Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Abolitionismus (Kriminologie)
    Im kriminal-soziologischen Sinne versteht man unter Abolitionismus den Verzicht auf die totale Institution des Gefängnisses bzw. in einem noch umfassenderen und extremeren Sinne die Abschaffung des Strafrechts. Die kriminal-soziologischen Abolitionisten sind grundsätzlich der Meinung, dass der Staat nicht das richtige Organ sein kann, um
  • Absehen von Strafe
    Gemäß § 60 StGB kann ein Gericht dann von Strafe absehen, wenn die Folgen für den Täter als derartig erheblich zu erachten sind, dass dieser durch die Folgen seiner Tat selbst schwer getroffen wurde (zum Beispiel schwerwiegende Verletzungen im Rahmen eines Verkehrsunfalls). Das Absehen
  • Absicht
    Absicht, auch dolus directus 1. Grades genannt, ist der zielgerichtete Wille, den tatbestandlichen Erfolg herbeizuführen. Dem Täter kommt es gerade darauf an, den tatbestandlichen Erfolg herbeizuführen. In diesem Zusammenhang ist es ohne Bedeutung, ob sich der Täter die Tatbestandsverwirklichung als sicher oder nur als möglich vorstellt.
  • Abweichendes Verhalten
    Das abweichende Verhalten ist ein Begriff, der überwiegend in der Psychologie verwendet wird; auch in der Soziologie sowie der Kriminologie kommt er zur Anwendung. Von einem "abweichenden Verhalten" (auch: Devianz) wird gesprochen, wenn eine Verhaltensnorm nicht befolgt wird, welche ansonsten für eine menschliche Gruppierung Gültigkeit hat. Um dies
  • Actio libera in causa
    Bei der Actio libera in causa handelt es sich um einen Begriff der Rechtswissenschaft, der den Fall behandelt, dass ein Täter sich bei Begehung der Tat absichtlich in den Zustand der Schuldunfähigkeit versetzt (z.B. vorsätzliche Herbeiführung eines Vollrausches), um so seine Tat ohne Schuld und Bestrafung durchführen zu
  • Adhäsion
    Die Adhäsion (auch Anhangskraft – abgeleitet vom lateinischen Wort adhaerere = anhaften ) bezeichnet die Zusammenhangskräfte zwischen den Molekülen zweier verschiedener Stoffe. Inhaltsverzeichnis 1 Adhäsion bei Verkehrsmitteln
  • Aggressiver Notstand
    Der Eigentümer einer Sache hat die Einwirkung auf die Sache zu dulden, wenn dies zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr erforderlich ist und die Güterabwägung zugunsten des zu schützenden Rechtsguts ausfällt, vgl. § 904 BGB.
  • Akkusationsprinzip
    Anklagegrundsatz . Anklage und Urteilsfindung müssen im Strafverfahren durch verschiedene Organe wahrgenommen werden.
  • Angeklagter - Letztes Wort
    Gemäß § 258 Abs. 2 StPO darf jeder Angeklagte in einer Hauptverhandlung im Strafprozess nach den Schlussplädoyers vor der Urteilsfindung das "letzte Wort" sprechen. Dieses Recht ist nicht als ein Muss anzusehen: möchte der Angeklagte nichts sagen, so ist er dazu nicht verpflichtet. Falls er aber etwas zu seiner
  • Anstiftung
    Gemäß § 26 StGB wird unter Anstiftung die vorsätzliche Bestimmung, ernst gemeinte und erfolgreiche Bestimmung eines anderen zur Begehung einer vorsätzlichen rechtswidrigen Straftat verstanden. In einem derartigen Fall wird der Anstifter mit den gleichen Gesetzen bestraft, wie der Angestiftete. Ebenso wie die Beihilfe ist die
  • Auskunftsverweigerungsrecht
    Das Auskunftsverweigerungsrecht ist in § 55 StPO geregelt. Das Auskunftsverweigerungsrecht soll Zeugen oder Angehörige einer Gefahr in einem Strafverfahren davor bewahren, Antworten auf bestimmte Fragen zu verweigern, die ihn selbst der Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfolgung aussetzen würden. Im Gegensatz zum Zeugnisverweigerungsrecht, das eine komplette Beantwortungsverweigerung beinhaltet,
  • Ausweisfälschung
