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Rechtsanwälte – Rechtsgebiet: Familienrecht

Deutschland

Informationen zum Rechtsgebiet Familienrecht

Familienrecht

Das Familienrecht gehört zum Zivilrecht und beschäftigt sich mit den rechtlichen Ausgestaltungen der Ehe, der Familie, der Verwandtschaft sowie der Lebenspartnerschaft. Auch die durch Vormundschaft, Betreuung, Pflegschaft sowie Adoption betroffenen rechtlichen Aspekte werden durch das Familienrecht abgedeckt. Viele für das Familienrecht relevante Normen sind in den §§ 1297 bis 1921 BGB zu finden.

Rechtsstreitigkeiten und Rechtsfragen, die in den Bereich des Familienrechts fallen wie juristische Streitfälle aus den Bereiche Betreuung, Vormundschaft, Pflegschaft oder andere Familiensachen, werden vor dem Familiengericht bzw. dem Betreuungsgericht verhandelt.

Im Wesentlichen ist das Familienrecht in folgende Rechtsbereiche zu unterteilen:

Rechtliche Probleme in ehelichen und nichtehelichen Lebensgemeinschaften:

  • Eherecht

  • Ehevertragsrecht

  • Recht nichtehelicher Lebensgemeinschaften

 

Rechtsstreitigkeiten und Rechtsfragen bezüglich Unterhalt und Vermögen:

  • Unterhaltsrecht zwischen Ehegatten

  • Versorgungsausgleich

  • Zugewinnausgleich

  • Hausrataufteilung

 

Rechtsprobleme und Rechtsfragen, bei denen Kinder die Betroffenen sind:

  • Unterhaltsrecht

  • Kindschafts-, Sorge- und Umgangsrecht

  • Adoptionsrecht

  • Recht nichtehelicher Kinder

 

Wichtige Rechtsbereiche des Familienrechts konkretisiert

Ein wichtiger Bereich des Familienrechts ist das Eherecht. Das Eherecht befasst sich mit dem Inhalt, Abschluss und Auflösung der Ehe. Auch das Verhältnis der Ehegatten zueinander wird hierin berücksichtigt. Wichtig ist es festzustellen, dass die kirchenrechtlichen Ehevorschriften die säkulare Gesetzgebung nach § 1588 BGB, dem sogenannten Kaiserparagraph, nicht berühren.

 

Eherecht

Wer in Deutschland heiraten will, muss als Paar unterschiedlichen Geschlechts sein, es darf keine aktuell bestehende Ehe vorliegen und es ebenso nicht möglich einzugehen, wenn Gründe vorliegen, aufgrund derer eine Ehe unzulässig ist. Die wichtigsten Gründe für ein die Unzulässigkeit einer Eheschließung sind Geschäftsunfähigkeit, fehlende Ehemündigkeit und ein Eheverbot. Es gilt ein Eheverbot, wenn ein enges familiäres Verhältnis zwischen den zukünftigen Eheleuten vorliegt. Ein enges familiäres Verhältnis besteht für den Gesetzgeber, wenn die Verlobten entweder in gerader Linie verwandt oder Voll- bzw. Halbgeschwister sind. So die Vorgaben laut Familienrecht für eine wirksame Ehe.

Durch eine Verlobung wird ein gegenseitiges, ernsthaftes Versprechen einander abgegeben, die Ehe einzugehen. Kommt es zu einer grundlosen Lösung der Verlobung, kann sich der sich lösende Verlobte gemäß Familienrecht u.U. schadensersatzpflichtig machen.

Zum Zeitpunkt der Eheschließung muss Ehefähigkeit vorliegen. Dies bedeutet, dass Ehemündigkeit als auch Geschäftsfähigkeit gegeben sein müssen. Geschlossen wird die Ehe vor einem Standesbeamten. Es folgt eine Eintragung ins Eheregister. Durch die eingegangene Ehe tritt das Güterrecht ein. Es gibt drei Güterstände, die sich nach dem BGB richten. Zum einen den gesetzlichen Güterstand, der auch Zugewinngemeinschaft bezeichnet wird. Durch Ehevertrag können sich die Eheleute jedoch auch für den Güterstand der Gütertrennung oder für den Güterstand der Gütergemeinschaft entscheiden.

 

Unterhaltsrecht

Für das Familienrecht ebenfalls bedeutsam ist das Unterhaltsrecht. Es lassen sich verschiedene Arten von Unterhalt unterscheiden. So etwa der Betreuungsunterhalt, der Unterhalt wegen Alters, Krankheit oder Gebrechen. Auch ein Ausbildungsunterhalt oder ein Unterhalt bis zur Erlangung einer angemessenen Erwerbstätigkeit ist im Familienrecht denkbar.

Die entsprechenden Rechtsgrundlagen für einen Unterhaltsanspruch lassen sich im Gesetz finden. Es können auch mehrere auf einmal zutreffen. Ist eine Anspruchsgrundlage ermittelt, muss der Bedarf des Unterhaltsberechtigten ausgerechnet werden. Dabei werden auch eigene Mittel des Unterhaltsberechtigten berücksichtigt.

Zudem muss auch die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten mit in die Kalkulation einbezogen werden. Denn dessen eigener angemessener Lebensbedarf darf nicht beeinträchtigt werden.

 

Kindesunterhalt

Gerade der Kindesunterhalt ist ein zentrales Streitgebiet aus dem Bereich des Familienrechts. Der Kindesunterhalt ist in §§ 1601 ff BGB geregelt und versteht sich als Unterfall des Verwandtenunterhalts. Der Kindesunterhalt stellt die Verpflichtung der Eltern dar, für den Lebensunterhalt ihrer Kinder aufzukommen. Der Kindesunterhalt ist nur im Ansatz gesetzlich geregelt. Als Leitlinie für die Berechnung des Unterhalts für Kinder dient dabei die sogenannte Düsseldorfer Tabelle. Die Düsseldorfer Tabelle setzt keinen Einheitsunterhalt fest, sondern setzt vielmehr das Einkommen des Unterhaltspflichtigen in Relation zum Alter des Kindes. Auch die Anzahl eventueller weiterer unterhaltspflichtiger Personen bzw. Kinder wird berücksichtigt. Die Düsseldorfer Tabelle wird der Einkommensentwicklung angepasst, so dass sich auch der zu zahlende Unterhalt verändert.

 

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