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Monarchie

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Monarchie

Der Begriff Monarchie stammt vom griechischen und bedeutet „Alleinherrschaft“.  Eine Monarchie ist eine Staats- bzw. Regierungsform, bei der ein Monarch oder eine Monarchin das Amt des Staatsoberhauptes inne hat. Damit ist die das Gegenstück der Republik.

Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach Form der Monarchie variieren: Dieses Spektrum reicht von fast keiner (Parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (Konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (Absolute Monarchie). Letztere ist die ursprüngliche Form der Monarchie und auch die, die der Übersetzung „Alleinherrschaft“ am nächsten kommt (Grund dafür ist die Tatsache, dass in früheren Zeiten eine Monarchie im Regelfall eine absolute Staatsform war, demokratische Formen der Monarchie entwickelten sich erst in der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends). Zusätzlich wird zwischen Erb- und Wahlmonarchie unterschieden: In der erstgenannten Form wird der Herrscher durch Erbfolge, in der zweitgenannten durch eine Wahl auf Lebenszeit bestimmt. In Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich (sehr verbreitet in antiken Reichen, z.B. im alten Ägypten oder im Römischen Reich aber auch in neuerer Zeit, z.B. im Kaiserreich China oder bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan).

Die der Monarchie zu Grunde liegende Staatstheorie bzw. Ideologie ist der Monarchismus oder auch Royalismus. Ein Anhänger der Monarchie wird als Monarchist oder Royalist bezeichnet, ein Gegner als Monarchomach, Antimonarchist oder auch Republikaner.

Inhaltsübersicht

I. Historie

Die Art von Monarchie, welche sich durch den Bezug auf Gott bzw. eine Gottheit legitimiert, kann bis ins alte Ägypten zurückgeführt werden, wo der Pharao als Gott verehrt wurde. Ähnliches gilt für das kaiserliche System im alten China, das den Herrscher unter anderem als „Sohn des Himmels“ (天子, tiānzi) bezeichnete, in seiner Herrschaft ein „Mandat des Himmels“ (天命, tiānmìng) erblickte und ihm dadurch absolute Macht verlieh.

Zur gelegentlich vorkommenden Doppelmonarchie siehe Dyarchie. Siehe zur Geschichte auch König.

II. Die Wahl- und Erbmonarchie

Die Wahlmonarchie (mit oft eingeschränktem Kandidaten- und Wählerkreis) scheint historisch älter als die Erbmonarchie zu sein, die die Bürgerkriegsgefahr bei der Erbfolge erfolgreich verringerte. Das Königreich Polen und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation waren bis zu ihrem Ende Wahlmonarchien, gegenwärtig (2006) sind es noch Malaysia und die Vereinigten Arabische Emirate.

Bis zur Christianisierung Europas ist hier meist eine Form der Wahlmonarchie zu finden. Germanische wie keltische Stämme haben ihre „Häuptlinge“, die zwar in der Regel mächtigen und einflussreichen Familienclans entstammen, aber keine automatische Erbfolge kennen. Beim Tod eines Häuptlings wurde einfach ein neuer durch verschiedene Rituale (Thing, Schilderhebung) gewählt oder proklamiert. Auch wenn einen Anführer das Königsheil verlassen hatte, wurde er einfach durch einen neuen ersetzt. In der sächsischen Ordnung wurde nur für die Zeit eines Krieges, eines Feld- oder Beutezuges ein Herzog gewählt, der nach Ende dieses Krieges wieder zum einfachen Freien wurde. Eine andere Herrschaft wurde von den freien Bauernkriegern abgelehnt.

Diese vorfeudalistische Ordnung, die teilweise durchaus demokratische Züge hatte, fand ihr Ende mit der Christianisierung. Als im Römischen Reich Kaiser Konstantin der Große mit dem Toleranzedikt von Mailand im Jahr 313 das Christentum den anderen Religionen gleichstellte und später dann selber zum Christentum konvertierte, begann eine Allianz zwischen den kirchlichen Institutionen und der staatlichen Autorität. Die damalige Kirche legitimierte die absolute Herrschaft und die Erbfolge mit der Ideologie der Herrschaft von Gottes Gnaden. Im Gegenzug sicherte sie sich selbst dadurch eine privilegierte Stellung und Partizipation an der Macht, die sie (später die römisch-katholische Kirche) in den meisten Ländern bis in die Zeit der französischen Revolution behielt.

