Suchen Sie jetzt einen Anwalt:
   

JuraForum.deJuraForum-WikiTTäuschungshandlung 

Täuschungshandlung

Lexikon | Jetzt kommentieren

Erklärung zum Begriff Täuschungshandlung

Die Täuschungshandlung ist eine der Voraussetzungen, welche bestehen müssen, damit der Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB gegeben ist.

Der Täter muss eine Täuschungshandlung praktizieren, was bedeutet, dass er auf das Vorstellungsbild einer anderen Person einwirkt, beispielsweise durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, Unterlassen der Aufklärung über den tatsächlichen Sachverhalt oder durch konkludentes Verhalten.

Die Täuschungshandlung muss bei der anderen Person einen Irrtum hervorrufen oder bestätigen und zu einer Vermögensverfügung führen, also zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung, welche zu einer Vermögensminderung führt.




Erstellt von , 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.

Nachrichten zu Täuschungshandlung

  • BildVG Düsseldorf: Entziehung des Doktortitels von Annette Schavan wegen Täuschung rechtens (21.03.2014, 10:09)
    Düsseldorf (jur). Der früheren Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat die Universität Düsseldorf wegen Abschreibens zu Recht den Doktortitel entzogen. Dies hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf in einem am Donnerstag, 20. März 2014,...
  • BildBGH: Verurteilung von Abofallen-Betreiber wegen Betruges bestätigt (06.03.2014, 10:28)
    Das Landgericht Frankfurt am Main hat den Angeklagten unter Freisprechung im Übrigen wegen versuchten Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Aufgrund überlanger Verfahrensdauer...
  • BildDoktortitel in Gefahr (06.05.2011, 10:54)
    Darmstadt/Berlin (DAV). Wer bei seiner Doktorarbeit ganze Textteile kopiert, ohne dies kenntlich zu machen, riskiert die Aberkennung seines Doktorgrades. Festgestellt werden muss eine vorsätzliche Täuschungshandlung, entschied das...
  • BildAufenthaltsrecht des Ausländers nach Rücknahme der Einbürgerung (20.04.2011, 11:46)
    Die Niederlassungserlaubnis, die ein Ausländer vor seiner Einbürgerung als Deutscher besessen hat, lebt nicht wieder auf, wenn die deutsche Staatsangehörigkeit rückwirkend wegen einer durch Täuschung erwirkten Einbürgerung entzogen wird. Vielmehr...

