Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Ablauf - Geldwäsche
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Platzierung (Placement) 3. Verteilung (Layering)
  • Abweichendes Verhalten
    Das abweichende Verhalten ist ein Begriff, der überwiegend in der Psychologie verwendet wird; auch in der Soziologie sowie der Kriminologie kommt er zur Anwendung. Von einem "abweichenden Verhalten" (auch: Devianz) wird gesprochen, wenn eine Verhaltensnorm nicht befolgt wird, welche ansonsten für eine menschliche Gruppierung Gültigkeit hat. Um dies
  • Agent provocateur
    Bei einem "Agent Provocateur" handelt es sich um eine Person, welche eine andere Person zu einer Tat veranlasst beziehungsweise die Begehung der Tat födert. Der Agent Provocateur tut dies aber nicht aus kriminellen Gründen, sondern genau aus gegenteiligen: er möchte die angestiftete Person der Tat überführen. Stiftet ein
  • Aggressiver Notstand
    Der Eigentümer einer Sache hat die Einwirkung auf die Sache zu dulden, wenn dies zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr erforderlich ist und die Güterabwägung zugunsten des zu schützenden Rechtsguts ausfällt, vgl. § 904 BGB.
  • Akteneinsicht
    Unter Akteneinsicht wird die Einsichtnahme in behördliche Gerichts- oder Verwaltungsakten verstanden. Im Rahmen der Akteneinsicht dürfen durch berechtigte Personen (z.B. Strafverteidiger) behördliche Aufzeichnungen durch Inaugenscheinnahme, Anfertigung von Fotokopien oder Abschriften erstellt werden. Vor allem im Rahmen von Strafverfahren ist die Akteneinsicht ein probates Mittel, um dem
  • Anscheinsgefahr
    Die Anscheinsgefahr ist eine der möglichen Formen der Gefahr. (Andere Formen sind die Abstrakte Gefahr, die Konkrete Gefahr sowie die Scheingefahr) Sie ist gegeben, wenn eine Behörde unter Würdigung objektiver Umstände der Überzeugung ist, dass eine Gefahr vorliegt - obwohl dies tatsächlich gar nicht der Fall ist. Maßnahmen,
  • Apollonia (Kriminalfall)
    Einer der klassischen Kriminalfälle auf See fand 1981 an Bord der 1968 gebauten Segelyacht Apollonia statt. Die 16 Meter lange Yawl (Zweimaster) trug zuvor den Namen "Wappen von Bremen" und war der gleichnamigen Bremer Segelkameradschaft abgekauft worden. Der neue 35-jährige Eigner beabsichtigte, zusammen mit seiner
  • Aussetzung
    Der Begriff Aussetzung (synonym auch Moratorium genannt) wird in unterschiedlichem Kontext verwendet: Die Aussetzung eines Verfahrens (Strafverfahren, Zivilprozess, Verwaltungsverfahren u.ä.) ist die Aufschiebung weiterer Handlungen bis zum Ende der Aussetzung. Die Aussetzung des Handels ist die Herausnahme von Wertpapieren aus
  • Aussetzung (Strafrecht)
    Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende inhaltlich problematische Lücken auf: Es fehlen die historischen Aspekte, z.B. Aussetzung in der Antike zur Geburtenregulierung Hilf Wikipedia, indem du die fehlenden Informationen recherchierst und einfügst !
