), Benachteiligungen aus jeglicher Art von gründen zu verhindern – darunter fällt auch die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Doch in der Praxis ist es häufig der Fall, dass es aufgrund des Geschlechts immer wieder zu Diskriminierungen und Belästigungen kommt; vom Gesetzgeber „sexuelle Belästigungen“
  • Staatsanwaltliches Verfahrensregister
    Bei dem zentralen Staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister (ZStV) handelt es sich um eine Datenbank, in der alle in Deutschland anhängigen und abgeschlossenen Ermittlungsverfahren gespeichert werden. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus den §§ 492 - 494 StPO. Das ZStV beinhaltet Daten des Beschuldigten ermittelnde Polizeibehörde zuständige Staatsanwaltschaft
  • Strafprozess - DNA-Untersuchung
    In einem Strafprozess können einem Beschuldigten Blutproben und andere Körperzellen entnommen werden, die dem Zwecke der DNA-Untersuchung dienen. Die gesetzliche Grundlage für die DNA-Untersuchung ergibt sich aus den §§ 81e f. StPO. Demzufolge dürfen in einem Strafprozess Proben für eine DNA-Untersuchung entnommen werden, zur Feststellung der
  • Strafrecht - Vermögensabschöpfung
    Die Vermögensabschöpfung von Gewinn, welcher durch Straftaten erzielt worden ist, wird mithilfe des Verfalls sowie der Sicherstellung geregelt. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in den §§ 73 - 76a StGB. Die Sicherstellung von illegal erworbenem Vermögen muss frühstmöglich geschehen, damit der Täter keine Vermögensverschiebungen während des laufenden
  • Strafrechtlicher Abschlussvermerk - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Strafprozessuale Bedeutung des Abschlussvermerks 2. Bedeutung des Abschlussvermerks für das Akteneinsichtsrecht des Verteidigers 3.
  • Straftatbestände - Buchführung
    Gemäß § 283 StGB ist eine Verletzung der Buchführungspflicht strafbar. Zu Verletzungen der Buchführungspflicht i. S. d. Gesetzes zählen fehlerhaftes Führen von Handelsbüchern, Unterlassen des Führens von Handelsbüchern, Verstöße gegen die Aufbewahrungspflicht von Unterlagen, fehlerhafte Aufstellung von Bilanzen, Unterlassen der Aufstellung von Bilanzen.
  • Straftaten - Bekämpfung / Repressives Handeln
    Neben der vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten zählt auch die Verfolgung begangener Delikte zu den Aufgaben der Polizei. Dieses repressive Handeln obliegt der Kriminalpolizei. Gesetzlich geregelt werden die Befugnisse der Kriminalpolizei weitestgehend nicht durch Polizeigesetze, sondern aus der Strafprozessordnung sowie aus dem Bundeskriminalamtsgesetz. Insbesonders § 163 StPO definiert die
  • Strafzumessung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines zur Strafzumessung im Steuerstraf-/Bußgeldverfahren 2. Bedeutung des verkürzten Steuerbetrages für die Strafzumessung im Steuerstrafverfahren 2.1
  • Strengbeweis
    Beim Strengbeweis ist das Gericht im Gegensatz zum Freibeweis an bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Beweismittel und an ein bestimmtes Verfahren bei der Beweisaufnahme gebunden.
  • Störung einer Amtshandlung
    Störung einer Amtshandlung meint eine Handlung i.S.d. § 164 StPO, nämlich eine vorsätzlichen Behinderung hoheitlicher Maßnahmen. In einem solchen Fall kann der Störer vorläufig festgenommen werden. I.  Allgemeines Nach § 164 StPO [Strafprozessordnung] ist bei Amtshandlungen an
  • Subsidiaritätsprinzip
    Bei dem Begriff Subsidiaritätsprinzip handelt es sich um einen Rechtsbegriff der sich durch alle Rechtsgebiete zieht. Das Wort Subsidiarität stammt aus dem Lateinischen und kann mit "unterstützend" oder "ersatzweise eintretend" übersetzt werden. Allgemein gesprochen besagt das Subsidiaritätsprinzip entweder,
  • Tatbestandsirrtum
    Der Täter kennt bei Begehung der Tat einen Umstand nicht, der zum gesetzlichen Tatbestand gehört. Nach § 16 Abs. 1 StGB handelt er dann nicht vorsätzlich und kann demnach nur wegen fahrlässiger Begehung bestraft werden soweit das einschlägige Delikt auch fahrlässig begehbar ist.
