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Informationen zum Rechtsgebiet Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht soll die Täter erfassen, die sich bei der Begehung der Tat gerade im Übergangsstadium vom Kind zum Erwachsenen befinden.

Jugendlicher Straftäter (© Denisismagilov - Fotolia.com)
Jugendlicher Straftäter
(© Denisismagilov - Fotolia.com)

Die Strafmündigkeit setzt in Deutschland mit dem 14. Lebensjahr ein. Kinder unter 14 Jahren bleiben demnach straffrei. Bei Straftaten von Erwachsenen wird generell das normale Strafrecht angewandt. Ist der Täter bei Begehung der Tat zwischen 14 und 17 Jahre alt, kommt das Jugendgerichtsgesetz zum Einsatz. Entscheidend ist hierbei allein das Alter zum Tatzeitpunkt. Das heißt, dass auch bei jugendlichen Tätern, die erst viele Jahre später als Erwachsene der Tat überführt werden, noch das Jugendstrafrecht angewandt werden kann.

Für wen gilt das Jugendstrafrecht?

Wer zwischen 18 und 20 Jahre alt ist, für den kann sowohl das Erwachsenenstrafrecht als auch das Jugendgerichtsgesetz herangezogen werden. § 105 Jugendgerichtsgesetz regelt dazu die Anwendung des Jugendstrafrechts auf Heranwachsende mit folgendem Wortlaut: „Begeht ein Heranwachsender eine Verfehlung, die nach den allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist, so wendet der Richter dir für einen Jugendlichen geltenden Vorschriften […] entsprechend an, wenn die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Täters […] ergibt, dass er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand.“

Es muss also individuell geprüft werden, ob der Täter einem Heranwachsenden oder einem Jugendlichen gleichzustellen ist. Dementsprechend wird dann die Strafe gewählt.

Jugendliche Täter sollen noch nicht die volle Härte des Strafrechts erfahren, da ihre Taten meist relativ harmlos sind und einen Ausdruck des Selbstfindungsprozesses hinein in die Welt der Erwachsenen darstellen. Zudem werden Straftaten Jugendlicher oft als lediglich vorübergehende oder sogar einmalige Entgleisungen angesehen.

Härtere Strafen, wie sie das Erwachsenenstrafrecht vorsieht, werden dagegen als entwicklungsschädigend angesehen, da die jungen Täter sich gerade in einem wichtigen und prägenden Lebensabschnitt befinden. Ihr Leben soll daher möglichst weder gesellschaftlich noch psychisch aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Anwaltliche Beratung

Mögliche Sanktionen des Jugendstrafrechts sind in § 5 Jugendgerichtsgesetz geregelt. Demnach kann der Richter zwischen Erziehungsmaßregeln, Zuchtmitteln und Jugendstrafe wählen. Bei der Wahl der passenden Sanktion steht dabei stets der Gedanke der bestmöglichen Resozialisierung im Vordergrund. In der Praxis sehr häufig werden unentgeltliche Arbeitsstunden verhängt.

Wer sich als jugendlicher oder heranwachsender Täter Sanktionen gegenübersieht, kann sich an einen Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht wenden um sich anwaltlich umfassend beraten zu lassen. Ein Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht wird die Interessen seines Mandanten bestmöglich vertreten und dessen Rechte, wenn nötig, auch vor Gericht durchsetzen.


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Jugendstrafrecht erklärt von A bis Z

  • Heranwachsender
    Gemäß § 1 Abs. 2 JGG (Jugendgerichtsgesetz) gilt in Deutschland jede Person als Heranwachsender , welche zwar das 18. Lebensjahr, jedoch noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hat. Neben der gesetzlichen Situation stellt die Zeit des Heranwachsens, die man auch als Coming-of-age bezeichnet, eine besondere
  • Jugendgerichte
    Spezielle Spruchkörper der Amts- und Landgerichte, die bei Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender zuständig sind.
  • Jugendgerichtsgesetz - JGG
    Im Jugendgerichtsgesetz ist das Gesetz des Jugendstrafrechts geregelt. Dieses Gesetz kann auf alle strafmündigen Personen angewendet werden. Strafmündig sind in Deutschland Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr. Es besteht ferne die Möglichkeit, das Jugendgerichtsgesetz auch auf Heranwachsende zwischen dem 18. Und 21. Lebensjahr anzuwenden. Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt
  • Jugendgerichtshilfe
    Die Jugendgerichtshilfe ( JGH ) unterstützen im Strafverfahren die beteiligten Behörden durch Erforschung der Persönlichkeit, der Entwicklung und der Umwelt des Beschuldigten und äußern sich zu den Maßnahmen, die zu ergreifen sind. (§ 38 Jugendgerichtsgesetz) Die Vertreter bringen die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte vor den Jugendgerichten
  • Jugendkriminalität
    In Deutschland werden alle Straftaten von registrierten Tatverdächtigen im Altersbereich von 8 bis 21 Jahren polizeilich unter dem Begriff Jugendkriminalität subsumiert. Ausgenommen hiervon sind Übertretungen im Bereich der Ordnungswidrigkeiten. Inhaltsverzeichnis 1 Definition
  • Jugendschöffengericht
    Das Jugendschöffengericht ist ein beim Amtsgericht ansässiger Spruchkörper , bestehend aus einem hauptamtlichen Richter als Vorsitzenden und zwei Jugendschöffen, der über Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender entscheidet. Regelungen zu den Jugendgerichten finden sich in den §§
  • Jugenstrafrecht - Sanktionsmöglichkeiten
    Jugendliche Straftäter müssen mit drei verschiedenen Arten von Sanktionen rechnen: Erziehungsmaßregeln, welche in den §§ 9 - 12 JGG definiert werden, Erziehungsstrafen, denen gesetzliche Regelung sich aus den §§ 13 - 16 JGG ergibt, sowie Jugendstrafen, die gemäß § 17 - 26a JGG definiert werden.
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    Problem der Jugendkriminalität nicht über den Strafrahmen lösbar Berlin (DAV). Angesichts einiger Vorfälle in jüngster Zeit wird erneut eine Verschärfung des Jugendstrafrechts diskutiert. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) warnt hier vor...
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