    Ausweisfälschung ist die kriminell motivierte Manipulation oder die Totalfälschung eines Ausweises oder Berechtigungsscheines zum Zwecke der Täuschung. Meistens handelt es sich um amtliche Dokumente, z. B. Reisepässe. Ziel der Ausweisfälschung ist das Vereiteln einer Identifizierung einer Person und/oder Ausnutzen von Berechtigungen von bestimmten Personen oder die
  • Bandendiebstahl
    1. Objektiver Tatbestand § 244 I Nr. 2 StGB stellt den Diebstahlt innerhalb einer Bande unter Strafe. Der § 244 ist eine Qualifikation des § 242 StGB. Das geschützte Rechtsgut ist somit genau wie beim Diebstahl, dass Eigentum. Zuerst muss der objektive Tatbestand
  • Beförderungserschleichung
    Die Beförderungserschleichung (umgangssprachlich auch Schwarzfahren genannt) ist in Deutschland ein vertypter Straftatbestand des Erschleichens von Leistungen nach § 265a StGB. Systematisch gehört die Beförderungserschleichung zu den Betrugsdelikten. Vom Charakter her ist sie ein Vergehen. Die Einstufung als Beförderungserschleichung setzt Vorsatz voraus. Zwei
  • Berufung
    Bei der Berufung handelt es sich um ein Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Urteile. Sie hat zum einen eine aufschiebende Wirkung zur Folge (sog. Suspensiveffekt ), das heißt das Urteil wird zunächst nicht wirksam. Zum anderen wird die die Sache
  • Beweis
    Die Feststellung eines Sachverhalts (Gegenstand oder Umstand) als Tatsache innerhalb eines Gerichtsverfahrens aufgrund richterlicher Überzeugung wird als „ Beweis “ bezeichnet. Innerhalb eines Verfahrens haben beide Parteien das Recht, mithilfe von Beweisen dazulegen, ob der verhandelte Sachverhalt wahr oder unwahr ist. In Zivil- oder arbeitsprozesslichen Verfahren sowie in
  • Bewährungshelfer
    Ein Bewährungshelfer wird einem verurteilten Straftäter zur Aufsicht und Hilfestellung zur Seite gestellt, wenn die Vollstreckung der Freiheitsstrafe oder eines Strafrestes zur Bewährung ausgesetzt wird oder die Person der Maßregel Führungsaufsicht (vgl. §§ 68, 68a StGB) zugeordnet ist. Die Entscheidung, ob der Verurteilte der Aufsicht
  • Brandstiftung
    Brandstiftung 1. objektiver Tatbestand Die Brandstiftung ist gem. § 306 StGB ein besonderer Fall der Sachbeschädigung . Geschützt wird das fremde Eigentum . Zur Verwirklichung der Brandstiftung bedarf es eines Tatobjektes, das für den Täter fremd ist. Fremd
  • Brett des Karneades
    Das Brett des Karneades ist ein philosophisches Gedankenexperiment, dass auf den griechischen Philosophen Karneades zurückgeht. Man stellt sich die Situation zweier Schiffbrüchiger vor, deren einzige Rettung ein umhertreibendes Brett ist, welches jedoch nur eine Person tragen kann. Einer der beiden Schiffbrüchigen tötet nunmehr den anderen,
  • BtMG
    Das einstige Opiumgesetz, ein Relikt aus der Weimarer Republik 1929, wurde inhaltlich umformuliert und umbetitelt und am 10. Januar 1972 erneut bekannt gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes regeln die Ein- und Ausfuhr von erklärten Betäubungsmitteln, deren Inverkehrbringung sowie ihre Herstellung. Auch der Betrieb von Konsumräumen sowie die Vernichtung von
  • Datenveränderung
    Datenveränderung ist in Deutschland gemäß § 303a des Strafgesetzbuches (StGB) ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Inhaltsverzeichnis 1 Definition 2
  • Drogentest
    Drogen Test - gläserner Mensch auch beim Alkohol? Ist Alkohol eine Droge? Dies wird durchaus kontrovers diskutiert. Landläufig sind Drogen Wirkstoffe, die beim Menschen Rauschzustände oder eine Sucht hervorrufen können - ein Drogen Test kann darüber Auskunft geben. Der Drogen Test ist eine
  • Drohung
    Bei der Drohung handelt es sich um einen Rechtsbegriff, der sowohl im Zivil- als auch im Strafrecht identisch verwendet wird. Drohung ist dabei das Inaussichtstellen eines künftigen Übels, auf dessen Eintritt der Drohende Einfluss hat oder zu haben vorgibt.
