DAV warnt vor populistischen Schnellschüssen beim Jugendstrafrecht

04.01.2008, 16:13 | Recht & Gesetz |39 Kommentare


Problem der Jugendkriminalität nicht über den Strafrahmen lösbar

Berlin (DAV). Angesichts einiger Vorfälle in jüngster Zeit wird erneut eine Verschärfung des Jugendstrafrechts diskutiert. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) warnt hier vor populistischen Schnellschüssen. Die Erhöhung der Strafen sei nicht geeignet, Gewalttätigkeiten Jugendlicher zu verhindern. Bereits die zum Teil erheblichen Verschärfungen der Strafandrohungen bei Gewaltdelikten im Erwachsenenstrafrecht Ende der 90er Jahre hätten keine Auswirkungen auf die Kriminalität gezeigt. Es sei ohnehin ein Irrglaube, Verrohungserscheinungen mit den Mitteln der Strafjustiz entgegensteuern zu können. Erziehungslager werden abgelehnt. Eine schnellere Verurteilung jugendlicher Straftäter könnte durch eine bessere personelle Ausstattung der Justiz gewährleistet werden.

„Eine gute Ausbildungsstätte ist immer noch besser als jedes Erziehungslager“, betont Rechtsanwalt Dr. Stefan König, Vorsitzender des DAV-Strafrechtsausschusses. Besonders in Deutschland habe eine Forderung nach solchen „Lagern“ einen schlimmen Beigeschmack. Das Jugendstrafrecht eigne sich nicht für populistische Forderungen. Auch gebe es keine Patentrezepte, wie teilweise von Politikern suggeriert werde. Dies zeige sich insbesondere in den Forderungen einiger Politiker, die Höchststrafe im Jugendstrafrecht von zehn auf fünfzehn Jahre zu erhöhen. „Die Fälle, an denen sich das Thema entzündet hat, würden allerdings gar nicht von diesen Strafrahmen erfasst“, betont König weiter. Es könnten allein schwere Kapitalverbrechen betroffen sein.

Die zum Teil drastische Erhöhung der Strafrahmen Ende der 90er Jahre bei Körperverletzungsdelikten hat bei Tätern zwischen 21 und 25 Jahren nicht zu einer Verringerung der Gewaltstraftaten geführt.

„Dies zeigt, dass die Erhöhung des Strafrahmens ein völlig untaugliches Mittel ist, um Jugendkriminalität einzudämmen“, erläutert König. Die Täter würden bei solchen „Rohheitsdelikten“, wie sie jetzt aus München und Berlin berichtet worden seien, nicht vor ihrer Tat eine Abwägung zwischen dem zu erwartenden Strafrahmen, einem eventuell drohenden Erziehungslager und dem Vergnügen an der Tatbegehung treffen. Es handle sich um spontane Aggressionsausbrüche. Dass höhere Strafrahmen tatsächlich keine Wirkung zeigen würden, belegten Erfahrungen in anderen Ländern. Die USA besitze eine der höchsten Kriminalitätsbelastungen, obgleich als Höchststrafe die Todesstrafe drohe.

Der DAV hält es für bedenklich, wenn Verfahren gegen jugendliche Straftäter erst 1 Jahr oder später nach der vorgeworfenen Tat zu einem Urteil gelangten. Insoweit sei ein Funktionieren der Justiz und ihrer Ermittlungsorgane zu gewährleisten, das dem Beschleunigungsgrundsatz Rechnung trägt. Dazu braucht es keine Verfahrensänderungen, sondern eine vernünftige personelle Ausstattung.

Der DAV steht auch der Diskussion um die Einführung eines sog. „Warnschussarrestes“ eher ablehnend gegenüber. Die hohe Rückfallquote bei stationären Sanktionen spricht dagegen. Sie liegt dort bei 70 %.

Ambulante Maßnahmen wie intensivierte Beratung und vermehrte Begleitung seien empirischen Studien zu Folge wesentlich erfolgreicher. Die ambulante Praxis müsse deshalb im Rahmen der Bewährungshilfe gestärkt werden. Nur so könne den Herausforderungen durch die wachsende Armut, durch Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit oder psychische Probleme begegnet werden, so König.

Auch die Erfahrungen mit der Betreuung von sog. Intensivtätern müssten ausgewertet werden. Neben Berlin ist z.B. auch Köln dazu übergegangen, die Fälle von jugendlichen Intensivtätern von Schwerpunkt-Staatsanwälten bearbeiten zu lassen. Die im sog. „Kölner Intensivtäter-Projekt“ bearbeiteten Jugendlichen blieben in 60 % der Fälle noch 1 Jahr nach der Entlassung aus dem Programm straffrei. Dies funktioniert aber nur deshalb, weil die beteiligten Behörden (Staatsanwaltschaft, Polizei, Stadt, Schule, Soziale Dienste etc.) sehr gut untereinander vernetzt arbeiten.

Der DAV verweist auf eine Studie der gesetzlichen Unfallversicherer über Gewalt an Schulen. Diese habe das Ergebnis erbracht, dass aggressionsbedingte Delikte merklich zurückgegangen seien. Dass die polizeiliche Kriminalstatistik ein anderes Bild ergebe, ist nach Ansicht des DAV auf eine Veränderung des Anzeigenverhaltens zurückzuführen. Wer früher eine Straftat nicht angezeigt habe, tut dies heute eher. „So steigen die Zahlen in den Statistiken, ohne dass sich die tatsächliche Kriminalitätslage entsprechend verändert hat“, führt König weiter aus.