Entscheidungen zum Begriff Täuschungshandlung

  • BildVG-BRAUNSCHWEIG, 17.09.2002, 6 B 530/02
    Die verkehrsrechtlichen Spezialvorschriften sind auch dann anwendbar, wenn die Fahrerlaubnis (auf Grund einer Täuschungshandlung) rechtswidrig erteilt wurde und deshalb wieder entzogen werden soll. (noch nicht rechtskräftig)
  • BildNIEDERSAECHSISCHES-OVG, 27.09.2007, 11 LB 108/07
    Während der Minderjährigkeit eines Kindes kann dessen durch eine Täuschungshandlung der Eltern erlangte Einbürgerung grundsätzlich jedenfalls dann zurückgenommen werden, wenn es dadurch nicht staatenlos wird.
  • BildHAMBURGISCHES-OVG, 09.09.2005, 1 Bs 212/05
    Der Vorbereitungsdienst für Polizeibeamte kann nicht allein wegen einer Täuschungshandlung vorzeitig beendet werden , wie sie im Rahmen von Prüfungen faktisch immer wieder vorkommen.
  • BildOLG-DUESSELDORF, 14.12.2006, I-10 U 68/06
    1. Die Übertragung eines Gesellschaftsanteils bedarf grundsätzlich auch dann keiner notariellen Beurkundung, wenn das Gesellschaftsvermögen im Wesentlichen aus Grundbesitz besteht. 2. § 123 BGB setzt voraus, dass sich der Anfechtende bei Abgabe seiner Willenserklärung über einen Umstand geirrt hat, weil ein anderer eine...
  • BildBGH, 14.07.1999, 3 StR 188/99
    Für die Vermögensverfügung des durch Betrug Getäuschten genügt, daß die Täuschungshandlung mitbestimmend war. Die Kausalität zwischen Täuschung und Vermögensverfügung entfällt nicht schon deswegen, weil ein anderer nicht vom Irrtum umfaßter Grund für sich allein gesehen zu demselben Entschluß geführt hätte.
  • BildBAYERISCHER-VGH, 30.01.2013, 5 BV 12.2314
    Macht ein Ausländer vor den Ausländerbehörden falsche Angaben, die zur Rücknahme der deshalb rechtswidrig erteilten Aufenthaltstitel führen, so schlägt diese Täuschungshandlung auch auf das Einbürgerungsverfahren durch, wenn der Ausländer dort die gleichen falschen Angaben macht bzw. notwendige Angaben unterlässt, die im...
  • BildOLG-STUTTGART, 13.02.2003, 1 Ws 15/03
    1. Allein in der Verwendung eines Formularvertrags, der den Vertragspartner unangemessen benachteiligt, liegt unbeschadet der zivilrechtlichen Rechtslage keine Täuschungshandlung. 2. Allgemeine vertragliche Pflichten aus gegenseitigen Rechtsgeschäften reichen zur Begründung einer Garantenstellung bei unechten Unterlassungsdelikten...
  • BildOLG-FRANKFURT, 13.03.2003, 1 Ws 126/02
    Die Versendung von rechnungsähnlich gestalteten Angebotsschreiben mit dem Ziel, dem Empfänger vorzutäuschen, dass es sich dabei um die Rechnung für eine zuvor erfolgte Eintragung in ein öffentliches Register handelt, kann eine Täuschungshandlung im Sinne von § 263 StGB darstellen (Änderung der Senatsrechtsprechung im Anschluss an BGH...
  • BildKG, 29.02.2012, (4) 121 Ss 21/12 (32/12)
    Im Fall eines mehraktigen Geschehensablaufes ist erst die Täuschungshandlung versuchsbegründend, welche die zu täuschende Person ohne weitere wesentliche Zwischenschritte zur irrtumsbedingten Vermögensverfügung veranlasst. Das Vorbereitungsstadium verlässt, wer nach Aufnahme der auf einen sofortigen Abschluss eines...
  • BildHESSISCHER-VGH, 23.03.2011, 5 A 2224/10.Z
    Ein zwölf Jahre alter Minderjähriger kann nicht Gebührenschuldner eines von ihm verursachten Polizeieinsatzes sein, da ihm die insoweit erforderliche Handlungsfähigkeit fehlt.Auch der Tatbestand der 2. Alternative der Gebührenziffer 5322 der Anlage 1 zur Verwaltungskostenordnung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport -...

Aktuelle Forenbeiträge

  • Hausarbeit Ladendiebstahl, Detektiv, Scheinwaffe , Abgrenzung ... (15.09.2013, 12:50)
    Hallo zusammen, ich hätte eine Frage zu einem Sachverhalt einer Hausarbeuit komme da gerade nicht weiter an einer Stelle. Sachverhalt lautet auszugsweise: "A möchte sich auf den Verkauf kosdtenlos erworbener Schmuckstücke spezialisieren. Er geht mit einer leeren Deodose in ein Geschäft, lässt sich die Sonnenbrillen vorzeigen, steckt...
  • Täuschungshandlung nach dem Vertrag, kein Betrug? (15.03.2013, 11:28)
    Hallo, ich habe eine Frage, die ich leider nicht lösen kann-Obwohl ich seit Tagen Bücher wälze und Stunden verbringe...Vielleicht wisst ihr ja die Antwort und könnt mir Tipps geben :)Also: Mal angenommen, A hat ein Wettvertrag mit B abgeschlossen, fasst aber DANACH den Entschluss, den B zu täuschen. Der C manipuliert die Wette, dass A...
  • Täuschungshandlung durch Unterlassen (06.04.2012, 14:52)
    Hallo an alle,bin gerade sehr verwirrt. Bitte um Hilfe.Im Sachverhalt begeht A einen Abrechnungsbetrug gegenüber Firma B.Dabei unterlässt sie es der Zulassungsstelle ihren neuen Status als Angestellte mitzuteilen. Später reicht sie dann eine Abrechnung bei B ein (in der sie konkludent Bezug auf die Zulassung nimmt). Eigentlich müsste...
  • Täuschungshandlung beim Betrug (09.10.2011, 13:22)
    Hallo, wenn A den B mit Geld - welches A vorher durch einen Raub erlangt hat - bezahlt, auf welche Täuschungshandlung ist dann i.Z.d. Prüfung des § 263 StGB abzustellen? Ist zu diskutieren, ob A 1. über seine Berechtigung über das Geld verfügen zu DÜRFEN täuscht? oder 2. möglicherweise über seine Fähigkeit über das Geld verfügen...
  • Unfallherbeiführung => Betrug ? (22.02.2011, 17:54)
    Grüß Gott, eine Frage anlässlich einer StrafR II - Hausarbeit: R und K möchten einen KFZ-Unfall herbeiführen um von der Versicherung des Unfallbeteiligten zu kassieren. An einer unübersichtlichen Kreuzung gibt K dem R ein Zeichen, dass der S um die Ecke kommt - der K gibt Gas, der S übersieht die Vorfahrtsregelung und es kommt zum...

