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Makeltheorie

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Makeltheorie

Bei der Makeltheorie wird sich im Strafrecht mit der Frage befasst, ob bei dem Tatbestand des Betrugs i. S. v. § 263 StGB ein Vermögensschaden anzunehmen ist, wenn der Täter einen Gegenstand, der ihm nicht gehört, verkauft und sein Opfer über seine Eigentümerstellung täuscht.

Während das Reichsgericht, welches in der Zeit von 1879 bis 1945 tätig war, der Meinung war, dass ein Vermögensschaden vorläge, da dem vom Nichtberechtigten erworbenen Gegenstand ein sittlicher Makel anhafte, wird diese Auffassung heutzutage überwiegend nicht geteilt. Lediglich ein Vermögensschaden in Form einer Vermögensgefährdung wird teilweise angenommen, wenn dem Opfer prozessuale Auseinandersetzungen um das Eigentum drohen.

Gemäß der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann ein Schuldspruch wegen Betrugs grundsätzlich nicht mehr auf den Schaden gestützt werden, außer wenn nach wirtschaftlich nachvollziehbaren Maßstäben ein bezifferbarer Vermögensverlust infolge eines Prozessrisikos festzustellen wäre.




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion, 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

makeltheorie, vermoegensschaden, betrug, § 263 stgb

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