Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

Deutschland

Suchen Sie jetzt einen Anwalt:

Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Strafrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Strafrecht

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  R  S  T  U  V  W  Z  

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

R

S

T

U

V

W

Z


Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Absolute Straftheorie
    Um die Begrifflichkeit der absoluten Straftheorie definieren zu können, bedarf es zunächst einmal einer Definition der Strafe an sich. Eine Strafe stellt grundsätzlich ein sozialethisches Werturteil der Rechtsstruktur dar. Eine solche wird verhängt, wenn ein Täter eine Straftat, d.h. eine Handlung gegen das Gesetz begangen hat. Diese wird dahingehend
  • Actio libera in causa
    Bei der Actio libera in causa handelt es sich um einen Begriff der Rechtswissenschaft, der den Fall behandelt, dass ein Täter sich bei Begehung der Tat absichtlich in den Zustand der Schuldunfähigkeit versetzt (z.B. vorsätzliche Herbeiführung eines Vollrausches), um so seine Tat ohne Schuld und Bestrafung durchführen zu
  • Aequivalenztheorie
    Nach der sog. Äquivalenztheorie muss das zur Verletzung bzw. zum Schaden führende Ereignis im Allgemeinen und nicht nur unter besonders eigenartigen, unwahrscheinlichen und nach dem gewöhnlichen Verlauf der dinge außer Betracht zu lassenden Umständen geeignet sein, einen Erfolg der eingetretenen Art herbeizuführen (vgl. BGHZ 137, 11, 19).
  • Akteneinsicht
    Unter Akteneinsicht wird die Einsichtnahme in behördliche Gerichts- oder Verwaltungsakten verstanden. Im Rahmen der Akteneinsicht dürfen durch berechtigte Personen (z.B. Strafverteidiger) behördliche Aufzeichnungen durch Inaugenscheinnahme, Anfertigung von Fotokopien oder Abschriften erstellt werden. Vor allem im Rahmen von Strafverfahren ist die Akteneinsicht ein probates Mittel, um dem
  • Alkohol am Steuer
    Von "Alkohol am Steuer" wird gesprochen, wenn der Führer eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss steht. Ab 0,3 Promille ist bereits eine Ordnungswidrigkeit gegeben, welche mit Bußgeld Punkten im Verkehrszentralregister Fahrverbot geahndet werden kann. Zusätzlich können ab 0,3 Promille
  • Aneignung
    Aneignung ist ein Begriff aus dem deutschen Sachenrecht. Damit ist gemeint, dass jemand das Eigentum über eine herrenlose Sache erwirbt. Die gesetzlichen Regelungen dazu finden sich in §§ 958-964 BGB geregelt. I. Begriffserläuterung Als herrenlose Sache gelten alle Sachen, an denen derzeit kein Eigentum
  • Anklage
    Ergeben sich, vor dem Hintergrund staatsanwaltlicher Ermittlungen, Erkenntnisse, die den hinreichenden Tatverdacht eines Beschuldigten an strafbaren Handlungen begründen, so kann die zuständige Staatsanwaltschaft Anklage (§ 152 StPO) erheben.
  • Anscheinsbeweis
    Unter einem Anscheinsbeweis versteht man eine Methodik der mittelbaren Beweisführung. Er erlaubt, gestützt auf Erfahrungssätze, Schlüsse von bewiesenen auf zu beweisende Tatsachen zu ziehen. Die klassischen Anwendungsfälle des Anscheinsbeweises sind die Feststellung von Kausalität und Verschulden im Zivilprozess. Der Anscheinsbeweis ist gesetzlich nicht geregelt. Das Gesetz nimmt
  • Beihilfe zum Selbstmord
    Ob eine Beihilfe zum Selbstmord strafbar ist, lässt sich juristisch leicht zu beantworten. In Deutschland besteht die sogenannte Akzessorietät der Teilnahme . Das bedeutet, dass eine Teilnahme sich an der Hauptat orientieren muss. Liegt eine vorsätzlich rechtswidrige Haupttat vor, kann sich der „Hilfe-Leistende“
  • Beleidigung
    1. Objektiver Tatbestand Der Beleidigungstatbestand gem. § 185 StGB erfasst alle Äußerungen gegenüber dem Betroffenen selbst sowie alle Werturteile über den Betroffenen. Dabei wird vor allem die Ehre geschützt . Was unter Ehre zu verstehen ist, ist vielfach umstritten. Die Ehre ist
  • Beschuldigter
    Nach der formell-materiellen Sichtweise ist die Person als Beschuldigter zu bezeichnen, die konkret verdächtigt wird, eine strafbare Handlung begangen zu haben und gegen den ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist. Wird gegen den Beschuldigten sogar die Klage erhoben, so wird er zum Angeschuldigten. Zum Angeklagten wird
  • Beweismittel
    Unter den Begriff der Beweismittel fallen Tatsachen, Tatsachenbehauptungen und Tatsachenfeststellungen. Sie alle dienen dazu, eine Behauptung vor Gericht beweisen zu können. Im Vordergrund steht also stets die Wahrheitsfindung. 1. Welche Beweismittel sind in der Hauptverhandlung zulässig? Zum einen wird zwischen dem Zivil- und dem Strafprozess unterschieden. Im
  • Beweisverwertungsverbot