Quelle: Pressemitteilung des DAV


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    Bisherige Kommentare zur Nachricht (39)

    F. Dahler  (08.01.2008 14:54 Uhr):
    Vollkommene Zustimmung, BeneQ!
    F. Dahler  (08.01.2008 14:40 Uhr):
    @ BeneQ
    Das wirkliche Problem, dass dahinter abseits des terminologischen Streits verbirgt ist doch: Hat der Staat auch im letzteren Sinne ausgleichend einzugreifen und kann er das? Diese Frage muss meiner Meinung nach positiv beantwortet werden.
    Jein. Sicherlich muss eine größere Gleichheit her. Aber das wird der Staat nie erreichen können. Man muss einmal sehen, dass Privatschulen, Nachhilfelehrer etc. auch wirtschaftlich denken. Jeder will doch dabei verdienen. Eine einfache, makroökonomische Grundregel ist, dass das Kapital dem Vorteil folgt.(Dies hat D. Ricardo übrigens nie bedacht :D ) Das Niveau von Privatschulen wird also weiterhin gehoben. Gute Lehrer verdienen bei Privatschulen mehr als bei staatlichen, also gehen sie dahin. Der private Bereich wird immer dem staatlichen überlegen sein, da das größte Kapital und die größte Investitionsbereitschaft aufgrund der Spezialisierung dort anzutreffen ist. Somit werden reiche Eltern zwar etwas mehr investieren müssen, da staatliche Schulen konkurrierend wirken, letztlich behalten ihre Kinder aber die Oberhand, weil sie mehr "für sie" bezahlen können als ärmere.
    F. Dahler  (08.01.2008 14:17 Uhr):
    Ich will dir gar nicht widersprechen Humungus, und, dass diejenigen mit mehr Vermögen mehr in ihre Kinder und die Bildung ihrer Kinder investieren können, das ist klar. (Privatschulen, etc..) Aber von staatlicher Seite aus haben sie die gleichen Chancen. Sie können beide in den Kindergarten, Grundschule, Gymnasium. Es herrscht grundsätzlich also erst einmal eine Chancengleichheit. Wenn der Vater jetzt säuft, so ist das natürlich ein großer Negativfaktor. Dies heißt aber noch lange nicht, dass die Chancen an sich automatisch geringer werden müssen. Ich denke, dass das den Gegensatz zwischen Idealismus und der Determination des Menschen wiederspiegelt. Somit kann man sich sicherlich lange darüber streiten:-) Ich nehme es dir natürlich auch nicht übel, wenn du mal aggressiver wirst.
    Humungus  (08.01.2008 14:11 Uhr):
    Aber in unserem Bildungssystem haben wir eine Chancengleichheit.Nur theoretisch. Ich frage mich, ob Du (nicht böse sein) in einem Glashaus unterrichtet wurdest. Ich habe sehr wohl massive Unterschiede in Bildungsstand und Unterstützung erlebt sowie Bevorzugung von Kindern, deren Eltern besser gestellt waren. Ich könnte ein lernschwaches Kind auf ein Internat senden oder ihm teure Einzelnachhilfe durch einen Pädagogen finanzieren, damit es sein Abitur macht und bessere Chancen hat. Frag doch mal andere hier im Forum. Bei den Arbeiterkindern wirken lediglich stärkere exogene Faktoren ein, die das Kind dazu bringen, seine Chance "nicht wahrzunehmen".Lediglich? Das ist schon teilweise zynisch. Wir könnten uns mal über Elternhäuser unterhalten, in denen der Vater seit 20 Jahren säuft und die Mutter total überfordert mit ihren Kindern ist. Diese Menschen verdienen zuviel zum Sterben und...glaubst Du, da kümmert sich einer um die schulischen Ergebnisse? Die sind ja froh, wenn das Kind überhaupt einen Abschluss macht! Das heutige Schulsystem verlangt eine aktive Mitarbeit der Eltern für einen Großteil der Schüler, damit deren Fähigkeiten optimal entwickelt werden können. Und aus verschiedenen Gründen (Monaco, ick hör Dir trapsen) geschieht das nicht.
    F. Dahler  (08.01.2008 13:57 Uhr):
    @Humungus
    Dein Satz mit der Trennung zwischen Theorie und Praxis trifft den Nagel auf den Kopf. Man sollte nicht so tun, als ob die Chancen gleich wären. Die Statistiken belegen eindeutig das Gegenteil!
    Genau das verstehe ich nicht. Wenn man sagte, dass weniger Akademikerkiner Abitur machen als Abeiterkinder, dann ok. Aber in unserem Bildungssystem haben wir eine Chancengleichheit. Eine Chance, das ist eine Möglichkeit. Und sowohl arme als auch reiche "Kinder" haben die Möglichkeit, ihr Abitur zu machen. Die gleichen Chancen von Grund auf sind also da. Bei den Arbeiterkindern wirken lediglich stärkere exogene Faktoren ein, die das Kind dazu bringen, seine Chance "nicht wahrzunehmen".
    Dopamin  (08.01.2008 11:56 Uhr):
    Auch glaube ich nicht, dass die Abschaffung der Hauptschule irgendetwas ändert. Es muss um eine qualitative Änderung gehen. Das bedeutet m.E. den Einsatz qualifizierter Lehrkräfte, eine gezielte Förderung nach Schulende, die nicht aus einer simplen Verlängerung des Unterrichts, sondern aus wirklicher Nachhilfe besteht, sowie der vermehrte Einsatz von Sozialarbeitern bzw. Psychologen an den Schulen usw. Das bedeutet einen massiven Kapitaleinsatz, der sich aber meiner Meinung nach auf lange Sicht auszahlen wird.Und diese "lange Sicht" ist doch im Politzirkus (darf man das so schreiben ohne Ärger zu bekommen) völlig weg, war das schon immer so, oder habe ich mich vor 20 Jahren damit zu wenig beschäftigt? Zugegeben als Teenie ist die Quote der politikinteressierten nicht beseonder hoch und ich gehört nicht dazu... Ich kann allerdings keinen politischen Willen erkennen (weder bei denen, die an den Hebeln sitzen, und bei denen die diese Hebel gern hätten bezweifle ich auch, dass die am Ende was tun) überhaupt EIN Problem so anzupacken, dass am Ende WIRKLICH eine Lösung steht (Gesundheitsreform nur als Beispiel) Bald wird gewählt... Hat man wirklich eine Wahl? Dopamin
    Humungus  (08.01.2008 11:07 Uhr):
