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Reiserecht - Vertaner Urlaub

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Erklärung zum Begriff Reiserecht - Vertaner Urlaub

Wenn eine Reise aufgrund eines vom Veranstalter verschuldeten Mangels erheblich beeinträchtigt oder ganz vereitelt wurde, so hat der Reisende einen Schadensersatzanspruch für diese "vertane Urlaubszeit"  gegenüber dem Reiseveranstalter. Dieser Anspruch begründet sich aus dem § 651f. BGB, wobei folgende Voraussetzungen erfüllt sein müssen:

  • bei der betreffenden Reise handelte es sich um eine Pauschalreise
  • die Reise wurde vereitelt oder erheblich beeinträchtigt
  • eine Mangelanzeige beziehungsweise ein Abhilfeverlangen wurde gegenüber dem Reiseveranstalter gestellt
  • der Mangel enstand durch Verschulden des Reiseveranstalters

Da eine Aufrechnung des vertanen Urlaubs in der Praxis in Geld nicht leicht messbar ist, bedienen sich die Gerichte unterschiedlicher Berechnungsmethoden zur Höhe des Schadensersatzes. Einige setzen hierfür einen Pauschalbetrag pro Tag des vertanen Urlaubs an, von dem sie eventuell eine kleine Summe abziehen, da der Urlaub an sich zuhause fortgesetzt werden kann. Andere Gerichte wiederum setzen den Betrag an, den der Reisende verdient hätte, wenn er keinen Urlaub genommen hätte, und korrigieren diesen dann um bis zu 50% nach unten.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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