    Beweisverwertungsverbote sind rechtliche Schranken, die die Verwendung von speziellen Beweisen beispielsweise im Strafrecht untersagen. Wobei die Definition des Beweises relativ diffizil ist. In allen Verfahrensordnungen sind die unterschiedlichsten Beweisverwertungsverbote festgehalten. Beweisverwertungsverbote Werden immer dann verhängt, wenn ein bestimmtes Beweismittel , das möglicherweise illegal erlangt wurde,
  • Bewährungshelfer
    Ein Bewährungshelfer wird einem verurteilten Straftäter zur Aufsicht und Hilfestellung zur Seite gestellt, wenn die Vollstreckung der Freiheitsstrafe oder eines Strafrestes zur Bewährung ausgesetzt wird oder die Person der Maßregel Führungsaufsicht (vgl. §§ 68, 68a StGB) zugeordnet ist. Die Entscheidung, ob der Verurteilte der Aufsicht
  • Brandstiftung
    Brandstiftung 1. objektiver Tatbestand Die Brandstiftung ist gem. § 306 StGB ein besonderer Fall der Sachbeschädigung . Geschützt wird das fremde Eigentum . Zur Verwirklichung der Brandstiftung bedarf es eines Tatobjektes, das für den Täter fremd ist. Fremd
  • Brief- und Postgeheimnis
    Gemäß Art. 10 GG sind das Brief- sowie das Postgeheimnis unverletzlich. Die Unverletzlichkeit des Briefgeheimnisses bedeutet, dass jede schriftliche Mitteilung, welche an einen individuellen Empfänger gerichtet ist, ausschließlich von diesem selbst zu öffnen ist. Dabei ist zu beachten, dass als „Brief“ nicht nur der klassische Brief zu
  • Computerbetrug, § 263a StGB
    Allgemeines Der Computerbetrug , § 263a StGB, zählt zu den Vermögensdelikten. Schutzgut ist das Vermögen als Ganzes in seinem Bestand. § 263a StGB wurde nachträglich im Rahmen des 2. Gesetzes zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen (darum das "a"). Er soll Strafbarkeitslücken, die vom
  • Diebstahl
    1. Objektiver Tatbestand Der § 242 I StGB schützt die beweglichen Sachen des Eigentümers, sodass das Eigentum das geschützte Rechtsgut des Diebstahls ist. Eine Sache ist jeder körperliche Gegenstand im Sinne des § 90 BGB. Allerdings ist der Begriff nach dem Zweck des
  • Drogenkriminalität
    Der Begriff Drogenkriminalität ist im europäischen Raum nicht genau definiert. Der EU-Drogenaktionsplan (2005-2008) sieht vor, dass in der Europäischen Union, im Rahmen der Intensivierung der Arbeiten zur Verhinderung von Drogenstraftaten, im Jahr 2007 eine gemeinsame Definition für „Drogenkriminalität“ (englisch: „Drug-related crime“) festgelegt wird [1] . Diese Absicht
  • Eilzuständigkeit
    Eine Eilzuständigkeit ist ein Unterfall der behördlichen oder gerichtlichen Zuständigkeit. Zuständigkeiten regeln wann ein öffentlicher Entscheidungsträger handeln darf. Eilzuständigkeiten finden sich dabei sowohl im allgemeinen wie besonderen Verwaltungsrecht (z. B. im Polizeirecht) sowie im Strafverfahrensrecht. Eine Eilzuständigkeit regelt die behördlichen bzw. gerichtlichen Kompetenzen, wenn in einer
  • Entführung
    Unter einer Entführung versteht man einen kriminellen Akt, bei dem eine Person oder Personengruppe, häufig auch ein Kind ( kidnapping ), teilweise auch eine Sache (Flugzeugentführung) mit Gewalt oder heimlich an einen anderen Ort gebracht werden soll oder wird. Inhaltsverzeichnis
  • Entschuldigender Notstand
    Der "entschuldigende Notstand" ist neben dem "rechtfertigenden Notstand" einer der Notstandsbegriffe, welche im Strafrecht Gültigkeit haben. Ein Notstand ist gegeben, wenn jemand eine Straftat begeht, um eine gegenwärtige, nicht anders abwendbare Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut von sich oder einem anderen abzuwenden.
  • Erfolgsqualifizierter Versuch
    Als erfolgsqualifizierten Versuch bezeichnet man eine Straftat, deren Ausübung nur bis zum Versuch gelangt ist, bei der aber bereits eine strafbewehrte Erfolgsqualifikation verwirkt wurde. Beispiel: Nach § 249 StGB ist Raub mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr zu bestrafen. Gemäß der
  • Erlaubnistatbestandsirrtum
    Der Begriff des Erlaubnistatbestandsirrtums kennzeichnet einen terminus technic im deutschen Strafrecht. Der Täter hält irrig Umstände für gegeben, die, sollten sie tatsächlich vorliegen, die tatbestandlichen Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes (z.B. Notwehr, § 32 StGB) erfüllen und dadurch sein Handeln rechtfertigen würden. Da der Täter sich
  • Ermittlungsverfahren
    Mit einem Ermittlungsverfahren beginnt jedes Straf- oder Bußgeldverfahren. Die gesetzlichen Regelungen dazu lassen sich in den §§ 160 - 177 StPO finden. 1. Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab Das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, wird durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet. Dies ist immer dann der Fall,