  • Eilzuständigkeit
    Eine Eilzuständigkeit ist ein Unterfall der behördlichen oder gerichtlichen Zuständigkeit. Zuständigkeiten regeln wann ein öffentlicher Entscheidungsträger handeln darf. Eilzuständigkeiten finden sich dabei sowohl im allgemeinen wie besonderen Verwaltungsrecht (z. B. im Polizeirecht) sowie im Strafverfahrensrecht. Eine Eilzuständigkeit regelt die behördlichen bzw. gerichtlichen Kompetenzen, wenn in einer
  • Entschuldigender Notstand
    Der "entschuldigende Notstand" ist neben dem "rechtfertigenden Notstand" einer der Notstandsbegriffe, welche im Strafrecht Gültigkeit haben. Ein Notstand ist gegeben, wenn jemand eine Straftat begeht, um eine gegenwärtige, nicht anders abwendbare Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut von sich oder einem anderen abzuwenden.
  • Erschleichen von Leistungen
    1. Objektiver Tatbestand § 265a StGB schützt das Vermögen des Leistungserbringers . Der Tatbestand dient vor allem gegenüber dem Betrug als Auffangtatbestand, wenn zum Beispiel die Täuschungshandlung fehlt. Dies impliziert, dass es auch hier um ein Selbstschädigungsdelikt gehen muss. Hieran fehlt es regelmäßig, wenn eine
  • Fahrlässigkeit, grobe
    Nach § 276 Absatz 2 BGB handelt fahrlässig, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Grobe Fahrlässigkeit liegt dementsprechend vor, wenn die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird, indem schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden sowie
  • Falsche uneidliche Aussage
    1. Objektiver Tatbestand §153 StGB ist ein Aussagedelikt und gleichzeitig auch das Grunddelikt . Sie stellt die unwahre Aussage, die vor einer zuständigen Stelle ohne Eid abgelegt wird unter Strafe. Die Tathandlung ist die falsche Aussage. Ein Unterlassen ist nicht
  • Falschmünzer
    Als "Falschmünzer" werden Personen bezeichnet, die Falschgeld herstellen. Bei diesem handelt es sich um Geldscheine und -münzen, welche den original Zahlungsmitteln täuschend echt sehen sollen, aber nicht von der jeweiligen Zentralbank autorisiert sind. Falschgeld dient dem Zweck, als echtes Zahlungsmittel angesehen zu werden und somit zur Zahlung verwendet werden
  • Finale Handlungslehre
    Bei der "finalen Handlungslehre" handelt es sich um eine der Handlungslehren, welche im Strafrecht existieren. Gemäß dieser ist als Handlung nur jenes Verhalten anzusehen, welches bewusst auf einen Erfolg gerichtet ist. Im Anschluss an die finale Handlungslehre hat die Strafrechtswissenschaft einen sowohl objektiven wie auch subjektiv geprägten Handlungsbegriff
  • Fluchtgefahr
    Soll in Deutschland eine Untersuchungshaft gemäß § 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO wegen Fluchtgefahr angeordnet werden, so kann dies nur geschehen, wenn die drei Voraussetzungen Fluchtgefahr, Verhältnismäßigkeit und dringender Tatverdacht erfüllt sind. Die Fluchtgefahr muss sich aus bestimmten Tatsachen, die im Freibeweisverfahren festgestellt werden, ergeben.
  • Freiberufler - Berufsverbote
    Als "Berufsverbot" wird die Anordnung einer staatlichen Stelle angesehen, durch die einer Person die Ausübung eines bestimmten Berufes untersagt wird. So werden Berufsverbote von Strafgerichten ausgesprochen, wenn der Betreffende eine Straftat unter Missbrauch seines Gewerbes oder Berufes begangen hat. Auch Personen, die freie Berufe wie Anwalt oder Arzt
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Hausfriedensbruch
    1. Objektiver Tatbestand Das geschützte Rechtsgut beim Hausfriedensbruch ist das individuelle Hausrecht . Darunter ist die Gesamtheit der rechtlichen Befugnisse, über den Aufenthalt Dritter innerhalb der dem Herrschaftsbereich einer Person zugeordneten geschützenden räumlichen Bereichen tatsächlich frei zu bestimmen. Die geschützenden Bereiche werden in
  • Irrealer Versuch
    Ein irrealer Versuch (auch: abergläubischer Versuch) ist gegeben, wenn ein Täter übersinnliche Kräfte zur Hilfe nimmt, um eine Tat geschehen zu lassen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn er durch Zaubersprüche eine andere Person umbringen möchte. Das Aussprechen besagter Zaubersprüche bleibt straffrei i. S. d. Strafgesetzbuches, weil
  • Jugendarrest
    Ein im Jugendgerichtsgesetz vorgesehenes Zuchtmittel, das bei schwereren Verfehlungen Jugendlicher verhängt wird, wenn die Verhängung einer Jugendstrafe als noch schwerere Reaktion nicht erforderlich erscheint.
