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Informationen zum Rechtsgebiet Steuerstrafrecht

Das deutsche Steuerstrafrecht befasst sich mit allen Rechtsnormen, die Maßnahmen gegen Verstöße gegen das deutsche Steuerrecht androhen oder einleiten. Das Steuerrecht als Sonderrecht verbunden mit einem strafrechtlichen Tatbestand kennzeichnet das deutsche Steuerstrafrecht.

Selbstanzeige einer Steuerstraftat (© Fabstyle - Fotolia.com)
Selbstanzeige einer Steuerstraftat
(© Fabstyle - Fotolia.com)

Was sind Steuerstraftaten?

Es wird zwischen Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten unterschieden. Steuerstraftaten sind u.a. Steuerhinterziehung, Bannbruch, gewerbsmäßiger, gewaltsamer und bandenmäßiger Schmuggel sowie Steuerhehlerei und Wertzeichenfälschung. Sie werden mit Freiheitsstrafen oder Geldstrafen belangt.

Steuerordnungswidrigkeiten hingegen werden lediglich mit einer Geldbuße geahndet. In diesen Bereich fallen leichtfertige Steuerverkürzung, Steuergefährdung und der unzulässige Erwerb von Steuererstattungs- und Steuervergütungsansprüchen. Des Weiteren sind entsprechende Rechtsnormen im Umsatzsteuergesetz zu finden. Auch hier wird gemäß des Schweregrades das Strafmaß angesetzt. Wieder kann es von einer relativ geringen Geldbuße bis hin zur Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren variieren.

Das Einkommensteuer- und das Umsatzsteuergesetz als rechtliche Normen

Neben der Abgabenordnung stehen für das Steuerstrafrecht das Einkommensteuer- und das Umsatzsteuergesetz als rechtliche Normen zur Seite. So ist es für die meisten Bürger zwingend erforderlich, eine jährliche Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Es ist Arbeitnehmern, die einer nicht-selbstständigen Arbeit nachgehen, selber überlassen, ob sie die Erklärung eigenständig erstellen oder ob sie dies mit Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins oder eines Steuerberaters machen. Spätestens nach Aufforderung des Finanzamtes zur Abgabe der Einkommenssteuererklärung sollte dies schnellstmöglich nachgeholt werden, um Sanktionen zu vermeiden.

Für gewerbliche Unternehmer ist ebenfalls eine regelmäßige Steuererklärung vorgeschrieben. Diese sollte von einem entsprechend ausgebildeten Angestellten bzw. durch einen niedergelassenen Steuerberater erstellt werden. Es ist durchaus wichtig, die von Finanzamt vorgegebenen Termine einzuhalten. Zu schnell kann unter bestimmten Voraussetzungen der Verdacht entstehen, etwas verheimlichen zu wollen.

Fehler können passieren

Auch dem gewissenhaftesten Buchhalter und Steuerberater kann ein Fehler unterlaufen. Selbiges gilt für die Mitarbeiter des Finanzamtes. Jedoch können nicht alle Fehler komplikationslos aus der Welt geschafft werden. Daher ist es mitunter notwendig, sich bei einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin für Steuerstrafrecht über die aktuelle Situation zu informieren. Der Jurist bzw. die Juristin ist aufgrund der fachlichen Ausrichtung bestens über die Steuergesetze informiert. Daher kann nach kurzer Akteneinsicht Auskunft darüber gegeben werden, welche Schritte notwendig sind, um weitere Probleme abzuwenden bzw. sich mit dem Finanzamt um eine Lösung zu bemühen. Auch wenn bereits schwerwiegende Folgen entstanden sind, ist es die Rechtsanwaltskanzlei für Steuerstrafrecht, die die bestmögliche Unterstützung, Beratung und gerichtliche Vertretung bieten kann. Es ist von Vorteil, wenn man zunächst ein erstes Informationsgespräch wahrnimmt, um zu prüfen, ob es sich um den passenden Anwalt handelt. Ein Mandat sollte nicht voreilig an den „erst besten“ Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht vergeben werden.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Steuerstrafrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Steuerstrafrecht

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Steuerstrafrecht erklärt von A bis Z

