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Angemessene Erwerbstätigkeit - Unterhalt

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Erklärung zum Begriff Angemessene Erwerbstätigkeit - Unterhalt

Nach einer Scheidung sind beide Expartner gemäß § 1569 BGB dazu verpflichtet, für ihren Unterhalt selbst zu sorgen. Wenn einer der beiden allerdings nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, so steht ihm gemäß den Regelungen der §§ 1570 - 1580 BGB unter Umständen ein Unterhalt seitens seines Exgatten zu. Dennoch ist er  zunchst dazu verpflichtet, einer angemessenen Erwerbstätigkeit nachzugehen, welche gemäß § 1574 BGB definiert wird: als "angemessen" wird eine Erwerbstätigkeit angesehen, wenn sie

  • der Ausbildung,
  • den Fähigkeiten,
  • einer früheren Erwerbstätigkeit,
  • dem Lebensalter und
  • dem Gesundheitszustand

des Exgatten entspricht. Demzufolge ist ein Exehepartner nach der Scheidung nicht dazu verpflichtet, jede beliebige Arbeit anzunehmen, sondern lediglich dazu, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Pflicht zur Aufnahme einer deratigen Ttigkeit besteht; übt ein Exehepartner keine solche Erwerbstätigkeit aus, so kann ihm ein fiktives Einkommen in Höhe der voraussichtlich erzielten Einnahmen angerechnet werden.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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