Rechtsanwalt für Betriebsverfassungsrecht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Betriebsverfassungsrecht

Das Betriebsverfassungsrecht lässt sich dem kollektiven Arbeitsrecht zuordnen. In betrieblichen Angelegenheiten regelt das Betriebsverfassungsrecht die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat als gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer.

Betriebsrat als Ehrenamt (© Marco2811 - Fotolia.com)
Betriebsrat als Ehrenamt
(© Marco2811 - Fotolia.com)

Hierfür sind die wichtigsten Regelungen im Betriebsverfassungsgesetz (BetrV) zu finden, welches beispielsweise die Vorschriften den Ablauf einer Betriebsratswahl durch die in einem Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betreffend enthält. Auch in welchem Ausmaß der Betriebsrat im Unternehmen auf personelle, soziale oder wirtschaftliche Angelegenheiten Einfluss nehmen kann, ist im Betriebsverfassungsgesetz geregelt.

Gültigkeit

Das Betriebsverfassungsrecht gilt für alle Unternehmen, die in Deutschland ansässig sind und in denen wenigstens fünf wahlberechtigte Arbeitnehmer beschäftigt werden. Zu den wahlberechtigten Arbeitnehmern zählen neben Angestellten, Arbeitern und Auszubildenden z. B. auch Außendienstmitarbeiter, wobei allerdings leitende Angestellte kein aktives oder passives Wahlrecht für den Betriebsrat haben. Der Betriebsinhaber muss eine juristische bzw. natürliche Person sein. Das Betriebsverfassungsrecht ist nicht anwendbar auf Religionsgemeinschaften oder karitative bzw. erzieherische Einrichtungen. Auch der öffentliche Dienst fällt nicht unter das Betriebsverfassungsgesetz, da hierfür das Bundespersonalvertretungsgesetz sowie die Länder-Personalvertretungsgesetz gelten. Für die Bereiche Seeschifffahrt und Luftfahrt gelten ebenfalls Sonderregelungen.

Betriebsrat als Ehrenamt

Die Betriebsratsmitglieder üben ihr Amt unentgeltlich als Ehrenamt aus. Sie dürfen wegen ihres Amtes weder finanziell bevorzugt noch benachteiligt werden. Damit Betriebsratsmitglieder ihre ehrenamtliche Tätigkeit ausüben können, können sie vom Arbeitgeber

  • von der beruflichen Tätigkeit vollständig freigestellt werden oder
  • zeitweise von den entsprechenden Erfordernissen befreit werden,

damit sie ihre Aufgaben als Betriebsrat ordnungsgemäß durchführen können. Darunter fallen Fortbildungs- bzw. Schulungsmaßnahmen, in denen den Betriebsratsmitgliedern die erforderlichen Kenntnisse für ihre Tätigkeit vermittelt werden.

Anwaltliche Beratung bei Konflikten zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat

Zwischen Arbeitgebern und Betriebsräten kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten. Ein Rechtsanwalt für Betriebsverfassungsrecht besitzt die erforderlichen Fachkenntnisse auf diesem Rechtsgebiet und berät seine Mandanten kompetent in sämtlichen Fragestellungen rund um den Betriebsrat. Er ist für seine Mandanten der richtige Ansprechpartner, wenn es beispielsweise zu Verstößen gegen das Betriebsverfassungsgesetz kommt. Wenn es um die Mitbestimmung des Betriebsrates geht, kann ein Anwalt für Betriebsverfassungsrecht seine Mandanten unterstützten, in dem er bei der Gestaltung von Betriebsvereinbarungen mitwirkt. Nicht selten kann es auch erforderlich sein, dass der Betriebsrat aufgelöst bzw. ein Betriebsratsmitglied ausgeschlossen werden soll. Selbst dann vertritt er die Interessen seines Mandanten und bei Bedarf auch in einem streitigen Verfahren vor dem zuständigen Arbeitsgericht.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Betriebsverfassungsrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Betriebsverfassungsrecht

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Betriebsverfassungsrecht erklärt von A bis Z

