Rechtsanwalt für Kündigungsschutzrecht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Kündigungsschutzrecht

Das Kündigungsschutzrecht unterfällt dem Arbeitnehmerschutzrecht und gilt für Betriebe ab einer Mitarbeiterzahl von 10 Angestellten. Das Kündigungsschutzgesetz regelt, inwieweit bei der Berechnung der Mitarbeiterzahl Teilzeitbeschäftigte und Leiharbeiter berücksichtigt werden.

Gekündigter Arbeitnehmer (© Burnhead - Fotolia.com)
Gekündigter Arbeitnehmer
(© Burnhead - Fotolia.com)

Für die Anwendung des Kündigungsschutzrechts ist zudem erforderlich, dass ein länger als sechs Monate bestehendes Arbeitsverhältnis vorliegt.

Kündigungsgründe

Sind diese Voraussetzungen gegeben, muss zudem ein Kündigungsgrund vorliegen. § 1 Absatz 2 KSchG sieht vor, dass es sich um eine personenbedingte, verhaltensbedingte oder betriebsbedingte Kündigung handeln muss, damit diese wirksam sein kann.

Liegt eine personenbedingte Kündigung vor, sind die Gründe für die Kündigung in der Person des Arbeitnehmers selbst zu finden. Dies kann zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit sein. Den Arbeitnehmer muss kein Verschulden hinsichtlich seiner Arbeitsunfähigkeit treffen. Wird eine negative Zukunftsprognose erstellt, sprich, ist sicher davon auszugehen, dass der Arbeitnehmer auch in Zukunft seiner Arbeitspflicht nicht hinlänglich nachkommen werden kann und sind dadurch die Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt, kann eine personenbedingte Kündigung ausgesprochen werden.

Bei einer verhaltensbedingten Kündigung liegen die Gründe dafür auch in der Person des Arbeitnehmers. Hier jedoch ist ihm ein schuldhaftes Fehlverhalten vorzuwerfen. Einer verhaltensbedingten Kündigung geht in der Regel eine Abmahnung zuvor, es sei denn, es handelt sich um ein derart gravierendes Fehlverhalten, dass dieses nicht länger geduldet werden kann. Unter die verhaltensbedingte Kündigung fällt beispielsweise die Kündigung aufgrund von Diebstahl am Arbeitsplatz oder aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum während der Arbeitszeit.

Die letzte Kategorie, die betriebsbedingte Kündigung, kann dann ausgesprochen werden, wenn das Unternehmen aufgrund von sachlichen Gründen entscheidet, Arbeitsplätze zu streichen. Solche Gründe können u.a. Umsatzeinbußen oder eine interne Umstrukturierung sein. Bei einer betriebsbedingten Kündigung gilt es, die Sozialauswahl nach § 1 Absatz 3 KSchG zu beachten.

Anwaltliche Beratung

Wer sich gegen eine Kündigung wehren möchte, der sollte einen Rechtsanwalt für Kündigungsschutzrecht kontaktieren. Mit dessen Hilfe kann eine Kündigungsschutzklage erhoben, um das bestehende Arbeitsverhältnis aufrecht erhalten zu können. Auch im Falle einer Änderungskündigung oder einer Abmahnung kann der Rechtsanwalt für Kündigungsschutzrecht beratend zur Seite stehen und die rechtlichen Möglichkeiten im Einzelfall aufzeigen. Wer sich in einer solchen Situation mit arbeitsrechtlichen Auswirkungen befindet, sollte sich zeitnah um eine juristische Beratung bemühen, um so schnell wieder die Sicherheit gewinnen zu können, auf den Arbeitsplatz weiterhin vertrauen zu dürfen.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Kündigungsschutzrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Kündigungsschutzrecht

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Kündigungsschutzrecht erklärt von A bis Z

