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Informationen zum Rechtsgebiet Berufsunfähigkeit

Als Berufsunfähigkeit wird gemäß § 240 Abs. 22 SGB VI die dauerhafte Unfähigkeit einer Person bezeichnet, den Beruf aufgrund von Krankheit, Invalidität oder Unfall nicht ausüben zu können.

Jobverlust durch Berufsunfähigkeit (© Zerbor - Fotolia.com)
Jobverlust durch Berufsunfähigkeit
(© Zerbor - Fotolia.com)

Eine teilweise Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn eine entsprechende Beeinträchtigung dazu führt, dass der Beruf nur noch teilweise (höchstens sechs Stunden) ausgeübt werden kann. Allerdings liegt Berufsunfähigkeit im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit selbst dann vor, wenn die Gesundheit der betroffenen Person es zulassen würde, einen anderen Beruf auszuüben, der evtl. sogar ein erheblich geringeres Einkommen erzielt oder sozial weniger angesehen ist. Dabei ist der ausgeübte Hauptberuf für die Beurteilung maßgeblich.

Eintritt in die Berufsunfähigkeit

In der Regel erfolgt der Eintritt der Berufsunfähigkeit auf Basis eines medizinischen Gutachtens.
Gründe für den Eintritt einer Berufsunfähigkeit können beispielsweise sein

  • eine Erkrankung des Herzens oder des Gefäßsystems,
  • eine Erkrankung des Skelett- und Bewegungsapparates,
  • eine Krebserkrankung,
  • ein Nervenleiden,
  • die Folge eines Unfalls.

Berufsunfähigkeitsrente

Eine Vielzahl an Versicherungen bietet eine private Berufsunfähigkeitsrente an, um sich finanziell abzusichern. Doch häufig kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Versicherungen und der versicherten Person. Denn nicht immer wird auch automatisch mit Eintritt in die Berufsunfähigkeit eine Rente von der Versicherung ausgezahlt. In vielen Fällen versuchen sich die Versicherungen damit rauszureden, dass

  • noch nicht alle therapeutischen Mittel versucht worden seien und der Versicherte somit gar nicht berufsunfähig sei;
  • der Versicherte beim Abschluss der Versicherung falsche bzw. unvollständige Angaben gemacht hätte,
  • der Versicherte weiterhin einen anderen Beruf ausüben könnte.

Anwaltliche Beratung bei Berufsunfähigkeit

Gerade, wenn es zu Streitigkeiten mit der Versicherung bezüglich der Auszahlung der Vertragssumme bzw. der Berufsunfähigkeitsrente kommt, ist die Unterstützung eines kompetenten Rechtsanwalts für Berufsunfähigkeit gefragt. Er verfügt nicht nur über ein umfangreiches Fachwissen im Bereich der Berufsunfähigkeit, sondern kennt auch die aktuellen Entscheidungen der Gerichte. Seine langjährige Praxiserfahrung kann hilfreich sein, um die Ansprüche des Mandanten gegenüber der Versicherung erfolgreich geltend zu machen. Denn ein Anwalt für Berufsunfähigkeit kennt alle Argumente, die die Versicherungen vorbringen könnten, und kann beispielsweise auch prüfen, ob möglicherweise eine falsche Beratung durch den Versicherungsvermittler erfolgt ist. Gerne vertritt er auch die Interessen seiner Mandanten in einem gerichtlichen Verfahren, um zu einer schnellen Lösung der Angelegenheit beizutragen.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Berufsunfähigkeit:


Orte zu Rechtsanwalt Berufsunfähigkeit


Berufsunfähigkeit erklärt von A bis Z

  • Berufsunfähigkeit
    Der Begriff der Berufsunfähigkeit ist enger gefasst, als jener der Erwerbsunfähigkeit. In diesem Kontext bedeutet Berufsunfähigkeit, dass der Betroffene seinen ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann. Unter welchen Voraussetzungen liegt Berufsunfähigkeit vor? Laut § 240 II SGB VI liegt eine Berufsunfähigkeit bei Personen immer
  • Berufsunfähigkeitsrente
    Die Berufsunfähigkeitsrente war bis 31.12.2000 eine Leistung, die durch die gesetzliche Rentenversicherung erfolgte. Im Rahmen der Agenda 2010 wurde sie durch die „Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung“ (Erwerbsminderungsrente) ersetzt, die seit 01.01.2001 gewährt wird. Gesetzliche Regelung ab 01.01.2001 Durch den geänderten § 43 SGB VI fiel die
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
    Wer als Selbstständiger seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, gefährdet nicht nur sein Unternehmen, sondern vor allem auch seine persönliche Existenz und die seiner Familie. Seit dem 01.01.2001 ist die für Arbeitnehmer bestehende gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente entfallen und durch die (schlechtere) Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ersetzt worden. Diese tritt
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