  • Bedingter Vorsatz
    Der bedingte Vorsatz ist insbesondere ein Begriff aus dem Strafrecht (der allerdings auch beispielsweise auch im Zivilrecht Anwendung finden kann) und wird auch als Eventualvorsatz bezeichnet. Vorsatz i.S.d. § 15 des Strafgesetzbuches (StGB) meint das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung bei Begehung der Straftat. Insoweit
  • Beleidigung
    1. Objektiver Tatbestand Der Beleidigungstatbestand gem. § 185 StGB erfasst alle Äußerungen gegenüber dem Betroffenen selbst sowie alle Werturteile über den Betroffenen. Dabei wird vor allem die Ehre geschützt . Was unter Ehre zu verstehen ist, ist vielfach umstritten. Die Ehre ist
  • Berufung
    Bei der Berufung handelt es sich um ein Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Urteile. Sie hat zum einen eine aufschiebende Wirkung zur Folge (sog. Suspensiveffekt ), das heißt das Urteil wird zunächst nicht wirksam. Zum anderen wird die die Sache
  • Beschuldigter
    Nach der formell-materiellen Sichtweise ist die Person als Beschuldigter zu bezeichnen, die konkret verdächtigt wird, eine strafbare Handlung begangen zu haben und gegen den ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist. Wird gegen den Beschuldigten sogar die Klage erhoben, so wird er zum Angeschuldigten. Zum Angeklagten wird
  • Beweishilfen
    Beweishilfen sind nicht zu verwechseln mit den Beweismitteln. Beweishilfen dienen regelrecht der Hilfe zum Beweis und sind durch das Gesetz oder die Rechtsprechung auch zugelassen. Dabei sind ganz unterschiedliche Beweishilfen zu differenzieren. I. Offenkundige Tatsachen Eine Form der Beweishilfen sind die  offenkundigen Tatsachen. Die offenkundigen Tatsachen sind
  • Beweisverwertungsverbot
    Beweisverwertungsverbote sind rechtliche Schranken, die die Verwendung von speziellen Beweisen beispielsweise im Strafrecht untersagen. Wobei die Definition des Beweises relativ diffizil ist. In allen Verfahrensordnungen sind die unterschiedlichsten Beweisverwertungsverbote festgehalten. Beweisverwertungsverbote Werden immer dann verhängt, wenn ein bestimmtes Beweismittel , das möglicherweise illegal erlangt wurde,
  • Bewusst Fahrlässigkeit
    Eine bewusste Fahrlässigkeit ist gegeben, wenn ein Täter den Erfolg seiner Tat für möglich halten konnte. Dabei hofft er allerdings, dass dieser Taterfolg nicht eintreten wird. Dies ist beispielsweise im Straßenverkehr gegeben, wenn ein Fahrer in einer unübersichtlichen Kurve ein anderes Fahrzeug überholt: er ist sich dessen bewusst, dass
  • Brett des Karneades
    Das Brett des Karneades ist ein philosophisches Gedankenexperiment, dass auf den griechischen Philosophen Karneades zurückgeht. Man stellt sich die Situation zweier Schiffbrüchiger vor, deren einzige Rettung ein umhertreibendes Brett ist, welches jedoch nur eine Person tragen kann. Einer der beiden Schiffbrüchigen tötet nunmehr den anderen,
  • Datenveränderung
    Datenveränderung ist in Deutschland gemäß § 303a des Strafgesetzbuches (StGB) ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Inhaltsverzeichnis 1 Definition 2
  • Defensiver Notstand
    Die Gefahr geht von einer Sache selbst aus, vgl. § 228 BGB
  • Drogenkriminalität
    Der Begriff Drogenkriminalität ist im europäischen Raum nicht genau definiert. Der EU-Drogenaktionsplan (2005-2008) sieht vor, dass in der Europäischen Union, im Rahmen der Intensivierung der Arbeiten zur Verhinderung von Drogenstraftaten, im Jahr 2007 eine gemeinsame Definition für „Drogenkriminalität“ (englisch: „Drug-related crime“) festgelegt wird [1] . Diese Absicht
  • Drogentest
    Drogen Test - gläserner Mensch auch beim Alkohol? Ist Alkohol eine Droge? Dies wird durchaus kontrovers diskutiert. Landläufig sind Drogen Wirkstoffe, die beim Menschen Rauschzustände oder eine Sucht hervorrufen können - ein Drogen Test kann darüber Auskunft geben. Der Drogen Test ist eine
  • Eilzuständigkeit
    Eine Eilzuständigkeit ist ein Unterfall der behördlichen oder gerichtlichen Zuständigkeit. Zuständigkeiten regeln wann ein öffentlicher Entscheidungsträger handeln darf. Eilzuständigkeiten finden sich dabei sowohl im allgemeinen wie besonderen Verwaltungsrecht (z. B. im Polizeirecht) sowie im Strafverfahrensrecht. Eine Eilzuständigkeit regelt die behördlichen bzw. gerichtlichen Kompetenzen, wenn in einer
  • Entschuldigender Notstand
    Der "entschuldigende Notstand" ist neben dem "rechtfertigenden Notstand" einer der Notstandsbegriffe, welche im Strafrecht Gültigkeit haben. Ein Notstand ist gegeben, wenn jemand eine Straftat begeht, um eine gegenwärtige, nicht anders abwendbare Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut von sich oder einem anderen abzuwenden.
  • Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft
    Bei den Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Amtsträger, welche bei Gefahr im Verzug besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und durchführen dürfen. Zu diesen Ermittlungspersonen zählen in erster Linie Polizeibeamte, aber auch Beamte im Bergamt, Forst- und Fischereibeamte, Grenzbeamte, Steuerbeamte.
