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Wahndelikt

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Erklärung zum Begriff Wahndelikt

Ein Wahndelikt ist ein Begriff aus dem deutschen Strafrecht. Es steht häufig in enger Beziehung mit einem untauglichen Versuch.

Ein Wahndelikt charakterisiert sich dadurch, dass der vermeintliche Täter sein Verhalten irrtümlich für verboten und strafbar hält, sein Wille aber auf die Verwirklichung eines Verhaltens gerichtet ist, das keinen Straftatbestand erfüllt. Liegt ein Wahndelikt vor, dann kann dieses aufgrund fehlender Verwirklichung eines Straftatbestandes nicht bestraft werden. Der „Täter“ bleibt straffrei.



Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 01.09.2011 15:25
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Wahndelikt

  • BildKG, 15.03.2012, (4) 121 Ss 113/12 (149/12)
    Der Inhaber einer Monatskarte für die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels, der die Karte entgegen den Beförderungsbedingungen nicht bei sich führt, erfüllt jedenfalls dann nicht den Tatbestand des § 265a StGB, wenn es sich um eine personengebundene, nicht übertragbare Karte handelt.
  • BildOLG-CELLE, 01.11.2011, 31 Ss 29/11
    Die Erklärung unrichtiger Tatsachen in einem Mahnantrag mit dem Willen, den Rechtspfleger zum Erlass eines Mahnbescheides gegen den Antragsgegner zu veranlassen, obwohl dem Antragsteller die Nichtexistenz der geltend gemachten Forderung bewusst ist, erfüllt den Tatbestand des versuchten Betrugs.
  • BildOLG-KOBLENZ, 25.01.2001, 2 Ws 30/01
    Leitsatz: Behauptet ein Rechtsanwalt in einem Zivilprozess der Wahrheit zuwider, es gebe gerichtliche Entscheidungen, in denen eine bestimmte Rechtsauffassung vertreten worden sei, so macht er sich nicht wegen versuchten Betrugs strafbar.

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