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Informationen zum Rechtsgebiet Konzernrecht

Im Zentrum des Konzernrechts steht die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Grundlagen von Konzernen. Einerseits besteht eine kartellrechtliche Relevanz. Denn das sogenannte Konzernprivileg kann dazu führen, dass Verhaltensweisen, die an sich vom Kartellverbot umfasst sind, keine Übertretung des europäischen oder deutschen Kartellrechts darstellen.

Firmengebäude eines Konzerns (© Tiberius Gracchus - Fotolia.com)
Firmengebäude eines Konzerns
(© Tiberius Gracchus - Fotolia.com)

Des Weiteren ist der Begriff „Konzern“ im Kreditwesen von Bedeutung. Dort kann er im Zusammenhang mit der Formation von Kreditnehmereinheiten und der damit verbundenen Schaffung von Großkrediten eine große Rolle spielen.

Definition Konzern

Gemäß dem deutschen Aktiengesetz (AktG) ist der Konzern definiert als ein Zusammenschluss eines oder mehrerer unabhängiger Unternehmen mit einem herrschenden Unternehmen. Der Zusammenschluss dieser Unternehmen muss unter der Leitung des herrschenden Unternehmens stehen. Sind diese Kriterien erfüllt, liegt ein Konzern vor. Die einzelnen Unternehmen werden als Konzernunternehmen bezeichnet. Als wesentliches Merkmal eines Unternehmens wird angeführt, dass die einzelnen Unternehmen rechtlich selbstständig, jedoch unter einheitlicher Leitung fungieren. Der Begriff „einheitliche Leitung“ ist rechtlich nicht näher definiert.

Es werden unterschiedliche Konzerne vermerkt:

  • Gleichordnungskonzerne: Gemäß der Stellung des Konzernunternehmens werden Gleichordnungs- und Unterordnungskonzern genannt. Die Begriffe erklären sich von selbst.

  • Eingliederungskonzern: Eine AG wird vollständig in eine andere AG integriert. Sie behält nur nach Außen hin ihre Selbstständigkeit. Voraussetzung ist die Übernahme von 95% der Anteile.

  • Vertragskonzern: Dieser wird durch einen sogenannten Beherrschungsvertrag neu gegründet. Die abhängige Gesellschaftsleitung ist der beherrschenden somit weisungsgebunden.

  • Faktischer Konzern: Hierbei liegt weder die eine noch die andere der genannten Konzernformen statt. Des Weiteren muss das abhängige Unternehmen eine Kapitalgesellschaft sein. Dadurch besteht für das herrschende Unternehmen die Möglichkeit der Einflussnahme.

Auch Unternehmen anderer Rechtsformen können sich unter bestimmten Bedingungen zu einem Konzern zusammenschließen. Hier ist das Reglément jedoch strenger und wesentlich intensiver.

Anwaltliche Beratung

Das Konzernrecht ist ein ganz spezieller Rechtsbereich. Denn bereits die Gründung eines Konzerns oder die Aufnahme eines Unternehmens in einen Konzern sind an strenge Regeln und besondere Auflagen gebunden. Daher ist es die Arbeit eines Rechtsanwalts für Konzernrecht, die entsprechenden Unternehmen diesbezüglich zu beraten. Ebenso wird die gesamte Übernahmephase durch Anwälte überwacht. Natürlich ist das Konzernrecht an sich eng mit diversen anderen Rechtsbereichen gekoppelt. So befasst sich die Anwaltskanzlei für Konzernrecht ebenso intensiv mit den Arbeitsrechtsbestimmungen sowie den Bestimmungen für die Einrichtung eines Betriebsrates. Auch diese Belange sind bei der Konzerngründung zu berücksichtigen.


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    Forenbeiträge zum Konzernrecht
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      Hallo! Ich habe eine Frage zum Konzernrecht. Der BGH hat in seiner VEBA/Gelsenberg-Entscheidung festgelegt, was ein herrschendes Unternehmen im Sinne des § 17 AktG ist: Ein Rechtsträger, der gleichzeitig auf mindestens zwei Unternehmen Einfluss nehmen kann, wobei eine Interessenbindung außerhalb der Gesellschaft stark genug ist, um die Sorge zu begründen, er könne ...
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