Europa wird im Mittelalter zunehmend von Erbmonarchien beherrscht: Der Monarch steht dort an der Spitze eines Gefüges regional mehr oder weniger homogener Herrschaftsgebiete, die als Lehen an Gefolgsleute vergeben worden sind. Dieses Feudalsystem bildet die Grundlage der Verwaltung und des Militärwesens in den beherrschten Gebieten, leidet jedoch am zunehmenden Anspruch der Lehnsleute, selbst in Erbfolge über ihre Gebiete zu verfügen und aus diesen wiederum an Gefolgsleute Lehen zu vergeben. Bis zum Aufziehen früher Formen des modernen Staats verliert der europäische Monarch daher faktisch immer weiter an Macht an den so gebildeten feudalen Adel.

III. Monarchieformen

Mit dem Entstehen des modernen Staats bilden sich im Europa der Neuzeit drei Formen der Monarchie heraus:

Absolute Monarchie

In dieser Form besitzt der Monarch dem Anspruch nach die alleinige Staatsgewalt; der Adel verliert seine Position im Feudalsystem im Austausch gegen Privilegien im Staats- und Militärwesen. Der Monarch ist „legibus solutus“ (lateinisch für „von den Gesetzen losgelöst“), das bedeutet, dass er den Gesetzen, die er selbst erlässt, nicht untersteht. Das bekannteste Beispiel für den Anspruch auf absolute Herrschaft des Monarchen ist der Sonnenkönig Louis XIV., dessen Selbstverständnis „L'état, c'est moi“ (zu deutsch „Der Staat, das bin ich“) als geradezu prototypisch für diese Entwicklung angesehen werden kann. Der absolute Machtanspruch ist auf Dauer jedoch nicht gegen den Adel und das aufstrebende Bürgertum durchzusetzen; dort, wo die absolute Monarchie überlebt, nimmt sie Elemente der Republik oder Demokratie an. Trotz Schwierigkeiten in der Abgrenzung des Begriffes können heute (2006) Brunei, die Vatikanstadt, Saudi Arabien, Swaziland und eventuell noch andere arabische Monarchien am Persischen Golf als derzeit existierende absolute Monarchien gelten. In Nepal musste der bis dahin absolut regierende König im Frühjahr 2006 seine weitgehende Entmachtung hinnehmen.

Konstitutionelle Monarchie

In einer konstitutionellen Monarchie ist die Macht des Monarchen nicht mehr absolut, also uneingeschränkt, sondern von der Verfassung geregelt, die Regierung wird aber weiterhin vom Monarchen und nicht von einer Volksvertretung gelenkt. Ein Beispiel dafür ist das deutsche Kaiserreich (1871–1918). Das Fürstentum Liechtenstein hingegen ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage, in der die Regierung vom liechtensteinischen Landtag bestimmt und lediglich vom Fürsten ernannt wird. Das Fürstentum Liechtenstein stellt so eine Mischform zwischen parlamentarischer und konstitutioneller Monarchie dar. Der britische Monarch besitzt zwar theoretisch die Befugnisse eines konstitutionellen Monarchen, übt diese aber aufgrund eines jahrhundertelangen Gewohnheitsrechts nicht mehr aus, so dass er de facto ein parlamentarischer Monarch ist. Auch in Luxemburg hat der Großherzog von seinem Recht, das Parlament aufzulösen, bisher noch keinen Gebrauch gemacht.

Parlamentarische Monarchie

Bei der parlamentarischen Monarchie hat der Monarch im Gegensatz zur konstitutionellen Monarchie nicht die Möglichkeit, die Regierung abzusetzen und übt in der Regel wenig Einfluss auf die Staatsgeschäfte aus, da diese vom Parlament und der Regierung geführt werden (siehe Parlamentarismus). Daher kommt dem Monarchen zumeist nur noch repräsentative Aufgaben zu. In Europa ist diese Staatsform in Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden, Schweden und Spanien anzutreffen, außerhalb Europas zum Beispiel in Japan.