    Im übrigen halte ich den Schluss "in anderen Staaten funktioniert es, also sollten wir es übernehmen" für gefährlich. Andere Systeme verfügen über andere demographische und soziologische Voraussetzungen, die eben das Funktionieren gerade dieses Systems gewährleisten. Eine unangepasste übernahme in Staaten, die eben über evtl. andere Voraussetzungen verfügen kann zu ganz anderen Ergebnissen führen.Volle Zustimmung! Bloß weil etwas anderswo klappt muss das nicht für Deutschland stimmen. Auch glaube ich nicht, dass die Abschaffung der Hauptschule irgendetwas ändert. Es muss um eine qualitative Änderung gehen.Ebenfalls Zusatimmung. Das Abschaffen einzelner Schulzweige führt in meinen Augen zu Gleichmacherei. Die Eliten bilden sich gerade, weil sie das Gefühl haben in den staatlichen Schulen nicht mehr optimal gefördert zu werden. Individuelle Förderung ist notwendig, nicht Schulzusammenlegung. Ich wage zu behaupten, dass es bei derartigen Änderungen dann fast egal wäre, ob man ein ein- oder dreigliedriges Schulsystem hat.Prinzipiell richtig. Mehrgliedrige Schulsysteme bieten aber in meinen Augen den Vorteil der unterschiedlichen Förderung, wie es im deutschen System ursprünglich auch geplant war (aber nicht mehr realisiert wird). @ClausH: Dein Satz mit der Trennung zwischen Theorie und Praxis trifft den Nagel auf den Kopf. Man sollte nicht so tun, als ob die Chancen gleich wären. Die Statistiken belegen eindeutig das Gegenteil!
    Claus H.  (08.01.2008 10:14 Uhr):
    Ich denke, dass die Diskussion in einer Sackgasse ist. Wer allen Ernstes behauptet, der Zugang zu Bildung sei in Deutschland (in aller Regel, Ausnahmen gibt es immer) keine Frage des Geldbeutels der Eltern, bzw. deren Bildungsstand, der zieht sich auch seine Hosen mit der Kneifzange an. Wir führen doch hier keine Debatten im luftleeren Raum. Theorie und Wirklichkeit zu trennen, sollten Juristen wohl in der Lage sein. Das Problem ist doch, dass unser gesamtes Bildungssystem überhaupt nicht dafür geeignet ist, in der Breite Bildung zu vermitteln. Ein erster, zwingend notwendiger Schritt wäre die Abschaffung der Hauptschule und die Aufwertung der Realschule. Noch besser kopieren wir gleich die erfolgreichen Systeme Skandinaviens. Dabei geht es gar nicht "nur" um Bildung. Bildung schütz nicht vor Gewaltausbrüchen. Aber es geht darum, dass wir ein Klima schaffen, in der nicht ganze Gruppen von jungen Menschen das Gefühl haben, von der Gesellschaft verarscht zu werden. Ich bezweifle allerdings, ob das gesellschaftlich gewollt ist, denn unsere politische Klasse hat sich immer als elitär verstanden. Wie sieht die Realität denn aus? Während ich hier ein Plädoyer für die Aufwertung u.a. der Realschulen halte, werden doch faktisch bereits die Gymnasien ABGEWERTET. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder längst auf Privatschulen mit zweisprachigem Unterricht und Klassenstärken um die 12 Schüler. Wir produzieren eine Elite, die aufgrund ihres Bildungsvorsprungs und ihres familiären Backgrounds geradezu selbstverständlich die Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik einnimmt. Und von dieser Elite sollen wir allen Ernstes erwarten, dass sie einen Kurswechsel in der Bildungspolitik einleitet? Lächerlich. Da wird man so lange Strafrahmen verschärfen und wegsperren, bis der gesellschaftliche Druck (vielleicht) irgendwann einmal den Kessel zum Platzen bringt. Um nicht falsch verstanden zu werden: Deutschland hat praktisch keinen Zugang zu Energiereserven. Unser Kapital MUSS Bildung auf hohem Niveau sein. Mehrsprachiger Unterricht, kleine Klassen - das alles ist toll. Aber es darf nicht für eine bestimmte gesellschaftliche Schicht reserviert bleiben.
    Dopamin  (07.01.2008 22:22 Uhr):
    Dir vielleicht; ich entsinne an genügend Beispiele, wo der Sozialdruck ziemlich entnervend war. Nicht bei mir, mir war das auch egal (jetzt nicht mehr, kähähähäh). Wenn Eltern da mit Erziehung nicht selbständiges Denken gefördert haben, kann sich der Betroffene den Ansichten der peergroup schlichtweg kaum erwehren...Und wenn sies getan haben, haben sie sich unangepasste Menschen (auch Aussenseiter genannt) herangezogen, auch wieder schlecht Kann man da überhaupt was richtig machen? Dopamin (nu wohl völlig OT)
    Defendant  (07.01.2008 22:02 Uhr):
    Dir vielleicht; ich entsinne an genügend Beispiele, wo der Sozialdruck ziemlich entnervend war. Nicht bei mir, mir war das auch egal (jetzt nicht mehr, kähähähäh). Wenn Eltern da mit Erziehung nicht selbständiges Denken gefördert haben, kann sich der Betroffene den Ansichten der peergroup schlichtweg kaum erwehren...
    F. Dahler  (07.01.2008 21:58 Uhr):
    Aber die Designer-Klamotten (um "dazuzugehören") können nur die Eltern bezahlen -- bzw. eben nicht...
    Ach, das ist son altes Vorurteil. Wie gesagt, auch in der Real- oder Hauptschule gibt es Eltern, die wohlhabend sind... Aber diese Sache mit den "Designer-Klamotten" kenne ich auch gar nicht. Bei uns gab es so etwas nie. Der eine hat eben das getragen, der andere das. Ist doch schei.ß egal..
    Dopamin  (07.01.2008 16:54 Uhr):
