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Inkassounternehmen

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Erklärung zum Begriff Inkassounternehmen

Inkassounternehmen
Es gibt für Unternehmer unterschiedliche Wege, um nicht beglichene Rechnungen ihrer Kunden einzutreiben. Entweder das Unternehmen beauftragt einen Rechtsanwalt mit der Einforderung der Verbindlichkeiten oder ein Inkassounternehmen wird eingeschaltet. Sobald der festgelegte Zahlungstermin durch den Schuldner überschritten wurde und die Zahlung unstreitig ist, können Inkassounternehmen tätig werden. Zur Eintreibung benötigen diese unter anderem den Namen und die Adresse des Schuldners. Außerdem muss dem Inkassounternehmen die Forderungshöhe, den Mahngrund und die Rechnungsdaten erhalten.

Vorgehensweise von Inkassounternehmen
Nun kann das Unternehmen mit dem Forderungsmanagement beginnen. Der Erstkontakt mit dem Schuldner erfolgt meist über das Telefon, um den Ursachen der Zahlungsunwilligkeit des Schuldners nachzuspüren und dann schnellstmöglich eine Lösung für das Problem herbeizuführen. Grundsätzlich sind Inkassounternehmen daran interessiert, eine außergerichtliche Lösung mit dem Schuldner anzustreben. Sollte dies allerdings nicht durchführbar sein, so übernimmt das Unternehmen das komplette Forderungsmanagement bis hin zum Mahn- oder Klageverfahren. In Deutschland unterliegen Inkassounternehmen der Erlaubnispflicht. Etwa zwei Drittel der Inkassounternehmen in Deutschland sind im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V. (BDIU) organisiert. Insgesamt ist die Branche in Deutschland durch etwa 750 Unternehmen vertreten.




Erstellt von , 14.06.2010 15:46
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Inkassounternehmen

  • BildVG-DES-SAARLANDES, 19.11.2008, 9 L 1777/08
    Zur Frage der Mitbestimmung des Personalrates bei Übertragung von Vollstreckungstätigkeiten einer Vollstreckungsbehörde auf ein privates Inkassounternehmen und zum Rechtsschutz im vorläufigen Rechtschutzverfahren
  • BildAG-MELDORF, 09.11.2010, 43 VI 82/10
    Ein Inkassounternehmen ist nicht befugt, für einen Gläubiger einen Erbschein zu beantragen oder sonst als Bevollmächtigter eines Verfahrensbeteiligten vor dem Nachlassgericht aufzutreten.
  • BildOLG-FRANKFURT, 01.04.2009, 19 U 228/08
    Die Regelung in einem formularschriftlichen Inkassovertrag, wonach dem Inkassounternehmen im Falle einer erfolgreichen Beitreibung der Hauptforderung (nebst entstandener Verzugszinsen) die beigetriebenen Verzugszinsen als Erfolgsprovision zustehen, während dem Inkassokunden (mindestens) der Betrag der Hauptforderung ausgezahlt wird,...
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 26.03.2013, 6 U 184/12
    1. Ist eine auf Abschluss eines entgeltlichen Abonnementsvertrages gerichtete Angebotsseite im Internet allein darauf angelegt, einen - wenn auch nur kleinen - Teil der Verbraucher über die Kostenpflichtigkeit des Angebots zu täuschen (sog. "Abofalle"), ist die Geltendmachung vermeintlicher Forderungen, die sich aus...
  • BildAG-MELDORF, 21.07.2011, 81 C 241/11
    1. Anbieter von Telekommunikationsdiensten können Telekommunikationsentgeltforderungen nicht wirksam an Inkassounternehmen abtreten (vergleiche OLG München, NJW-RR 1998, 758; AG Hamburg-Altona, MMR 2006, 834). 2. Das Fernmeldegeheimnis schützt nicht nur die veränderlichen Umstände einzelner Kommunikationsverbindungen...
  • BildVG-FRANKFURT-AM-MAIN, 16.12.2010, 1 K 1711/10.F
    1. Für Streitigkeiten zwischen Bürgern bzw. Unternehmen und einer Sparkasse über die Eröffnung eines Girokontos ist der Verwaltungsrechtsweg gem. § 40 Abs. 1 VwGO eröffnet.2. Das Begehren auf Eröffnung eines Girokontos ist im Wege der Leistungsklage zu verfolgen.3. Ein Anspruch auf Eröffnung eines Girokontos kann sich an § 2 Abs. 2...
  • BildBGH, 24.10.2000, XI ZR 273/99
    BGB §§ 197, 812; AGBG § 3; RBerG Art. 1 § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 a) Dem Inhaber einer Inkassoerlaubnis ist es untersagt, seine Kunden darüber zu beraten, ob und unter welchen rechtlichen Gesichtspunkten ihnen eine Forderung zusteht. b) Inkassounternehmen dürfen fremde Forderungen, die sie im Rahmen erlaubter Tätigkeit erworben haben,...
  • BildOLG-KOELN, 15.01.1992, 27 U 98/91
    1. Ein Factoring-Vertrag, durch den ein Zahnarzt Ansprüche gegen seine Patienten ohne deren Einwilligung an ein Inkassounternehmen verkauft, das als gewerbliches Unternehmen in der Rechtsform der GmbH betrieben wird, ist sittenwidrig und nichtig, weil durch diesen Vertrag die ärztliche Schweigepflicht verletzt wird. (Vgl. OLG Köln...

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    Mal angenommen ein kleiner Internethändler hatte im Jahr 2009 in seinem Onlineshop ein Zahlungsdienst eines E-Payment Anbieters, deren Sitz sich in England befindet, integriert. Über den Onlineshop wurden Artikel verkauft, bei Zahlungsart Kreditkarte wurde ein Käufer auf die Seite des E-Payment Anbieters umgeleitet. Dort konnte der...

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