  • Fahrlässige Körperverletzung
    1. Objektiver Tatbestand Der objektive Tatbestand bei § 229 StGB ist mit dem des § 223 I, der Körperverletzung, identisch. Folglich werden sowohl die Gesundheitsschädigung und die körperliche Misshandlung umfasst. 2. Subjektiver Tatbestand Abgrenzungskriterium zum § 223 I StGB ist ausschließlich, dass
  • Fahrlässigkeit, grobe
    Nach § 276 Absatz 2 BGB handelt fahrlässig, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Grobe Fahrlässigkeit liegt dementsprechend vor, wenn die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird, indem schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden sowie
  • Falsche uneidliche Aussage
    1. Objektiver Tatbestand §153 StGB ist ein Aussagedelikt und gleichzeitig auch das Grunddelikt . Sie stellt die unwahre Aussage, die vor einer zuständigen Stelle ohne Eid abgelegt wird unter Strafe. Die Tathandlung ist die falsche Aussage. Ein Unterlassen ist nicht
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Fälschung technischer Aufzeichnungen
    Die Fälschung technischer Aufzeichnungen ist in Deutschland ein Vergehen nach § 268 StGB. Die Fälschung technischer Aufzeichnungen wurde als Parallelvorschrift zur Urkundenfälschung, § 267 StGB, eingeführt, mit dem Unterschied dass die in einer Urkunde verkörperte Gedankenerklärung auf Grund der maschinellen Aufzeichnung fehlt. Der
  • Garant / Garantenpflicht
    Bei den Begriffen „ Garant “ und „ Garantenpflicht “ handelt es sich um termini technici aus dem Strafrecht. Dabei ist ein Garant die Person, die eine Rechtspflicht zum Handeln hat und die sich bei Nichtvornahme der Handlung wegen der Begehung eines unechten Unterlassungsdelikts strafbar
  • Gefahr im Verzuge
    "Gefahr im Verzug"ist ein Begriff aus dem Polizei- und Ordnungsrecht, welcher seine rechtliche Grundlage aus dem Art. 13 GG sowie aus den Polizeigesetzen der Länder erhält. Er bezieht sich auf einen Zustand, bei dem nur durch ein sofortiges Eingreifen eine drohende Gefahr oder ein Schaden abgewendet werden kann.
  • Gefahrenverdacht
    Ein Gefahrenverdacht ist gegeben, wenn aus der Sicht eines verständigen und objektiven Betrachters Anhaltspunkte für eine Gefahr der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegen. Aufgrund des Gefahrenverdachts ist die zuständige Behörde gemäß der Generalklausel dazu ermächtigt, Maßnahmen zu ergreifen, welche der Erforschung der Gefahr dienen. Dabei ist zu beachten,
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
    1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Durch § 315b StGB sind Leib und Leben von Personen sowie fremde Sachen geschützt, soweit diese den spezifischen Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Handlung: Es ist eine Handlungsvariante gem. § 315b Abs. I erforderlich,
  • Gotteslästerungsparagraph
    Gemäß § 166 StGB ("Gotteslästerungsparagraph") ist die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen strafbar. Gemäß diesem muss eine Person mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, die öffentlich oder durch Verbreitung von Schriften den öffentlichen Frieden dadurch stört, dass sie über religiöse oder weltanschauliche Ansichten
  • Graffiti-Bekämpfungsgesetz
    Das Graffiti-Bekämpfungsesetz (Neununddreißigstes Strafrechtsänderungsgesetz) ist ein Gesetz, welches am 09.09.2005 in Kraft trat und als Ergänzung zu den §§ 303 und 304 StGB (Sachbeschädigung) anzusehen ist. Dieses Gesetz beinhaltet eine neue Tathandlung, welche wie folgt formuliert worden ist: "Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht
  • Große Strafrechtsreform
    Unter der Großen Strafrechtsreform versteht man in Deutschland die grundlegende Umgestaltung des Strafgesetzbuches, die in den 1950er und 1960er-Jahren betrieben wurde. Inhaltsverzeichnis 1 Entwicklung 1.1 Bis
  • Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft
    Als "Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft" - oder auch "Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft" - werden Personen bezeichnet, welche mit besonderen strafrechtlichen Befugnissen ausgestattet sind. Dies bedeutet, dass sie bei Gefahr im Verzug besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und ausführen dürfen. Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft sind: Beamte im Bergamt, Forst-
  • Individueller Schadenseinschlag
    Voraaussetzung für den Betrug, welcher gemäß § 263 StGB gesetzlich geregelt wird, ist eine Täuschungshandlung seitens des Täters, welche bei der anderen Person eine  Irrtum hervorruft. Dieser muss wiederum eine Vermögensverfügung zur Folge haben, durch welche ein Vermögensschaden entsteht. Ein solcher Vermögensschaden liegt vor, wenn der wirtschaftliche Wert des
  • Jugendarrest
    Ein im Jugendgerichtsgesetz vorgesehenes Zuchtmittel, das bei schwereren Verfehlungen Jugendlicher verhängt wird, wenn die Verhängung einer Jugendstrafe als noch schwerere Reaktion nicht erforderlich erscheint.