  • Tatmehrheit
    Tatmehrheit liegt vor, wenn der Täter mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrfach verletzt hat und keine Tateinheit gegeben ist.
  • Territorialitätsprinzip
    Das Territorialitätsprinzip (auch Territorialprinzip genannt) betrifft eine Frage der Rechtsanwendung, beschäftigt sich also mit der Frage, welches Recht auf welche Personen wann und an welchem Ort anwendbar ist. Generell sagt das Territorialitätsprinzip, dass alle Personen der Oberhoheit und den Gesetzen des Staates unterworfen
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.
  • Therapieunterbringung
    Die Unterbringung von verurteilten Straftätern, welche nicht länger in Sicherungsverwahrung bleiben dürfen und deshalb in geschlossenen Einrichtungen untergebracht werden, wird gemäß dem Therapieunterbringungsgesetz geregelt. Dieses trat am 01.01.2011 in kraft und ist als eine Reaktion auf eine Entscheidung des EGMR anzushen, gemäß derer eine Sicherungsverwahrung von verurteilten Straftätern nicht
  • Todesschuss
    Der gezielte Todesschuss - oder auch: "finale Todesschuss" oder "Rettungsschuss" - ist ein Schuss, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine tödliche Wirkung haben wird. In einigen Bundesländern ist der finale Todesschuss als intensivste Form zur Herbeiführung der Angriffsunfähigkeit polizeirechtlich zulässig. Hierfür bedarf es aber folgender Voraussetzung:
  • Täterschaft
    Als Täter wird eine Person angesehen, welche entweder selbst oder durch einen anderen eine Straftat begeht. Dabei wird differenziert zwischen mittelbarer und unmittelbarer Täterschaft. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Täterschaft aus dem § 25 StGB. Die unmittelbare Täterschaft ist gegeben, wenn eine Person die Straftat selbst begeht.
  • Unerlaubte Handlung
    Eine unerlaubte Handlung ist ein rechtswidriger Eingriff in ein durch das Gesetz geschütztes Recht oder Rechtsgut, der einen Schaden hervorruft.
  • Unterbringungsbefehl
    Der Unterbringungsbefehl ist eine einstweilige richterliche Anordnung, gemäß derer ein Beschuldigter in ein psychiatrisches Krankenhaus oder eine Erziehungsanstalt eingewiesen werden kann. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Unterbringungsbefehl aus dem § 126a StPO. Er ist als das Gegenteil zum Haftbefehl anzusehen, welcher gegenüber schuldfähigen Straftätern ergeht, da er sich auf
  • V-Person
    Bei einer V-Person (= Vertrauensperson) handelt es sich um eine private Person, die sich dazu bereit erklärt, bei der Aufklärung von Straftaten mitzuwirken. Dabei bleibt ihre Identität nach außen geheim. Im Gegensatz zu einem verdeckten Ermittler sind V-Personen keine Polizeibeamten, sondern stammen teilweise sogar selbst aus kriminellem Milieu.