  • Justizvollzugsanstalt
    Eine Justizvollzugsanstalt ( JVA ) ist in Deutschland ein Gebäude zur Unterbringung von Gefangenen, die zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe verurteilt worden sind beziehungsweise zur Unterbringung von Untersuchungsgefangen (U-Haft). Andere Haftarten sind Zivilhaft, Ordnungshaft, Ersatzfreiheitsstrafe und Abschiebehaft.. Inhaltsübersicht
  • Landesverrat
    Der Landesverrat ist in § 94 StGB gesetzlich normiert und richtet sich gegen die äußere Sicherheit und den Bestand des Staates. Das Delikt des Landesverrates ist die Kernstraftat der Spionage. Landesverrat begeht, wer ein Staatsgeheimnis einer fremden Macht oder einem ihrer Mittelsmänner mitteilt oder sonst an
  • Legalitätsprinzip
    Gilt im Strafverfahren und beschreibt die Verpflichtung der Staatsanwaltschaft bei Vorliegen eines Anfangsverdachts, Ermittlungen aufzunehmen und bei Bestehen hinreichenden Tatverdachts, Anklage zu erheben.
  • Maßnahme (Strafrecht)
    Eine Maßnahme ist im Strafrecht eine der in § 11 Abs. 1 Nr. 8 StGB genannten möglichen Sanktionen des Staates auf eine Straftat. Demnach sind Maßnahmen: die Maßregel der Besserung und Sicherung (§§ 61-72 StGB) der Verfall (§§ 73, 73a-e
  • Meineid
    1. Objektiver Tatbestand Der Meineid gemäß § 154 StGB ist eine Qualifikation des § 153 StGB, wenn die Aussage von einem Zeugen oder Sachverständigen abgelegt wird. Ansonsten ist § 154 StGB als eigenständiges Delikt anzusehen. Die Tathandlung besteht laut des Wortlautes des
  • Mündlichkeitsgrundsatz
    Der Mündlichkeitsgrundsatz besagt, dass vor Gericht mündlich verhandelt werden muss und nur das, was im Rahmen der mündlichen Verhandlung mündlich vorgetragen wurde, Gegenstand der Urteilsfindung wird.
  • Nachstellung
    Das Strafgesetzbuch stellt in seinem § 238 die Nachstellung unter Strafe. Hier wird auch genau definiert, was unter dem Begriff „Nachstellung“ zu verstehen ist. Das Gesetz definiert die Nachstellung als das beharrliche Aufsuchen der Nähe eines anderen Menschen . Die Nachstellung StGB liegt ebenfalls vor, wenn jemand mithilfe von
  • Nebenstrafen
    Nebenstrafen können neben einer Hauptstrafe verhängt werden. Das StGB kennt als Nebenstrafe lediglich das Fahrverbot.
  • Notwehr
    Die Notwehr gem. § 32 StGB ist genau wie § 34 StGB ein Rechtfertigungsgrund . Liegen die Voraussetzungen des § 32 StGB vor, bleibt der Täter straffrei. Dafür ist gem. § 32 II eine Notwehrlage erforderlich. Es müsste ein gegenwärtiger, rechtwidriger Angriff auf rechtlich geschützte
  • Notwehrexzess (§ 33 StGB)
    Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im
  • Opfer (Kriminologie)
    In der Kriminologie bezeichnet der Begriff Opfer die geschädigte Person eines Verbrechens. Der Begriff bildet damit den Gegensatz zu Täter. Opfer ist regelmäßig derjenige, der durch einen Täter in seinen Rechten verletzt wird. Dabei kann die Verletzung des Rechtes sowohl körperlicher (Mord, Körperverletzung), ideeller
  • Ordnungswidrigkeit / Straftat
    Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. I.  Ordnungswidrigkeiten Nach § 1 Absatz 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes ( OWiG ) sind Ordnungswidrigkeiten solche rechtswidrige und grundsätzlich vorwerfbare Handlungen (vgl. Absatz 2), die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklichen und die Ahndung einer Geldbuße
  • Pflichtverteidiger, Strafrecht, Strafprozessrecht
    Wer hat Anspruch auf einen Pflichtverteidiger ? Basisinformationen für Beschuldigte, Angeklagte und Angehörige. Wer mit einem Strafverfahren rechnen muss oder gar bereits eine Anklage zugestellt bekommen hat, wird sich fast immer mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob er einen Rechtsanwalt mit seiner Verteidigung beauftragen soll.
