Erlaubnispflicht für den Auslandstierschutz

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| 1 Kommentar

Gesetze in Deutschland sind nicht starr. Sie werden immer wieder überarbeitet und neuen Gegebenheiten angepasst. So auch das Tierschutzgesetz. Eine überarbeitete und ergänzte Version trat am 13.07.2013 in Kraft. Sie beinhaltet unter anderem eine Erlaubnispflicht für den Auslandstierschutz.

Tiervermittlung aus dem Ausland ist erlaubnispflichtig. (© petra-röder-Fotolia.com)
Tiervermittlung aus dem Ausland ist erlaubnispflichtig.
(© petra-röder-Fotolia.com)

Was besagt die neue Erlaubnispflicht für den Auslandstierschutz genau?

Gemäß dem neuen Tierschutzgesetz, das am 13.07.2013 in Kraft getreten ist, benötigen nunmehr alle Personen, die Hunde oder Katzen aus dem Ausland nach Deutschland bringen bzw. diese nach Deutschland vermitteln, eine spezielle Erlaubnis. Geregelt ist die neue Erlaubnispflicht für den Auslandstierschutz in  § 11 TierSchG bzw. von der zuständigen Veterinärbehörde. Begründet wird die neue Regelung mit dem Umstand, dass Tiere so wenig Stress als möglich ausgesetzt werden sollen. Dies kann nur gewährleistet werden, wenn Personen, die Tiere aus dem Ausland nach Deutschland bringen bzw. vermitteln, über ausreichenden Sachverstand verfügen. Auch dem Welpenhandel durch Tierhändler soll mit dem neuen Gesetz ein Ende bereitet werden. Im Übrigen gilt für das neue Gesetz eine Übergangsfrist von einem Jahr.

Was müssen Tierheime und Organisationen beachten, die im Auslandstierschutz aktiv sind?

Tierheime und Organisationen benötigten bisher lediglich eine amtliche Erlaubnis für ihre Tätigkeit. Dem neuen Gesetz gemäß ist nun eine zweiter Erlaubnis erforderlich nach § 11 Nr. 1 Abs. 5 TierSchG.

Durch die neue Erlaubnis wird die Zusammenarbeit zwischen Ausland und deutschen Tierschützern transparenter

Mit der neuen Erlaubnis wird die Zusammenarbeit zwischen dem Ausland und den deutschen Tierschützern transparenter, da diese den deutschen Veterinärämtern obliegt. Das Veterinäramt überprüft damit die Sachkunde und Seriosität der Tierschutzmitarbeiter. Damit soll einem unsachgemäßen Umgang mit Tieren vorgebeugt werden.


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Bisherige Kommentare zum Ratgeber (1)

Junsnke  (06.04.2015 20:12 Uhr):
Wie sieht es aus mit Schutzverträgen, die mit Vereinen ohne den § 11 abgeschlossen wurden? Können die die Hunde einfach wieder so zurückfordern, obwohl die Schutzgebühr bezahlt wurde?




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