  • Verdachtsanzeige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Die Geldwäscheverdachtsanzeigen der Finanzbehörden nach § 31b AO i.V.m. § 261 StGB werden auf bundeseinheitlichem Vordruck erstellt. Er enthält Angaben zu den beteiligten Personen (Personalien) und eine Beschreibung der verdächtigen Transaktionen. Kernpunkt der Anzeige ist die Darstellung der Verdachtsgründe. Eine Weitergabe weiterer steuerlich
  • Verdeckte Ermittler
    Bei einem verdeckten Ermittler handelt es sich um einen Beamten einer Strafverfolgungsbehörde, der unter falscher Identität auftritt und unter dieser ermittelt. Dabei wird diese Identität dauerhaft für die Länge der Ermittlung genutzt; nach außen hin geben sich diese Beamten als Zivilpersonen aus. Ein verdeckter Ermittler ist nicht zu verwechseln
  • Vorwurf Körperverletzung gegen Ex-Freundin
    Wenn frisch getrennte Partner sich begegnen, kommt es sehr häufig zu Handgreiflichkeiten. Schnell werden dann die Fragen nach strafrechtlich relevanten Handlungen aufgeworfen. Der typische Handlungsverlauf ist folgender. Man trifft sich – zufällig, oder auch verabredet – zu einer Aussprache. Vielleicht möchten die Beteiligten Ex-Partner die Vergangenheit befrieden, vielleicht macht sich
  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte
    Gemäß § 113 Abs. 1 StGB handelt es sich beim "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte" um eine Straftat, welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. Gemäß § 113 Abs. 2 StGB wird der Täter sogar mit einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahren bestraft,
  • Zeuge vor Gericht
    Natürliche Personen werden als Zeugen in einem Zivil- oder Strafprozess geladen, um vor Gericht zu erscheinen und eine Aussage zu einem Sachverhalt zu machen, die auf der eigenen sinnlichen Wahrnehmung beruht. Als Zeuge kann nur vernommen werden, wer nicht als Partei (Kläger, Beklagter) vor Gericht steht. Auch die Vernehmung
  • Zuhälterei
    Als "Zuhälterei" wird die gewerbsmäßige Betreibung von Bordellen bezeichnet. Auch eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt, wird als "Zuhälter" bezeichnet. Die Zuhälterei an für sich ist nicht strafbar; sie ist nur als eine Straftat anzusehen, wenn der Tatbestand der Ausbeutung und/oder der Ausnutzung einer Prostituierten vorliegt.
  • Zweispurigkeit des Strafrechts
    Unter Zweispurigkeit des Strafrechts (auch dualistisches Rechtsfolgensystem ) versteht man im deutschen Strafrecht die Unterscheidung zwischen Strafen und Maßregeln. Forderungen nach der Einführung von Maßregeln wurden bereits im Kaiserreich und der Weimarer Republik laut. So zählte unter anderem der Strafrechtler Franz von Liszt
  • dolus antecedens
    Vorsatz liegt vor der Tat vor . Nach dem Simultanitätsprinzip muss allerdings der Vorsatz bei Tatbegehung vorliegen.
  • gesetzliche Grundlage - Geldwäscheanzeige
    Die Offenbarung der durch das Steuergehemnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen ist zulässig, soweit sie der Durchführung eines Strafverfahrens wegen einer Straftat nach § 261 StGB dient. Tatsachen, die auf eine derartige Straftat schließen lassen, müssen durch die Finanzbehörden den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt werden. §
  • instrumenta sceleris
    Gegenstand, der zur Begehung einer Straftat gebraucht worden ist.
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News zum Strafrecht

Forenbeiträge zum Strafrecht
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    Hallo! Ich stehe vor einem Problem und komme nicht weiter: Der Arzt A entdeckt während einer (unproblematischen) Operation an der voll narkotisierten B ein kleines Geschwulst. Obwohl es medizinisch nicht indiziert war das Geschwulst sofort zu entfernen wird es von A entfernt um der B eine weitere OP zu ersparen. B hätte ...
  • BildBestimmtheitsgebot (14.09.2011, 17:46)
    Hallo, mal eine Frage: Nach Ansicht einiger erfüllen so einige Gesetze nicht die Mindestanforderungen des Bestimmtheitsgebots. Mich würde interessieren, ob da schon mal jemand geklagt hat bezüglich des Bestimmtheitsgebots und des WaffG, z.B. den § 42 a. Weiß das einer? Mich würde ferner interessieren, ob es das Bestimmtheitsgebot bzw. ein Äquivalent dazu ...
  • BildProp. HA STRAFRECHT an der FU BERLIN - HILFE!!! (23.03.2010, 14:02)
    Hallo an alle. Ich schreibe im Moment die propädeutsche HA an der FU Berlin im Strafrecht. Da ich die letzte nicht bestanden habe, MUSS ich diese jetzt bestehen - daher krieg ich langsam Panik!!! Ich wäre mir echt dankbar, wenn mir jmd helfen kann! Ich ...

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