  • Postgeheimnis
    Das Postgeheimnis ist durch Artikel 10 Abs. 1 GG besonders geschützt. Auch strafrechtlich wird es durch den § 206 StGB unter Schutz gestellt. Nach der Legaldefinition der §§ 39 Absatz 1 Postgesetz, 206 Absatz 5 Satz 1 StGB unterliegen dem Postgeheimnis die näheren Umstände des
  • Qualifizierte Straftaten
    Privilegierte Straftaten sind Straftaten, bei denen zum Grundtatbestand eines Delikts mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal hinzukommt und so ein neuer Straftatbestand gebildet wird, der mit einer höheren Strafe bedroht ist als der Grundtatbestand.
  • Rasterfahndung
    Als Rasterfahndung bezeichnet man ein Verfahren zur vernetzten Durchsuchung von Datenbeständen. Hierbei sucht man nach bestimmten Merkmalen, wie oft die gesuchte Person zutreffen in einem automatisierten Verfahren. Dabei werden alle Daten an einbezogen, die bei privaten oder öffentlichen Stellen gespeichert sind. Eine präventive polizeiliche Rasterfahndung nach
  • Raub
    1. Objektiver Tatbestand Der § 249 I StGB schützt genau wie der Diebstahl zum einen das Eigentum. Zum anderen wird die freie Willensbildung und Willensbetätigung geschützt. § 249 I StGB ist ein eigenständiges Delikt , zusammengesetzt aus einem Diebstahl gemäß § 242 I StGB und
  • Rauschtat
    Straftat, die im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen wird, wobei dieser Zustand durch berauschende Mittel herbeigeführt worden ist.
  • Revision im Strafrecht
    Die Revision im Strafrecht ist definiert als Rechtsmittel gegen eine gerichtliche Entscheidung. In der Bundesrepublik benötigt man unter Umständen eine gesonderte Zulassung. Eine Revision wird niemals auf neuen Tatsachen beruhen, vielmehr muss eine Verletzung des formellen Rechts oder des materiellen Rechts vorliegen. Es muss sich, um eine Revision aufgrund
  • Ruhestörung
    Werden andere Personen durch Lärm gestört, so spricht man von einer Ruhestörung (oder auch Lärmstörung). Zwar besteht hierzulande kein Gesetz, welches eine vollständige Ruhe garantieren würde, dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch nicht, dass im zwischenmenschlichen Zusammenleben jegliche Form der Lärmbelästigung hingenommen werden muss. Sind Geräusche –
  • Sachbeschädigung
    1. Objektiver Tatbestand § 303 StGB stellt zum einen die Beschädigung oder die Zerstörung von fremden Sachen unter Strafe und zum anderen die nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehende Veränderung des Erscheinungsbildes. Taugliches Tatobjekt im Sinne des § 303 StGB ist somit eine
  • Sachen - Abhandenkommen
    Von einem "Abhandenkommen von Sachen" wird gesprochen, wenn ein Eigentümer den unmittelbaren Besitz an einer Sache auf unfreiwilliger Basis verloren hat, wobei "unfreiwillig" nicht nur dann gegeben ist, wenn der Verlust gegen den Willen des Eigentümers geschehen ist, sondern auch, wenn er keinen Willen zur Aufgabe des Besitzes hatte.
  • Schöffen
    Ehrenamtliche Richter
  • Staatsanwaltliches Verfahrensregister
    Bei dem zentralen Staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister (ZStV) handelt es sich um eine Datenbank, in der alle in Deutschland anhängigen und abgeschlossenen Ermittlungsverfahren gespeichert werden. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus den §§ 492 - 494 StPO. Das ZStV beinhaltet Daten des Beschuldigten ermittelnde Polizeibehörde zuständige Staatsanwaltschaft
  • Steuerhinterziehung - Selbstanzeige
    Steuerhinterziehung ist eine Straftat, welche auch mit einer Haftstrafe geahndet werden kann. Um diese zu vermeiden, besteht die Möglichkeit einer Selbstanzeige: Personen, welche Steuern hinterzogen haben und sich selbst anzeigen, können dadurch die Folgen einer Straftat vermeiden. Es besteht lediglich die Verpflichtung, die nichtbezahlten Steuern nachzuzahlen, zusätzlich noch 0,5
  • Strafaufhebungsgrund
    Umstand, der zur Straflosigkeit des Täters führt , der aber erst nach Begehung der Tat eintritt.