  • Erregung öffentlichen Ärgernisses
    Die Erregung öffentlichen Ärgernisses ist in Deutschland nach § 183a StGB eine Straftat. Nach dieser Vorschrift wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wenn die Tat nicht
  • Falsche Versicherung an Eides Statt
    1. Objektiver Tatbestand Der § 156 StGB ist als Aussagedelikt einzustufen. Die falsche Versicherung an Eides statt möchte sicherstellen, dass die in der Rechtsordnung in zahlreichen Fällen als Mittel der Glaubhaftmachung vorgesehene Versicherung an Eides statt wahrheitsgemäß erfolgt. Der Tatbestand des § 156
  • Falsche uneidliche Aussage
    1. Objektiver Tatbestand §153 StGB ist ein Aussagedelikt und gleichzeitig auch das Grunddelikt . Sie stellt die unwahre Aussage, die vor einer zuständigen Stelle ohne Eid abgelegt wird unter Strafe. Die Tathandlung ist die falsche Aussage. Ein Unterlassen ist nicht
  • Fluchtgefahr
    Soll in Deutschland eine Untersuchungshaft gemäß § 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO wegen Fluchtgefahr angeordnet werden, so kann dies nur geschehen, wenn die drei Voraussetzungen Fluchtgefahr, Verhältnismäßigkeit und dringender Tatverdacht erfüllt sind. Die Fluchtgefahr muss sich aus bestimmten Tatsachen, die im Freibeweisverfahren festgestellt werden, ergeben.
  • Freiberufler - Berufsverbote
    Als "Berufsverbot" wird die Anordnung einer staatlichen Stelle angesehen, durch die einer Person die Ausübung eines bestimmten Berufes untersagt wird. So werden Berufsverbote von Strafgerichten ausgesprochen, wenn der Betreffende eine Straftat unter Missbrauch seines Gewerbes oder Berufes begangen hat. Auch Personen, die freie Berufe wie Anwalt oder Arzt
  • Führungsaufsicht
    Bei der Führungsaufsicht handelt es sich um eine in den §§ 68 ff. StGB geregelte Form der Maßregeln der Besserung und Sicherung (vgl. § 61 StGB ), bei der der Verurteilte zusätzlich zu einem Bewährungshelfer einer Aufsichtsstelle untersteht, um neue Straftaten
  • Garant / Garantenpflicht
    Bei den Begriffen „ Garant “ und „ Garantenpflicht “ handelt es sich um termini technici aus dem Strafrecht. Dabei ist ein Garant die Person, die eine Rechtspflicht zum Handeln hat und die sich bei Nichtvornahme der Handlung wegen der Begehung eines unechten Unterlassungsdelikts strafbar
  • Garantenstellung
    Bei der Garantenstellung (auch als Garantenpflicht bekannt) handelt es sich um einen terminus technicus aus dem Strafrecht. Sie ist eine zwingende Voraussetzung für die Bejahung einer Straftat bei unechten Unterlassungsdelikten ist. I.  Unterscheidung: echte und unechte Unterlassungsdelikte
  • Gewalt
    Unter dem Begriff Gewalt ist der körperlich oder auch psychisch wirkende Zwang zu verstehen, der durch Kraft oder ein sonstiges Verhalten entsteht. Ziel ist es, die freie Willensbildung und -betätigung der anderen Person unmöglich zu machen oder zumindest zu beeinträchtigen. 1. Gewalt im Strafrecht Im
  • Hausdurchsuchung
    Die Hausdurchsuchung oder auch die Durchsuchung spielen im Rechtssystem eine entscheidende Rolle. So können Personen oder auch Sachen nach Gegenständen oder Personen durchsucht werden. Besonders in der Strafverfolgung, Strafvollstreckung oder auch in der Gefahrenabwehr kommen Hausdurchsuchungen oder Durchsuchungen oft zum Tragen. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung
  • Hehlerei
    1. Objektiver Tatbestand Die Hehlerei gemäß § 259 StGB ist ein Vermögensdelikt und gleichzeitig das bedeutendste Anschlussdelikt . Ihr Unrechtsgehalt liegt in der Verschiebung des beim Vortäter rechtswidrig erlangten Besitzes, sodass die Chance der Wiedererlangung durch das des Opfers reduziert wird. Taugliches
  • In dubio mitius
    Im Zweifel das Günstigste für den Angeklagten (Grundsatz im Strafrecht)
  • Internationaler Haftbefehl
    Bei dem Internationalen Haftbefehl handelt es sich nicht um einen eigenständigen, strafrechtlichen Haftbefehl, sondern um einen nationalen Haftbefehl, welcher in einer internationalen Form ausgestellt wird. Zusätzlich beinhaltet er noch einen Auslieferungsantrag, falls der Gesuchte im Ausland festgenommen wird. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Internationale Haftbefehl aus dem Gesetz
  • Internationaler Strafgerichtshof
    Der Internationale Strafgerichtshof, kurz IStGH,  ist eine unabhängige Internationale Organisation mit Sitz in Den Haag, deren Beziehungen zu den Vereinten Nationen über ein Kooperationsabkommen geregelt ist. Es stellt ein ständiges Gericht mit Gerichtsbarkeit über Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen dar. Er ist nicht
  • Jugendgerichte
