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Informationen zum Rechtsgebiet Adoptionsrecht

Das Adoptionsrecht ist ein Teilgebiet des Familienrechts, das die „Annahme an Kindesstatt“ regelt, wodurch zwischen Personen, die keine verwandtschaftlichen Beziehungen haben, ein Eltern-Kind-Verhältnis begründet wird.

Adoption eines Kindes (© Jenny Sturm - Fotolia.com)
Adoption eines Kindes
(© Jenny Sturm - Fotolia.com)

Eine Adoption ist sowohl bei minderjährigen Kindern, als auch bei erwachsenen Personen möglich, jedoch gelten hierbei verschiedene Voraussetzungen und Rechtsfolgen.

Adoption von Erwachsenen

Bei der Adoption von Erwachsenen werden die familienrechtlichen Bindungen zur leiblichen Familie nicht beendet, sondern bleiben selbständig neben dem neuen Eltern-Kind-Verhältnis bestehen. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die adoptierte Person ihren Pflichten gegenüber der Ursprungsfamilie entzieht (z. B. Pflicht zur Unterhaltszahlung). Die Verwandtschaft beschränkt sich auf die adoptierte Person und die Adoptiveltern, weitere verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Familienmitgliedern werden nicht begründet.

Adoption von Minderjährigen

In den meisten Fällen werden minderjährige Kinder adoptiert, was auch als Volladoption bezeichnet wird. Zur leiblichen Familie wird die familienrechtliche Bindung durch die Adoption des Kindes beendet und rechtlich werden das Adoptivkind und die leiblichen Kinder der Adoptiveltern gleichgestellt. Somit gelten die gleichen Rechte und Pflichten zwischen dem Adoptivkind und den Adoptiveltern wie zwischen den Adoptiveltern und den eigenen leiblichen Kinder, und das Adoptivkind ist dann auch mit den übrigen Familienangehörigen (Großeltern, Geschwister, Tanten etc.) verwandt.

Adoptionsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Adoption eines Kindes ist neben einer uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit auch, dass ein Ehepartner wenigstens 25 Jahre alt ist, während für den anderen Ehepartner ein Mindestalter von 21 Jahren gilt. Während Ehepaare nur gemeinsam ein Kind adoptieren können, können Unverheiratete nur alleine ein Kind adoptieren. Bei der sogenannten Stiefkind-Adoption darf allerdings auch ein einzelner Ehepartner das leibliche Kind des Ehepartners adoptieren. Des Weiteren muss die Einwilligung der leiblichen Eltern zur Adoption vorliegen (Freigabe zur Adoption). Für eine Adoption im Ausland gelten für deutsche Adoptiveltern die gleichen Voraussetzungen wie im Inland. Allerdings muss die Adoption in Deutschland rechtlich geprüft und anerkannt werden.

Wie kann ein Anwalt für Adoptionsrecht helfen?

Ein Rechtsanwalt für Adoptionsrecht verfügt über umfangreiches Fachwissen sowie praktische Erfahrungen in diesem Rechtsgebiet und ist für alle Fragen rund um die Adoption der richtige Ansprechpartner. So kennt er die Voraussetzungen für eine Adoption und weiß, welche Möglichkeiten der Umsetzung es gibt. Ein Anwalt für Adoptionsrecht steht seinen Mandanten nicht nur während des gerichtlichen Verfahrens vor dem Familiengericht zur Seite, sondern unterstützt sie auch, die erforderlichen Anträge zu stellen.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Adoptionsrecht:


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Adoptionsrecht erklärt von A bis Z