  • Strafbefehl
    Ein  vereinfachtes Verfahren zur Bewältigung der leichten Kriminalität mittels eines schriftlichen Strafbefehls wird als „Strafbefehlsverfahren“ bezeichnet. Es dient insofern der Entlastung von Gericht und Staatsanwaltschaft, als dass es zu einer rechtskräftigen Verurteilung kommen kann, ohne dass es dafür einer mündlichen Hauptverhandlung bedarf. Strafbefehl Durch einen Strafbefehl können
  • Strafkammer
    Spruchkörper des Landgerichts, der mit einem Berufrichter und zwei Schöffen, aber auch mit zwei oder drei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt sein kann.
  • Strafprozess - Beweiserhebungsverbote
    Bei den Beweiserhebungsverboten handelt es sich um eine Form der Beweisverbote, welche ihre rechtliche Grundlage im § 136a StPO haben. Durch die Beweiserhebungsverbote im Strafverfahren wird es der Staatsanwaltschaft sowie dem Gericht untersagt, Beweise zu bestimmten Themen zu erheben. Beweiserhebungsverbote beziehen sich auf Beweisthemen, Beweismittel oder Beweismethoden. In der
  • Strafprozess - DNA-Untersuchung
    In einem Strafprozess können einem Beschuldigten Blutproben und andere Körperzellen entnommen werden, die dem Zwecke der DNA-Untersuchung dienen. Die gesetzliche Grundlage für die DNA-Untersuchung ergibt sich aus den §§ 81e f. StPO. Demzufolge dürfen in einem Strafprozess Proben für eine DNA-Untersuchung entnommen werden, zur Feststellung der
  • Strafprozess - Zeugnispflichtverletzung
    Grundsätzlich sind alle Bürger dazu verpflichtet, in einem Strafprozess darüber Aussagen zu machen, was sie gesehen haben. Dies bedeutet, dass es nicht den Zeugen selbst obliegt, zu entscheiden, ob sie eine Aussage machen möchten oder nicht. Kommen sie ihrer Zeugnispflicht nicht nach, können sie seitens des Staates dazu gezwungen
  • Strafrecht - Rückwirkungsverbot
    Das Rückwirkungsverbot, welches in § 2 StGB definiert wird, besagt, dass ein Täter nur dann für seine Tat bestraft werden kann, wenn diese zum Zeitpunkt der Begehung bereits den Tatbestand eines Strafgesetzes erfüllt hat. Dies bedeutet, dass die Wirkung von Gesetzen auf einen vor ihrer Verkündung zulässigen Zeitraum unzulässig
  • Strafrecht - Unbeendeter Versuch
    Ein unbeendeter Versuch ist gegeben, wenn ein Täter aus seiner Sicht nach Abschluss der letzten Ausführungshandlung noch nicht alles Mögliche getan hat, damit der tatbestandliche Erfolg ohne weiteres Zutun seinerseits eintreten kann. Als "beendet" wird ein Versuch hingegen angesehen, wenn der Täter der Meinung ist, alles getan zu haben,
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Strafsenat
    Spruchkörper der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs in Strafsachen.
  • Strafverfahren Einstellung
    Die Einstellung des Strafverfahrens ist in § 170 Abs. 2 StPO gesetzlich geregelt.  Die Staatsanwaltschaft kann demnach unter bestimmten Voraussetzungen das Strafverfahren einstellen. Wird eine Sache eingestellt dann ist damit zu rechnen, dass diese nicht nachträglich mehr  aufgenommen wird. Zwar entfaltet die Einstellung keine Rechtskraft im rechtlichen Sinne, allerdings
  • Streitiges Urteil
    Urteil, das im Gegensatz zu einem Versäumnis-, Anerkenntnis-, oder Verzichtsurteil aufgrund einer streitigen mündlichen Verhandlung ergeht.
  • Strengbeweis
    Beim Strengbeweis ist das Gericht im Gegensatz zum Freibeweis an bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Beweismittel und an ein bestimmtes Verfahren bei der Beweisaufnahme gebunden.
  • Störung einer Amtshandlung
    Störung einer Amtshandlung meint eine Handlung i.S.d. § 164 StPO, nämlich eine vorsätzlichen Behinderung hoheitlicher Maßnahmen. In einem solchen Fall kann der Störer vorläufig festgenommen werden. I.  Allgemeines Nach § 164 StPO [Strafprozessordnung] ist bei Amtshandlungen an
  • Teilnahme an einer Straftat
    Die Teilnahme an einer fremden Straftat ist durch Anstiftung und Beihilfe möglich.
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.