IV. gegenwärtige Monarchien

Anerkannte, unabhängige Staaten

Die folgende Liste umfasst 46 Monarchien, davon 45 von den Vereinten Nationen anerkannte unabhängige Staaten sowie der Vatikan (kein Mitglied der Vereinten Nationen, weil offiziell nicht der Vatikan als staatliches Völkerrechtssubjekt, sondern der Heilige Stuhl die diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten hält). Folglich sind etwa 23,3% der anerkannten unabhängigen Staaten Monarchien. Die Liste der unabhängigen souveränen Monarchien umfasst derzeit folgende Staaten:

Land

Monarchie

Monarch

Aktuell

Anmerkungen

1 Kaiserreich34 Königreiche1 Großherzogtum3 Fürstentümer2 Sultanate3 Scheichtümer (Emirate)1 Häuptlingsstaat1 souveräne territoriale Basis des Heiligen Stuhls

 
 
 

Japan

Parlamentarisch

Kaiser[1]

Akihito

Der japanische Kaiser hat keinerlei politische Macht inne. Er nimmt rein repräsentative Aufgaben wahr.

           
 

Antigua und Barbuda[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

König(in)

Elizabeth II.

 

Australien[2]

 

Bahamas[2]

 

Bahrain

Konstitutionell

König

Hamad ibn Isa Al Chalifa

Bis 2002 Emirat, seitdem Königreich. Nach den im Jahr 2000 begonnenen demokratischen Reformen heute konstitutionelle Monarchie.

 

Barbados[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

König(in)

Elizabeth II.

 

Belgien

Parlamentarisch

König

Albert II.

Bis 1830 von den niederländischen Monarchen regiert.

 

Belize[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

König(in)

Elizabeth II.

 

Bhutan

Konstitutionell

König[3]

Jigme Khesar Namgyel Wangchuck

Buddhistische Monarchie seit 1907.

 

Dänemark

Parlamentarisch

König(in)

Margrethe II.

Der dänische Monarch ist gleichzeitig auch Oberhaupt Grönlands und der Färöer. Seit 1953 steht die Thronfolge auch Frauen offen.

 

Grenada[2]

Elizabeth II.

 

Jamaika[2]

 

Jordanien

Konstitutionell

König

Abdullah II.

1921 vom Vereinigten Königreich etabliert.

 

Kambodscha

Norodom Sihamoni

Seit der neuen Verfassung von 1993 wieder Monarchie.

 

Kanada[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

König(in)

Elizabeth II.

 

Königreich der Niederlande

Parlamentarisch

Beatrix I.

Teilt sich auf in die Niederlande mit seinen 12 Provinzen, Aruba und die Niederländischen Antillen.

 

Lesotho

König

Letsie III.

Bis 1965 „Oberster Häuptling“. Der König hat keine exekutiven oder legislativen Aufgaben.

 

Malaysia

Mizan Zainal Abidin

Wahlmonarchie. Malaysia besteht aus dreizehn Bundesstaaten, darunter neun Sultanate (siehe dazu Abschnitt „Subnationale Monarchien“). Der König wird alle fünf Jahre von den neun Sultanen des Landes aus ihrem Kreis nach Rotationsprinzip gewählt. Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet „Yang di-Pertuan Agong“, auf deutsch „Oberster Herrscher“.

 

Marokko

Konstitutionell

Mohammed VI.

Marokko hält zur Zeit die Westsahara besetzt, allerdings herrschen mit der POLISARIO Streitigkeiten um das Land.

 

Nepal

Parlamentarisch

Gyanendra Bir Bikram Shah Dev

Bis April 2006 absolute Monarchie, nach Ende des seit 1994 herrschenden Bürgerkriegs wurde der König zur Demokratisierung gezwungen.

 

Neuseeland[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

König(in)

Elizabeth II.

 

Norwegen

Parlamentarisch

König

Harald V.

Besteht seit 872, mehrmals in Personalunion. Selbstständiges Königreich seit 1905.

 

Papua-Neuguinea[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

König(in)

Elizabeth II.

 

Salomonen[2]

 

Saudi-Arabien

Absolut

König

'Abd Allah ibn 'Abd al-'Aziz

Islamische Monarchie. Seit 1932 vereinigt.

