Zahnarzt

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Erklärung zum Begriff Zahnarzt

Zahnarzt darf sich der nennen, der ein Hochschulstudium der Zahnmedizin erfolgreich absolviert hat.

Der Beruf des Zahnarztes gehört in der Bundesrepublik Deutschland zu den sogenannten „Freien Berufen“. Zu den Aufgaben eines Zahnarztes gehören allgemein Diagnose und Therapie von Mund und Kiefererkrankungen sowie Zahnerkrankungen. Ein wichtiger Bereich ist die Prävention. Von etwa 87.700 niedergelassenen Zahnärzten in Deutschland sind etwa 500 Privatzahnärzte, der weitaus größere Teil von ca. 5.400 sind Vertragszahnärzte. Es bleiben Zahnärzte, die ihren Beruf nicht ausüben, sowie Assistenzzahnärzte und solche im Ruhestand.

Studium der Zahnheilkunde: vorklinischer und klinischer Teil

Die heilige Appolinia wird als Schutzheilige der Zahnheilkunde verehrt. Begründet wurde die moderne Zahnheilkunde mit dem Buch „le chiurgien dentiste“, von Pierre Fauchard im Jahre 1728 veröffentlicht. Das Studium der Zahnheilkunde dauert 10 Semester und setzt sich aus einem vorklinischen und einem klinischen Teil zusammen. Es gibt eine naturwissenschaftliche Vorprüfung, die zahnärztliche Vorprüfung sowie letztlich die zahnärztliche Prüfung. Die Regelstudienzeit im Sinne des § 10 Abs. 2 des Hochschulrahmengesetzes (§ 10 Abs. 2 HRG) findet sich mit der Prüfungszeit für die zahnärztliche Prüfung nach Paragraph 33 Absatz. 1 (§ 33 Abs. 1 HRG) mit zehn Semestern und sechs Monaten. Es gilt der Numerus Clausus. Hat der Zahnmedizinstudent das Staatsexamen hinter sich, folgt das  Approbationsverfahren. Die Regeln hierzu sind in der Approbationsordnung der Ärzte niedergelegt.

Weiterbildung als Zahnarzt vorgeschrieben

Eine Weiterbildung ist für einen Zahnarzt heute fast zwingend. Es gibt Spezialisierungen wie Kinderzahnheilkunde, Konservierende Zahnheilkunde, Endodontologie, die Lehre vom Zahnmark, Parodontologie, das ist die Lehre vom Zahnhalteapparat. Es existieren zahnärztliche Chirurgie, Prothetik, Kieferorthopädie, Forensische Zahnmedizin. Interessant ist die Ethno-Zahnmedizin, diese beschäftigt sich mit den Zähnen und der Mundgesundheit indigener Kulturen. Die Traumatologie ist die Lehre von den Verletzungen und Wunden und deren Behandlung. Es gibt Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, letztlich auch die Psychosomatik. Sie beschreibt die Zusammenhänge zwischen der Psyche und körperlichen Erkrankungen des Menschen. Immer wieder wird der Zahnarzt Bereiche anderer Medizinrichtungen kreuzen, denn viele Symptome für Krankheiten zeigen sich zuerst in der Mundhöhle und auch können Krankheiten im Mund- Rachenbereich den übrigen Organismus stören.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 11.11.2015 08:07
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 11.11.2015 08:07


 
 

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