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Täuschungshandlung

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Täuschungshandlung

Die Täuschungshandlung ist eine der Voraussetzungen, welche bestehen müssen, damit der Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB gegeben ist.

Der Täter muss eine Täuschungshandlung praktizieren, was bedeutet, dass er auf das Vorstellungsbild einer anderen Person einwirkt, beispielsweise durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, Unterlassen der Aufklärung über den tatsächlichen Sachverhalt oder durch konkludentes Verhalten.

Die Täuschungshandlung muss bei der anderen Person einen Irrtum hervorrufen oder bestätigen und zu einer Vermögensverfügung führen, also zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung, welche zu einer Vermögensminderung führt.




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion, 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

taeuschungshandlung, betrug, § 263 stgb

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Kommentare und Diskussion

Entscheidungen zum Begriff Täuschungshandlung

  • VG-BRAUNSCHWEIG, 17.09.2002, 6 B 530/02
    Die verkehrsrechtlichen Spezialvorschriften sind auch dann anwendbar, wenn die Fahrerlaubnis (auf Grund einer Täuschungshandlung) rechtswidrig erteilt wurde und deshalb wieder entzogen werden soll. (noch nicht rechtskräftig)
  • NIEDERSAECHSISCHES-OVG, 27.09.2007, 11 LB 108/07
    Während der Minderjährigkeit eines Kindes kann dessen durch eine Täuschungshandlung der Eltern erlangte Einbürgerung grundsätzlich jedenfalls dann zurückgenommen werden, wenn es dadurch nicht staatenlos wird.
  • HAMBURGISCHES-OVG, 09.09.2005, 1 Bs 212/05
    Der Vorbereitungsdienst für Polizeibeamte kann nicht allein wegen einer Täuschungshandlung vorzeitig beendet werden , wie sie im Rahmen von Prüfungen faktisch immer wieder vorkommen.
  • OLG-DUESSELDORF, 14.12.2006, I-10 U 68/06
    1. Die Übertragung eines Gesellschaftsanteils bedarf grundsätzlich auch dann keiner notariellen Beurkundung, wenn das Gesellschaftsvermögen im Wesentlichen aus Grundbesitz besteht. 2. § 123 BGB setzt voraus, dass sich der Anfechtende bei Abgabe seiner Willenserklärung über einen Umstand geirrt hat, weil ein anderer eine...
  • BGH, 14.07.1999, 3 StR 188/99
    Für die Vermögensverfügung des durch Betrug Getäuschten genügt, daß die Täuschungshandlung mitbestimmend war. Die Kausalität zwischen Täuschung und Vermögensverfügung entfällt nicht schon deswegen, weil ein anderer nicht vom Irrtum umfaßter Grund für sich allein gesehen zu demselben Entschluß geführt hätte.

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