Rechtsanwalt: IT-Recht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet IT-Recht

IT-Recht steht für Informationstechnologierecht, umgangssprachlich auch einfach als Internetrecht bezeichnet. Zusammenfassend kann es als Recht der elektronischen Datenverarbeitung betrachtet werden und gehört mit dem Wettbewerbsrecht, Markenrecht und Datenschutzrecht zusammen.

IT-Recht am Computer (© Momius - Fotolia.com)
IT-Recht am Computer
(© Momius - Fotolia.com)

Abschließend definieren lässt sich das IT-Recht nicht, vielmehr handelt es sich um eine Querschnittsmaterie. Es finden sich Anknüpfungen an andere Rechtsgebiete, zu diesen zählen u.a. das Urheberrecht, das Arbeitsrecht und der gewerbliche Rechtsschutz.

Das IT-Recht befasst sich mit dem Vertragsrecht der Informationstechnologien. Darunter fallen Soft- und Hardware sowie Dienstleistungen. Auch das sogenannte Outsourcing und das Erstellen von IT-Verträgen zählen hierzu. Ebenso wie die Anpassung von Software.

Ein weiteres wichtiges Gebiet der Informationstechnologie ist das Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs. Hierbei dreht es sich um das sogenannte E-Commerce, für welches das Fernabsatzrecht gilt. Jedoch gibt es auch Business-to-Business Verträge, also Verträge zwischen zwei Unternehmen, die eigenen Regelungen unterliegen. Davon wiederum abzugrenzen sind Internetauktionen.

Geistiges Eigentum

Was in Zeiten des Internets immer wieder zu beklagen ist, sind Verletzungen des geistigen Eigentums. Inhalte im Netz sind immer einem Urheber zuzuordnen. Dieses Urheberrecht muss anerkannt werden. Das IT-Recht befasst sich daher auch mit den Grundzügen des Immaterialgüterrechts. Hier taucht in der Praxis häufig eine Abmahnung mit einer geforderten Unterlassungserklärung auf, die am besten zusammen mit einem Rechtsanwalt oder Fachanwalt begutachtet werden sollte.

Ein weiteres Gebiet des IT-Rechts ist das Recht des Datenschutzes. Maßgeblich hierfür sind das Bundesdatenschutzgesetz sowie die jeweiligen Landesdatenschutzgesetze. Diese werden ihrerseits durch spezifischere Gesetze ergänzt, beispielsweise durch das Telemediengesetz.

Kanzlei für IT-Recht iVm Strafrecht

In der Praxis recht relevant sind für das IT-Recht auch die Besonderheiten des Strafrechts. Computerkriminalität nimmt zu, die Täter fühlen sich dabei in der Anonymität des Netzes sicher. Jedoch ermöglicht § 100g StPO hier Abhilfe. Denn dieser besagt: „Begründen bestimmte Tatsachen den Verdacht, dass jemand als Täter oder Teilnehmer eine Straftat mittels Kommunikation begangen hat, so dürfen auch ohne Wissen des Betroffenen Verkehrsdaten […] erhoben werden, soweit dies für die Erforschung des Sachverhalts oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes des Beschuldigten erforderlich ist.“ Die Provider sind in diesem Fall dazu angehalten, mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und entsprechende Auskünfte zu erteilen.

Da das Internet sehr schnelllebig ist und es im Bereich des IT-Rechts immer wieder zu Rechtsänderungen kommen kann, ist eine Beratung durch einen Rechtsanwalt für IT-Recht unerlässlich, um alle rechtlichen Anforderungen einhalten zu können. Ein Rechtsanwalt für IT-Recht kann u.a. IT-Dienstleistungsverträge erstellen und prüfen, hinsichtlich des Domainrechts und des Datenschutzes beraten und über das Internet-Kaufrecht Auskunft geben. Hierbei ist es stets wichtig, dass Verträge so formuliert werden, dass sie die Eigentümlichkeiten der Informationstechnologien wiedergeben. Bei Fragen zum Datenschutz sind daher Rechtsanwälte die richtigen Ansprechpartner.


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IT-Recht erklärt von A bis Z

