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Informationen zum Rechtsgebiet Genossenschaftsrecht

Natürliche oder juristische Personen können sich zu einer Genossenschaft zusammenschließen. Das gemeinsame Ziel, das mit dem Zusammenschluss angestrebt wird, ist die Förderung in wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht der Mitglieder durch einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb.

Zusammenschluss zu einer Genossenschaft (© Trueffelpix - Fotolia.com)
Zusammenschluss zu einer Genossenschaft
(© Trueffelpix - Fotolia.com)

Es wird zwischen Konsum-, Absatz-, Bau-, Bank-, Dienstleistungs- und Produktionsgenossenschaften unterschieden. Eine Genossenschaft ist körperschaftssteuerpflichtig. Sie ist der Handelsgesellschaft gleichgestellt. Eine ihrer Besonderheiten ist die offene Zahl der Mitglieder. D.h. sie kann jederzeit neue Aufnehmen oder von ihnen verlassen werden. Für das Genossenschaftsrecht steht das Genossenschaftsgesetz als Grundlage zur Verfügung.

Situation in Deutschland

In Deutschland verfolgen Genossenschaften hauptsächlich ökonomische Zwecke. Neben dem genossenschaftlichen Grundsatz der Förderung werden Grundsätze der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung, der Selbstverwaltung und des Identitätsprinzips verfolgt. Das bedeutet, dass die Mitgliedergleichzeitig Geschäftspartner und Kapitalgeber sind. Eine der Hauptaufgaben der Genossenschaft ist es, die Tätigkeiten ihrer Mitglieder, egal ob wirtschaftlich oder sozial, zu fördern. Sie ist in dieser Hinsicht mit einem Verein vergleichbar.

In Deutschland ist es notwendig, die Genossenschaft eintragen zu lassen. Zu beachten ist, dass die Genossenschaften die Option zur Begrenzung ihrer Haftung haben. Im Falle einer Insolvenz ist die für gewöhnlich gesetzlich festgesetzte Nachschusspflicht der Mitglieder bei der Genossenschaft außer Kraft gesetzt. Gemäß der gesetzlichen Vorschrift muss die Genossenschaft Mitglied in einem Prüfungsverband sein. Dieser nimmt die Kontroll- und Aufsichtsaufgaben für die Genossenschaft wahr. Besondere Organe wie Aufsichtsrat sind nicht zwingend vorgeschrieben, solange eine bestimmte Mitgliederzahl nicht überschritten wird.

Anwaltliche Beratung

Bereits vor der Gründung einer Genossenschaft sollten alle rechtlichen Grundlagen geklärt werden. Denn sie unterscheidet sich tatsächlich erheblich von anderen Unternehmensformen. Daher ist es gut, sich bereits im Vorwege von einem Rechtsanwalt für Genossenschaftsrecht eingehend beraten und informieren zu lassen. Auch ist er in der Lage, die Gründung zu überwachen und rechtlich abzusichern. In einer Anwaltskanzlei für Genossenschaftsrecht können sich auch die Genossenschaftsmitglieder bei Unklarheiten oder Unstimmigkeiten über ihre tatsächlichen Rechte informieren. Je größer die Mitgliederzahl, desto eher kommt es zu Konflikten. Der Anwalt für Genossenschaftsrecht vertritt beide – sowohl die Genossenschaft als auch die betroffenen Mitglieder. Leider sind letztere nicht immer über ihre Rechte und Pflichten voll im Bilde. Durch die Unterstützung des Anwaltes werden sie bestens aufgeklärt, was bei zahlreichen rechtlichen Problemen eine außergerichtliche Einigung zur Befriedigung aller Beteiligten herbeiführen kann.


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    • BildGenossenschaftsanteile - Rückzahlung nach Auszug (22.04.2007, 16:57)
      Hallo, hätte gern mal eure Meinung zu folgender fiktiver Situation: Ein Mieter einer Genossenschaftswohnung kündigt diese unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist und bittet bereits bei der Kündigung um eine zeitnahe Erstattung der eingezahlten Genossenschaftsanteile. Die Genossenschaft beruft sich auf ihre Satzung wonach eine Erstattung erst innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf ...

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