Rechtsanwalt für Kartellrecht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Kartellrecht

In Deutschland ist das Kartellrecht ein Teil des Wirtschaftsrechts. Es besteht aus den Regelungen, die zwischen Unternehmen getätigt werden mit Bezug auf wirtschaftliche Kartelle.

Geschäftspartner bilden ein Kartell (© Ty - Fotolia.com)
Geschäftspartner bilden ein Kartell
(© Ty - Fotolia.com)

Es umfasst alle Rechtsnormen, die sich mit dem Erhalt eines ungehinderten und polymorphen Wettbewerbs befassen. Betrachtet man das Kartell vom rechtlichen Standpunkt aus, so ist es entweder eine Vereinbarung oder eine abgestimmte Verhaltensweise zwischen Unternehmen, die den Zweck erfüllen soll, den tatsächlichen Wettbewerb zu beschränken, zu verhindern oder zu verfälschen. Es wurden Normen verfasst, die die Erringung sowie den Missbrauch von Marktmacht verhindern und die Koordination und Begrenzung des Wettbewerbs einschränken sollen. Auf die Weise sollen unabhängige Marktteilnehmer unterstützt werden.

Die besonderen Gegenstände des Kartellrechtes sind:

  • ein Verbot bzw. die Überprüfung von Kartellen
  • das Verbot des Missbrauches einer marktbeherrschenden Stellung
  • die Kontrollen von Unternehmenszusammenschlüssen (Zusammenschlusskontrolle)

Auch wenn es im Kartellrecht nicht um Lauterkeit geht, wird das Lauterkeitsrecht oft mit dem Kartellrecht zusammengefasst als das Wettbewerbsrecht. Besonders im Bereich der Elektrizität und der Telekommunikation ist das Kartellamt gefragt, da sich diese beiden wirtschaftlichen Bereiche besonders für einen Zusammenschluss eignen. Doch auch in anderen Branchen gilt es, Achtsamkeit walten zu lassen. Denn in der Vergangenheit musste festgestellt werden, dass Kartelle vorhanden waren, ohne das die entsprechende Behördlichkeit davon Kenntnis hatte. Diese wurden teils aufgelöst, teils unter verstärkte Kontrolle gestellt. In der heutigen Zeit wird bei einem Fusionsverdacht in vielen Fällen nicht nur das deutsche Kartellamt zu Rate gezogen. Je nachdem, welche Branche es betrifft, kann auch das europäische oder ein anderes, internationales Kartellamt einbezogen werden. Grundsätzlich werden alle Fusionswünsche mit Verdacht auf Kartellgründung, sorgfältig überprüft und eventuell dauerhaft überwacht.

Anwaltliche Beratung

Die Wettbewerbsbestimmungen sind klar vorgegeben. So wird sowohl eine Monopolstellung eines Unternehmens als auch unlauterer Wettbewerb verhindert. Nur so ist es möglich, allen Unternehmen einer Branche faire Bedingungen hinsichtlich des Wettbewerbes zu ermöglichen. Kommt es zu einem begründeten Verdacht gegenüber einem Mitbewerber hinsichtlich eines Kartellvorwurfes, so ist es am besten, sich an einen Rechtsanwalt für Kartellrecht zu wenden. Als Kenner des Fachbereiches ist es ihm schnell möglich, sich einen genauen Überblick zu verschaffen. Der Anwalt für Kartellrecht klärt den Mandanten über die bestehenden Optionen in Bezug auf eine Fallverfolgung auf.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Kartellrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Kartellrecht