 

Schweden

Parlamentarisch

König(in)

Karl XVI. Gustav

Seit 1979 steht die Thronfolge auch Frauen offen.

 

Spanien

Juan Carlos I.

1947 unter der Franco-Diktatur wieder zum Königreich erklärt, de facto seit 1978. Der spanische Monarch ist gleichzeitig auch Oberhaupt der in Afrika liegenden Exklaven Ceuta und Melilla sowie der Kanarischen Inseln und trägt den Titel „König von Jerusalem“.

 

St. Kitts und Nevis[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

Elizabeth II.

 

St. Lucia[2]

 

St. Vincent und die Grenadinen[2]

 

Swasiland

Absolut

Mswati III.

Demokratisierungsprozess läuft.

 

Thailand

Konstitutionell

König

Rama IX.

Buddhistische Monarchie. Seit dem Militärputsch 2006 eine Mischform aus konstitutioneller Monarchie und Militärdiktatur.

 

Tonga

König(in)

George Tupou V.

Der traditionell polynesische Königstitel „Tu'i tongo“ wurde 1865 vor Beginn des britischen Protektorats durch einen westlichen ersetzt.

 

Tuvalu[2]

Parlamentarisch-konstitutionell

Elizabeth II.

 

Vereinigtes Königreich

Der britische Monarch ist gleichzeitig auch Oberhaupt folgender Länder: Guernsey, Jersey, Isle of Man, Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Kaimaninseln, Falklandinseln, Gibraltar, Montserrat, Pitcairninseln, Saint Helena, Ascension, Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln und die Turks- und Caicosinseln. Diese Länder sind entweder Kronbesitz (und damit direkt der Krone unterstellt) oder Überseegebiete (ehemalige Kronkolonien).

           
 

Luxemburg

Konstitutionell

Großherzog

Henri I.

Bis 1890 von den niederländischen Monarchen regiert.

           
 

Andorra

Parlamentarisch-konstitutionell

Co-Fürst(in)

Bischof Joan Enric Vives i Sicília

Andorra ist eine Dyarchie, da es zwei gleichberechtigte Staatsoberhäupter hat, nämlich den amtierenden Bischof von Urgell und den aktuellen französischen Staatspräsidenten.

Nicolas Sarkozy

 

Liechtenstein

Konstitutionell

Fürst

Hans Adam II.

 

Monaco

Albert II.

           
 

Brunei

Absolut

Sultan

Hassanal Bolkiah

 

Oman

Qabus ibn Said

           
 

Katar

Absolut

Scheich

Hamad bin Chalifa

 

Kuwait

Konstitutionell

Emir

Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah

Bis 1991 absolute Monarchie, zwischen 1991 und 1996 Bildung eines Parlaments.

 

Vereinigte Arabische Emirate

Föderal-konstitutionell

Präsident

Chalifa bin Zayid Al Nahyan

Wahlmonarchie, Bestehend aus den Gliedsultanaten (siehe dazu Abschnitt „Subnationale Monarchien“). Formell kann jeder der sieben Emire des Bundes zum Bundesoberhaupt gewählt werden, traditionell wird sich aber immer für den aktuellen Emir von Abu Dhabi entschieden.

           
 

Samoa

Parlamentarisch

O le Ao o le Malo[4]

Tupuola Taisi Tufuga Efi

Wahlmonarchie (?)

           
 

Vatikanstadt

Absolut

Papst

Benedikt XVI.

letzte absolute Monarchie Europas und einzige christliche Theokratie der Welt. Der Papst wird von wahlberechtigten Kardinälen im Konklave gewählt und ist als Bischof von Rom und Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ex officio Monarch der Vatikanstadt.

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gibt es keine souveränen Grafschaften und Freiherrschaften mehr. Fußnoten zur Liste:

  1. Die japanischen Kaiser werden Tennō (天皇, japanisch für „Himmlischer Herrscher“) genannt.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o Commonwealth-Königreiche (Monarchien, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist und jeweils von einem Generalgouverneur vertreten wird).
  3. Die Könige von Bhutan werden Druk Gyalpo (Dzongkha für „Drachenkönig“) genannt.
  4. „O le Ao o le Malo“ ist samoanisch und bedeutet etwa „Der Häuptling der Regierung“.

