Vorstellungskosten

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Erklärung zum Begriff Vorstellungskosten

Kosten, welche einem Bewerber aufgrund eines Vorstellungsgespächs entstehen, werden als "Vorstellungskosten" bezeichnet.

Der Bewerer hat - unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis zustandr kommt oder nicht - gemäß § 670 BGB einen Anspruch auf Erstattung der Vorstellungskosten. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber, der den Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einlädt, dazu verpflichtet ist, ihm seine dadurch entstandenen Aufwednugen zu erstatten. Dabei ist zu beachten, dass eine Stellenanzeige alleine keine Aufforderung ausmacht; es muss eine konkrete Einladung erfolgen.

Zu den erstattungsfähigen Vorstellungskosten zählen:

  • Fahrtkosten, wobei in der Regel die steuerliche Puschale angesetzt wird
  • Übernachtungskosten, wenn es für den Bewerber unzumutbar ist, innerhalb eines Tages hin- und wieder zurückzufahren
  • Verdienstausfall, der erstattungsfähig sind, wenn derBbewerber unbezahlten Urlaub nehmen musste
  • Verpflegungskosten, die entweder nach der steuerlichen Pauschale oder den tatsächlich angefallenen Kosten erstattet werden

Zu beachten ist, dass der Anspruch auf Erstattung der Vorstellungskosten gemäß § 195 BGB nach drei Jahren verjährt.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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