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Informationen zum Rechtsgebiet Disziplinarrecht

Das Disziplinarrecht gehört zum Beamtenrecht und regelt die Fragestellung, wann Beamte ein Dienstvergehen begehen oder wie diese aufzuklären sind bzw., welche Reaktionen daraus resultieren können.

Rote Karte für Dienstvergehen (© Janina Dierks - Fotolia.com)
Rote Karte für Dienstvergehen
(© Janina Dierks - Fotolia.com)

Das Disziplinarrecht dient dazu, Beamte im Rahmen eines Disziplinarverfahrens an ihr Pflichten zu erinnern bzw. zu ermahnen, wenn diese schuldhaft eine Pflichtverletzung begangen haben, ist jedoch kein Strafrecht. Die Pflichten von Beamten ergeben sich aus dem Bundes- sowie dem Landesbeamtenrecht. Allerdings kann das Beschäftigungsverhältnis von Beamten im Gegensatz zu Arbeitnehmern in der freien Wirtschaft nicht gekündigt werden.

Erfährt der Dienstherr, dass ein Beamter ein Dienstvergehen begannen hat oder hegt einen Verdacht, so ist er verpflichtet, ein entsprechendes Disziplinarverfahrens einzuleiten, welches behördlich oder gerichtlich geführt werden kann. Im behördlichen Disziplinarverfahren sind die jeweiligen Dienstvorgesetzten zuständig, während gerichtliche Disziplinarverfahren von der Verwaltungsgerichtsbarkeit durchgeführt werden. Grundsätzlich sind Beamte von einem Disziplinarverfahren zu unterrichten, damit sie sich gemäß § 20 II Bundesdisziplinargesetz zu den Vorwürfen äußern können.

Beispiele für Disziplinarverfahren

Wird das Dienstvergehen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens bestätigt, wird eine entsprechende Disziplinarmaßnahme verhängt, wie beispielsweise

  • eine Kürzung der Besoldung,

  • ein Verweis,

  • die Zurückstufung,

  • eine Geldbuße,

  • der Verlust des Beamtenstatus.

Da Disziplinarverfahren auch gegen Ruhestandsbeamte angestrengt werden können, kann es in derartigen Fällen zu einer Kürzung oder Aberkennung des Ruhegehalts kommen.

Berufsrechtliche Verfahren

Neben dem dienstlichen Disziplinarverfahren gibt es auch das berufsrechtliche Verfahren, das im Bereich der freien Berufe vor den zuständigen Berufskammern, gegen Kammermitglieder, wie z. B. gegen

aufgrund von Mandanten- oder Patientenbeschwerden eingeleitet wird. In schwerwiegenden Fällen kann der Ausschluss aus dem entsprechenden Berufsstand drohen.

Anwaltliche Beratung im Disziplinarrecht

Ein Rechtsanwalt für Disziplinarrecht vertritt die Interessen von Beamten oder auch Mandanten, die einen freien Berufs ausüben, sowohl in einem außergerichtlichen wie gerichtlichen Disziplinarverfahren. Er verfügt nicht nur über umfangreiche Fachkenntnisse im Beamtenrecht, sondern kennt sich auch mit den entsprechenden Vorschriften der einzelnen freien Berufsgruppen aus und weiß, welche Möglichkeiten es gibt, Rechtsmittel gegen disziplinarische Maßnahmen einzulegen. Aber nicht nur in einem Disziplinarverfahren, sondern auch in den Fällen, in denen parallel dazu ein Strafverfahren läuft, ist die Unterstützung eines kompetenten Anwalts für Disziplinarrecht gefragt. Bei zivilrechtlichen Ansprüchen von Mandanten oder Patienten kann zudem häufig der Ausgang des Disziplinarverfahrens wegweisend sein.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Disziplinarrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Disziplinarrecht


Disziplinarrecht erklärt von A bis Z

  • Fachaufsichtsbeschwerde
    Auch wenn die Fachaufsichtsbeschwerde nicht über das Gesetz festgelegt wird, ist sie dennoch eine Möglichkeit, sich über das Vorgehen einer Behörde oder eines Amtes zu beschweren. Bei der Rechtsaufsichtsbeschwerde handelt es sich um einen Rechtsbehelf. Die Beschwerde kann formlos vorgebracht werden und holt ihre Rechtfertigung aus dem Grundgesetz Art.



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News zum Disziplinarrecht

Forenbeiträge zum Disziplinarrecht
  • BildEntfernung aus dem Beamtenverhältnis wegen Diebstahl (01.09.2006, 23:29)
    Hallo Liebe Gemeinschaft! Ich möchte euch mal eine Situation schildern und wäre euch dankbar für eure Meinungen und Hilfreichen Tips. Ein 32J und als Beamter bei *** als Paketzusteller tätig. Er ist durch eine Psychiche und durch eine Gehbehinderung Schwerbehindert. Sein Dienstherr hat bereits 2000 Versucht ihn in den Vorruhestand ...
  • BildKann ein Verfahren nach Rechtskraft wieder aufgerollt werden? (24.06.2006, 15:19)
    Hallo Zur Frage: Kann ein rechtskräftig abgeschlossenes Strafrechtsverfahren nach Erkenntnissen eines anderen Rechtsweges (hier Verwaltungsrecht) wieder aufgerollt werden? Mal angenommen: (A ist Beamter des öffentlichen Dienstes) -A verstößt gegen eine Rechtsnorm Stgb und es gibt eine Hauptverhandlung vor einem Amtsgericht. - In der Ag-Verhandlung werden teilweise entlastende Momente (hier: technischer Art - Sachverständige räumen ...
  • BildDisziplinarstrafe (29.08.2010, 18:14)
    Welche Disziplinarstrafe ist bei zweimaligem unerlaubten Fernbleiben vom Dienst (vorgetäuschte Krankmeldung) zu erwarten??

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