  • Adoption
    Unter Adoption wird ein Eltern-Kind-Verhältnis verstanden, welches nicht auf natürliche Abstammung zurückzuführen ist. Die gesetzliche Grundlage bildet §§ 1741 ff. BGB. Im Mittelpunkt der gesetzlichen Regelungen zur Adoption steht immer das Wohl des Kindes. Durch die Adoption soll eine Alternative zur Heimerziehung geschaffen werden, um
  • Adoptionsvermittlung
    Als "Adoptionsvermittlung" wird die Zusammenführung eines minderjährigen Kindes, welches nicht bei seinen leiblichen Eltern aufwachsen kann, und adoptionswilligen Paaren beeichnet. Dabei ist zu beachten, dass in erster Linie das Kindeswohl steht, und deswegen geeignete Eltern für das betreffende Kind gesucht werden - und nicht umgekehrt. Die Adotionsvermittlung erfolgt
  • Annahme als Kind
    Die "Annahme als Kind" - auch "Adoption" genannt - ist die Festsetzung eines Kindschaftsverhältnisses zwischen einem Annehmenden und einem Adoptivkind, welche seitens des Familiengerichts getätigt wird. Dieses Verhältnis bedarf keinerlei Rücksichtnahme auf biologische Abstammungsverhältnisse und wird rechtswirksam gültig, wenn die Adoption rechtskräftig per Gericht bestätigt wird. Die gesetzlichen
  • Annahme an Kindes Statt
    Die "Annahme an Kindes Statt" - auch "Adoption" genannt - ist die Festsetzung eines Kindschaftsverhältnisses zwischen einem Annehmenden und einem Adoptivkind, welche seitens des Familiengerichts getätigt wird. Dieses Verhältnis bedarf keinerlei Rücksichtnahme auf biologische Abstammungsverhältnisse und wird rechtswirksam gültig, wenn die Adoption rechtskräftig per Gericht bestätigt wird. Die
  • Internationales Adoptionsverfahren
    Von einer "internationalen Adoption" wird gesprochen, wenn ein Kind mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland zu Adoptivelten nach Deutschland geholt wird. Internationale Adoptionen werden gemäß dem "Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption" vom 29.05.1993 geregelt. Für internationale Adoptionen ist
  • Kindeswohl
    „Kindeswohl“ oder auch „Wohl des Kindes“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, welcher im Familienrecht, im Adoptionsrecht, im Jugendhilferecht sowie im Recht von Scheidungsfolgen von immenser Bedeutung ist und der das gesamte Wohlergehen eines Kindes umschreibt. Um dieses Wohlergehen bestimmen zu können, wird das Kindeswohl anhand folgender Kriterien beurteilt:
  • Kindeswohlgefährdung
    Kaum ein Thema ist heutzutage derart stark in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt wie das Kindeswohl. „Kindeswohl“ oder auch „Wohl des Kindes“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, welcher im Familienrecht, im Adoptionsrecht, im Jugendhilferecht sowie im Recht von Scheidungsfolgen von immenser Bedeutung ist und der das gesamte Wohlergehen eines
  • Option
    Der Begriff Option wird hauptsächlich bei dem für die Erklärung des Verzichts verwendet. Darüber hinaus taucht er im Umsatzsteuerrecht auch an anderen Stellen auf, bei denen der Unternehmer Wahlrechte durch Abgabe einer entsprechenden Erklärung (= Option) ausüben kann. Dazu gehören u.a.:
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    Zum ultimativen Familienglück gehören für viele Pärchen auch das eigene Kind bzw. die eigenen Kinder. Was ist jedoch, wenn eine Frau das Kind nicht selbst austragen kann, etwa wegen einer Gebärmuttererkrankung. Der Kinderwunsch stellt außerdem auch für schwule Paare oftmals ein großes Problem dar, wenn es zuvor keine ...

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    Vater Franz hat einen Vormund - nicht aus der Familie sondern aus dem Bekanntenkreis (ehrenamtlich). Der Grad der Vormundschaft ist für den Sohn Egon nicht ersichtlich und wird auch seitens des Vormunds nicht mitgeteilt. Der Sohn Egon fragt telefonisch beim amtlichen Sachbearbeiter nach, ob die Akten eingesehen werden können. Sie ...
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    Hallo Ich hab mal eine theoretische Frage Angenommen A würde dem B sein Jagtgewehr (es ist ein Sammlerstück) irreperabel zerstören. Entstandener Schaden würde sich zu diesem Zeitpunkt auf 6000€ belaufen. B macht seinen Anspruch auf Schadensersatz aber erst 3Jahre später geltend. Nun würde der Wiederbeschaffungswert 15 000€ betragen. Kann B von A ...

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