Subnationale Monarchien

Abgesehen von den oben aufgeführten Ländern gibt es folgende kleine Monarchien, die jeweils innerhalb eines anerkannten unabhängigen Staates liegen.

Land Monarch Aktuell Oberhoheit

 
 

Abu Dhabi

Sultan

Chalifa bin Zayid Al Nahyan

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Adschman

Sultan

Humaid bin Raschid an-Nu'aimi

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Ankole

„Omugabe“

Ntare VI.

 

Uganda

 

Anufu

„Soma“

Na Bema

 

Togo

 

Ashanti

König („Asantehene“)

Otumfuo Tutu II.

 

Ghana

 

Bafut

„Fon“

Abumbi II.

 

Kamerun

 

Buganda

König („Kabaka“)

Ronald Muwenda Mutebi II.

 

Uganda

 

Bunyoro

„Omukama“

Iguru I.

 

Uganda

 

Busoga

„Kyabazinga“

Henry Wako Muloki

 

Uganda

 

Dubai

Sultan

Muhammad ibn Raschid Al Maktum

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Fudschaira

Sultan

Hamad ibn Muhammad asch-Scharqi

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Johor

Sultan

Mahmud Iskandar Al-Haj

 

Malaysia

 

Kedah

Sultan

Tuanku Abdul Halim

 

Malaysia

 

Kelantan

Sultan

Ismail Petra

 

Malaysia

 

Kotokolien

Häuptling („Uro Eso“)

Yusuf Ayeva

 

Togo

 

Māori-Reich

König(in)

Tuheitia Paki

 

Neuseeland

 

Mustang

Radscha („Gyelpo“)

Jigme Palbar Bista

 

Nepal

 

Negeri Sembilan

Sultan

Mizan Zainal Abidin

 

Malaysia

 

Pahang

„Yang di-Pertuan Besar“

Tuanku Jaafar

 

Malaysia

 

Perak

Sultan

Azlan Shah

 

Malaysia

 

Perlis

Radscha

Tuanku Syed Sirajuddin

 

Malaysia

 

Ra's al-Chaima

Sultan

Saqr ibn Muhammad al-Qasimi

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Schardscha

Sultan

Sheikh bin Mohamed Al-Qasimi

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Selangor

Sultan

Sharafuddin Idris Shah

 

Malaysia

 

Sigave

König, Häuptling („Tu'i“)

Visesio Moeliku

 

Frankreich

 

Tenkodogo

„Naaba“

Tigre I.

 

Burkina Faso

 

Terengganu

Sultan

Mizan Zainal Abidin

 

Malaysia

 

Toro

„Omukama“

Rukidi IV.

 

Uganda

 

Tu'a

König („Tu'i“)

Soane Patita Maituku

 

Frankreich

 

Umm al-Qaiwain

Sultan

Raschid ibn Ahmad al-Mu'alla

 

Vereinigte Arabische Emirate

 

Uvéa

König („Tu'i“)

Tomasi Kulimoetoke II.

 

Frankreich

 

Wogodogo

„Naaba“

Baongo II.

 

Burkina Faso

 

Zululand

König

Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu

 

Südafrika

V. Diskussionen zur Monarchie

Die Argumentation für oder gegen die Monarchie ist sehr davon geprägt, ob ein Staat eine Monarchie ist oder ob über deren Einführung diskutiert wird. Bei einer existierenden Monarchie kann die vorhandene oder fehlende Reputation des jeweiligen Herrscherhauses so stark ins Gewicht fallen, dass die theoretische Diskussion über die Staatsform Monarchie dagegen in den Hintergrund treten kann. Auffällig ist, dass im 20. Jahrhundert zwar viele Monarchien gestürzt, aber nur sehr wenige neu errichtet wurden.

