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Jagdrecht

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Jagdrecht

Das Jagdrecht der Bundesrepublik Deutschland besteht aus dem Bundesjagdgesetz (BJagdG), den Jagdgesetzen der Länder und aus diversen Rechtsverordnungen.

Inhaltsverzeichnis

  • I. Juristische Regelung
  • II. Literaturempfehlungen
  • III. Verweise

I. Juristische Regelung

Das Jagdrecht steht in Deutschland allein dem Grundeigentümer zu (§ 3 BJagdG). Das davon in Deutschland zu unterscheidende Jagdausübungsrecht hat ebenfalls der Eigentümer inne, wenn sein Grundeigentum ausreichend groß ist (sog. Eigenjagdinhaber mit Eigenjagdbezirk, auch Eigenjagd genannt) und er es nicht verpachtet hat. Ist das Grundstück nicht ausreichend groß, so fällt das Jagdausübungsrecht einer Jagdgenossenschaft an. Mitglieder dieser Jagdgenossenschaft, die sog. Jagdgenossen, sind die Eigentümer der ebenfalls nicht ausreichend großen Grundstücke einer Gemeinde. Die Jagdgenossenschaft kann den gemeinschaftlichen Jagdbezirk - so wie der Eigenjagdinhaber seine Eigenjagd - verpachten. Ist die Jagd verpachtet, dann steht dem Pächter das Jagdausübungsrecht zu.

Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, werden in Deutschland als Wild bezeichnet. Ob Wild bejagt werden darf, hängt davon ab, wie die Jagd- und Schonzeiten geregelt sind. Es ist zum Beispiel möglich, daß Wild keine Jagdzeit hat, also gar nicht gejagt werden darf. Davon unberührt ist die mit dem Jagdrecht verbundene (aktive) Hegepflicht. Sie kommt auch dem ganzjährig geschonten Wild zugute. Gegenüber dem passiven Naturschutz stellt das Jagdrecht, verbunden mit einer ganzjährigen Schonzeit oder dem Fehlen von Jagdzeiten, einen höheren Schutzstatus dar.

II. Literaturempfehlungen

  • Detlev Czybulka: Reformnotwendigkeiten des Jagdrechts aus Sicht einer Harmonisierung mit den europäischen und internationalen Recht der Biodiversität und dem Artenschutz. Natur und Recht 28(1), S. 7 - 15 (2006), ISSN 0172-1631

III. Verweise

 




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL.

 
 

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Kommentare und Diskussion

Entscheidungen zum Begriff Jagdrecht

  • VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 04.06.1992, 5 S 1110/91
    1. Die zuständige Naturschutzbehörde ist gemäß § 27 Abs 1 Satz 2 NatSchG (NatSchG BW) ermächtigt, in Rechtsverordnungen nach dem IV. Abschnitt des Naturschutzgesetzes (hier: für ein Naturschutzgebiet) Vorschriften zum Schutze der Tier- und Pflanzenwelt zu erlassen, auch wenn dadurch das Jagdrecht beschränkt wird. 2. In einem...
  • OLG-CELLE, 23.05.2011, 32 Ss 31/11
    1. § 43 Abs. 6 BNatSchG a. F. erlaubt abweichend von § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG a. F. die Inbesitznahme verletzter oder kranker Tiere, dies aber nur, um sie gesund zu pflegen und unverzüglich wieder freizulassen. Ist eine Gesundpflege mit dem Ziel der Wiederaussetzung hingegen nicht möglich, ist das verletzte bzw. kranke Tier bei der...
  • VG-DUESSELDORF, 16.11.2010, 15 K 2917/10
    1. § 18 S. 3 BJagdG stellt auch die Bemessung der Dauer einer Sperrfrist für die Wiederteiltung des Jagdscheins in das Ermessen der Jagdbehöre. 2. Weder das Jagdrecht noch das jagdrechtlich in Bezug genommene Waffenrecht geben für die Bemesseung der Sperrfrist eine Maximaldauer oder ein Mindestmaß vor. Dies gilt auch für den Fall...
  • VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 01.12.1997, 5 S 1486/96
    1. Der Eichelhäher ist eine besonders geschützte (Vogel-)Art im Sinne des § 20f Abs 1 Nr 1 BNatSchG, dessen Tötung nach dieser Vorschrift verboten ist. 2. An diesem Status hat sich durch die Aufnahme des Eichelhähers unter Nr 73 in den Anhang II Teil 2 zu Art 7 Abs 3 der Richtlinie des Rates 79/409/EWG vom 02.04.1979...
  • VGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 23.10.2013, 5 S 855/13
    Die Verwertbarkeit eines Gutachtens zur Frage der persönlichen Eignung eines Jagdscheininhabers hängt nicht davon ab, ob die behördliche Anordnung zur Vorlage des Gutachtens zu Recht erfolgt ist.

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