    Spezielle Spruchkörper der Amts- und Landgerichte, die bei Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender zuständig sind.
  • Klageerzwingungsverfahren
    Das Klageerzwingungsverfahen dient sowohl dem Interesse des durch eine Straftat Verletzten an der Verfolgung der Straftat als auch der Durchsetzung des Legalitätsprinzips im Strafverfahren. Sofern die Staatsanwaltschaft einem Antrag des Verletzten auf Anklageerhebung nicht folgt, kann der Verletzte im Wege des Klageerzwingungsverfahrens die Überprüfung dieser Entscheidung der Staatsanwaltschaft durch deren
  • Kontoeröffnungsbetrug
    Vom Kontoeröffnungsbetrug spricht man, wenn Betrüger mit Hilfe von gefälschten Unterlagen wie gefälschten Ausweispapieren Girokonten eröffnen. Auch werden oft gestohlene Ausweise verwendet. Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre wurde diese Art des Betruges vor allem von Personen aus Nigeria und anderen afrikanischen Ländern
  • Kreditbetrug
    Der Kreditbetrug ist in § 265b StGB geregelt ist und wurde 1986 durch das erste Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität in die Betrugsdelikte eingefügt. Ziel war es, bereits im Vorfeld des eigentlichen Betruges strafrechtliche Handhabe zu bekommen. Strafrechtsnorm Kredite im Sinne dieses
  • Kreuzverhör
    Ein Kreuzverhör kommt es aus dem anglo-amerikanischen Beweisrecht. Es ist eine übliche Befragung der Zeugen und im Strafprozess auch des Beschuldigten durch den Staatsanwalt oder Rechtsanwalt. Dabei befragen Staatsanwaltschaft und Verteidigung abwechselnd (über Kreuz) den Angeklagten bzw. den Zeugen. Regelung in Deutschland Kreuzverhöre
  • Kriminalität
    Der Begriff der Kriminalität (von lat. crimen „Beschuldigung, Anklage, Schuld, Verbrechen“) orientiert sich im Wesentlichen an der juristischen Definition der Straftat. Während sich die „Straftat“ oder der materielle Verbrechensbegriff jedoch eher an dem individuellen Verhalten misst, werden mit „Kriminalität“ die Straftaten als Gesamtphänomen
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Körperverletzung mit Todesfolge
    1. Objektiver Tatbestand Die Körperverletzung mit Todesfolge erhebt die Tatbestände der §§ 223ff. durch die der Tod des Verletzen zumindest fahrlässig verursacht worden ist. Es ist ebenfalls ein erfolgsqualifiziertes Delikt. § 227 I verlangt ein taugliches Tatobjekt, einen Menschen. Die Todesfolge muss
  • Leichtfertigkeit - Strafrecht
    Bei der Leichtfertigkeit handelt es sich um einen terminus technicus aus dem deutschen Strafrecht . Unter Leichtfertigkeit versteht man einen besonders schweren Pflichtverstoß, bei dem der Handelnde sich in krasser Weise über die gebotene Sicherheit hinwegsetzt (BGH mit Urteil vom 01.07.2010, Az.: I ZR 176/08). Eine
  • Mittäter
    Der § 25 Abs. 2 StGB definiert einen Mittäter als einen Täter, der gemeinschaftlich zusammen mit anderen Tätern eine Straftat begeht. Dazu muss ein gemeinsamer Tatplan vorliegen, nur derselbe Tatort ist nicht hinreichend. Wichtig scheint, dass jemand, der der Mittäterschaft bezichtigt wird, nicht unbedingt den kompletten
  • Motivirrtum
    Ein Motivirrtum ist ein in der Regel unbeachtlicher Irrtum im Rahmen des eigenen Beweggrundes zur Abgabe einer Willenserklärung.
  • Nebenstrafen
    Nebenstrafen können neben einer Hauptstrafe verhängt werden. Das StGB kennt als Nebenstrafe lediglich das Fahrverbot.
  • Nebentäter
    Eine gesetzliche Definition für den Nebentäter besteht gemäß dem Strafgesetzbuch nicht. Im Allgemeinen werden als Nebentäter Täter angesehen, welche unabhängig voneinander dasselbe Rechtsgut angreifen. Bei der Begrifflichkeit des Nebentäters wird unterschieden zwischen kumulativer und alternativer Kausalität. Währende erstere gegeben ist, wenn der Taterfolg nur durch gemeinsames Agieren der
  • Notwehrexzess (§ 33 StGB)
    Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im
  • Obduktion
    Eine innere Leichenschau wird als Obduktion bezeichnet. Sinn ist die Feststellung der Todesursache und zur Rekonstruktion des Sterbevorgangs. Eine Sektion wird von Pathologen, Rechtsmedizinern (Forensik) oder auch Anatomen durchgeführt. Andere Bezeichnungen sind Autopsie (griechisch), Sektion (lateinisch) bzw. Sectio legalis
  • Pflichten - Geldwäsche
    Kredit- und Finanzinstitute sind bereits seit 1993 zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Geldwäsche verpflichtet. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem Geldwäschegesetz (GWG). Im Jahre 2002 wurde das Geldwäschegesetz novelliert und der bislang verpflichtete Personenkreis um die Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler erweitert. Damit sind die
  • Pflichtverteidiger