  • Key-Logger
    Als Key-Logger bezeichnet man Hard- oder Software, die Eingaben des Benutzers über die Tastatur an einem Computer aufzeichnen und erfassen kann. Key-Logger werden daher gern von Hackern eingesetzt, um an vertrauliche Daten wie Passwörter zu gelangen. Der Einsatz Key-Loggern ist strafbar gemäß § 202a StGB.
  • Kreuzverhör
    Ein Kreuzverhör kommt es aus dem anglo-amerikanischen Beweisrecht. Es ist eine übliche Befragung der Zeugen und im Strafprozess auch des Beschuldigten durch den Staatsanwalt oder Rechtsanwalt. Dabei befragen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abwechselnd (über Kreuz) den Angeklagten bzw. den Zeugen. Regelung in Deutschland Kreuzverhöre
  • Körperverletzung mit Todesfolge
    1. Objektiver Tatbestand Die Körperverletzung mit Todesfolge erhebt die Tatbestände der §§ 223ff. durch die der Tod des Verletzen zumindest fahrlässig verursacht worden ist. Es ist ebenfalls ein erfolgsqualifiziertes Delikt. § 227 I verlangt ein taugliches Tatobjekt, einen Menschen. Die Todesfolge muss
  • Lügendetektor
    Ein Lügendetektor ist ein Gerät, dass in der Lage ist während einer Befragung körperlichen Parametern – wie Blutdruck, Puls und Atmung – zu messen und aufzuzeichnen. Diese Daten werden durch den Polygraphisten interpretiert, um auf den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu schließen. Unter Wissenschaftlern gilt die den Lügendetektoren
  • Mittelbarer Täter
    Mittelbarer Täter ist derjenige, der eine Tat durch einen anderen, den Tatmittler, begeht.
  • Mittäter
    Der § 25 Abs. 2 StGB definiert einen Mittäter als einen Täter, der gemeinschaftlich zusammen mit anderen Tätern eine Straftat begeht. Dazu muss ein gemeinsamer Tatplan vorliegen, nur derselbe Tatort ist nicht hinreichend. Wichtig scheint, dass jemand, der der Mittäterschaft bezichtigt wird, nicht unbedingt den kompletten
  • Mittäterschaft
    Mittäterschaft § 25 II StGB normiert die Mittäterschaft. Mittäterschaft ist die gemeinschaftliche Begehung einer Straftat durch bewusstes und gewolltes Zusammenwirken. Fehlt es an einem bewussten Zusammenarbeiten kommt eine Nebentäterschaft in Frage. 1. gemeinsamer Tatplan Um eine Mittäterschaft annehmen zu können ist ein
  • Nachtrunk
    Konsum von Alkohol nach Begehung eines Deliktes unter Alkoholeinfluss.
  • Nebenstrafen
    Nebenstrafen können neben einer Hauptstrafe verhängt werden. Das StGB kennt als Nebenstrafe lediglich das Fahrverbot.
