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Personalfragebogen

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Erklärung zum Begriff Personalfragebogen

Im Rahmen eines Vorstellungsgespräches werden die Bewerber häufig dazu aufgefordert, einen sogenannten Personalfragebogen auszufüllen. Dieser soll dem Arbeitgeber Aufschluss über die Person des Bewerbers, aber auch über dessen Fähigkeiten und Fertigkeiten geben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass persönliche Fragen in Personalfragebögen nur unter Wahrung der Persönlichkeitssphäre des Bewerbers gestattet sind.

Gemäß § 94 Abs. 1 BetrVG bedürfen Personalfragebögen der Zustimmung des Betriebsrates. Falls es zu keiner Einigung zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber bezüglich des Inhalts des Personalfragebogens kommt, hat eine Einigungsstelle eine diesbezügliche Entscheidung zu treffen.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Personalfragebogen

  • ARBG-STUTTGART, 16.03.2011, 30 Ca 1772/10
    1. Im Falle einer diskriminierenden Kündigung kann eine Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG auch dann verlangt werden, wenn keine Kündigungsschutzklage erhoben wird. Der Eintritt der Fiktionswirkung des § 7 KSchG ergreift nicht den Diskriminierungsvorwurf als solchen. 2. Die tätigkeitsneutral nach dem Vorliegen einer Schwerbehinderung...
  • VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 02.03.1993, PL 15 S 2133/92
    1. Ein Erhebungsbogen für eine Organisationsuntersuchung zur Bürokommunikation und Systemplanung, der von den Beschäftigten die Beantwortung auch personenbezogener Fragen von einigem Gewicht verlangt (hier Fragen nach den Vorstellungen des Beschäftigten zur Bürokommunikation), ist ein Personalfragebogen, an dessen inhaltlicher...
  • BAG, 02.12.1999, 2 AZR 724/98
    Leitsätze: 1. Die fehlende Zustimmung des Personalrats zu einem Personalfragebogen gibt dem Arbeitnehmer nicht das Recht, eine in dem Fragebogen individualrechtlich zulässigerweise gestellte Frage wahrheitswidrig zu beantworten. 2. Zur Beteiligung des Personalrats bei der Entlassung eines Dienstordnungsangestellten wegen arglistiger...
  • VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 15.10.1991, 15 S 888/91
    1. Ein Erlaß, mit dem das Oberschulamt Schulämter und Schulleiter anweist, alle Fälle von Lehrkräften zu erfassen und mitzuteilen, bei denen die einfache Wegstrecke Wohnung-Schule mehr als 80 km beträgt, unterliegt weder nach § 75 Abs 1 Nr 8 LPVG (PersVG BW) (Anordnungen, welche die Freiheit in der Wahl der Wohnung beschränken) noch...
  • BVERWG, 03.05.1999, BVerwG 6 P 2.98
    Leitsätze: 1. Zur Antragstellung nach § 108 Abs. 1 Satz 2 BPersVG berechtigt ist der Leiter derjenigen Dienststelle, die für das Aussprechen der außerordentlichen Kündigung zuständig ist. 2. Hat der Arbeitnehmer auf einem Personalfragebogen Angaben über eine frühere Mitarbeit für das MfS gemacht, die eine außerordentliche Kündigung...
  • ARBG-SOLINGEN, 21.01.2014, 3 Ca 862/13
    1. Ob die Vertragsparteien ein Ausbildungs- oder ein Arbeitsverhältnis vereinbaren wollten, ist durch Auslegung zu ermitteln. Der Wortlaut des schrifltichen Vertrages bildet keine Grenze. 2. Ein Mangel der Berechtigung, Auszubildende auszubilden, führt nicht zur Nichtigkeit des Ausbildungsvertrages (§ 10 Abs. 4 BBiG). Gleiches gilt...
  • LAG-BERLIN-BRANDENBURG, 15.11.2013, 10 Sa 596/13
    Die Bestimmung der Promotionszeit erfolgt seit Inkrafttreten des WissZeitVG nicht mehr allein nach formellen Kriterien. Für die Bestimmung des Beginns der Promotionszeit genügt die schriftliche Erklärung eines Hochschullehrers.
  • BAYERISCHER-VGH, 07.10.2013, 18 P 12.1908
    Antrag von Personalratsmitgliedern auf Feststellung der Unwirksamkeit eines Personalratsbeschlusses; Zustimmung zur Einstellung eines ausgewählten Bewerbers; Informationsinteresse des Personalrats; Erledigung; Rechtsschutzinteresse; Klärung einer abstrakten Rechtsfrage
  • BAYERISCHER-VGH, 07.10.2013, 18 P 12.1907
    Antrag von Personalratsmitgliedern auf Feststellung der Unwirksamkeit eines Personalratsbeschlusses; Zustimmung zur Einstellung einer ausgewählten Bewerberin; Informationsinteresse des Personalrats; Erledigung; Rechtsschutzinteresse; Klärung einer abstrakten Rechtsfrage

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    Guten Tag, nehmen wir mal an die fiktive Person A hat einen Strafbefehl bekommen und fristgerecht Einspruch eingelegt. Daraufhin hat Person A ein Schreiben vom Amtsgericht bekommen in dem mitgeteilt wurde, dass die Staatsanwaltschaft den Antrag auf Erlass eines Strafbefehls zurückgenommen hat und der Strafbefehl damit seine Wirkung...

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