    Ordnet das Gericht im Strafprozess dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu, so wird dieser   Pflichtverteidiger genannt. In den Fällen der notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen (§§ 140 ff. StPO). Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren. Pflichtverteidiger können mit
  • Putativnotwehr
    Bei der Putativnotwehr liegen die tatsächlichen Voraussetzungen des Rechtfertigungsgrundes Notwehr nur in der irrtümlichen Vorstellung des Handelnden vor, in Wirklichkeit sind sie nicht gegeben.
  • Raubkopie
    Als Raubkopie bezeichnet man rechtswidrig hergestellte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere Programme oder Software. Das Wort Raubkopie ist im deutschen und im Gesetz nicht enthalten. Dort wird lediglich geregelt, wann Kopien zum privaten Gebrauch (sog. Privatkopie) zulässig sind (§ 53 Urhebergesetz). Als Raubkopie werden
  • Rechtfertigender Notstand (§ 34 StGB)
    Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden
  • Rechtfertigungsgründe im Strafrecht
    Grundsätzlich ist jede Handlung rechtswidrig, die einen gesetzlichen Tatbestand verwirklicht und nicht durch einen Rechtsfertigungsgrund abgedeckt wird. Diese speziellen Rechtsfertigungsgründe im Strafrecht gestatten ein an und für sich verbotenes Verhalten; sie werden daher auch Erlaubnistatbestände genannt. I. Wie Rechtfertigungsgründe im Strafrecht funktionieren Das Strafrecht beruht auf dem
  • Reiner Vermögensschaden
    Unter einem "reinem" oder "bloßem" Vermögensschaden versteht man im deutschen Schadenersatzrecht einen Schaden, der ohne Eingriff in ein absolut geschütztes Rechtsgut (Leben, körperliche Integrität, Eigentum, etc) des Geschädigten erfolgt ist. Bei einem echten Vermögensschaden (auch als reiner Vermögensschaden bekannt) erleidet
  • Räuberischer Diebstahl
    1. Objektiver Tatbestand Der § 252 StGB wird oft auch als raubähnliches Sonderdelikt bezeichnet, denn er unterscheidet sich vom Raub nur dadurch, dass das Nötigungsmittel nach der Wegnahme zur Sicherung des Gewahrsams an der Beute eingesetzt wird. Daraus ergibt sich auch, dass der Täter sich
  • Schwere Körperverletzung (§ 226 StGB)
    Wird eine Person durch eine Straftat rechtswidrig und schuldhaft körperlich verletzt (z. B. durch Misshandlung) oder gesundheitlich geschädigt, spricht man von einer Körperverletzung. Im Fall einer Körperverletzung erfolgt eine Bestrafung gemäß §§ 224 ff. StGB, wobei zwischen einer Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, schwere Körperverletzung
  • Sexuelle Belästigung
    Gemäß § 1 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), Benachteiligungen aus jeglicher Art von gründen zu verhindern – darunter fällt auch die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Doch in der Praxis ist es häufig der Fall, dass es aufgrund des Geschlechts immer wieder zu Diskriminierungen und Belästigungen kommt; vom Gesetzgeber „sexuelle Belästigungen“
  • Steuerstrafverfahren - Einleitung - Rechtsfolgen
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Abgrenzung rechtlich selbstständiger Verfahren 3. Bezeichnung des Verfahrensbeteiligten
  • Strafanspruch des Staates
    Der Strafanspruch des Staates , auch genannt Strafmonopol des Staates , ist die in einer Rechtsordnung festgeschriebene Zuständigkeit bestimmter Strafverfolgungsbehörden, Strafen gemäß den Strafgesetzen zu verhängen bzw. im Vorgriff Straftaten zu verfolgen. Der Begriff „Anspruch“ wird hier also im nicht-technischen Sinne verwendet; es handelt sich
  • Strafbarkeit von Kokainbesitz
    Bei einem Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes von Kokain ist eine gute anwaltliche Vertretung unbedingt erforderlich. Bei Kokain handelt es sich um eine sogenannte “harte Droge”. Hier greifen Staatsanwaltschaften und Gerichte durch. Weiter unten erhalten Sie Informationen, welche Strafe und sonstige Rechtsfolge Ihnen bei dem bloßen Besitz von Kokain droht.
  • Strafrecht - Beihilfe
    Als "Beihilfe" wird im Stafrecht das vorsätzliche Hilfeleisten einer Person gegenüber einer anderen bei der Verwirklichung ihrer vorsätzlichen rechtswidrigen Tat bezeichnet. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Beihilfe aus dem § 27 StGB. Gemäß diesem wird der Gehilfe bei einer rechtswidrigen Tat ebenfalls bestraft, wobei dessen Strafe unter Umständen geringer
  • Strafrecht - Rückwirkungsverbot
    Das Rückwirkungsverbot, welches in § 2 StGB definiert wird, besagt, dass ein Täter nur dann für seine Tat bestraft werden kann, wenn diese zum Zeitpunkt der Begehung bereits den Tatbestand eines Strafgesetzes erfüllt hat. Dies bedeutet, dass die Wirkung von Gesetzen auf einen vor ihrer Verkündung zulässigen Zeitraum unzulässig