  • Betriebsrat (§§ 1, 2 BetrVG)
    Der Betriebsrat ist das im eigenen Namen handelnde gesetzliche Organ zur Vertretung der Arbeitnehmer und ihren Interessen in einem Betrieb (vgl. §§ 1, 2 BetrVG). Sein Aufgabenbereich betrifft vor allem die betriebliche Mitbestimmung in sozialen und personellen Angelegenheiten gegenüber dem Arbeitgeber (vgl. §§ 80 ff. BetrVG).
  • Betriebsvereinbarung
    Eine Betriebsvereinbarung ist ein zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat geschlossener Vertrag, der zum einen Rechte und Pflichte dieser beiden Vertragsparteien beinhaltet, zum anderen aber auch verbindliche Normen für sämtliche Beschäftigte des betreffenden Betriebes, wie beispielsweise die betriebliche Arbeitszeitordnung. Bei den verbindlichen Normen ist jedoch zu beachten, dass diese
  • Betriebsverfassung
    Unter einer Betriebsverfassung versteht man die festgeschriebenen Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und dem gewählten Betriebsrat der Arbeitnehmer.  Die Grundlage dafür bildet in Deutschland das Betriebsverfassungsgesetz . Inhaltsübersicht 1 Historische Grundlagen der Betriebsverfassung in Deutschland
  • Betriebsversammlung
    Eine Betriebsversammlung hat den Zweck, die Aussprache und den Informationsausstauch unter den Arbeitnehmern und dem Betriebsrat sicherzustellen.  Daneben dient die Versammlung  zur Unterrichtung über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sowie über die geplante Personalentwicklung. Sie ist ein Internum, das bedeutet dass die Versammlung nach außen hin keine Vertretungsmacht
  • Betriebsänderung
    Von einer Betriebsänderung spricht man, wenn grundlegende Veränderung in einem Unternehmen durchgeführt werden. Dies sind zum Beispiel: Stilllegung eines Betriebs bzw. Betriebsteils Zusammenschluss mit einem anderen Betrieb Aufspaltung des Betriebs Änderung des Betriebszwecks oder der Betriebsorganisation Einführung neuer Arbeitsmethoden
  • Bildungsurlaub
    Der Bildungsurlaub ist eine berufliche und politische Weiterbildungsmaßnahme, die einem Arbeitnehmer zusätzlich zu seinem Anspruch auf Erholungsurlaub gewährt werden kann. Eine bezahlte Freistellung zu einem Bildungsurlaub kann normalerweise im Umfang von etwa fünf Tagen im Jahr erfolgen. Allerdings werden nur berufsnahe und politische
  • Einigungsstelle
    Die Einigungstelle ist gemäß Betriebsverfassungsgesetz ein "betriebliches Schiedsgericht, dessen Aufgabe darin besteht, Differenzen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat im Rahmen gescheiterter Verhandlungen beizulegen und zur Einigung zu führen. Das Verfahren in der Einigungsstelle ist in § 76 BetrVG geregelt, die Kosten der Einigungsstelle in § 76a BetrVG.
  • Einigungsstelle - Besetzung
    Die Einigungsstelle ist als eine betriebliche Schiedsstelle anzusehen, deren Aufgabe es ist, gescheiterte Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat (beziehungsweise Personalrat) zu einer Einigung zu bringen. Die Besetzung der Einigungsstelle wird gemäß § 76 Abs. 2 S. 2 BetrVG geregelt: es müssen immer die gleiche Anzahl Beisitzer von Arbeitgeber-
  • Gesamtbetriebsrat
    Wenn in ein Unternehmen über mehrere Betriebsräte verfügt, so muss ein Gesamtbetriebsrat eingerichtet werden. Die gesetzliche Grundlage ergibt sich hierfür in Deutschland aus den §§ 47 - 53 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Das Bestehen mehrerer Betriebsräte kommt in Betracht, wenn - das Unternehmen mehrere selbständigen Betriebe
  • Gruppenarbeit
    Wird die Zusammenarbeit von Personen als arbeitsorganisatorisches Konzept angewandt, so wird dies als Gruppenarbeit bezeichnet. Je nach Kontext bezeichnet dieser Begriff sehr unterschiedliche Konzepte, und tendiert von Sozialer Gruppenarbeit im Kontext der Sozialen Arbeit über Kooperatives Lernen und Gruppenunterricht in der Schule bis hin zu
  • Kosten - Betriebsratsarbeit
    Gemäß § 40 BetrVG ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, die Kosten für die Tätigkeit des Betriebsrates sowie seiner Mitglieder zu übernehmen. Diese Pflicht erstreckt sich auf die Bereitstellung von Sachmitteln, Räumen sowie Informations- und Kommunikationstechnik in erforderlichem Umfang und bezieht sich auch auf Tätigkeiten in den Ausschüssen des Betriebsrates.
  • Kündigung - Anhörung des Betriebsrats
    Möchte ein Arbeitnehmer beziehungsweise ein Arbeitgeber ein bestehendes Arbeitsverhältnis beenden, so kann er dies auf dem Wege der Kündigung tun. Während der Arbeitnehmer in der Regel nur vertragliche Fristen und Regelungen einzuhalten hat, unterliegt der Arbeitgeber weitaus strengeren Auflagen. So ist es ihm nicht gestattet, willkürlich seine Arbeitnehmer zu
  • Streik
    Eine Streik ist die kollektive Arbeitsniederlegung. Dadurch möchte man, den im Rahmen eines Arbeitskampfes erhobenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitnehmer üben ihr Zurückbehaltungsrecht der Arbeitskraft gegenüber den Arbeitgebern aus. Arbeitgeber können mit Aussperrung antworten. Ein Kommunikationsinstrument für die Arbeitgeberseite bietet das Streikmanagement. In Deutschland fielen laut einer
  • Streik: rechte des betriebsrates
    Sehr geehrte Juristenfreunde. Ich habe kürlich einen interessanten Artikel über die aktuellen Streiks und die Position der Betriebsräte und auch der Zeitarbeiter zum Zwecke der Streikbrechung gelesen. [URL="http://www.afa-anwalt.de/streiks-aktuell-und-mitbestimmungsrechte-des-betriebsrats"]http://www.afa-anwalt.de/streiks-aktuell-und-mitbestimmungsrechte-des-betriebsrats[/URL] Ich bin selbst kein Jurafachmann, aber mich interessiert das Thema sehr da meine Frau in solch einem Betriebsrat


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