  • Nötigung
    1. Objektiver Tatbestand Die Vorschrift schützt die Freiheit der Willensentschließung und Willensbetätigung . Kurzum die Freiheit des beliebigen Handelns. § 240 I StGB ein Erfolgsdelikt. Die Nötigung setzt voraus, dass durch das Nötigungsmittel das vom Täter erwünschte Verhalten des Opfers veranlasst wird und dass
  • Offener Vollzug
    Der offene Vollzug ist in Deutschland im Paragraphen 10 Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes geregelt: Ein Gefangener soll mit seiner Zustimmung in einer Anstalt oder Abteilung des offenen Vollzuges untergebracht werden, wenn er den besonderen Anforderungen des offenen Vollzuges genügt und namentlich nicht zu befürchten
  • Ordnungswidrigkeit / Straftat
    Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. I.  Ordnungswidrigkeiten Nach § 1 Absatz 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes ( OWiG ) sind Ordnungswidrigkeiten solche rechtswidrige und grundsätzlich vorwerfbare Handlungen (vgl. Absatz 2), die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklichen und die Ahndung einer Geldbuße
  • Pflichten - Geldwäsche
    Kredit- und Finanzinstitute sind bereits seit 1993 zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Geldwäsche verpflichtet. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem Geldwäschegesetz (GWG). Im Jahre 2002 wurde das Geldwäschegesetz novelliert und der bislang verpflichtete Personenkreis um die Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler erweitert. Damit sind die
  • Pflichtverteidiger, Strafrecht, Strafprozessrecht
    Wer hat Anspruch auf einen Pflichtverteidiger ? Basisinformationen für Beschuldigte, Angeklagte und Angehörige. Wer mit einem Strafverfahren rechnen muss oder gar bereits eine Anklage zugestellt bekommen hat, wird sich fast immer mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob er einen Rechtsanwalt mit seiner Verteidigung beauftragen soll.
  • Plädoyer
    Schlussvortrag des Verteidigers oder Staatsanwalts in der mündlichen Verhandlung eines Strafprozesses.
  • Politische Straftat
    Zu den politischen Straftaten zählt man im deutschen Strafrecht zwei Kategorien von Straftaten: Inhaltsverzeichnis 1 originäre politische Straftaten 2 sonstige politisch motivierte Kriminalität (PMK)
  • Polizei - Beobachtung / Observierung
    Wird eine Person beziehungsweise ein Objekt durch die Poizei beobachtet, so wird dies als "Observierung" oder "Observation" bezeichnet. Eine Observierung kann sowohl präventiv als auch repressiv erfolgen. Angeordnet wird sie, wenn sie der Abwehr von Gefahren für den Bestand oder die Sicherheit ds Bundes, eines Landes,
  • Polizei - Repressives Handeln
    Die Aufgaben der Polizei lassen sich in zwei verschiedene Bereiche unterteilen: präventive Polizeitätigkeit und repressive Polizeitätigkeit. Während es sich bei der präventiven Polizeitätigkeit um die Abwehr von Gefahren handelt, ist eine repressive Tätigkeit gegeben, wenn die Polizei im Rahmen der Strafverfolgung als Hilfsbeamte der
  • Privatklagedelikt
    Leichtere Delikte, deren Verfolgung grundsätzlich nicht der Staatsanwaltschaft sondern der verletzten Person obliegt. Die Privatklagedelikte sind in § 374 StPO abschließend aufgezählt.
  • Raub
    1. Objektiver Tatbestand Der § 249 I StGB schützt genau wie der Diebstahl zum einen das Eigentum. Zum anderen wird die freie Willensbildung und Willensbetätigung geschützt. § 249 I StGB ist ein eigenständiges Delikt , zusammengesetzt aus einem Diebstahl gemäß § 242 I StGB und
  • Realkonkurrenz
    Tatmehrheit
  • Rechtfertigungsgründe
    Das Eingreifen eines Rechtfertigungsgrundes beseitigt die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens oder Zustandes.
  • Rechtliche Aspekte bei Hilfeleistung
    Gerät ein Mensch in ein Notlage, herrscht bei Ersthelfern oft große Unsicherheit bei Fragen wie der Verpflichtung zur Hilfeleistung, eventueller Haftung bei Schäden oder bei Fehlern bei der Anwendung der ersten Hilfe. Der Gesetzgeber in Deutschland hat dazu im Strafgesetzbuch (StGB) eindeutig festgelegt: Bei
  • Regelbeispiele
    Strafzumessungsregeln im StGB, die für besondere Fälle eine Strafschärfung oder Strafmilderung vorsehen.
  • Risikoerhöhungslehre
    Nach der sog. Risikoerhöhunglehre erfüllt derjenige den objektiven Tatbestand, der durch seine Handlung die Gefahr des Erfolgseintritts erhöht hat. Diese Theorie wird allerdings mit dem Argument abgelehnt, dass sie gegen den Grundsatz in dubio pro reo verstoße. Außerdem werden zu Unrecht Verletzungsdelike in Gefährdungsdelikte umgedeutet.
  • Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
      In § 316a STGB ist der r äuberische Angriff auf Kraftfahrer gesetzlich geregelt. Es handelt sich um einen raubähnlichen Sondertatbestand. Aufgrund der hohen Mindeststrafdrohung von fünf Jahren Freiheitsstrafe, handelt es sich um ein Verbrechen iSd § 12 I StGB, so dass sowohl der Versuch (§
  • Sachbeschädigung
    1. Objektiver Tatbestand § 303 StGB stellt zum einen die Beschädigung oder die Zerstörung von fremden Sachen unter Strafe und zum anderen die nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehende Veränderung des Erscheinungsbildes. Taugliches Tatobjekt im Sinne des § 303 StGB ist somit eine
  • Sachen - Abhandenkommen
    Von einem "Abhandenkommen von Sachen" wird gesprochen, wenn ein Eigentümer den unmittelbaren Besitz an einer Sache auf unfreiwilliger Basis verloren hat, wobei "unfreiwillig" nicht nur dann gegeben ist, wenn der Verlust gegen den Willen des Eigentümers geschehen ist, sondern auch, wenn er keinen Willen zur Aufgabe des Besitzes hatte.
  • Staatsanwaltliches Verfahrensregister
    Bei dem zentralen Staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister (ZStV) handelt es sich um eine Datenbank, in der alle in Deutschland anhängigen und abgeschlossenen Ermittlungsverfahren gespeichert werden. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus den §§ 492 - 494 StPO. Das ZStV beinhaltet Daten des Beschuldigten ermittelnde Polizeibehörde zuständige Staatsanwaltschaft
  • Staatsanwaltschaft - Tätigwerden von Amts wegen
    Polizei und Staatsanwaltschaft werden entweder tätig, wenn sie aufgrund einer Strafanzeige auf eine strafbare Handlung aufmerksam gemacht werden, oder wenn sie selbst Kenntnis über eine solche erlangen. Wenn die Staatsanwaltschaft Kenntnis von einer Straftat erlangt, so muss sie selbst ein Ermittlungsverfahren einleiten. Dies wird als "Tätigwerden von Amts
  • Strafaufhebungsgrund
    Umstand, der zur Straflosigkeit des Täters führt , der aber erst nach Begehung der Tat eintritt.
  • Strafausschließungsgrund
    Umstand, der zur Straflosigkeit des Täters führt und der schon zur Zeit der Begehung der Tat vorliegt.
  • Strafen
    Eine Strafe ist als eine Sanktion anzusehen, welche aufgrund eines bestimmten Verhaltens, welches als Unrecht anzusehen ist, verhängt wird. Im Strafrecht dient sie dazu, eine Person für einen Verstoß gegen eine Rechtsnorm zu bestrafen. Dies kann aus verschiedenen Gründen geschehen: Als Generalprävention, was bedeutet, dass andere potentielle
  • Strafklageverbrauch
    Der Strafklageverbrauch steht einer erneuten Strafverfolgung des Täters wegen derselben Tat im prozessualen Sinne entgegen.
  • Strafmündigkeit
    Unter dem Begriff Strafmündigkeit ist das Alter zu verstehen, ab dem einem Mensch vom Gesetzgeber her zugetraut wird, die Folgen seiner Handlungen so weit zu überblicken, dass er bewusst anderen schaden kann und daher für diese Handlungen die Verantwortung übernehmen muss (sog. Verantwortung oder
  • Strafrecht - Beihilfe
    Als "Beihilfe" wird im Stafrecht das vorsätzliche Hilfeleisten einer Person gegenüber einer anderen bei der Verwirklichung ihrer vorsätzlichen rechtswidrigen Tat bezeichnet. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Beihilfe aus dem § 27 StGB. Gemäß diesem wird der Gehilfe bei einer rechtswidrigen Tat ebenfalls bestraft, wobei dessen Strafe unter Umständen geringer
  • Strafrecht - Konkurrenzen
    Bei der Verletzung mehrerer Strafgesetze durch einen Täter können zwischen diesen Konkurrenzen bestehen: Gesetzeskonkurrenz , welche vorliegt, wenn die Tat unter mehrere Strafgesetze fällt, von denen das eine durch das andere verdrängt wird. In derartigen Fällen wird das verdrängte Gesetz nicht angewendet. Idealkonkurrenz , die
  • Strafrecht - Rechtfertigungsgründe
    Bei den Rechtfertigungsgründen handelt es sich um Umstände, welche ausnahmsweise ein ansonsten rechtswidriges Handeln individuell gestatten. Die bekanntesten Rechtfertigungsgründe sind Notwehr, Notstand, erlaubte Selbsthilfe sowi Einwilligung. Rechtfertigungsgründe im Strafrecht schließen eine Bestrafung des Täters aus, da bei Erfüllung eines Straftatbestands und dem Vorliege eines Rechtfertigungsgrundes die Rechtswidrigkeit der
  • Strafvollstreckungskammern
    Strafvollstreckungskammern sind Kammern, die bei den jeweiligen Landgerichen gebildet werden, und die zuständig sind für gerichtliche Entscheidungen bei der Vollstreckung von Freiheitsstrafen sowie freiheitsentziehenden Maßregelungen. Hauptsächlich beschäftigen sich Strafvollstreckungskammern mit Entscheidungen darüber, ob ein Teil der zu verbüßenden Freiheitsstrafe zum Zwecke der Resozialisation zur Bewährung ausgeetzt werden kann. Eine
  • Streitiges Urteil
    Urteil, das im Gegensatz zu einem Versäumnis-, Anerkenntnis-, oder Verzichtsurteil aufgrund einer streitigen mündlichen Verhandlung ergeht.