Kartellrecht erklärt von A bis Z

  • Behinderungs- und Diskriminierungsverbot - GWB
    Als "Behinderungs- und Diskrimierungsverbot" wird eine Bestimmung des Kartellrechtes bezeichnet, wonach bestimmte Unternehmen andere Unternehmen in ihrem Geschäftsverkehr nicht behindern oder ohne sachlichen Grund gegenüber gleichartigen Unternehmen benachteiligen dürfen. Seine gesetzliche Grundlage erhält das Behinderungs- und Diskriminierungsverbot aus dem § 20 GWB. Als "Behinderung" wird jede Maßnahme angesehen, welche
  • Boykottverbot - GWB
    Be dem Boykottverbot handelt es sch um eine wettbewerbliche Vorschrift, welche gemäß § 21 Abs. 1 GWB definiert wird. Gemäß diesem ist es einem Unternehmen nicht gestattet, ein anderes Unternehmen zu Liefer- oder Bezugssperren oder aufzufordern, um ein drittes Unternehmen unbilligend zu beeinträchtigen. Demzufolge müssen mindestens drei Unternehmen vorhanden
  • Bundeskartellamt
    Die Gründung des Bundeskartellamtes erfolgte im Jahre 1958. Die Existenz dieser Behörde fußt auf dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Das Bundeskartellamt arbeitet als unabhängige Bundesoberbehörde und wird dem Bundesministerium Wirtschaft und Technologie zugeordnet. Das Kartellamt wurde dazu gegründet, um marktbeherrschende Stellungen
  • Frühstückskartell
    Als Frühstückskartell bezeichnet man umgangssprachlich ein Kartell, das von den Kartellteilnehmern „beim gemeinsamen Frühstück“ eingeführt wird. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Kartell werden hier keine schriftlichen Verträge ausgehandelt, sondern bei informellen Treffen lediglich Absprachen über gemeinsame Vorgehensweisen getroffen.
  • Fusionskontrolle nach GWB
    Unternehmenszusammenschlüsse müssen kontrolliert werden, um den Wettbewerb nicht negativ zu beeinträchtigen. Eine derartige Kontrolle wird als "Fusionskontrolle" bezeichnet. Die Regelungen bezüglich der Fusionskontrolle sind seit dem Jahr 1973 ein Teil des GWB. Die Fusionskontrolle obliegt dem Bundeskartellamt. Im Rahmen dieser Tätigkeit werden die Auswirkungen eines Unternehmenszusammenschlusses auf den Wettbewerb
  • Horizontale Wettbewerbsbeschränkungen Verbot - GWB
    Als "horizontale Wettbewerbsbeschränkungen" werden Wettbewerbsbeschränkungen durch das Zusammenwirken von Unternehmen bezeichnet, welche wirtschaftlich auf einer Stufe stehen. Horizontale Wettbewerbsbeschränkungen sind allgemein als "Kartelle" bekannt, die durch das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) grundsätzlich verboten sind. Dieses Verbot dient der Gewährleistung des Bestandes der Freien Marktwirtschaft. Es bestehen jedoch
  • Kartell
    Abreden zwischen zueinander im Wettbewerb stehenden Marktteilnehmern, die eine Behinderung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder zur Folge haben.
  • Kartellbehörden
    Bei Kartellbehörden handelt es sich um Behörden, welche über das Kartellrecht wachen. Die wichtigste Kartellbehörde ist das Bundeskartellamt; darüber hinaus existieren noch: das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit die jeweiligen Landeskartellämter, welche für wettbewerbsbeschränkende Fragen des jeweiligen Landes zuständig sind das Wettbewerbskommissariat der Europäischen Union,
  • Kartellrecht
    Das Kartellrecht im weiteren Sinne ist die Gesamtheit aller Rechtsnormen, die auf die Erhaltung eines funktionierenden, ungehinderten und möglichst vielgestaltigen Wettbewerbs gerichtet sind und daher vor allem die Akkumulation und den Missbrauch von Marktmacht sowie die Koordination und Begrenzung des Wettbewerbsverhaltens unabhängiger Marktteilnehmer kontrollieren und
  • Kartellverbot
    Das Gesetz über Wettbewerbsverbot – das GWB – beschäftigt sich mit kartellrechtlichen Bestimmungen wie beispielsweise dem Kartellverbot.  Das heißt, es regelt unter anderem die Beschränkungen des Wettbewerbs, die ursprünglich in der Kooperation verschiedener Unternehmen miteinander zu finden sind. Das Kartellverbot begrenzt oder verbietet derartige Beschränkungen . Als
  • Submissionskartell
    Bei einem "Submissionskartell" hanelt es sich um eine Sonderform des Preiskartells, bei dem die angeschlossenen Unternehmen vertraglich dazu verpflichtet werden, bei öffentlichen Ausschreibungen bestimmte Vereinbarungen bezüglich der Preise und Bedingungen des Angebots einzuhalten. Ziel des Submissionskartells ist es, dass Angebotsverhalten der Mitglieder derart zu organsieren, dass ein gegenseitiges
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    Gruner + Jahr darf weiterhin „National Geographic“ herausgeben - Lizenzvertrag unterliegt nicht der Fusionskontrolle Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat gestern entschieden, dass der Lizenzvertrag über die Herausgabe der...
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    Der Bundespräsident hat Richter am Oberlandesgericht Dr. Hermann Deichfuß und Richter am Oberlandesgericht Prof. Dr. Andreas Jurgeleit zu Richtern am Bundesgerichtshof ernannt. Richter am Bundesgerichtshof Dr. Deichfuß ist 50 Jahre alt. Nach...

Forenbeiträge zum Kartellrecht
  • BildPreisvorschrift (11.09.2012, 16:00)
    Stellen wir uns mal vor, ein Onlinehändler (O) bietet seit Jahren Produkte eines Herstellers (H) im Internet an. Nun bittet ihn H einen Vertrag zu unterschreiben in dem er sich verpflichtet diese Produkte im Internet nur noch zur angegeben UVP zu verkaufen. Ist diese Forderung seitens des Herstellers legal oder nicht? Vielen Dank!
  • Bildkartellrecht (31.01.2009, 14:15)
    Auch wenn das in dieses Unterforum nicht so ganz reinpasst (höchstens Wettbewerbsrecht im europ. Sinne ): Ich habe die Tage mal ein paar Fälle gelöst und komme immer wieder zum gleichen Problem, dass ich Art. 81 82 EGV, §§1 19 GWB nicht richtig abgrenzen kann. Dass ich den ...
  • BildRealnamen in Internetforen (03.09.2010, 11:09)
    Hallo zusammen Kann ein Forenbetreiber eines jederzeit öffentlich zugänglichen Internet-Forums von seinen Usern in spé verlangen, sich ausschließlich unter ihrem realen Vor- und Nachnamen in seinem Forum zu registrieren oder widerspricht dieses Verlangen dem Telemediengesetz? Ich denke hier insbesondere an TMG §13/Abs. 6 (Datenschutz). Der Forenbetreiber begründet sein Verlangen damit, dass er ...

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