JuraForum.de > Lexikon > M > Mittäterschaft
Bewusstes und gewolltes Zusammenwirken Mehrerer bei der Begehung einer Tat.
Abgrenzungsprobleme ergeben sich häufig zum Teilnehmer einer Tat, in Form der Beihilfe oder Anstiftung.
Voraussetzungen der Mittäterschaft sind:
Das Vorliegen einer gemeinsamen Tatausführung erfordert nicht, dass jeder Mittäter den objektiven Tatbestand verwirklichen muss. Ausreichend ist, wenn die Täter zusammenarbeiten und keiner der Mittäter einen nur untergeordneten Tatbeitrag ausführt. Abgrenzungskriterium zur Beihilfe ist hier die Wertigkeit des Tatbeitrags.
Der Vorsatz eines Mittäters muss sich auf die gemeinsame Begehung eines bestimmten Delikts beziehen. Jeder Mittäter haftet nur bis zur Grenze seines eigenen Vorsatzes, der "Exzess" eines Täters wird dem Mittäter nicht zugerechnet.
§ 25 StGB
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