    Ich sage ja nicht, dass es NUR an der finanaziellen Aussattung der Eltern liegt, es gibt ja auch Kommunen die den Sozialgeldempfängern die Bücher sponsern... Ich bin selber ein Kind aus einem "typischen" Arbeiterhaushalt und durfte nur aufs Gymnasium, wenn ich nebenbei arbeite (hab ich natürlich gemacht) und habe sozusagen ein "Gastjahr" auf einem Regel-Gymnasium nach meinem Realschulabschluss verbracht, war interessant, aber nicht besonders erfolgreich (wäre vielleicht besser gewesen wenn ich gleich aufs Gymnasium gegangen wäre, denn auf der Realschule konnte ich mich mit guten Noten durchschummeln OHNE großartig zu lernen - ging aufm Gym dann natürlich nicht mehr :D) Ich seh mal zu nen zweiten Anlauf zu starten - mal sehen ob ich diesmal besser mit Mathe klarkomme - ich hab mich mit Mathe und Physik LK wohl leicht verhoben, war aber die einzige, die auf Anhieb die dritte binomische Formel erkannte im Physik LK - danach hat mein Tutor mich vergöttert Viele Probleme sind vielschichtig und werden nicht mit einfachen Mitteln zu lösen sein, eine Strafmasserhöhung wird es in dieser Problematik also nicht bringen, auch wenn der Herr K. aus Hessen das so gern hätte Dopamin
    F. Dahler  (07.01.2008 16:42 Uhr):
    Liebe Dopamin, aber die meisten Schulen besitzen einen Förderverein, der die Lerhmittel finanziert, sobald die Eltern dies nicht können. Also der Kostenfaktor ist bei staatlichen Schulen nicht unbedingt gegeben. Es fällt aber auch auf, dass (ich kenne keine Zahlen) aber ich schätze einmal mindestens 80% der Hauptschüler nicht aus einer Akademikerfamilie stammen. Und wenn du weiter beim Kostenfaktor bliebest, kann man nur sagen, dass auch auf einer Hauptschule Kosten für Lerhmittel anfallen. Es ist aber oftmals schon so, dass viele Nicht-Akademikerkinder überhaupt gar nicht für das Gymnasium in Frage kommen, da sie eben so schlechte Zensuren haben. Dies liegt m.E. dann an den Eltern, die ihre Kinder falsch augfezogen/erzogen haben bzw. aufgrund ihrer Situation ihre Kinder mangels besserem Wissen nicht besser haben aufziehen können.
    Dopamin  (07.01.2008 16:34 Uhr):
    1. Ein armes Kind hat genau die gleichen Chancen auf beispielsweise ein Platz auf dem Gymnsaium wie ein Akademikerkind. Offensichtlich erbringen aber viele "arme" (ist ja relativ) Kinder weniger LEistung als reichere. Und das liegt dann an den wichtigen ersten.. naja vielleicht 7 Jahren.2. Wenn ich eine Migrantenfamilie in ein Getto stecke und mich nicht weiter kümmere, ist ja klar, dass da nichts bei rumkommt und eine vernünftige Integration nicht möglich ist.glocki, hier wage ich teilweise zu widersprechen: 1. die Chancengleichheit ist theoretisch gegeben. Praktisch sieht das ganz anders aus: Ein Kind auf dem Gymnasium braucht wesentlich mehr an Schulbüchern als auf der Hauptschule (Lernmittelfreiheit?). Ich weiss ja nicht, wann Du deinen Abschluss gemacht hast, aber frage mal bei Deinen Eltern nach, ob diese mit 208 € bzw. 278 € (inkl. Kindergeld - und nicht nur für Schulbücher auszugeben) ausgekommen wären... Erschwerend kommen natürlich dann auch Defizite dazu die die Eltern haben (die sich oftmals abstrampeln nach einem Job, aber nach 200 Absagen aufwärts ist es m.E. verständlich, dass ein Mensch sich abgeschrieben fühlt - mit allen daraus resultierenden Konsequenzen für die Kinder) 2. Streiche das "Migranten-" und es passt auf die aktuelle Situation... Ich denke man kann es nicht nur auf den Migrationshintergrund beschränken... Dopamin
    F. Dahler  (07.01.2008 16:23 Uhr):
    Ich kann zunächst einmal BeneQ zustimmen. Auch dir, Dopamin, stimme ich zu. Amut, mangelnde Bildung, Kriminalität, das ist ein Teufelskereis. Aber warum? Ein armes Kind hat genau die gleichen Chancen auf beispielsweise ein Platz auf dem Gymnsaium wie ein Akademikerkind. Offensichtlich erbringen aber viele "arme" (ist ja relativ) Kinder weniger LEistung als reichere. Und das liegt dann an den wichtigen ersten.. naja vielleicht 7 Jahren. Wenn ich eine Migrantenfamilie in ein Getto stecke und mich nicht weiter kümmere, ist ja klar, dass da nichts bei rumkommt und eine vernünftige Integration nicht möglich ist.
    Dopamin  (07.01.2008 16:07 Uhr):
    Ich lese hier nicht nur in deiser Theamtik vom "Versagen der Eltern", ich würde es zu schätzen wissen, wenn man das anders Ausdrücken könnte, denn die Anforderungen, die an Eltern gestellt werden und die Rahmenbedingungen für Familien haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert - sie enstprechen nicht mehr denen, die in den 50er, 60er oder noch 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts aktuell waren... Hier fehlt UNTERSTÜTZUNG und HILFE für Eltern und Erziehende... Eine gründliche Forschung, was nun genau die Veränderung der letzten Jahrzehnte ausgelöst hat, halte ich persönlich lediglich für am Rande zielführend, da schon eher die mehrfach gennanten Massnahmen, die aus Kostengründen wohl weder in dieser, noch in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt werden... Bei Chancengleichheit höre ich besser auf - ich laufe Gefahr mal wieder etwas abzudriften, aber nicht Menschen bestimmter Herkunft werden Kriminell, sondern vor allem ARME Menschen. Nein, das soll keine Verallgemeinerung sein, es gibt auch arme Menschen, die sich nach oben arbeiten (und DAS entgegen aller sozialen Widerstände, aber DAS gelingt oft nur mit Untersützung von aussen) und Kinder aus "besten Verhältnissen" die "Knastkarrieren" hinlegen... Dopamin
    Dego  (07.01.2008 15:55 Uhr):
    Das mit der Bildung wird immer ein Problem bleiben. Studien belegen ja, dass wenn die Eltern schon ein niedriges Bildungsniveau besitzen, die Kinder im Schnitt auch nicht viel besser darstehen. So einfach ist das also nicht.Kinder inhalieren mE ihre Umgebung, wie ein trockener Schwamm das Wasser; Sie sind in gewisser Weise lebendige Kopier"maschinen". Wenn da das Elternhaus als Vorbild versagt, dann haben es diese Kinder ungleich schwerer, als solche mit besseren Startchancen. Ein Grund, warum ich persönlich durchaus für mehr staatliche Eingriffe in den Kernbereich der Familie bin. LG, D EDIT: Ein kleiner Nachtrag: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm"