Argumente gegen die Monarchie

Das Hauptargument gegen die Monarchie als Staatsform ist, dass sie im Widerspruch zu grundlegenden Prinzipien der Demokratie und Volkssouveränität stehe:

  • Jede Form der absoluten Monarchie verstoße gegen das Prinzip der Gewaltenteilung und setzt sich dem durch historische Beispiele untermauerten Vorwurf aus, dass unkontrollierte Macht dazu tendiert, ihren Träger zu korrumpieren.
  • Auch Formen der Monarchie mit beschränkten Befugnissen des Monarchen verstoßen gegen das Prinzip der Volkssouveränität: Wenn die Person des Staatsoberhaupts nicht durch direkte oder indirekte Wahl bestimmt wird und auch nicht abgewählt werden kann, sondern durch Erbfolge festgelegt ist, geht dieser Teil der Staatsgewalt nicht vom Volke aus.
  • Im Fall einer Restauration und der dadurch aufkommenden Frage, wer Monarch werden solle, könne es zu Erbfolgestreitigkeiten kommen.
  • Bei einer Monarchie könne es zu dem Problem kommen, dass der Thronfolger aufgrund seiner mangelnden fachlichen Qualifikation für das Amt des Staatsoberhaupts ungeeignet ist.
  • Die Monarchie verursache wegen der größeren Repräsentationsbedürfnisse und Apanagen höhere Kosten für die Staatskasse.
  • In der jüngeren Geschichte ist ein Trend erkennbar, zum Teil kleptokratische oder anderweitig diskreditierte Monarchien durch Regierungsformen mit einer demokratischen Legitimation zu ersetzen.
  • In laizistisch geprägten Staaten und Bevölkerungsgruppen wäre die Legitimation „von Gottes Gnaden“ wenig stichhaltig.

Argumente für die Monarchie

Befürworter der Monarchie berufen sich hauptsächlich auf folgende Argumente:

  • Ein Monarch könne kostengünstiger sein als ein Präsident, wenn ein großer Teil der Kosten aus dem Budget des herrschenden Hauses finanziert wird. Zudem fällt auch der Rentenanspruch ehemaliger Staatspräsidenten weg, der in manchen Republiken aus der Staatskasse bezahlt wird (siehe Artikel Altbundespräsident, Abschnitt Deutschland). Auch die Kosten von Präsidentschaftswahlen entfallen.
  • Ein Monarch sei als Staatsoberhaupt qualifizierter als ein gewählter Volksvertreter, da er von Jugend an auf sein Amt vorbereitet werde und durch eine längere Amtszeit mehr Erfahrung sammeln könne.
  • Die Tatsache, dass ein gewähltes Staatsoberhaupt in der Regel Mitglied einer politischen Partei ist, stehe in der Regel im Widerspruch zu seiner Funktion als unparteiischer, neutraler und allen Bürgern gleichermaßen verpflichteter Repräsentant des Gesamtstaates; zudem schade die parteipolitische Auseinandersetzung im Wahlkampf dem Ansehen des Staatsoberhaupts.
  • Die Krone sei das ideale Symbol einer nationalen Identität, die sich in Tradition, Religion und Kultur äußert. Ein solches Symbol, das das Bewusstsein an die Individualität der Nation stärke, sei gerade in einem vereinten und zusammenwachsenden Europa von großer Bedeutung. Gleichzeitig stehe ein Monarch aber auch für die Freundschaft zu anderen Völkern, da beispielsweise die gekrönten Staatsoberhäupter Europas in den meisten Fällen einen ausländischen Ehepartner wählen.
  • Eine Parlamentarische Monarchie symbolisiere die Stabilität und Kontinuität der freiheitlich-demokratischen Ordnung besser als ständig wechselnde Staatsoberhäupter.
  • Es wird auch argumentiert, das die Monarchie die Kontinuität und Stabilität eines Staates nicht nur symbolisiere, sondern diese sogar tatsächlich in erheblichem Maße fördere. So zog der Sturz der Monarchie in einigen Ländern in der Vergangenheit nicht nur politische Instabilität nach sich (wie z.B. in Brasilien oder Mexiko) sondern teilweise auch totalitäre Systeme, wie den Nationalsozialismus in Deutschland, den Jakobinismus in Frankreich, den Kommunismus und Stalinismus in Russland oder den Maoismus in China).
  • Auch heute noch sind viele Monarchisten Anhänger des Gottesgnadentums, d.h. sie vertreten die Ansicht, dass der Monarch bzw. Thronprätendent oder -kandidat von Gott zum Oberhaupt des Landes berufen sei.

VI. Verweise

 

Wiktionary: Monarchie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

 




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL.

 
 

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