  • Tachomanipulation / Tachojustierung
    Als "Tachomanipulation" wird jede Veränderung beziehungsweise Verfälschung der Messdaten des Kilometerzählers bezeichnet. In der Praxis wird die Tachomanipulation betrieben, um ein Kraftfahrzeug durch einen niedrigeren Kilometerstand finanziell wertvoller zu machen. Seit dem 19.08.2005 besteht ein Gesetz, welches die Tachomanipulation unter Strafe stellt. Wer die Messdaten an seinem Kilometerzähler
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.
  • Täter
    Nach § 25 Abs. 1 1. Alt. StGB ist Täter einer Strafta t , wer die Straftat selbst begeht. In § 25 Abs. 1 2. Alt StGB ist die mittelbare Täterschaft geregelt, bei der der Täter sich zur Tatausführung eines anderen Menschen als Werkzeug bedient.
  • Unbefugte Verwendung von Daten, § 263a Abs. 1, 3. Alt. StGB
    Die unbefugte Verwendung von Daten wird gemäß § 263a Abs.1 StGB gesetzlich definiert. Sie ist eine der Straftatbestände für einen Conputerbetrug. Als "unbefugt" i. S. d. § 263a StGB wird angesehen, wenn sich eine Person Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort ein Programm
  • Unerlaubte Handlung
    Eine unerlaubte Handlung ist ein rechtswidriger Eingriff in ein durch das Gesetz geschütztes Recht oder Rechtsgut, der einen Schaden hervorruft.
  • Unterschlagung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 246 I StGB schützt wie beim Diebstahl gem. § 242 I StGB das Eigentum . Die Unterschlagung ist gegenüber § 242 I StGB jedoch subsidiär und bedarf keinen Bruch fremden Gewahrsams. Somit kann taugliches Tatobjekt genau wie beim Diebstahl nur
  • Verbrechen
    Nach § 12 Absatz 1 StGB ist ein Verbrechen eine Straftat, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist. Das Verbrechen ist stets vom Vergehen abzugrenzen. Bei der Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen handelt
  • Verfall (Recht)
    Der Verfall eine Maßnahme des deutschen Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts. Inhaltsverzeichnis 1 Strafrecht 2 Ordnungswidrigkeitenrecht 2.1 Zweck der Vorschrift
  • Verleumdung
    1. Objektiver Tatbestand Die Verleumdung gem. § 187 StGB ist genau wie die Üble Nachrede gemäß § 186 StGB ein eigenständiges Delikt . Sie ist in einer Variante ähnlich der Üblen Nachrede, allerdings behauptet oder verbreitet der Täter Tatsachen, obwohl er weiß, dass sie unwahr
  • Vermögensdelikt
    Vermögensdelikte sind ein zusammenfassender Begriff im deutschen Strafrecht für alle Straftaten, die sich gegen das Vermögen oder Vermögensbestandteile anderer Personen richten. Inhaltsverzeichnis 1 Vermögensdelikte im weiteren und im engeren Sinne
  • Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, § 263a Abs. 1, 2. Alt. StGB
    Die Verwendung von unrichtigen oder unvollständigen Daten ist ein Straftatbestand des Computerbetrugs. Dieser wurde am 01.08.1986 durch das zweite Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Die Notwendigkeit hierfür war gegeben, da die Nutzung von Computern immer weiter voranschritt – und somit auch deren Missbrauch für Straftaten.
  • Vollrausch
    Inhaltsübersicht I.  Vollrausch im deutschen Strafrecht 1.1 Das Problem 1.2 gedanklicher Ansatz der Vollrausch-Strafnorm 1.3 Der strafrechtliche Tatbestand 1.5 Literaturempfehlungen II. Die Bedeutung in der Umgangssprache I.