    F. Dahler  (07.01.2008 15:42 Uhr):
    Ich bin auch der Auffassung, dass nur eine höhere Bildung die Kriminalität senkt und dass Gespräche dem Arrest vorzuziehen sind. Aber das wurde eben in den letzten Jahren verpasst. Deshalb darf man aber die Schwerkriminellen von heute nicht mit Samthandschuhen anfassen. Das mit der Bildung wird immer ein Problem bleiben. Studien belegen ja, dass wenn die Eltern schon ein niedriges Bildungsniveau besitzen, die Kinder im Schnitt auch nicht viel besser darstehen. So einfach ist das also nicht.
    Dego  (07.01.2008 15:19 Uhr):
    3. Es gibt Untersuchungen nach denen Strafen bei Jugendlichen nur dann die volle Wirkung zeigen, wenn sie zeitnah nach der Tat verhängt werden. Dies ist allerdings nur bei ausreichender personeller Ausstattung der StA und der Gerichte möglich - was Geld kostet. Aber auch davon wollen Leute wie Herr Koch wohl nichts hören.Höchstens als willkommenes Begründungsfutter für die ppp-Projekte im Bereich des Strafvollzuges. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich übrigens heute sehr kritisch zu der Thread-Thematik zu Wort gemeldet: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,527097,00.html LG, D
    Claus H.  (07.01.2008 09:38 Uhr):
    Folgenden Link habe ich gerade in einem anderen Forum gefunden: http://www.spiegel.de/video/video-25548.html Passt ja irgendwie zur Diskussion. Aus meiner Sicht immer wieder unfassbar, was in diesem merkwürdigen Land alles möglich ist.
    Dego  (06.01.2008 19:30 Uhr):
    Der DAV verweist auf eine Studie der gesetzlichen Unfallversicherer über Gewalt an Schulen. Diese habe das Ergebnis erbracht, dass aggressionsbedingte Delikte merklich zurückgegangen seien. Dass die polizeiliche Kriminalstatistik ein anderes Bild ergebe, ist nach Ansicht des DAV auf eine Veränderung des Anzeigenverhaltens zurückzuführen. Wer früher eine Straftat nicht angezeigt habe, tut dies heute eher. „So steigen die Zahlen in den Statistiken, ohne dass sich die tatsächliche Kriminalitätslage entsprechend verändert hat“, führt König weiter aus.Dies scheinen auch andere Dunkelfelduntersuchungen zu bestätigen. Aber fragt mal ältere Leute, z.B. an einer Bushaltestelle - Koch spricht solchen Leuten anscheinend aus dem Bauch. Insoweit: Respekt für die münchausenmäßig wieder möglich gewordene Wiederwahl! LG, D
    F. Dahler  (06.01.2008 17:52 Uhr):
    @ Claus H. Ich will dir gar nicht so sehr widersprechen. Aber einige Punkte möchte ich noch ausführen:
    Gesetze / Rechtsprechung zu lasch. Das ist zunächst mal dein Eindruck. Kannst du ihn auch belegen?
    Die Gesetze sind nicht zu "lasch" meines Erachtens. Das Problem ist die Rechtssprechung. Ich habe einen Bekannten, der ist Richter bzw. Staatsanwalt in Bayern (das wechselt da wohl mal ab und zu). Der meinte, dass sich viele Kollegen aus dem Norden wunderten wie hart doch einige Strafen bei denen in Bayern ausfallen. Da wo jemand z.B. in Bremen 4 Jahre Haft bekommt, bekomme dieser in Bayern 8 Jahre. (salopp gesagt) Dies ist für mich ein Zeichen, dass der Ermessensspielraum zu groß ist. Wie ich bereits sagte, die Strafobergrenzen werden nicht allzu oft ausgenutzt.
    Abschiebung. Sollte aus verschiedenen Gründen aus der Diskussion im Zusammenhang mit Jugendgewalt - auch von Ausländern begangen - herausgehalten werden.
    Warum? Da kommt jemand in unser Land und möchte an unserer Gesellschaft teilhaben. Wenn er sich aber nun nicht benehmen kann und nicht gewillt ist, die Vorzüge unseres Landes zu erkennen, dann soll er wieder da hin zurück, wo er herkommt.
    Aber immerhin steht er mir als Schuldner praktisch sein Leben lang zur Verfügung
    Das Problem bei der zivilrechtlichen Sache ist doch die, dass bei den meisten kaum etwas zu holen ist. Zum Jugendstrafrecht: Sicherlich ist es auch gut, dass man in Deutschlaand in Jugendstafrecht etc hat. Es wäre ja schlimm, wenn nicht. Aber ich darf eine Tat, die das zigste mal begangen wurde, doch nicht immer wieder mit Unreife begründen. Gerade bei solchen Serienstraftätern hat auch ein Gericht eine hohe moralische Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.
    Domingo  (06.01.2008 16:56 Uhr):
    @Claus H.: Volle Zustimmung.
    Claus H.  (06.01.2008 14:03 Uhr):
    Test, Test
    Claus H.  (06.01.2008 13:54 Uhr):
    @ Claus H. Was stört dich an meinen Aussagen? Was stimmt da nicht? Wieso ist nichts, was ich sage von Bedeutung? Wennein Ausländer ein Wiederholungsstraftäer ist, dann soll er bitte schön abgeschoben werden. Un gut ist. Sicherlich liegt es auch daran, dass die Rechtssprechung viel zu lasch ist und die Jugendstrafe viel zu lasch ist. Wieso werden 18jährige Wiederholungstäter nach Jugendstrafrecht verurteilt. Finde ich absolut überflüssig. Solche sollten dann wirklich mal 8 Jahre hinter Gittern für eine gef. KV. Aber nein, es ergeht mal wieder Milde vor moralischem Recht. Abschiebung. Sollte aus verschiedenen Gründen aus der Diskussion im Zusammenhang mit Jugendgewalt - auch von Ausländern begangen - herausgehalten werden. Sie sollten zunächst entsprechend ihrer Schuld behandelt werden - wie jeder andere Straftäter auch. Abgesehen davon, ist die Abschiebung zumeist eh nicht möglich. Sei es, dass EU-Recht die ausschließt, Staatenlosigkeit vorliegt oder humanitäre Gründe dagegen sprechen. Nimm den Fall, an dem sich die Diskussion entzündet hat: Der eine ist EU-Bürger, der andere hat mit der Türkei soviel zu tun wie du und ich - von den Genen und dem Pass jetzt einmal abgesehen. Wir Juristen sollten außerdem IMMER die zivilrechtliche Seite eine solchen Tat im