  • Abfindung - Kündigung des Arbeitsvertrags
    Als „Abfindung“ wird eine einmalige Zahlung zur Abgeltung von Ansprüchen bezeichnet, welche sich in den meisten Fällen aus vertraglichen Vereinbarungen ergeben. Abfindungen kommen in allen Dauerschuldverhältnissen vor, so auch in Arbeitsverhältnissen: eine Abfindung ist diejenige einmalige Zahlung, welche ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer leistet, wenn er das bestehende Arbeitsverhältnis unter
  • Auflösungsvertrag
    Mit der Bezeichnung Auflösungsvertrag ist in aller Regel ein Aufhebungsvertrag gemeint. Es gibt wohl eine juristische Spitzfindigkeit, die hier einen Unterschied ausmacht, doch meint man letztlich dasselbe. Der Auflösungsvertrag, der immer schriftlich formuliert sein muss, beendet das Arbeitsverhältnis, das Vertragsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, einvernehmlich. Der Auflösungsvertrag kommt einer
  • Beendigung eines Arbeitsverhältnisses
    Ein Arbeitsverhältnis beruht auf einem zivilrechtlichen Vertrag in der Form eines Dauerschuldverhältnisses. Es gelten daher alle Beendigungstatbestände, die für solche Verträge gemeinhin in Betracht kommen. Allerdings bestehen regelmäßig arbeitsrechtliche Besonderheiten. Ein Arbeitsvertrag kann nach deutschem Arbeitsrecht durch folgende Tatbestände enden: Inhaltsverzeichnis
  • Elternzeit - Kündigungsschutz
    Der Elternschutz ist definiert als privatrechtlicher Anspruch berufstätiger Eltern auf eine nicht bezahlte Arbeitsfreistellung, wenn eine Geburt stattfindet oder aber auch zum Zweck der Kinderbetreuung. Diese Bezeichnung gibt es seit dem Jahre 2001, früher hieß es Erziehungsurlaub.   Dauer der Elternzeit Die Elternzeit, die vom Arbeitgeber gewährt
  • Insolvenz - Arbeitsverhältnis
    Gerät ein Unternehmen in die Insolvenz, so wird mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens vom Gericht ein Insolvenzverwalter bestellt. Dieser nimmt fortan die Arbeitgeberstellung ein und somit auch sämtliche Rechte und Pflichten wahr, welche dieser innehat. Grundsätzlich hat eine Insolvenz keinerlei Einfluss auf die allgemeinen Arbeitsrechte, jedoch sollen im Zuge
  • Kündigung
    Unter einer Kündigung versteht man eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung, die auf Beendigung eines Dauerschuldverhältnisses gerichtet ist. Dauerschuldverhältnisse sind ergeben sich beispielsweise aus dem Abschluss eine Mietvertrages oder Arbeitsvertrages. Die Kündigung hat lediglich Wirkung für die Zukunft (ex nunc) und lässt etwaige Leistungspflichten aus der Vergangenheit unberührt.
  • Kündigung - Arbeitsvertrag
    Die am häufigsten praktizierte Art, ein Arbeitsverhältnis zu beenden, ist die Kündigung. Gemäß dem deutschen Arbeitsrecht wird diese definiert als eine „einseitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses“. Nun ist es aber nicht so, dass jeder Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer kündigen kann, wie und wann er gerade möchte: Kündigungen unterliegen bestimmten Regelungen, wie
  • Kündigung - Arbeitsvertrag Zugang
    Eine Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist als ein einseitiges Rechtsgeschäft anzusehen, welches auch ohne Einverständnis der anderen Partei rechtswirksam wird. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich um eine empfangsbedürftige Erklärung handelt. Somit ist eine Kündigung eines Arbeitsvertrags nur dann wirksam, wenn das Kündigungsschreiben der anderen Vertragspartei auch tatsächlich
  • Kündigung - Ausschluss aufgrund bereits abgemahnten Sachverhalts
    Die Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten durch den Arbeitnehmer kann zahlreiche arbeitsrechtliche Konsequenzen, wie Abmahnung oder Kündigung, nach sich ziehen Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in diesem Zusammenhang mit Urteil vom 28.04.2011, Az. 25 Sa 2684/10 entschieden, dass ein arbeitsvertragswidriges Verhalt des Arbeitnehmers, welches bereits Gegenstand einer Abmahnung war, nicht gleichzeitig
  • Kündigung - was nun?
    Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber stellt für die meisten Arbeitnehmer eine Ausnahmesituation dar, in der man allzu leicht den Überblick verliert und dadurch den Weg für ein erfolgreiches Vorgehen gegen die Kündigung des Arbeitsverhältnisses verbaut. Der von der Kündigung betroffene Arbeitnehmer sollte daher versuchen die Schockstarre
  • Kündigung von Schwerbehinderten
    Als schwerbehinderte Personen gelten nach § 2 Abs. 2 SGB IX Menschen, die eine körperliche, seelische oder geistige Behinderung von mindestens 50 % haben. Diese Menschen stehen unter einem besonderen rechtlichen Schutz. Sämtliche Rechtsverhältnisse der Schwerbehinderten werden gemäß dem Schwerbehindertenrecht geregelt, welches der der Förderung der Selbstbestimmung der