  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
    1. Objektiver Tatbestand § 113 StGB schützt vor allem die Strafvollzugstätigkeit des Staates . Der § 113 StGB enthält zwei Handlungsalternativen . Die erste Alternative ist ein besonderer Fall der Nötigung von bestimmten Amtsträgern. Die zweite Alternative erfasst den tatsächlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte.
  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte
    Gemäß § 113 Abs. 1 StGB handelt es sich beim "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte" um eine Straftat, welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. Gemäß § 113 Abs. 2 StGB wird der Täter sogar mit einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahren bestraft,
  • Zeugenbeweis
    Als "Zeugenbeweis" wird die Auskunftserteilung einer Person bezüglich Tatsachen, welche sie wahrgenommen hat, bezeichnet. Der Zeugenbeweis ist ein Beweismittel, welches nach allen Prozessordnungen anerkannt wird, und findet in der Praxis von allen Beweismitteln am häufigsten Anwendung. Zu beachten ist, dass die Tatsachen subjektiv wahrgenommen werden und seitens des
  • Zuhälter
    Ein Zuhälter ist eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt und von deren Einnahmen lebt. Teilweise handelt es sich dabei um den Inhaber eines Bordells. Nach der Definition des deutschen Strafgesetzbuches bedeutet Zuhälterei "die Ausbeutung einer Person, die der Prostitution nachgeht" und
  • dolus antecedens
    Vorsatz liegt vor der Tat vor . Nach dem Simultanitätsprinzip muss allerdings der Vorsatz bei Tatbegehung vorliegen.
  • dolus generalis
    Umfassender Vorsatz (str. M.M.)
  • lebenslängliche Haftstrafe
    In der deutschen Gesellschaft ist die Meinung verbreitet, dass eine lebenslange Haftstrafe spätestens nach 15 Jahren endet. Dieses Gerücht entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Eine lebenslängliche Haftstrafe endet nicht automatisch nach 15 Jahren. Das Bundesverfassungsgericht hat zur lebenslänglichen Haftstrafe klargestellt, dass eine
  • Überführung
    Der Begriff Überführung hat unterschiedliche Bedeutungen: In der Chemie eine Umwandlung, siehe Überführung (Chemie). Der Nachweis der Schuld oder Beteiligung, zum Beispiel der Täterschaft einer Straftat, siehe Schuldnachweis. Ein begleiteter Transport von Dingen oder Personen, bei Fahrzeugen, siehe Fahrzeugüberführung
  • Überhaft
    Unter Überhaft versteht man die Situation, dass sich jemand, gegen den in Haftbefehl erlassen wurde, bereits aus anderen Gründen (in anderer Sache) in Haft befindet. Dies kann ein anderer Untersuchungshaftbefehl sein oder auch Strafhaft. Da immer feststehen muss, wann und wie lange sich ein



Ratgeber
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News zum Strafrecht

Forenbeiträge zum Strafrecht
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    servus, ich hab die folgende HA bekommen: F ist seit 15 Jahren mit ihrem Ehemann M verheiratet; das Ehepaar lebt mit dem gemeinsamen zehnjährigen Sohn S in einer Doppelhaushälfte. Schon immer war M gegenüber F äußerst herrschsüchtig und dominant gewesen und hatte sie auch mehrfach geschlagen. Nachdem M etwa vor drei ...
  • BildHausarbeit Prüfungsreihenfolge (20.02.2014, 15:24)
    Hallo, ich sitze zurzeit an meiner ersten Hausarbeit in Strafrecht. Mein Problem, es kommt zum einen der versuchte Totschlag in Betracht und (gefährliche) Körperverletzung. Wie müsste dann im Gutachtenstil begonnen werden. Muss zuerst der versuchte Totschlag oder die vollendete Körperverletzung geprüft werden? Es liegt auch noch ein Erlaubnistatbestandsirrtum vor wodurch ...
  • BildStrafrecht Hausarbeit 3.Semester! (15.03.2013, 19:18)
    Hallo,ich schreibe gerade eine Hausarbeit in Strafrecht aus dem 3.Semester in der Uni Potsdam. Ich tue mich schwer mit dem Sachverhalt und wollte euch hier um Rat bitten. Ich poste mal den kompletten Sachverhalt:Punker P, dessen Gruppe mit den Rockern „Savages“ in Fehde liegt, hat dem „Chief“ R der Rocker ...

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