Umsatz

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Erklärung zum Begriff Umsatz

Gegenstand der Umsatzbesteuerung ist der einzelne Umsatz. Zunächst ist festzustellen, ob der Umsatz steuerbar oder nicht steuerbar ist. Für die Steuerbarkeit eines Umsatzes ist es erforderlich, dass alle Tatbestandsmerkmale des § 1 Abs. 1 UStG erfüllt sind.

Das Umsatzsteuergesetz unterscheidet nach fünf Umsatzarten:

  1. (Lieferungen und sonstige Leistungen) gegen Entgelt, die ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens ausführt.

  2. Einfuhr von Gegenständen in das Inland

  3. gegen Entgelt

Diese fünf Umsatzarten haben unterschiedliche Voraussetzungen die erfüllt sein müssen, damit der jeweilige Umsatz steuerbar ist. Fehlt nur ein Tatbestandsmerkmal, so ist der Umsatz nicht steuerbar.

Beispiel:

Ein Bauunternehmer verkauft einen privaten antiken Schrank an einen Möbelhändler.

Lösung:

Der Umsatz wird nicht im Rahmen des Bauunternehmens erbracht und ist daher nicht steuerbar.

Ausdrücklich als nicht steuerbarer Umsatz sind im § 1 Abs. 1 a UStG die Umsätze genannt, die im Rahmen einer Geschäftsveräußerung an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen erfolgen.




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Nachrichten zu Umsatz


Entscheidungen zum Begriff Umsatz

  • BildVG-FRANKFURT-AM-MAIN, 12.11.2007, 5 E 1125/07
    Industrie- und Handelskammer, Grundbeitrag, Bilanzsumme, Umsatz, Kreditinstitut
  • BildNIEDERSAECHSISCHES-FG, 27.01.2005, 16 K 34/04
    Entschädigungszahlung für Aufhebung eines Pachtvertrages unterliegt als Umsatz der Land- und Forstwirtschaft der Durchschnittsbesteuerung.
  • BildFG-KASSEL, 24.09.2009, 6 K 1046/06
    Tauschähnlicher Umsatz bei Bauleistungen ; Einräumung eines " Kipprechtes " als Gegenleistung einer Werklieferung
  • BildFG-DES-SAARLANDES, 26.05.2004, 1 K 181/02
    Eine Umsatz- und Gewinnschätzung ist im Fall der Nichtabgabe von Steuererklärungen auch ohne vorherige Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen im Wege der Außenprüfung zulässig.
  • BildFG-DES-SAARLANDES, 04.07.2005, 1 V 124/05
    Bei einem Maklerunternehmen mit zwei Angestellten und einem jährlichen Umsatz von rd. 500.000 Euro sind Gesamtbezüge des alleinigen Gesellschafter-Geschäftsführers von rd. 135.000 Euro angemessen.
  • BildOLG-NUERNBERG, 09.01.2012, 4 U 931/11
    Kenntnisse der Umsatz- und Einkommensteuerstelle eines Finanzamts über die drohende Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners sind einer organisatorisch, sachlich und personell getrennten Sondervollstreckungsstelle für Kraftfahrzeugsteuer desselben Finanzamts nicht zuzurechnen.
  • BildBFH, 27.06.2006, V B 143/05
    Für die Anwendbarkeit der Regelung zur Berechnung der abziehbaren Vorsteuerbeträge nach Durchschnittssätzen gemäß § 23a UStG ist im ersten Kalenderjahr der unternehmerischen Betätigung der voraussichtliche Umsatz dieses Jahres maßgebend.
  • BildLAG-DUESSELDORF, 12.08.1997, 6 Sa 585/97
    Die konkursrechtliche Rangfolge eines an die Óberschreitung der Jahres-Umsatz-Sollvorgabe anknüpfenden Provisionsanspruchs beurteilt sich nach dem Zeitraum, wann der provisionsbegründende Mehrumsatz erzielt worden ist.
  • BildOLG-HAMBURG, 31.01.2007, 5 U 47/06
    1. Weist ein Unternehmen in einem (vergleichenden) werblichen Zusammenhang auf seine Größe/Marktstellung/Bedeutung unter Hinweis auf die - objektiv mehrdeutige - Bezugsgröße "Umsatz" hin, so hat es den relevanten Begriff zur Vermeidung irrtumsbedingter Fehlvorstellungen klarzustellen, wenn die Werbebehauptung allein in Bezug auf die...
  • BildBGH, 12.12.2003, IXa ZB 165/03
    Erhält ein Schuldner laufend vom Umsatz abhängige Lizenzgebühren als Entgelt für die Nutzung eines von ihm persönlich entwickelten "Produkts" können diese dem Pfändungsschutz nach § 850 oder § 850i Abs. 1 ZPO jeweils in Verbindung mit § 850c ZPO unterfallen.

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