Wettbewerb

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Erklärung zum Begriff Wettbewerb

Allgemein wird als "Wettbewerb" das Streben von mehreren Akteuren nach einem Ziel bezeichnet. In der Praxis ist solch ein Wettbewerb jedem Arbeitnehmer bekannt, nämlich als Kampf von Bewerbern um einen angebotenen Arbeitsplatz.

Als "Wettbewerb" in der Wirtschaft wird die Konkurrenz der Teilnehmer auf dem Markt bezeichnet, wobei besonders relevant der Wettkampf um die Gunst der Kunden ist. Voraussetzung für einen Wettbewerb ist das Vorhandensein mehrerer Anbieter desselben Gutes. Der Wettbewerb ist das wichtigste marktwirtschaftliche Gestaltungselement.

Der Wettbewerb wird zum einen durch die Art des Gutes geprägt, zum anderen auch durch dessen Menge: je mehr davon vorhanden ist, desto härter ist auch der "Kampf" um die Gunst der Käufer. Dieser kann in der Regel nur durch besonders gute Ware oder ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis gewonnen werden. Dies wiederum führt zu einem permanenten Streben nach Verbesserung, was wiederum dem Käufer zugutekommt.

Auch ist der Wettbewerb relevant für neue Produkte sowie technischen Fortschritt, wovon wiederum nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Verbraucher profitieren.

Generell führt der Wettbewerb dazu, dass sich langfristig nur jene Unternehmen am Markt platzieren können, die auch tatsächlich wettbewerbsfähig produzieren.

Jeder Wettbewerb unterliegt auch Wettbewerbsbeschränkungen, also Beschränkungen des Wettbewerbs, die dann gegeben sind, wenn die eigne Leistung in Form von Preis und Qualität keinen Rivalen am Markt besitzt. Diese können entweder von staatlicher oder privater Natur sein. Zu ersteren zählen unter anderem Zölle, Subventionen und Staatsmonopole, während als private Wettbewerbsbeschränkungen beispielsweise Kartelle angesehen werden.

 




Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Gast, 21.11.2015 12:39


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Wettbewerb

  • BildOLG-KOELN, 19.11.1993, 6 U 116/93
    Es ist mit den guten Sitten im Wettbewerb unvereinbar, wenn ein Konkurrent mit Hilfe des Vertragspartners seines Wettbewerbers bzw. dessen Vertragspartnern in geschäftlichen Kontakt zu treten (hier: durch Zulassen der Verwendung der Telefonnummer durch einen Dritten für dessen konkurrierenden Wettbewerb).
  • BildOLG-CELLE, 18.01.2001, 13 U 116/00
    Keine Klagebefugnis des Vereins, wenn betroffene Mitglieder keine Störung des Wettbewerbs erkennen und sich nicht feststellen lässt, dass die beanstandete Handlung geeignet ist, den Wettbewerb erheblich zu beeinträchtigen.
  • BildBGH, 22.06.2004, 4 StR 428/03
    Eine "rechtswidrige Absprache" im Sinne des § 298 Abs. 1 StGB liegt nur bei einer kartellrechtswidrigen Absprache zwischen miteinander im Wettbewerb stehenden Unternehmen vor.
  • BildOLG-HAMBURG, 26.05.2004, 5 U 129/03
    1. Gibt die Verlegerin einer sog. Männerzeitschrift eine vergleichende Studie über das "projektive Männerbild" in verschiedenen deutschen Männerzeitschriften in Auftrag und verwendet diese sodann im Wettbewerb gegenüber Anzeigenkunden, handelt es sich um vergleichende Werbung i.S.d. § 2 UWG. 2. Auch wenn eine solche Studie z.T....
  • BildOLG-HAMBURG, 28.11.2002, 3 U 68/01
    Es beschränkt nicht rechtswidrig den Wettbewerb, wenn die Deutsche Telekom und T-Online gemeinsam mit einem T-ISDN-Mehrgerätetelefonanschluß zugleich ohne zusätzliches Entgelt den Abschluß eines T-Online-Vertrages anbieten.
  • BildVG-POTSDAM, 17.01.2013, VG 8 L 408/12
    Ein Unternehmen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft (hier: Musikakademie), das an die Teilnehmer seiner Veranstaltungen Übernachtungs- und Verpflegungsleistungen lediglich als Annexleistungen erbringt, steht nicht im Wettbewerb zu entsprechenden Privatunternehmen und ist daher persönlich von der Fremdenverkehrsbeitragspflicht befreit.
  • BildARBG-DUESSELDORF, 06.12.2010, 2 Ca 533/10
    1. Das zum Schadensersatz verpflichtende Ereignis ist in einem Feststellungsantrag hinreichend genau zu bezeichnen. Die Angabe "die Untergrabung des Geschäftsbetriebs" als schadensstiftendes Ereignis ist unzureichend. 2. Zu Auskunfts- und Schadensersatzansprüchen bei unzulässigem Wettbewerb
  • BildOLG-CELLE, 10.01.2008, 13 VA 1/07 (Kart)
    Bei der Prüfung, ob ein Gasversorgungsunternehmen "marktbeherrschend" i. S. von § 19 Abs. 1, Abs. 4 Nr. 2 GWB ist, ist zu berücksichtigen, dass Gasversorgungsunternehmen auf dem Wärmemarkt in einem (Substitutions) Wettbewerb mit Anbietern konkurrierender Heizenergieträger stehen.
  • BildBGH, 29.03.2007, I ZR 122/04
    Bei mit anderen Betrieben im Wettbewerb stehenden Wirtschaftsunternehmen, die in der Firmenbezeichnung den Bestandteil "Bundes" führen, ist nach der Lebenserfahrung davon auszugehen, dass der Verkehr im Allgemeinen annehmen wird, die Bundesrepublik Deutschland sei bei dem Unternehmen zumindest Mehrheitsgesellschafter.
  • BildLAG-MUENCHEN, 08.08.2006, 11 Sa 922/05
    Auch die rein kapitalmäßige Beteiligung eines Arbeitnehmers an der GmbH eines im Wettbewerb mit dem Arbeitgeber stehenden Unternehmens ist unter Umständen geeignet, eine außerordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber zu rechtfertigen.

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