Auge behalten: Als Opfer einer sehr schweren Straftat habe ich in der Regel beträchtliche finanzielle Ansprüche gegen den Täter. In aller Regel wird er aber nicht sofort zahlen können. Aber immerhin steht er mir als Schuldner praktisch sein Leben lang zur Verfügung. Da muss man auch mal praktisch denken: Die Vollstreckung wird sicherlich nicht leichter, wenn er sich in der Türkei oder noch weite weg aufhält. Gesetze / Rechtsprechung zu lasch. Das ist zunächst mal dein Eindruck. Kannst du ihn auch belegen? Eigentlich muss man nur auf die Presseerklärung des DAV verweisen. Die fasst die tatsächliche Diskussion zutreffend zusammen. Das Stichwort heißt personelle Ausstattung und Organisation. Ausländer-, Jugend- und Strafverfolgungsbehörden müssen personell und organisatorisch in der Lage sein, ihre Arbeit zu machen. Sie müssen die "echten" Problemfälle, also die, die Gefahr laufen ihr eigenes und das Leben anderer nachhaltig zu versauen, von den übrigen Fällen unterscheiden können. Dabei ist nicht unbedingt die Anzahl der Vergehen maßgeblich, die sind nur ein Indiz. Wenn es denn so ist, dass es Kinder und Jugendliche gibt, die von ihren Familien zur Kriminalität erzogen werden, Haftstrafen als quasi wirtschaftliche Größe einkalkuliert werden, kommt das Strafrecht zwangsläufig an seine Grenzen. Da sind dann die Jugendämter gefordert, die das Problem erkennen und die Möglichkeit zum Handeln haben müssen. Das kann auch heißen, dass man die Kinder dem Zugriff dieser Familien zu ihrem eigenen und dem Schutz der Allgemeinheit entzieht. Das ist auch ein sehr intensiver Eingriff, aber diesseits von Gefängnis und Abschiebung. Generell darf man aus meiner Sicht Kinder und Jugendliche, egal was sie getan haben, NIEMALS aufgeben. Wenn sie derartig Mist bauen, haben nicht zuletzt auch wir als Gesellschaft versagt. Dass wir in Deutschland zwischen jugendlich, heranwachsend (18-20) und erwachsen differenzieren, ist eine unglaublich wertvolle Errungenschaft. Auch ein 18-Jähriger kann natürlich nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden, aber das darf nicht von der Anzahl seiner Eintragungen, sondern ausschließlich davon abhängig gemacht werden, ob die konkrete Straftat Folge fehlender Reife oder aber eine "Erwachsenenstraftat" ist. Meine Meinung.
    Domingo  (05.01.2008 18:38 Uhr):
    Andererseits schlägt man keine Schwachen Genau das meine eben auch ich Muss ich unbedingt deutlicher werden?
    Dopamin  (05.01.2008 18:30 Uhr):
    Ich fühle mich mitnichten betroffen, allerding weiss ich auch ohne bestimmte Erfahrungen schon gemacht zu haben, dass ich sie mir sparen kann... Dopamin
    Monaco501  (05.01.2008 18:22 Uhr):
    Mehr fällt mir dazu nicht ein, was ich nicht schon geschrieben hätte... Dopamin Sorry, da hat wohl jemand meinen Beitrag zusehr auf sich bezogen Nicht gewollter Volltreffer mit Sahne, kenne ja letztlich nicht die individuellen Lebensbausteine. Allerdings gehe ich bei einem Juraforum schon noch davon aus, dass die Mitglieder aufgrund der Materie nicht selbst im betroffenen Lager spielen. Tja, so beherrscht eben jeder seine eigene Ansicht zum Fakt eines Asozialen Lebensmottos und wie er damit umgehen kann und will. Lg. aus München
    Monaco501  (05.01.2008 18:11 Uhr):
    Ich möchte meinen Vater sehr gerne verprügeln - wenn wir schon bei *Gegenseitigkeit* sind Dann mach es, aber erst wenn Du ihm körperlich überlegen bist Andererseits schlägt man keine Schwachen, wie Alte, Kranke, etc.. Dies gebietet der Respekt oder einfach die eigene Persönlichkeit nicht! Vielleicht ist hier ja ein gesunder Apfel an einem faulen Baum gereift Lg. aus München
    F. Dahler  (05.01.2008 16:23 Uhr):
    @ Claus H. Was stört dich an meinen Aussagen? Was stimmt da nicht? Wieso ist nichts, was ich sage von Bedeutung? Wennein Ausländer ein Wiederholungsstraftäer ist, dann soll er bitte schön abgeschoben werden. Un gut ist. Sicherlich liegt es auch daran, dass die Rechtssprechung viel zu lasch ist und die Jugendstrafe viel zu lasch ist. Wieso werden 18jährige Wiederholungstäter nach Jugendstrafrecht verurteilt. Finde ich absolut überflüssig. Solche sollten dann wirklich mal 8 Jahre hinter Gittern für eine gef. KV. Aber nein, es ergeht mal wieder Milde vor moralischem Recht.
    Dopamin  (05.01.2008 15:03 Uhr):
    Manches könnte doch so einfach sein, ohne alles aus die Schule und mangelnde Ausbildungsplätze zu schieben, ein Blick zurück würde allemal genügen. Heißt, lesbare oder vorlesbare Märchenbücher - statt Gameboy; 19 - 20 Uhr Licht aus, schlafen - statt TV (Zähneputzen nicht vergessen!); Füllfederhalterwünsche nach Pelikan oder Geha, etc. - statt Handy; Sportverein - statt Alkohol; Hausaufgaben und Mithilfe im Haushalt - statt PC mit Chatroom; Brett-und Würfelspiele - statt Kill to Monster; Zimmer aufräumen - sonst Ausgangssperre; Erwachsene respektvoll begegnen - statt anspucken; ...usw. Belohnung: Taschengeld, Kinobesuch, Tierpark, Disco,..... Besuche bei Oma und Opa Wie soll das funktionieren, wenn Mama und Papa (wenn DER überhaupt noch eine Rolle im Leben des Nachwuchses spielt) durch den Arbeitsplatz hunderte km von Oma und Opa entfernt sind? Aber in Zeiten, da Oma und Opa mit den Wohnmobil unterwegs oder mit Haus in Mallorca, wo Vater und Mutter längst selbst die ganze Stadt durgevö..elt haben, wird es schwierig mit Vorbildfunktion und Zucht und Ordnung,.... Schliesst da wer von sich auf die Allgemeinheit? Bei derart unterirdischem Niveau einer Aussage kann ich nicht anders. Glaube nicht, dass diese Geld kosten würde, sondern mehr Familiensinn und wesentlich weniger Langeweile für