  • Access-Provider
    Als Access Provider wird ein Anbieter für den Zugang zum Internet bezeichnet. Der Access Provider stellt hierbei regelmäßig die Software zur Verfügung, über die die technische Verbindung in das Internet erfolgt.
  • Account
    Ein Account ist die Bezeichnung für ein Nutzerkonto. Es beinhaltet daher eine Zugangsberechtigung für das Benutzerkonto, zu der man sich vorher Authentifizierung muss. Dies erfolgt durch die Eingabe eines Benutzer namens und Passwortes.
  • Homepage
    Die Haupt- oder Eingangsseite einer Internet-Webseite wird als  Homepage bezeichnet. Hier findet man in der Regel eine Inhaltsübersicht und ein Menü über die Inhalte der Webseite. Von der Homepage verzweigen dann weitere Links zu Subseiten. Die Homepage liegt auf dem Server im Stammverzeichnis.
  • Key-Logger
    Als Key-Logger bezeichnet man Hard- oder Software, die Eingaben des Benutzers über die Tastatur an einem Computer aufzeichnen und erfassen kann. Key-Logger werden daher gern von Hackern eingesetzt, um an vertrauliche Daten wie Passwörter zu gelangen. Der Einsatz Key-Loggern ist strafbar gemäß § 202a StGB.
  • Tastatur-Rekorder
    Der Tastatur Recorder erlaubt es, die Tastatureingaben mit der Maus oder Tastatur aufzunehmen und als Makro abzuspeichern. Diese Makros können dann einfach bearbeitet werden. Problematisch erscheint das Abspeichern der Tastatureingaben des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz. Ohne rechtfertigenden Grund für die Überwachung der Tastatur und Maus
  • Thread
    Der Begriff Thread wird im Zusammenhang mit dem Internet als neues ein neues Thema in einem Internetforum, Blog etc. verwendet. Dieser Ausdruck stammt aus dem Englischen und meint „Faden“ oder „Strang“. Ein Internetforum (auch als Online-Forum oder Bulletin Board bekannt) ist ein
  • Tippfehlerdomains
    Tippfehlerdomain bezeichnet Domains, die registriert werden, weil die eigentlich gewollte, aber falsch geschriebene Webseite nicht geladen werden kann. Problematisch sind solche Domain vor allem, weil es hierbei zu marken- und namensrechtlichen Verletzungen kommen kann. Diese Verletzungen werden dann mit einer Abmahnung oder einstweiligen Verfügung geahndet. So
  • Trennungsgebot von Werbung und Inhalten auf Webseiten
    Das Trennungsgebot bei Webseiten ist in § 6 Abs. 1 S. 2 TMG geregelt. Es besagt, dass auf Online-Webseiten eine Vermischung von redaktionellen Inhalten und Werbeanzeigen verboten ist. Wird Werbung nicht vor den redaktionellen Teil der Webseite eindeutig abgetrennt, kann ein Wettbewerbsverstoß nach § 4 Nr. 3
  • Trojaner / Trojanisches Pferd
    Als „trojanisches Pferd“ (Trojaner) bezeichnet man eine sich nicht selbst-replizierende Malware, die es unbefugten Dritten ermöglicht, Zugriff auf den Computer, der mit dem trojanischen Pferd infiziert ist, zu gelangen. Der Name „trojanisches Pferd“ stammt dabei aus der Geschichte der griechischen Mythologie. Zugriffsmöglichkeit des
  • Übertragungsweg
    Als Übertragungsweg bezeichnet man Telekommunikationsanlagen in Form von Kabel- oder Funkverbindungen mit ihren übertragungstechnischen Einrichtungen als Punkt-zu-Punkt- oder Punkt-zu-Mehrpunktverbindungen mit einem bestimmten Informationsdurchsatzvermögen (Bandbreite oder Bitrate) einschließlich ihrer Abschlusseinrichtungen.
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Forenbeiträge zum IT-Recht
  • BildHausarbeit Grundrechte (21.08.2012, 23:03)
    Hallo Liebe Leute, ich schreibe zum ersten Mal eine Hausarbeit im Öffentlichen Recht, es geht um die Grundrechte. Könnte jemand mir eine Starthilfe geben? Es geht um die Verfassungsbeschwerde und begründetheit. Das ist die Aufgabenstellung: Könnte Dr. A gegen das Urteil des Landgerichts mit Aussicht auf Erfolg Verfassungsbeschwerde erheben? Sofern die Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde verneint werden ...
  • BildDomain, Marke und das Recht (16.10.2008, 23:21)
    Halli hallo, ich bin rund um das Markenrecht etwas verwirrt: Also: Man kann sich z.B. seinen Firmennamen als Marke eintragen lassen. Dann ist er geschützt. Aber: Ist er das nicht auch schon, wenn er im Handelsregister steht? Zum konkreten Fall: Ein Unternhemer möchte seinen Domainnamen XYZ.de als Marke eintragen lassen. Ein Privatanbieter besitzt XYZ.com bereits, aber ...
  • BildDritte und vierte Gewalt (26.04.2013, 03:04)
    Wer glaubt in der Kontroverse um die Entscheidung des OLG München ging es nur umtechnische Fragen der Zulassung einer bestimmten Anzahl von Medienvertretern ineinem Gerichtsaal, der irrt. Es geht um die Wahrung der Unabhängigkeit der Gerichte und um die Wahrung der Funktion der Rechtsprechung. Um eine Schau- und Scheindebatte, von ...
  • BildVermieterbescheinigung? (29.12.2013, 13:32)
    Moin moin, Mal angenommen, ein ALG-II Leistungsempfänger A bekommt vom Vermieter eine fristlose Kündigung wegen zweimonatigem Ausfall der Mietzahlungen. Nun gibt es die Regel, daß bei Nachzahlung der Miete innerhalb von 2 Monaten die Kündigung unwirksam wird (wenn nicht vorher innerhalb von 2 Jahren bereits Kündigungsgründe bestanden). Das Jobcenter würde nun argumentieren, man ...
  • BildKautionseinbehalt (06.02.2009, 14:53)
    Angenommen Mieter XY hat zu einem bestimmten Zeitpunkt fristgerecht die Mietwohnung gekündigt. Als Mieter XY zum Mietvertragsende um einen Schlüsselübergabe-Termin bittet, wird dieser Bitte nicht nachgekommen, weil die zuständige Sachbearbeiterin der Wohnungsgesellschaft sich im Urlaub befindet und sich niemand sonst dafür zuständig fühlt. Mieter XY bittet den Hausmeister um Schlüsselübergabe, ...

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