  • Strafrecht - Vermögensabschöpfung
    Die Vermögensabschöpfung von Gewinn, welcher durch Straftaten erzielt worden ist, wird mithilfe des Verfalls sowie der Sicherstellung geregelt. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in den §§ 73 - 76a StGB. Die Sicherstellung von illegal erworbenem Vermögen muss frühstmöglich geschehen, damit der Täter keine Vermögensverschiebungen während des laufenden
  • Strafsenat
    Spruchkörper der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs in Strafsachen.
  • Strafverteidiger
    Strafverteidiger ist der dem Angeklagten in einem Strafverfahren , entweder als Wahl- oder als Pflichtverteidiger, zur Seite gestellte Verteidiger. Nachfolgende Ausführungen entsprechen deutschem Recht. Inhaltsübersicht I. Rechtspflegeorgan II, Die Wahlverteidigung Wahlverteidiger als Pflichtverteidiger Wahlverteidigung löst
  • Tatmehrheit
    Tatmehrheit liegt vor, wenn der Täter mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrfach verletzt hat und keine Tateinheit gegeben ist.
  • Todesschuss
    Der gezielte Todesschuss - oder auch: "finale Todesschuss" oder "Rettungsschuss" - ist ein Schuss, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine tödliche Wirkung haben wird. In einigen Bundesländern ist der finale Todesschuss als intensivste Form zur Herbeiführung der Angriffsunfähigkeit polizeirechtlich zulässig. Hierfür bedarf es aber folgender Voraussetzung:
  • Todesstrafe
    Die Todesstrafe ist die gesetzlich erlaubte Tötung eines Menschen. In der Regel geht der Todesstrafe ein Gerichtsverfahren voraus, das mit einem Todesurteil endet. Dieses wird dann durch die Hinrichtung vollstreckt. Seit Jahrtausenden wird als besonders schwer definierte Kriminalität mit der Hinrichtung der Täter geahndet. Damit war
  • Totschlag
    § 212 I StGB Totschlag 1. Objektiver Tatbestand Geschützes Rechtsgut in § 212 I ist das menschliche Leben. Somit stellt sich die Frage, wann der Beginn des Lebens ist. Nach herrschender Meinung, beginnt dies mit dem Beginn des Geburtsaktes, das heißt bei regulärem Geburtsverlauf das
  • Tätigkeitsdelikt
    Ein Tätigkeitsdelikt ist ein Delikt , dessen Tatbestand ein bestimmtes Verhalten (in der Form von aktivem Tun oder Unterlassen ) voraussetzt. Im Gegensatz dazu steht das Erfolgsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen Tätigkeits- und Erfolgsdelikten handelt es sich um eine der
  • Täuschungshandlung
    Die Täuschungshandlung ist eine der Voraussetzungen, welche bestehen müssen, damit der Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB gegeben ist. Der Täter muss eine Täuschungshandlung praktizieren, was bedeutet, dass er auf das Vorstellungsbild einer anderen Person einwirkt, beispielsweise durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, Unterlassen der Aufklärung über den tatsächlichen
  • Tötung
    Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen , an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte . Tötung im weitesten Sinn heißt Herbeiführung des Todes eines Lebewesens, sei
  • Unbewusste Fahrlässigkeit - Strafrecht
    Ein Täter handelt unbewusst fahrlässig, wenn er sorgfaltswidrig handelt und infolgedessen den gesetzlichen Tatbestand erfüllt, ohne dies jedoch zu erkennen. Eine ungewollte Verwirklichung eines Straftatbestands ist somit gegeben. Eine Strafbarkeit für fahrlässiges Handeln ist gemäß § 15 StGB nur in jenen Fällen gegeben, in denen dies ausdrücklich per
  • Unfallflucht
    Die "Unfallflucht" ("Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort") bezeichnet das Verhalten eines Unfallbeteiligten, der sich nach einem Unfall im Staßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne dass seine persönlichen Daten sowie die Art seiner Unfallbeteiligung aufgenommen werden konnten. Auch wird es als Unfallflucht angesehen, wenn ein Unfallbeteiligter nicht lange genug am Unfallort gewartet
  • Untauglicher Versuch
    Ein untauglicher Versuch einer Straftat liegt vor, wenn die Tat entgegen der Vorstellung des Täters wegen einer Untauglichkeit des Tatobjekts, des Tatmittels oder der Person des Täters nicht vollendet werden kann. Der untaugliche Versuch ist ein Begriff aus dem deutschen Strafrecht. Er liegt dann vor, wenn
  • Unterschlagung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 246 I StGB schützt wie beim Diebstahl gem. § 242 I StGB das Eigentum . Die Unterschlagung ist gegenüber § 242 I StGB jedoch subsidiär und bedarf keinen Bruch fremden Gewahrsams. Somit kann taugliches Tatobjekt genau wie beim Diebstahl nur
  • Untersuchungsgrundsatz
    Verfahrensgrundsatz, der vor allem im Strafprozess und Verwaltungsprozess gilt. Er besagt, dass die Tatsachen, auf die das Gericht die Entscheidung stützt, vom Gericht von Amts wegen zu ermitteln sind (Gegenstück: Beibringungsgrundsatz).
