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Pflichtteil

Lexikon | 2 Kommentare

Erklärung zum Begriff Pflichtteil

Teil der Erbschaft, der bestimmten Angehörigen auch durch eine letztwillige Verfügung grundsätzlich nicht entzogen werden kann.



Erstellt von , 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Nachrichten zu Pflichtteil


Entscheidungen zum Begriff Pflichtteil

  • BildOLG-CELLE, 17.11.2003, 6 W 100/03
    Erlässt ein Abkömmling dem Erben den Pflichtteil schon zu Lebzeiten seines Elternteils, hat er damit von seiner Möglichkeit, den Pflichtteil zu verlangen, Gebrauch gemacht, sodass der Pflichtteil entfernterer Abkömmlinge beim Erbfall ausgeschlossen ist.
  • BildOLG-MUENCHEN, 17.07.2007, 31 Wx 18/07
    Zur vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung der Überlassung eines Miteigentumsanteils an minderjährige Kinder unter Anrechnung auf den Pflichtteil.
  • BildOLG-SCHLESWIG, 14.08.2001, 3 U 142/00
    Zur Frage, wie der Pflichtteil eines Hoferben unter Berücksichtigung eines Übergabevertrags zu berechnen ist.
  • BildOLG-SCHLESWIG, 05.11.2002, 3 U 184/00
    Eine Erbin, welche berechtigt ist, die Nacherbschaft auszuschlagen, kann mit verjährungsunterbrechender Wirkung auf ihren Pflichtteil klagen.
  • BildOLG-NUERNBERG, 21.05.2001, 5 U 1132/01
    Zur Abgrenzung zwischen der Verweisung auf den Pflichtteil und einem Pflichtteilsvermächtnis.
  • BildOLG-CELLE, 10.05.2004, 6 U 215/03
    Der Pflichtteil ist auch für einen Unterhaltsgläubiger nur unter den Voraussetzungen des § 852 Abs. 1 ZPO pfändbar.
  • BildOLG-CELLE, 11.10.2001, 22 U 68/98
    Schuldet der Erbe den Pflichtteil, aber nicht das (Nach-)Vermächtnis, kann der schon geleistete Pflichtteil nicht auf das später angefallene Nachvermächtnis angerechnet werden, das Pflichtteilsbegehren indessen als Ausschlagung des Nachvermächtnisses auszulegen sein.
  • BildBAYOBLG, 22.11.2000, 3Z BR 345/00
    Ist im Erbscheinserteilungsverfahren der Geschäftswert festzusetzen, so sind Pflichtteilsverbindlichkeiten auch dann abzuziehen, wenn der Pflichtteil wahrscheinlich nicht geltend gemacht wird (hier: Pflichtteilsstrafklausel).
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 27.11.2013, 20 W 138/13
    1. Die Geltendmachung und Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen führt bei einer allgemeinen Verwirkungsklausel in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament, durch die derjenige Schlusserbe, der mit den Testamentsbestimmungen nicht einverstanden ist, nur den Pflichtteil erhalten soll, nicht zum Verlust der Schlusserbenstellung. 2....
  • BildOLG-CELLE, 11.02.2003, 6 W 9/03
    1. Eine Sanktionsklausel in einem gemeinschaftlichen Testament, dass ein Kind, welches beim Tode des erstversterbenden Ehegatten seinen Pflichtteil verlangt, auch beim Tod des Längstlebenden nur den Pflichtteil erhält, muss nicht zwingend als stillschweigende Einsetzung des Kindes als Schlusserbe auszulegen sein. 2. Ein Schlusserbe...

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Bisherige Kommentare zum Begriff (2)

Inge  (18.04.2016 16:11 Uhr):
zu Noursa, ich war ein Heimkind, durch den frühen Tod meiner Mutter. Kurz vor ihrem Tod war sie Miterbin ihres Elternhauses, somit erbte Vater die Hälfte und wir 3 Kinder die andere Hälfte. Das Erbe wurde auf ein Treuhandkonto festgelegt. Ich wollte es mit 21 Jahren haben, leider war nichts mehr da. Das war 1971, trotzdem Vorsicht!!!
Noursa  (28.08.2015 13:43 Uhr):
Ich bin mittlerweile geschieden. Der ehemalige Arbeitgeber meines Mannes hat ihm die Firma nicht direkt überschrieben sondern anders verkauft. Ihn jedoch als Geschäftsführer benannt. Der neue Inhaber verlangt natürlich etwas dafür. Das alles wurde vor dem Tod geklärt, da der Verstorbene schwerkrank war. Jetzt kommt die Sache dass meine Kinder, zwei minderjährige Mädels, einen erbschaftspflichtanteil in Höhe der Summe bekommen die auch die Kosten für den Geschäftsführer ausmachen. Ich dachte es ist für die Kinder viel mehr kommt heraus dass der Vater das Geld wieder den beiden wegnimmt. Ich habe vom Notar das schreiben erhalten ob ich damit einverstanden bin. Kann ich das Geld annehmen und irgendwie dafür sorgen, dass die Kinder das Geld tatsächlich bekommen wenn sie 18 sind, sprich Festgeldkonto oder Treuhandkonto oder wie sieht es aus wenn ich da zustimme und mein Mann das Geld in die Hände bekommt. Ich finde es eine Frechheit, dass er nach dem Tod versucht hat das alleinige Sorgerecht zu bekommen, jetzt weiß ich auch warum. Und wenn jemand meinen Kinder etwas Gutes tut dann sollen sie es auch bekommen. Es wäre schön wenn jemand eine Idee hätte wie ich das kontrollieren kann, dass die Kinder es bekommen und nicht auf das Konto sondern tatsächlich wenn die 18 sind. Danke



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