Auf dem 2. Forum Bilanzsteuerrecht der Bundessteuerberaterkammer diskutierten am 24. Oktober in Berlin namhafte Experten u. a. aus Politik und Ministerien über die zukünftige Ausge-staltung der Steuerbilanz. Dabei wurden die grundlegenden Nachteile der internationalen IFRS-Standards als Ausgangsbasis für die steuerliche Gewinnermittlung deutlich.
Mit den IFRS käme es z. B. zum Ausweis von Ertragsaussichten und somit von nicht realisierten Gewinnen, wogegen sich die steuerliche Gewinnermittlung an der tatsächlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren muss. Auch formell würden Probleme entstehen, weil IFRS auf der Entwicklung des privaten Londoner IAS-Boards beruhen, die Steuerbilanz hingegen als Steuerbemessungsgrundlage durch den Gesetzgeber bestimmt werden müsste.
Die Bundessteuerberaterkammer sieht sich in ihren Bedenken gegenüber den IFRS bestätigt. Eine Verpflichtung zu IFRS dürfe es für kleine und mittlere Unternehmen nicht geben, zumal sie dadurch keinen konkreten Mehrwert hätten.
Mit ihrem jährlichen Forum Bilanzsteuersteuerrecht will die Bundessteuerberaterkammer den Prozess der Meinungsbildung bei aktuellen bilanzrechtlichen Fragen aktiv unterstützen. Unterlagen zum Forum sind abrufbar unter www.bstbk.de.
Berlin, den 26. Oktober 2005
Fa/Bg
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