Unfug oder gar Straftaten. Wie schon weiter oben erwähnt, wenn Familien aus verschiedenen Gründen auseinadergerissen werden, braucht man sich nicht zu wundern, dass der Familiensinn auf der Strecke bleibt! Mit verboten zur Züchtigung in der Schule, wie auch im häuslichen Bereich ist das System des gegenseitigen Respekts den Heranwachsenden entzogen worden. Sicher, Züchtigung ist das einzige Probate Mittel, um der Jugend Respekt beizubringen (Bin ich froh, dass ich hier ohne ausgekommen bin - scheint woanders ja nicht zu gehen...) Nun soll der Staat, die Gesellschaft den mutierten Raubtieren Freigang und Nachsicht gewähren, wärend dieser vergleichbar harmlose Hühner in Käfighaltung erlaubt????? Halte mich hier zurück, weil ich da einfach nicht in der materie Stecke, aber wer Sch** baut sollte a. die daraus resultierenden Konsequenzen tragen und b. ab einem gewissen Mass an gebauter Sch*** auch entsprechend bestraft werden, der eine braucht ein "klärendes Gespräch" mit einem Uniformierten, der andere begreeift erst bei "gefilterter Luft" auf welchem Weg er sich befindet... Alles für mich sozialpädagogische Schei.e !!!!! Lg. aus MünchenMehr fällt mir dazu nicht ein, was ich nicht schon geschrieben hätte... Dopamin
    Claus H.  (05.01.2008 15:01 Uhr):
    @glocki: Immer wieder schade, so etwas in einem Juraforum lesen zu müssen. In einem Fußballforum, ok. Aber Juristen sollten es besser wissen. Nichts von alledem, was du da sagst - täglich stehlen, bedrohen, zusammenschlagen -,ist für die angedachte Verlängerung des Strafrahmens von 10 auf 15 Jahre auch nur ansatzweise von Bedeutung. Zu den anderen Maßnahmen hat der Anwaltsverein ja hinreichend Stellung genommen. Ist irgendetwas, von dem, was der Anwaltsverein sagt, etwas unzutreffend?
    Domingo  (05.01.2008 14:44 Uhr):
    Mit verboten zur Züchtigung in der Schule, wie auch im häuslichen Bereich ist das System des gegenseitigen Respekts den Heranwachsenden entzogen worden. Ich möchte meinen Vater sehr gerne verprügeln - wenn wir schon bei *Gegenseitigkeit* sind
    F. Dahler  (05.01.2008 14:09 Uhr):
    @ Claus H.
    Vielleicht sollte man mal ernsthaft diskutieren, populistische Politikentscheidungen unter Strafandrohung zu stellen
    Das ist doch schon etliche Zeit ein Thema in den großen Parteien. 1997 brachte Schröder es das erste mal ein und seit 2003 wird es wieder ernsthaft diskutiert.
    Mir ist ja klar, dass viele Nichtjuristen die Gleichung höhere Strafandrohung-niedrigere Kriminalität für schlüssig halten
    Darum geht es doch gar nicht hauptsächlich. Es geht einfach um die Ungerechtigkeit, dass Täter, die bereits 40 Einträge in ihrer Akte haben, immer noch mit einem blauen Auge davon kommen und nicht einmal für ihre Taten richtig bestraft wurden. Über Sozialstunden usw. lachen die doch nur.
    Das Jugendstrafrecht hat seinen Sinn. Auch unsere Kinder, selbst wenn wir uns das heute beim besten Willen nicht vorstellen können, "bauen irgendwann vielleicht mal Mist".
    Wenn jemand tagtäglich andere Mitmenschen bestiehlt, sie bedroht und zusammen schlägt, der baut nicht nur mal "Mist" so wie unser eins früher, als er vielleicht mal n Kaugummi ausm Tante-Emma-Laden hat mitgehen lassen, so jemand ist schlicht und einfach kriminell. Wie fühlen sich denn die Opfer, wenn sie zu hören bekommen:"Ach, seien Sie doch nicht so streng mit ihrem Peiniger, er ist doch noch Heranwachsend. Und Sie sind auch erst der Zehnte, dem er den Kopf eingeschlagen hat. Er hat noch eine Chance verdient...." ? Ich würde mir da vom ganzen System verarsch.t vorkommen. Und das kann es doch nicht sein, dass wir das alles so hinnehmen, nur weil es noch heranwachsende Menschen sind. Die Lachen doch unser ganzes System aus. Sozialstunden, pädagogische Gespräche..alles füt die Cuts! Am Wochendene gehen die wieder los und hauen drauf. Naja..vielleicht ist ja die Pubertät schuld
    Monaco501  (05.01.2008 13:48 Uhr):
    Manches könnte doch so einfach sein, ohne alles aus die Schule und mangelnde Ausbildungsplätze zu schieben, ein Blick zurück würde allemal genügen. Heißt, lesbare oder vorlesbare Märchenbücher - statt Gameboy; 19 - 20 Uhr Licht aus, schlafen - statt TV (Zähneputzen nicht vergessen!); Füllfederhalterwünsche nach Pelikan oder Geha, etc. - statt Handy; Sportverein - statt Alkohol; Hausaufgaben und Mithilfe im Haushalt - statt PC mit Chatroom; Brett-und Würfelspiele - statt Kill to Monster; Zimmer aufräumen - sonst Ausgangssperre; Erwachsene respektvoll begegnen - statt anspucken; ...usw. Belohnung: Taschengeld, Kinobesuch, Tierpark, Disco,..... Besuche bei Oma und Opa Aber in Zeiten, da Oma und Opa mit den Wohnmobil unterwegs oder mit Haus in Mallorca, wo Vater und Mutter längst selbst die ganze Stadt durgevö..elt haben, wird es schwierig mit Vorbildfunktion und Zucht und Ordnung,.... Glaube nicht, dass diese Geld kosten würde, sondern mehr Familiensinn und wesentlich weniger Langeweile für Unfug oder gar Straftaten. Mit verboten zur Züchtigung in der Schule, wie auch im häuslichen Bereich ist das System des gegenseitigen Respekts den Heranwachsenden entzogen worden. Nun soll der Staat, die Gesellschaft den mutierten Raubtieren Freigang und Nachsicht gewähren, wärend dieser vergleichbar harmlose Hühner in Käfighaltung erlaubt????? Alles für mich sozialpädagogische Schei.e !!!!! Lg. aus München
    Defendant  (05.01.2008 11:13 Uhr):
    Gibt es vielleicht auch Fälle wo eine Höchststrafe nicht nur gerechtfertigt, sondern auch durchführbar wäre? nein; man kann sich jedesmal noch ein schlimmeres Verbrechen vorstellen. Leute umgebracht? Hätten zwei mehr sein können... Frauen vergewaltigt? Hätt' sie nachher umgebracht haben können...