  • Todesstrafe
    Die Todesstrafe ist die gesetzlich erlaubte Tötung eines Menschen. In der Regel geht der Todesstrafe ein Gerichtsverfahren voraus, das mit einem Todesurteil endet. Dieses wird dann durch die Hinrichtung vollstreckt. Seit Jahrtausenden wird als besonders schwer definierte Kriminalität mit der Hinrichtung der Täter geahndet. Damit war
  • Untersuchungsgrundsatz
    Verfahrensgrundsatz, der vor allem im Strafprozess und Verwaltungsprozess gilt. Er besagt, dass die Tatsachen, auf die das Gericht die Entscheidung stützt, vom Gericht von Amts wegen zu ermitteln sind (Gegenstück: Beibringungsgrundsatz).
  • Urkundenfälschung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 267 StGB schützt das Vertrauen auf die Echtheit und Unverfälschtheit von Urkunden. Die Urkundenfälschung gem. § 267 beschreibt drei Handlungsmodalitäten. Einmal das Herstellen einer unechten Urkunde, das Verfälschen einer echten Urkunde und das
  • Urkundenunterdrückung
    1. Objektiver Tatbestand § 274 I Nr.1 StGB dient dem Bestandsschutz von Urkunden und technischen Aufzeichnungen . Es wird somit die Existenz und die äußerliche Unversehrtheit geschützt. Zu Verwirklichung der Urkundenunterdrückung gem. § 274 I Nr.1 StGB ist als taugliches Tatobjekt
  • Verdachtsgründe - Geldwäscheanzeige
    Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Es müssen immer die Gesamtumstände des Einzelfalles beachtet
  • Vergehen
    Nach § 12 Absatz 2 StGB ist ein Vergehen ist eine Straftat, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von weniger als einem Jahr oder mit Geldstrafe bedroht ist. Das Vergehen ist stets vom Verbrechen abzugrenzen. Bei
  • Verjährung im Strafrecht
    Im Strafrecht, dem Ordnungswidrigkeitenrecht inklusive, sind verschiedene Arten der Verjährung verankert. Die sogenannte Verfolgungsverjährung nach Paragraph 78 des Strafgesetzbuches (§ 78 StGB) macht die Ahndung einer Tat nach einem festgelegten Zeitraum unmöglich. Die Zeitspanne verkörpert ein Verfahrenshindernis. Findet dennoch ein Verfahren statt, ist es einzustellen. Die Verfolgungsverjährung ist „von
  • Versicherungsmissbrauch
    1. Objektiver Tatbestand Der § 265 StGB schützt in erster Linie die Sachversicherungen vor in betrügerischer Weise vorgenommenen Vortäuschung von Versicherungsfällen . In der Praxis ist dieses Delikt häufig im Bereich der Kfz-Kasko-Versicherungen verwirklicht. Geschütze Rechtsgut ist demnach das Vermögen der Versicherung und
  • Vorladung
    Eine Vorladung ist ein amtlicher Bescheid mit dem Inhalt, dass der Empfänger zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem festgelegten Ort erscheinen solle. In einigen Fällen (z. B. § 25 Bundespolizeigesetz, polizeiliche Vorladung) kann eine Vorladung auch mündlich oder vergleichsweise formlos erfolgen. Pflicht zum Erscheinen
  • Vorwurf Körperverletzung gegen Ex-Freundin
    Wenn frisch getrennte Partner sich begegnen, kommt es sehr häufig zu Handgreiflichkeiten. Schnell werden dann die Fragen nach strafrechtlich relevanten Handlungen aufgeworfen. Der typische Handlungsverlauf ist folgender. Man trifft sich – zufällig, oder auch verabredet – zu einer Aussprache. Vielleicht möchten die Beteiligten Ex-Partner die Vergangenheit befrieden, vielleicht macht sich
  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte
    Gemäß § 113 Abs. 1 StGB handelt es sich beim "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte" um eine Straftat, welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. Gemäß § 113 Abs. 2 StGB wird der Täter sogar mit einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahren bestraft,
  • Zechprellerei
    Der Begriff Zechprellerei ist in Deutschland weit verbreitet. Er bedeutet, dass eine Person ihre Rechnung in einem Gastronomiebetrieb nicht bezahlt hat. Bei diesem Begriff handelt es sich jedoch um keinen deutschen Rechtsbegriff. Dies heißt jedoch nicht, dass eine Zechprellerei in Deutschland
  • Zeugenvernehmung
    Als "Zeugenvernehmung" wird die Herbeiführung einer Zeugenaussage bezeichnet, die grundsätzlich einer bestimmten Reihenfolge unterliegt: Einführung in den Sachverhalt Belehrung des Zeugen über seine Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrechte bei richterlicher Vernehmung Belehrung über die Folgen wahrheitswidriger Aussage Vernehmung zur Person (Angabe der Personalien, Alter, Wohnort, Beruf)
  • Zuhälter
    Ein Zuhälter ist eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt und von deren Einnahmen lebt. Teilweise handelt es sich dabei um den Inhaber eines Bordells. Nach der Definition des deutschen Strafgesetzbuches bedeutet Zuhälterei "die Ausbeutung einer Person, die der Prostitution nachgeht" und
  • Zuhälterei
    Als "Zuhälterei" wird die gewerbsmäßige Betreibung von Bordellen bezeichnet. Auch eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt, wird als "Zuhälter" bezeichnet. Die Zuhälterei an für sich ist nicht strafbar; sie ist nur als eine Straftat anzusehen, wenn der Tatbestand der Ausbeutung und/oder der Ausnutzung einer Prostituierten vorliegt.
