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Verdachtskündigung

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Erklärung zum Begriff Verdachtskündigung

Der Begriff stammt aus dem Arbeitsrecht. Eine Verdachtskündigung ist nach der Rechtsprechung bei allen Dauerschuldverhältnissen zulässig, wenn sich starke Verdachtsmomente auf objektive Tatsachen gründen und die Verdachtsmomente geeignet sind, das für die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses erforderliche Vertrauen zu zerstören. Nicht erforderlich ist also, dass der mit dem Verdacht zusammenhängende Vorwurf tatsächlich bewiesen ist. Der Kündigende muss jedoch alle zumutbaren Anstrengungen unternommen haben, um den Sachverhalt aufzuklären. Insbesondere muss er seinem Vertragspartner Gelegenheit gegeben haben, Stellung zu nehmen.



Erstellt von , 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Nachrichten zu Verdachtskündigung

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Entscheidungen zum Begriff Verdachtskündigung

  • LAG-HAMM, 02.05.2013, 8 Sa 1611/12
    Tat- und Verdachtskündigung wegen des Vorwurfs versuchten Lohnbetrugs
  • LAG-KOELN, 15.04.2010, 13 Sa 1449/09
    Zum Beginn der zweiwöchigen Ausschlußfrist bei einer Verdachtskündigung.
  • LAG-HAMM, 30.03.2012, 18 Sa 1801/11
    Eine Verdachtskündigung ist unwirksam, wenn die Anhörung des betroffenen Arbeitnehmers erst nach Anhörung der Mitarbeitervertretung erfolgt.
  • LAG-BADEN-WUERTTEMBERG, 25.01.2007, 11 Sa 91/06
    Anforderungen an die Anhörung vor Verdachtskündigung; Angemessenheit der Frist zur Stellungnahme.
  • LAG-KOELN, 08.11.2012, 6 Sa 578/12
    Zu den Anforderungen an die Anhörung des Arbeitnehmers als Wirksamkeitsvoraussetzung vor Ausspruch einer sog. Verdachtskündigung.
  • LAG-BERLIN-BRANDENBURG, 05.03.2008, 6 Ta 443/08
    Spricht der Arbeitgeber unter demselben Datum aufgrund desselben Sachverhalts in zwei getrennten Schreiben eine Tat- und eine Verdachtskündigung aus, so erfasst die gegen die Tatkündigung gerichtete Kündigungsschutzklage auch die Verdachtskündigung.
  • LAG-KOELN, 28.03.2007, 7 Sa 1153/06
    1. Zum Verhältnis Verdachtskündigung - Tatkündigung. 2. Zu den Anforderungen an eine Verdachtskündigung. 3. Der bloße Verdacht, einen Bagatelldiebstahl begangen zu haben, erscheint im Regelfall nicht geeignet, das für die Fortsetzung eines langjährig bestehenden Arbeitsverhältnisses notwendige Vertrauen unwiederbringlich zu zerstören.
  • BAG, 25.10.2012, 2 AZR 700/11
    Eine Verdachtskündigung kann nicht ausschließlich auf den Umstand gestützt werden, dass die Strafverfolgungsbehörden einen dringenden Tatverdacht bejaht haben.
  • LAG-KOELN, 10.02.2005, 6 Sa 984/04
    Bei einer Verdachtskündigung hat das Gericht schlüssiges Entlastungsvorbringen des Arbeitnehmers auf der Grundlage von Tatsachen, die bereits vor Zugang der Kündigung vorlagen, vollständig aufzuklären.
  • LAG-BADEN-WUERTTEMBERG, 25.04.2012, 13 Sa 135/11
    1. Die Zurückweisung eines vom Personalleiter unterschriebenen Kündigungsschreibens mangels vorgelegter Originalvollmacht kommt grundsätzlich nicht in Betracht. 2. Zu den Voraussetzungen einer außerordentlichen Verdachtskündigung.

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