    Claus H.  (05.01.2008 07:48 Uhr):
    Eigentlich sollte man sich der Diskussion über dieses Thema derzeit verweigern. Koch und Co., sofern sie für das gegenwärtige Medientheater nicht sogar die Verantwortung tragen, sagen Danke. Money for nothing sozusagen. Die "Betroffenen" gewalttätige jugendliche Ausländer sind in aller Regel bei Landtagswahlen alters- oder staatsangehörigkeitsbedingt nicht wahlberechtigt, können sich also nicht per Stimmzettel rächen. Vielleicht sollte man mal ernsthaft diskutieren, populistische Politikentscheidungen unter Strafandrohung zu stellen - muss ja nicht gleich Ausweisung oder Erziehungslager der Abgeordneten sein. Dauerhafter Verlust ihrer Ansprüche aus der Abgeordnetenzeit dürfte vollkommen ausreichen. Zwei Dinge muss man doch mal feststellen: 1. Die Situation im Bereich Jugend-, Ausländerkriminalität hat sich statistisch nicht in den letzten Monaten oder Jahren explosionsartig verschärft, bloß weil jetzt der durchschnittliche Bildzeitungsleser für das Thema sensibilisiert ist (zumindest so lange, bis Bild ein neues Thema auf den Markt wirft). 2. Eine Gesellschaft (WIR) hat natürlich das Recht zu sagen, der Zustand ist zwar nicht neu, aber dennoch unerträglich. Sie darf auch alles daran setzen, um die Situation zu verbessern. Das ist legitim. Aber das Ganze doch bitteschön professionell betreiben. Anwälte, Staatsanwälte, Strafrichter, Ausländerbehörden und Jugendämter besitzen das nötige Wissen. Sie machen auch schon lange gute Vorschläge, denen gemein ist, dass die Umsetzung leider nicht zum Nulltarif zu haben ist. Dafür sind sie effektiv - im Gegensatz zu dem widerwärtigen Straflager-, Ausweisungsgeschwätz. Mir ist ja klar, dass viele Nichtjuristen die Gleichung höhere Strafandrohung-niedrigere Kriminalität für schlüssig halten. Das mag für bestimmte Vergehen/Verbrechen sogar zutreffen, für andere hingegen nicht. Zumindest wir Juristen sollten untauglichen populistischen Vorschlägen mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Das Jugendstrafrecht hat seinen Sinn. Auch unsere Kinder, selbst wenn wir uns das heute beim besten Willen nicht vorstellen können, "bauen irgendwann vielleicht mal Mist". Dann werden wir es zu schätzen wissen, wenn sie nicht wie Verbrecher bestraft, sondern in hoffentlich adäquater Weise erzogen werden.
    Dopamin  (04.01.2008 17:37 Uhr):
    Vorweg die Bitte an die Strafrechtsfesten Mitforisten: Bitte das Folgende bestätigen, oder korrigieren. Ich behaupte jetzt mal, dass die geltenden Gesetze streng genug sind, es hakt aber *hier möchte ich weder "viel" noch "oft" noch "manchmal" einsetzten, weil ich DAFÜR zu wenig in der Materie stecke* an der Umsetzung. Wer setzt das Strafmass fest? Gibt es vielleicht auch Fälle wo eine Höchststrafe nicht nur gerechtfertigt, sondern auch durchführbar wäre? Zugegeben, das mag wohl eher im Erwachsenenstrafrecht der Fall sein, vielleicht weniger im Jugendstrafrecht, wo (wie ich letztens lernen durfte) der Erziehungsaspekt im Vordergrund stehen soll. Ja nu Erziehung hat sich in den letzten 60 Jahren ziemlich verändert. Ein paar wenige grundlegende Regeln halte ich persönlich für sehr wichtig meinen Kindern mitzugeben: Der Unterschied zwischen "mein" und "dein". Auch wenn Du Mist gebaust hast, stehe dazu, sonst gibts noch beim Erwischtwerden von zu Hause eine "Gardinenpredigt" extra. Regeln sind nicht unbedingt da um sie einzuhalten, sondern sie zu hinterfragen und wenn sie als sinnvoll erachtet werden, einzuhalten. Beim Hinterfragen sollte auch die Frage dabei sein "Würde ich das gut finden, wenn DAS mir (also dem Nachwuchs) passieren würde?" Gefahrenpotential bietet, wie glocki schon schrieb, die Perspektivlosigkeit. Zugegeben, ich wohne im sozialen Brennpunkt im Stadtteil (was anderes war damals nicht drin), Kelleraufbrüche? Normal. Dinge, die unter "Sachbeschädigung" laufen, auch. Ich behaupte das sind Kinder, die nichts mit sich anzufangen wissen und auch aus Langeweile den Mist bauen, den sie bauen. Einfach Erziehungsanstalten hinstellen wird nichts bringen, hier muss mehr getan werden und das gesamte Umfeld muss einbezogen werden... Heute sehen wir u. a. die Auswirkungen, der seit 20 Jahren stetig gekürzten Sozialhaushalten vor allem der Kinder- und Jugendhilfe, und es wird nicht besser werden, denn in keinem der letzten 20 Jahren wurde dieser Posten im kommunalen Haushalt aufgestockt, ganz im Gegenteil... Wenn der HEUTE aufgestockt würde, wäre der Effekt erst in Jahren zu sehen... WELCHER Politiker hat SO lange Zeit? Dopamin P.S.: Es sind nicht nur die Unterschichten, die sich an die nicht an die Regeln halten, bzw. deren Eltern die geltenden Regeln für Unsinn halten. Siehe HIER
    F. Dahler  (04.01.2008 17:15 Uhr):
    Eine gute Ausbildungsstätte ist immer noch besser als jedes Erziehungslager
    Nur muss diese auch erstmal geschaffen werden. Für die ganzen Hauptschulabgänger, die heute den Mist bauen, sind diese dann sicherlich nicht gedacht. Also muss schon heute etwas für die passieren, die morgen aufgrund der Chancenlosigkeit wieder Mist machen werden. Eine vernünftige Ausbildung kann dies mangels ausreichender Zeit sicherlich nicht sein. Hier muss zunächst erst einmal hart durchgegriffen werden. Straflager à la USA müssen es ja wirklich nicht sein, aber mal ein paar Tage Knast für die Hirnis, die glauben, eine Bewährungsstrafe sei einem Freispruch gleichzusetzen und somit weiter gewalttätig sind, täte diesen Menschen ganz gut.



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