Pflegestelle für Tiere: was ist zu beachten?

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| Jetzt kommentieren

Tierheime oder Tierschutzorganisationen sind oftmals auf freiwillige Hilfe bzw. auf Pflegestellen für ihre Schützlinge angewiesen. Besonders dann, wenn die Tiere alt oder pflegebedürftig sind und den Mitarbeitern die Zeit fehlt, um sich intensiv zu kümmern. Ebenso für Tiere, denen es an Vertrauen in die Menschen mangelt.

Pflegestellen für Tiere. (© chalabala - Fotolia.com)
Pflegestellen für Tiere.
(© chalabala - Fotolia.com)

Anfallende Kosten müssen bedacht und die Deckung geklärt werden

Erklärt man sich bereit, ein herrenloses Tier bei sich aufzunehmen, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass das Tier schnell vermittelt sein kann. Im Gegenzug ist es auch möglich, dass das Tier längere Zeit in der Pflegestelle verbleibt. Daher muss auch bedacht werden, dass für ein Pflegetier auch Kosten entstehen, die zu leisten sind wie bei einem eigenen Tier. Wobei in der Regel die Tierheime/Organisationen die Kosten erstatten oder gegebenenfalls Kosten durch Spenden abdecken. Dies bezieht sich auch auf die Tierhaftpflicht, zumal nur in Einzelfällen das Pflegetier über das Tierheim/Organisation versichert ist. Eine Anfrage bei der Gemeinde ist damit ebenfalls zu empfehlen, um festzustellen, ob für das Pflegetier z.B. Hundesteuer entrichtet werden muss.

Die Pflegestelle wird sorgfältig überprüft  

In der Regel wird ein Pflegetier mit allen Konsequenzen wie ein eigenes Haustier behandelt, aber eben nur für eine gewisse Zeitspanne. Bietet man das erste Mal einen Pflegeplatz an, wird eingehend geprüft, ob die nötigen Voraussetzungen erfüllt werden. Ebenso wird besprochen, welches Tier für den Pflegeplatz  infrage kommt, um Schwierigkeiten mit einem eventuell vorhandenen Haustier zu vermeiden. Ist dies alles geklärt und als akzeptabel befunden, steht einer Pflegschaft nichts mehr im Wege.

Der Pflegevertrag

Unter Umständen erfolgt allerdings eine Übergabe nur mit einem Pflegevertrag. Immer dabei ist der Impfpass des Tieres. Die Handhabung, die eine Pflegeübernahme mit sich bringt, ist nicht generell geregelt. So kann es auch vorkommen, dass ein Geldbetrag im Tierheim/Organisation hinterlegt wird, der dann bei erfolgreicher Vermittlung des Pflegetieres wieder erstattet wird.

Was ist zu beachten, wenn Sie eine Pflegestelle für Ihr Tier suchen?

Auf der anderen Seite kann es auch durchaus erforderlich sein, dass man für ein eigenes Tier einen Pflegeplatz sucht Ein Grund kann ein anstehender Krankenhausaufenthalt, eine Kur oder ähnliches sein.  Nicht selten findet sich in derartigen Fällen kein Verwandter oder Bekannter, der das Haustier für die Zeit der Abwesenheit in Pflege nehmen kann.

Sucht man einen Pflegeplatz für ein Tier, ist es sinnvoll, sich an das Tierheim zu wenden. Hier können Adressen von Personen genannt werden, die bereits in der Vergangenheit zuverlässig Haustiere in Pflege genommen haben.

Aber auch im Internet finden sich Vermittlungsseiten, über die Pflegeplätze gefunden werden können. Im Gegensatz zu einer Vermittlung über das Tierheim ist hier allerdings Vorsicht geboten. So sollte man sich stets bereits vorab einen Einblick verschaffen, in welchem Umfeld das Haustier in der Zeit der Abwesenheit leben wird. Empfohlen ist es auch, mit dem Tier die Pflegeperson aufzusuchen, um sich selbst zu versichern, dass das Haustier mit der Person zu Recht kommt und natürlich auch umgekehrt. Angebracht ist es überdies, um Referenzen zu bitten. So hat man die Möglichkeit, andere Personen zu kontaktieren, die ein Tier bereits bei besagter Pflegestelle untergebracht hatten. Auf diese Weise kann man sich überzeugen, dass es sich bei dem Pflegeplatz auch tatsächlich um einen Platz handelt, an dem das eigene Tier gut aufgehoben ist.


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