  • Verdachtsgründe - Geldwäscheanzeige
    Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Es müssen immer die Gesamtumstände des Einzelfalles beachtet
  • Versuch
    Der Versuch ist in § 22 StGB geregelt. Hierbei wird ein Deliktsstadium vor der Vollendung beschrieben. In diesem Zusammenhang meint das Fehlen der Vollendung, dass es nicht zu einem Erfolg gekommen ist, der dem Täter zugerechnet werden kann. Vorprüfung Der Versuch kann genau wie
  • Versuch (Strafrecht)
    Der Versuch bezeichnet im Strafrecht die nicht vollendete Straftat (§ 22 StGB). Der Hauptfall des Versuchs ist der nicht eingetretene Erfolg der Tat: Der Täter will sein Opfer töten, verletzt es aber nur. Versuch liegt aber auch dann vor, wenn der Erfolg zwar eingetreten ist,
  • Verwendung i.S.d. § 263a StGB
    Die Verwendung von Daten, für die keine Berechtigung vorliegt, ist ein Straftatbestand. Als "Verwendung" i. S. d. § 263a StGB wird angesehen, wenn sich eine Person Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort ein Programm falsch gestaltet, Daten verwendet, die er nicht verwenden
  • Vorladung
    Eine Vorladung ist ein amtlicher Bescheid mit dem Inhalt, dass der Empfänger zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem festgelegten Ort erscheinen solle. In einigen Fällen (z. B. § 25 Bundespolizeigesetz, polizeiliche Vorladung) kann eine Vorladung auch mündlich oder vergleichsweise formlos erfolgen. Pflicht zum Erscheinen
  • Wiederaufnahme des Verfahrens
    Die Wiederaufnahme eines rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahrens ist nach deutschem Recht nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Aus Gründen der Rechtsklarheit kann auch ein fehlerhaftes, aber rechtskräftiges Urteil grundsätzlich nicht mehr aufgehoben werden. Die Wiederaufnahme kann diese Rechtskraft allerdings durchbrechen. An die Wiederaufnahme werden in den §§ 359 ff.
  • Zechprellerei
    Der Begriff Zechprellerei ist in Deutschland weit verbreitet. Er bedeutet, dass eine Person ihre Rechnung in einem Gastronomiebetrieb nicht bezahlt hat. Bei diesem Begriff handelt es sich jedoch um keinen deutschen Rechtsbegriff. Dies heißt jedoch nicht, dass eine Zechprellerei in Deutschland
  • Zeugenvernehmung
    Als "Zeugenvernehmung" wird die Herbeiführung einer Zeugenaussage bezeichnet, die grundsätzlich einer bestimmten Reihenfolge unterliegt: Einführung in den Sachverhalt Belehrung des Zeugen über seine Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrechte bei richterlicher Vernehmung Belehrung über die Folgen wahrheitswidriger Aussage Vernehmung zur Person (Angabe der Personalien, Alter, Wohnort, Beruf)
  • Zuhälter
    Ein Zuhälter ist eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt und von deren Einnahmen lebt. Teilweise handelt es sich dabei um den Inhaber eines Bordells. Nach der Definition des deutschen Strafgesetzbuches bedeutet Zuhälterei "die Ausbeutung einer Person, die der Prostitution nachgeht" und
  • anfällige Wirtschaftszweige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Zu
  • animus auctoris
    Täterwille im Strafrecht . Nach der subj. Theorie zur Unterscheidung von Täter und Gehilfe ausschlaggebend.
  • exceptio doli
    Einrede der Arglist
  • lebenslängliche Haftstrafe
    In der deutschen Gesellschaft ist die Meinung verbreitet, dass eine lebenslange Haftstrafe spätestens nach 15 Jahren endet. Dieses Gerücht entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Eine lebenslängliche Haftstrafe endet nicht automatisch nach 15 Jahren. Das Bundesverfassungsgericht hat zur lebenslänglichen Haftstrafe klargestellt, dass eine
  • vis absoluta
    Das deutsche Strafrecht kennt zwei Formen der Gewalt:      1.  vis absoluta      2.  vis compulsiva Der lateinische Ausdruck vis absoluta meint dabei die absolute Gewalt , die auch als willensbrechende Gewalt bezeichnet wird. Es geht dabei also um
  • Ächtung
    Ächtung , die Verhängung der „Acht“, ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und auch des alten deutschen Rechts ( vgl. Reichsacht). Es umfasst die Ausstoßung des Bestraften aus aller menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und für jedermann die Ermächtigung, ihn straflos zu töten. Es war
  • Überfall
    Als Überfall werden verschiedene Dinge bezeichnet: im Strafrecht ist ein Überfall ein Raub im Militärwesen ein Unternehmen auf einen unvorbereiteten Gegner, siehe Militärischer Überfall Früchte, die auf ein Nachbargrundstück gelangen, siehe Überfall (Nachbarrecht) im Wasserbau so etwas wie ein Wehr,
Sie sind Rechtsanwalt?