Kommentar schreiben

53 - Zw ei =

Bisherige Kommentare zum Begriff (0)

(Keine Kommentare vorhanden)



Sie sind gerade hier: JuraForum.deJuraForum-WikiTTäuschungshandlung 

Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.


Täuschungshandlung – Weitere Begriffe im Umkreis

  • Täterschaft
    Als Täter wird eine Person angesehen, welche entweder selbst oder durch einen anderen eine Straftat begeht. Dabei wird differenziert zwischen mittelbarer und unmittelbarer Täterschaft. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Täterschaft aus dem §...
  • Tätige Reue
    Die tätige Reue ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Strafaufhebungs- oder Strafmilderungsgrund. Grundsätzlich setzt die tätige Reue voraus, dass der Täter nach Beginn seiner Tathandlung wieder Abstand von seiner Tat nehmen will....
  • Tätigkeitsdelikt
    Ein Tätigkeitsdelikt ist ein Delikt , dessen Tatbestand ein bestimmtes Verhalten (in der Form von aktivem Tun oder Unterlassen ) voraussetzt. Im Gegensatz dazu steht das Erfolgsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen Tätigkeits- und...
  • Tatmehrheit
    Tatmehrheit liegt vor, wenn der Täter mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrfach verletzt hat und keine Tateinheit gegeben ist.
  • Täuschung
    Täuschung ist die falsche Auffassung eines Sachverhalts. Sie kann sich in zwei Formen zeigen: Im ersten Fall dient sie der Beeinflussung einer Zielperson oder eines Zielpersonenkreises (Propaganda, Unlauterer Wettbewerb) und führt bei diesen...
  • Teilnahme an einer Straftat
    Die Teilnahme an einer fremden Straftat ist durch Anstiftung und Beihilfe möglich.
  • Teilnehmer
    Teilnehmer ist jede natürliche oder juristische Person, die mit einem Anbieter von Telekommunikationsdiensten einen Vertrag über die Erbringung derartiger Dienste geschlossen hat (vgl. § 3 Nr. 20 TKG)
  • Telefonüberwachung
    Die Telekommunikationsüberwachung ("Telefonüberwachung") erhält ihre gesetzliche Grundlage aus dem § 100a StPO. Gemäß diesem ist es der Staatsanwaltschaft gestattet, in einem Ermittlungsverfahren wegen schwerer Kriminalität ("Katalogverfahren")...
  • Territorialitätsprinzip
    Das Territorialitätsprinzip (auch Territorialprinzip genannt) betrifft eine Frage der Rechtsanwendung, beschäftigt sich also mit der Frage, welches Recht auf welche Personen wann und an welchem Ort anwendbar ist. Generell sagt das...
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.

Top Orte der Anwaltssuche zum Rechtsgebiet Strafrecht

Weitere Orte finden Sie unter:

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2016 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.