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Kulturstaatsminister Bernd Neumann initiiert virtuelles Museum „Künste im Exil“

10.05.2012, 14:39 | Kanzleinews & Personalia | Autor: Juraforum | 0 Kommentare


Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat den Aufbau eines virtuellen Museums „Künste im Exil“ auf den Weg gebracht, das sich mit Exil und Emigration von Schriftstellern, Filmemachern, bildenden Künstlern, Theaterschaffenden und Musikern befasst. Der Kulturstaatsminister erklärte dazu: „Das Thema ´Künste im Exil´ ist gerade in Deutschland mit seiner doppelten Diktaturvergangenheit von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Tausende Schriftsteller sowie Künstler aus den Bereichen Theater, Film, Fotografie, Tanz, Musik und Bildende Kunst mussten Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verlassen. Die NS*Terrorherrschaft und die nachfolgende kommunistische Diktatur im Osten Deutschlands gehören zur Geschichte und Identität unseres Landes.“

„Das geplante Netzwerk führt die Erinnerungen an die Vertreibungsschicksale speziell von Künstlern und Künstlerinnen zusammen und bringt sie ins Bewusstsein der Gesellschaft“, betonte der Staatsminister weiter. „Das Wissen um die Schicksale der zwischen 1933 und 1945 vertriebenen Künstler soll sich mit Berichten über spätere Exile und Emigrationsbewegungen aus der ehemaligen DDR und Osteuropa verbinden. Dieses Verständnis sensibilisiert für die Situation heutiger Exilanten.“

Das nach dem 2. Weltkrieg eingerichtete „Deutsche Exilarchiv“ der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main wird in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, insbesondere dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, eine Internet-Plattform aufbauen. Sie soll die an unterschiedlichen Orten und Ausstellungen, etwa im Lübecker Buddenbrookhaus oder im Solinger Kunstmuseum, stattfindende Auseinandersetzung mit dem Thema bündeln und einem breiten Publikum öffnen. Geplant ist, im Sommer
2013 die erste virtuelle Ausstellung „Künste im Exil“ freizuschalten. Die Fertigstellung sämtlicher Module ist für das Jahresende 2014 vorgesehen. Die Einrichtung des virtuellen Museums wird aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers mit 745.000 Euro gefördert.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Foto: © Lucky Dragon - Fotolia.com



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