Anti-Doping-Gesetz

15.06.2007, 15:51 | Recht & Gesetz | Autor: | Jetzt kommentieren


Anlässlich der heute stattfindenden Behandlung des
"Anti-Doping-Gesetzes" im Deutschen Bundestag haben Bayerns Justizministerin Dr. Beate
Merk, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Dr.
Clemens Prokop, der Leiter des Olympiastützpunkts (OSP) Bayern Klaus Pohlen
und dem Rekordnationalspieler im Feldhockey, Philipp Crone in einer
Pressekonferenz in München erklärt, dass das Gesetz dem Sport und den
Strafverfolgungsbehörden nach wie vor nicht das gibt, was sie wirklich zum
Kampf gegen Doping brauchen. Merk: "Die Dopingenthüllungen der letzten
Tage und Wochen haben das ganze Ausmaß des Doping und seine schädlichen
Wirkungen gerade für junge Sportler, für die große Mehrheit der
ehrlichen Sportler, aber auch für den Ruf des Sports insgesamt allen deutlich
gemacht. Um hiergegen wirklich etwas unternehmen zu können, brauchen
wir die umfassende Strafbarkeit des Besitzes von Dopingmitteln und den
Tatbestand des Sportbetrugs. Beides gibt uns das Geset!
z nach wie vor nicht. Hier muss im Bundestag dringend nachgebessert
werden ! Wenn wir ein solches Gesetz haben, können wir auch die
notwendigen Maßnahmen prüfen, damit Justiz und der Sport enger zusammenarbeiten,
etwa eine gegenseitige Information über straf- bzw. sportgerichtliche
Verfahren."

OSP-Leiter Pohlen und DLV-Präsident Prokop ergänzten: "In vielen
Diskussionen mit Sportlern des Olympiastützpunktes Bayern und des Deutschen
Leichtathletikverbands konnten wir feststellen, dass Athleten in der
Besitzstrafbarkeit kein Problem sehen.

Um die "sauberen" Sportler vor dem in den letzten Wochen manifestierten
Generalverdacht zu schützen, kann der Weg im Sinne der Null-Toleranz
gegenüber Dopingvergehen nur über eine eindeutige gesetzliche Regelung
führen."

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz (14.06.2007)


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