  • Allgemeines - Selbstanzeige
    In den Fällen der Steuerhinterziehung gemäß § 370 AO, im Allgemeinen also bei der Steuerverkürzung durch Abgabe unrichtiger beziehungsweise unvollständiger Steuererklärungen oder aber durch Nichtabgabe von Steuererklärungen, kann der Betroffene nach dem deutschen Steuerstrafrecht unter den Voraussetzungen des § 371 AO straffrei ausgehen, wenn er die unrichtigen oder unvollständigen
  • Anklage, Hauptverfahren - Steuerstrafverfahren
    Ergibt die vorläufige Bewertung der Tat i.S.d. § 203 StPO im Zwischenverfahren durch das Gericht, dass der Angeschuldigte nach den Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens einer Straftat hinreichend verdächtig ist, so wird gem. § 207 StPO das Hauptverfahren durch den Eröffnungsbeschluss eröffnet. Kommt das Gericht jedoch zu dem Schluss, dass
  • Anklage, Zwischenverfahren - Steuerstrafverfahren
    Wird das Steuerstrafverfahren nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens nicht eingestellt und bestätigt sich der ermittelte Besteuerungssachverhalt in der Form, dass die Ermittlungen genügend Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage bieten und ist die Sache nicht für eine Erledigung im Wege des Strafbefehls geeignet, so legt die Straf- und Bußgeldsachenstelle die
  • Aufbewahrungspflichten
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Aufbewahrungsfristen 2.1 Beginn der Frist
  • Befugnisse - Steuerfahndung
    Inhaltsübersicht 1. Erforschung von Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten 2. Ermittlung von Besteuerungsgrundlagen bei Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten 3.
  • Bekanntgabe - Steuerstrafverfahren
    Dem Beschuldigten ist die Einleitung des Steuerstrafverfahrens gem. § 397 Abs. 3 AO spätestens dann mitzueilen, wenn er aufgefordert wird, Tatsachen zu offenbaren oder Unterlagen vorzulegen, die im Zusammenhang mit der Straftat stehen, derer er verdächtig ist. Dem Beschuldigten ist lediglich die Einleitung an sich mitzuteilen. Die Mitteilungspflicht
  • Belehrung - Steuerstrafverfahren
    Der Beschuldigte in einem Steuerstrafverfahren ist spätestens bei Bekanntgabe der Einleitung des Steuerstrafverfahrens darüber zu belehren, dass Zwangsmittel i.S.d. § 328 AO im Besteuerungsverfahren unzulässig sind, wenn er durch seine Mitwirkung in diesem Verfahren gezwungen werden würde, sich selbst wegen einer von ihm begangenen Steuerstraftat oder Steuerordnungswidrigkeit zu belasten
  • Bilanzfälschung
    Bilanzfälschung und Bilanzmanipulation sind nach deutschem Strafrecht Straftaten. Nach § 331 Nr. 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) als einer Norm des Nebenstrafrechts macht sich strafbar, wer als Mitglied des vertretungsberechtigten Organs oder des Aufsichtsrates einer Kapitalgesellschaft die Verhältnisse der Kapitalgesellschaft in der Eröffnungsbilanz, im Jahresabschluss
  • Einbindung der Finanzbehörden - Geldwäsche
    Nachdem bereits 1989 international der Grundstein zur gelegt worden ist, folgte 1992 die Bundesrepublik Deutschland zunächst in kleinen Schritten. Danach folgten zur Umsetzung der internationalen Vorgaben in nationales Recht. Auf nationaler Ebene wurden im Jahre 2002 durch das Geldwäschebekämpfungsgesetz den Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und
  • Einleitung - Steuerstrafverfahren
    Das Steuerstrafverfahren beginnt mit der Einleitung des Strafverfahrens. Sobald die Finanzbehörde i.S.d. § 6 AO, die Polizei, die Staatsanwaltschaft, ein Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft oder der Strafrichter eine Maßnahme trifft, die erkennbar darauf abzielt, gegen jemanden wegen einer Steuerstraftat vorzugehen, ist das Strafverfahren eingeleitet. Die Einleitung des Steuerstrafverfahrens steht
  • Einleitungsbefugnis - Steuerstrafverfahren
    Als Strafverfolgungsorgane mit Einleitungsbefugnis kommen nach einer abschließenden Aufzählung in § 397 Abs. 1 AO nur die Finanzbehörde i.S.d.§ 6 AO, die Polizei , die Staatsanwaltschaft , ein Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft oder der Strafrichter in Betracht. Etwaige Maßnahmen anderer Behörden, Organe
  • Einleitungsvermerk - Steuerstrafverfahren
    Die Maßnahme, die erkennbar darauf abzielt, gegen jemanden wegen einer Steuerstraftat vorzugehen, ist gem. § 397 Abs. 2 AO unter Angabe des Zeitpunkts unverzüglich in den Akten zu vermerken. Dieser Einleitungsvermerk dient der genauen zeitlichen Bestimmung des Beginns des steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens in den Strafakten. Somit kommt dem Einleitungsvermerk an
  • Ermittlungsverfahren - Steuerstrafverfahren
    Bei dem Verdacht einer Steuerstraftat ermittelt die Finanzbehörde gem. § 386 Abs. 1 Satz 1 AO den Sachverhalt. Die Straf- und Bußgeldsachenstelle der Finanzbehörde kann das Ermittlungsverfahren in den Grenzen des § 399 Abs. 1 AO und der §§ 400, 401 AO selbstständig durchführen, wenn die Tat
  • Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit
    Basisdaten Titel: Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit Typ: Bundesgesetz Rechtsmaterie: Steuerrecht Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland FNA: 611-1-7, 610-1-3, 600-1 Verkündungstag: 29. Dezember 2003 (BGBl.
  • Gesetz über die strafbefreiende Erklärung
    Bei dem "Gesetz über die strafbefreiende Erklärung" ("Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit") handelt es sich um ein Gesetz, welches der Förderung der Steuerehrlichkeit dienen soll. In Kraft trat es zum 30.12.2003. Gemäß dem Gesetz über die strafbefreiende Erklärung wird Steuersündern“nach dem 31. Dezember 2003 und vor dem 1.
  • Härtevorschrift - Vermögensabschöpfung
    In wird in neuerer Zeit zur Sicherung der sich eventuell aus der Steuerfahndungsprüfung ergebenden Steuerforderungen eine im Rahmen der sogenannte durchgeführt. Für die durch die Steuerstraftat verursachten Schäden soll damit das Vermögen des der Beschuldigten zur Schadenswiedergutmachung genutzt werden. Dieser Zugriff auf das Tätervermögen soll
  • Leichtfertige Steuerverkürzung
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Objektiver Tatbestand 3. Subjektiver Tatbestand
  • Steueramnestie
    Unter einer Steueramnestie versteht man Straffreiheit bei einer Selbstanzeige. Spricht man in Deutschland von „Steueramnestie“ bezieht man sich dabei in aller Regel auf das Gesetz über die strafbefreiende Erklärung, das 2003 verabschiedet wurde, und primär darauf abzielte,  Steuerflüchtigen, die Geld unversteuert im Ausland aufbewahrten, die Rückkehr in die
  • Steuerhinterziehung
    Bei der Steuerhinterziehung handelt es sich um eine Straftat, bei der eine steuerpflichtige Person ihrer Abgabepflicht nicht nachkommt. Bei einer Steuerhinterziehung werden steuerlich relevante Tatsachen den Finanzbehörden entweder komplett vorenthalten oder aber falsche Angaben gemacht. Wo ist die Steuerhinterziehung geregelt? In § 370 AO (Abgabenordnung)
  • Teilnehmer - Selbstanzeige
    Neben dem Täter, Mittäter oder Nebentäter einer Steuerhinterziehung im Sinne des § 370 Abs. 1 AO, einem besonders schweren Fall der Steuerhinterziehung gemäß § 370 Abs. 3 AO sowie in den Fällen des Versuchs der vorgenannten Steuerhinterziehungen gemäß § 370 Abs. 2 AO kann auch der
  • Verdachtsprüfung - Steuerstrafverfahren
    Die Strafverfolgungsorgane sind nach dem sog. Legalitätsgrundsatz gem. § 152 Abs. 2 StPO verpflichtet, wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für Straftaten vorliegen. Diese zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte bezeichnet man als Anfangsverdacht . Dieser muss auf auf so konkreten Tatsachen beruhen, dass
  • Verfahrensabschluss - Steuerstrafverfahren
    Im Ermittlungsverfahren nach den §§ 158 - 177 StPO, §§ 397 - 405 AO ermittelt die Straf- und Bußgeldsachenstelle, gegebenenfalls unter Einschaltung der Steuerfahndung, im eingeleiteten Steuerstrafverfahren den Besteuerungssachverhalt für die Prüfung, ob gegen den Beschuldigten ein hinreichender Tatverdacht gegeben ist, der zur Erhebung der öffentlichen Klage genügend Anlass
  • Verfolgungsverjährung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Wirkung der Verfolgungsverjährung - § 78 Abs. 1 StGB 3.
  • Verkürzungsberechnung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Verkürzungsberechnung für den Eintritt des Erfolgs einer Steuerverkürzung 3.
  • anfällige Wirtschaftszweige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Zu
  • einleitende Maßnahme - Steuerstrafverfahren
    Das Steuerstrafverfahren ist eingeleitet, sobald eine der im Gesetz abschließend genannten Organe, Behörden und Personen eine Maßnahme trifft, die erkennbar darauf abzielt, gegen jemanden wegen einer Steuerstraftat vorzugehen. Die einleitende Maßnahme stellt die erste strafprozessuale Verfahrenshandlung dar und ist somit die erste Maßnahme zur Aufklärung des
  • gestufte - Selbstanzeige
    Die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung im Sinne des § 371 AO kann in besonderen Fällen auch stufenweise erfolgen. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Stufen-Selbstanzeige oder gestufte Selbstanzeige . Die gestufte Selbstanzeige kommt für einen selbstanzeigewilligen Steuerpflichtigen immer dann in Betracht, wenn z.B. bei der Erstattung
  • internationale/nationale Maßnahmen - Geldwäsche
    1. Internationale Maßnahmen Bereits 1989 wurde zur Bekämpfung der Geldwäsche von den G7-Staaten die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) einberufen. Die FATF ist eine internationale Arbeitsgruppe und besteht derzeit aus 29 Mitgliedstaaten. Im April 1990 stellte die Arbeitsgruppe als wichtigstes Ergebnis die
  • koordinierte - Selbstanzeige
    Mit einer im Sinne des § 371 AO wird in den Fällen der Steuerhinterziehung des § 370 AO nur derjenige straffrei, der die unrichtigen Angaben bei der Finanzbehörde berichtigt oder ergänzt oder die unterlassenen Angaben nachholt. Es handelt sich hierbei um einen persönlichen Strafaufhebungsgrund . Die
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