  • Zurechnungsfähigkeit
    Bei der Zurechnungsfähigkeit handelt es sich um die Fähigkeit eines Menschen, die als Voraussetzung für ein schuldhaftes Handeln gilt, also um die Fähigkeit, das Unrecht einer Tat zu erkennen. Zurechnungsfähigkeit ist gleichbedeutend mit Schuldfähigkeit: im straf- sowie zivilrechtlichen Bereich gilt eine Person als zurechnungsfähig, wenn sie deliktfähig ist.
  • anfällige Wirtschaftszweige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Zu
  • animus socii
    Gehilfenwille im Strafrecht.
  • gesetzliche Grundlage - Geldwäscheanzeige
    Die Offenbarung der durch das Steuergehemnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen ist zulässig, soweit sie der Durchführung eines Strafverfahrens wegen einer Straftat nach § 261 StGB dient. Tatsachen, die auf eine derartige Straftat schließen lassen, müssen durch die Finanzbehörden den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt werden. §
  • instrumenta sceleris
    Gegenstand, der zur Begehung einer Straftat gebraucht worden ist.
  • verdächtige Transaktionen - Geldwäscheanzeige
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Transaktionen ohne wirtschaftlichen Hintergrund 3. Transaktionen im Widerspruch zur
  • vis compulsiva
    Nötigende Gewalt. Hier wird durch Gewaltanwendung das Opfer zu einem Entschluss gedrängt (z.B. Erpressung, § 255 StGB).
  • Überfall
    Als Überfall werden verschiedene Dinge bezeichnet: im Strafrecht ist ein Überfall ein Raub im Militärwesen ein Unternehmen auf einen unvorbereiteten Gegner, siehe Militärischer Überfall Früchte, die auf ein Nachbargrundstück gelangen, siehe Überfall (Nachbarrecht) im Wasserbau so etwas wie ein Wehr,
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Ratgeber
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    Ein kurzer Überblick über die mögliche Strafbarkeit nach dem Strafgesetzbuch, dem Urheberrechtsgesetz sowie dem Markengesetz Was kann dem Privatkäufer strafrechtlich drohen, sollte er gestohlene Sachen oder Raubkopien im Internet erwerben? Das Amtsgericht Pforzheim (Urteil vom 26.06.2007, Az.: 8 Cs 5040/07) erklärte den Käufer in eBay zum Hehler, ...
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News zum Strafrecht

Forenbeiträge zum Strafrecht
  • BildStrafrecht häusliche gewalt - weitere Folgen (09.03.2012, 19:46)
    Sehr geehrte Damen und Herren des Juraforums; Vorab herzlichen Dank für die Möglichkeit, hier Rat zu finden. Kurz gefasst geht es um eine uneheliche Partnerschaft, die seit Mitte 2009 besteht.Alleiniger Mieter ist der Mann. Es sind 2 Kinder der Frau in der Wohnung, mit 16 und 18. Der Partner übte Körperverletzung und Beleidigung aus ...
  • BildRäumungsvergleich (07.10.2012, 22:00)
    Hallo,ich hoffe, dass ist das richtige Unterforum.Hier der Sachverhalt:Person A und Person B trennen sich, es wird ein gerichtlicher Räumungsvergleich geschlossen, welcher besagt, dass Person A ihre persönliche Gegenstände, sowie ein paar Möbel mitnehmen darf. Jedoch nimmt Person A mehr mit, als in dem Räumungsvergleich steht. Person B werden Gegenstände ...
  • Bild28er-Problematik - HILFE (06.10.2013, 13:45)
    Hallo zusammen, ich habe leider ein kleines Problem mit meinem Fall hier und bräuchte deswegen etwas Hilfe: Der Sachverhalt (kurz zusammengefasst): A will B loswerden, um sich allein das Erbe zu sichern. Deswegen weißt er C an, B umzubringen. C fragt nach, wie das vonstattengehen soll. Darauf sagt A ihm, er (C) ...

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