  • Kündigungsschutz
    Unter dem Begriff des Kündigungsschutzes versteht man die Regelungen aus dem Privatrecht, durch die die Kündigung eines Vertrags erschwert oder ausgeschlossen werden soll. Dieser Schutz kann auch innerhalb einer Frist nach einer ausgesprochenen Kündigung rückwirkend in Anspruch genommen werden, sog. Kündigungsschutzverfahren. Vor dem Hintergrund, dass die Wohnung
  • Kündigungsschutzgesetz
    Das Kündigungsschutzgesetz beschränkt die Kündigungsfreiheit, die eigentlich im Zivilrecht postuliert wird, zum Vorteil der Arbeitnehmer auf sogenannte 'sozial gerechtfertigte Kündigungen'.  Nach der sogenannten Kleinbetriebsklausel nach dem § 23 Absatz 1 Seite 3 KSchG haben die Angehörigen eines Betriebes mit einem Dauerarbeitsvertrag, sobald es mehr als 10 Arbeitnehmer
  • Kündigungsschutzklage
    Unter einer Kündigungsschutzklage versteht man eine Klage vor dem Arbeitsgericht mit der der arbeitsrechtliche Kündigungsschutz durchgesetzt werden soll. Der Arbeitnehmer muss Klage auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist. Die Frist für eine solche Klage beträgt drei Wochen. Sie beginnt mit
  • Kündigungsschutzrecht
    Als "Kündigungsschutz" wird der gesetzliche Schutz der Arbeitnehmer vor einer willkürlichen Kündigung seitens der Arbeitgeber bezeichnet. Der Kündigungsschutz der Arbeitnehmer wird gemäß dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) gesetzlich grelegelt. Dieses Gesetz, welches zu den wichitgsten Schutzrechten der Arbeitnehmern zählt und nicht zu deren Nachteil geändert werden darf, findet gemäß §
  • Ordentliche Kündigung
    Bei einer ordentlichen Kündigung (oder: fristgerechten Kündigung) handelt es sich um eine Kündigung, durch welche ein bestehendes Vertragsverhältnis unter Beachtung der Kündigungsfrist zum Zeitpunkt deren Ablaufs beendet wird. Die Voraussetzungen für eine Kündigung können vertraglich geregelt werden, sofern ihnen keine gesetzlichen Regelungen entgegenstehen. Insbesondere ist die ordentliche Kündigung
  • Ordentliche Kündigung - Kündigungsgründe
    Das Kündigungsschutzgesetz unterscheidet drei Gründe, aufgrund derer der Arbeitgeber die ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses erklären kann. Zum einen sind Gründe denkbar, die (1.) in der Person oder (2.) in dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder es liegen (3.) dringende betriebliche Erfordernisse vor, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in
  • Trotzkündigung
    Eine Trotzkündigung liegt vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer erneut mit denselben Gründen kündigt, die bereits im Zeitpunkt der erfolgreichen Kündigungsschutzklage angegriffenen Kündigung bekannt waren. Der Arbeitnehmer kann gegen eine wiederholte Kündigung noch einmal Klage erheben.
  • Änderungskündigung - Arbeitsvertrag
    Bei einer Änderungskündigung handelt es sich um eine spezielle Form der Kündigung. Durch sie soll das bestehende Arbeitsverhältnis beendet und zu geänderten Bedingungen fortgesetzt werden. Beide Aspekte müssen deutlich aus dem abgeänderten Vertrag hervorgehen, der dem Arbeitnehmer vorgelegt wird. Wünscht der Arbeitgeber eine Änderung des Arbeitsverhältnisses, verleiht er
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  • Bildvorzeitige Kündigung eines befristeten Arbeitsvertrages (23.11.2012, 18:22)
    Angenommen jemand schließt seine Ausbildung in einem Betrieb erfolgreich ab. Er wird dort nicht übernommen bekommt aber in einer anderen Filiale des Unternehmens einen befristeten Arbeitsvertrag. Probezeit 3 Monate, danach Kündigung 6 Wochen zum Quartal möglich. Nun wird vom AG nach der Probezeit plötzlich ordentlich mit 6 Wochen zum Quartal ...
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    Trotz des ausschließlichen Anwendungsbereichs des allgemeinen Kündigungsschutzes können Arbeitnehmer, die von Ihrem Arbeitgeber diskriminiert werden Entschädigung verlangen, selbst dann, wenn das Kündigungsschutzrecht keinen Anspruch hierauf gibt! Dem vom Landesarbeitsgericht Bremen entschiedenem Fall, lag ein Sachverhalt zu Grunde, in dem ein Arbeitgeber einer Mitarbeiterin mit Ablauf der Probezeit kündigte, weil sie mit ...
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    Guten Tag, Wie sieht es im folgenden fiktiven Fall aus : Ein Schüler (A)(nennen wir ihn mal Tim) schreibt mit seinem Deutschlehrer eine Klassenarbeit. Er bekommt sie zurück und der Lehrer beauftragt jeden in der Klasse eine Berichtigung anzufertigen und anschließend sein Arbeitsheft zurück an ihn zu geben. Tim (Person A) ...

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