Eintrag anlegen

Jetzt Anwaltseintrag für 1 Jahr kostenlos testen!


Ratgeber
  • BildDie Restschuldbefreiung und das Strafrecht (Steuerstrafrecht)
    Von der Restschuldbefreiung werden grundsätzlich alle persönlichen Schulden umfasst. Mit der Restschuldbefreiung soll erreicht werden, dass der Schuldner nach Ende der Wohlverhaltensphase (im Regelfall 6 Jahre) von seinen Schulden befreit wird. Es gibt jedoch Ausnahmen. Gemäß § 302 InsO werden von der Erteilung der Restschuldbefreiung folgende ...
  • BildSchmiergeld für die Achsen. Korruptionsdelikte im Überblick.
    Korruption ist der Oberbegriff für Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung oder schlichtweg umgangssprachlich „Schmiergeld“. Bei den früheren Postkutschenfahrten war das sogenannte Schmiergeld eine feste Gebühr. Diese Gebühr wurde für das Schmieren der Achsen verwendet. In dem deutschen Strafrecht werden Korruptionsdelikte wie folgt erfasst: Die Abgeordnetenbestechung gemäß § ...
  • BildKorruption im Gesundheitswesen und der neue § 299a StGB. Ein kurzer Überblick.
    Seitdem der BGH die Anwendbarkeit der §§ 299, 331 ff. StGB auf niedergelassene Ärzte verneint   hat, hat der Gesetzgeber sich zur Einführung zweier neuer Straftatbestände entschieden: Bestechlichkeit im Gesundheitswesen gemäß § 299a StGB und Bestechung im Gesundheitswesen gemäß § 299b StGB. Die Tatbestände sind der Struktur des ...
  • BildWar das erst der Anfang? Hunderte Durchsuchungen im Ermittlungsverfahren – Shiny Flakes –
    Es gibt schon seit mehreren Monaten Ermittlungsverfahren gegen angebliche Kunden des Online-Betäubungsmittelhändlers „Shiny Flakes“ welche auf das rechtskräftige Urteil bzw. die damalige Durchsuchung (aus dem Jahr 2015) im Verfahren „Shiny Flakes“ zurückzuführen sind. Bei der Durchsuchung des Betreibers der Website „Shiny Flakes“ hatte die Polizei im letzten Jahr ...
  • BildDie Untersuchungshaft – Unschuldig 23 Stunden am Tag in einer Zelle
    Eben noch in Freiheit und nur Stunden später stehen einem maximal 9 qm zur Verfügung. Der Beschuldigte ist nicht rechtskräftig verurteilt! Seine Schuld ist nicht bewiesen. Er könnte also ebenso noch freigesprochen werden und damit als unschuldig gelten. Die Untersuchungshaft kann aus den unterschiedlichsten Situationen heraus angeordnet ...
  • BildDer Arzt im Strafrecht – Die Bearbeitung ohne den Tunnelblick
    Ärzte sehen sich zumeist mit zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen konfrontiert. Das Strafverfahren bleibt die Ausnahme. Sollte es jedoch soweit kommen, gilt es den Überblick zu bewahren und eine umfassende rechtliche Bearbeitung zu gewährleisten. Es sind daher unbedingt drei Verfahrensarten im Auge zu behalten: 1. zivilgerichtliche Verfahren (Schmerzensgeld und Schadensersatzansprüche) 2. ...

News zum Strafrecht

Forenbeiträge zum Strafrecht
  • BildGesetzliche Rückngabeverpflichtung (08.08.2007, 15:27)
    Ich suche nach einer Norm, bin aber bis jetzt noch nicht fündig geworden; deshalb meine Frage in dieser Runde: Gibt es für den Erwerber von Pfandflaschen eine gesetzliche Rückgabepflicht? Dass er also verpflichtet ist, nicht nur aus Vertrag sondern aus Gesetz, die erworbenen Pfandflaschen zurück zu geben? Bisher habe ich nur eine historische ...
  • BildAndragsdelikte (17.07.2013, 12:19)
    Ein Täter T begeht ein Andragsdelikt gegenüber dem Opfer O. Zeuge Z ruft ungefragt die Polizei, die in Kürze eintritt. O sagt der Polizei, er habe verzichte auf eine Strafanzeige. Innerhalb der 3-Monate-Frist überlegt es sich O jedoch anders und will nun doch noch Strafanzeige stellen. Ist dies noch möglich?
  • BildErst Klagerücknahme - Dann erneute Klageerhebung (08.11.2013, 01:25)
    Folgender hypothetischer StPO-Fall: A betreibt gegen B einen gerichtliches Mahnverfahren mit Mahnbescheid auf Schadnsersatz (Streitwert ca. 350 Euro). B erhebt dagegen Einspruch, ohne nähere Begründung. A erhebt daraufhin gegen B Klage vor dem Amtsgericht. A Zieht kurz darauf seine Klage -auf richterliche Empfehlung zur für ihn nachteiligen Rechtslage- zurück. 5 Monate später -die Rechtslage hat ...

Auszeichnungen


JuraForum.de - eine der besten Webseiten aus dem Bereich Wirtschaft

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.