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Kinderzuschlag

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag wurde am 1. Januar 2005 zusammen mit dem Hartz IV eingeführt. Dabei handelt es sich um eine gezielte Förderung einiger gering verdienender Familien mit Kindern. Ziel ist es, einigen geringverdienenden Eltern den Bezug von ALGII - Zahlungen mit seinen negativen Auswirkungen, zu ersparen.

Tatsächlich erhält man den vollen Kinderzuschlag von 140€ pro Kind nur in den Fällen, in denen das eigene Einkommen und das zum Lebensunterhalt zu verwendende Vermögen exakt dem ALGII-Bedarf (persönlicher Bedarf plus angemessene Miete) für die erwachsenen Personen der Bedarfgemeinschaft entspricht. Jeder Euro, der darüber hinaus geht, wird direkt auf den Kinderzuschlag angerechnet. Hat man weniger zur Verfügung, so wird man auf die Beantragung von ALGII verwiesen.

Wie lange wird der Kinderzuschlag gezahlt?

Der Kinderzuschlag wird für maximal 36 Monaten gezahlt. Es findet genauso wie beim ALG II eine Anrechnung von Einkommen und Vermögen statt.

Einen gravierenden Unterschied zu ALG II gibt es nicht bis auf die Tatsache, dass die Familienkasse zuständig ist und man entsprechend dort alle Angaben genauso wie bei ALGII abzugeben hat. Die Prüfung der Bedürftigkeit ist die Gleiche. Die Anzahl der Empfänger ist nicht bekannt, dürfte schätzungsweise aber nur bei wenigen 1000 liegen. Der Kinderzuschlag wird daher auch als Mogelpackung bezeichnet.

Rechtsgrundlage für den Kinderzuschlag ist § 6a Bundeskindergeldgesetz.

Verweise

 




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL.

 
 

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Kommentare und Diskussion

Entscheidungen zum Begriff Kinderzuschlag

  • LSG-DER-LAENDER-BERLIN-UND-BRANDENBURG, 24.02.2009, L 14 KG 5/08
    Kinderzuschlag; Einkommen des Kindes; Minderung Unterhalt
  • BAYERISCHES-LSG, 21.01.2013, L 7 BK 5/12
    Auch beim Kinderzuschlag nach § 6a BKGG ist eine temporäre Bedarfsgemeinschaft der Eltern mit ihrem Kind zu berücksichtigen.Hinweise zur Berechnung des Kinderzuschlags bei einer temporären Bedarfsgemeinschaft.Im Übrigen ist beim Kinderzuschlag von den tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung auszugehen. Eine Absenkung nach...
  • LAG-NIEDERSACHSEN, 21.04.2008, 6 Sa 1675/07
    Der Kinderzuschlag nach § 19a AVR und der kindergeldbezogene Bestandteil des Ortszuschlages nach §§ 14 DVO, 29 B Abs 6 BAT stellen vergleichbare Leistungen im Sinne der §§ 14 DVO, 29 B Abs.6 BAT dar.
  • LSG-BADEN-WUERTTEMBERG, 31.08.2010, L 13 AS 5895/08
    1. Die Ablehnung eines nicht gestellten Leistungsantrags durch die Behörde kann nicht in die Aufhebung einer früheren, bereits bestandskräftigen Leistungsbewilligung umgedeutet werden, denn beide Verwaltungsakte sind nicht im Sinne des § 43 Abs. 1 SGB X auf das gleiche Ziel gerichtet. 2. Die bis zum 31.12.2007 in § 6a Abs. 2 Satz 3...
  • LSG-DER-LAENDER-BERLIN-UND-BRANDENBURG, 02.11.2011, L 12 KG 2/07
    1. Die Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung bei verschlossenem Arbeitsmarkt schließt die Gewährung eines Kinderzuschlages nach § 6 a BKGG nicht aus. 2. Bis 31. Juli 2006 war eine Antragstellung keine Anspruchsvoraussetzung auf einen Kinderzuschlag. 3. Zum Abzug von Kosten für eine Kfz-Haftpflichtversicherung vom Einkommen.

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