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Hinzuziehung Dritter

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Erklärung zum Begriff Hinzuziehung Dritter

Bei Gesprächen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist es häufig der Fall, dass sich der Arbeitnehmer die Hinzuziehung Dritter wünscht, um ein wenig Unterstützung bei dem betreffenden Gespräch zu haben. Bei dem "Dritten" handelt es sich zumeist um seinen Anwalt, doch so ohne weiteres darf er ihn nicht zu Personalgesprächen mitbringen: möchte der Arbeitgeber nicht, dass der Rechtsanwalt des Arbeitnehmers beim Personalgespräch zugegen ist, so darf dieser seinen Rechtsbeistand auch nicht mitbringen. Begründet wird dies durch § 613 BGB, wonach Personalgespräche als eine Arbeitsleistung anzusehen sind, welche vom Arbeitnehmer eigenständig erbracht werden muss.

Zieht der Arbeitgeber hingegen seinerseits zu dem Personalgespräch seinen Anwalt hinzu, so hat der Arbeitnehmer ebenfalls das Recht auf seinen Rechtsbeistand.

Betriebsratsmitglieder dürfen in folgenden Fällen als Dritte zu Personalgesprächen hinzugezogen werden, wenn der Arbeitnehmer dies wünscht:

  • Einsichtnahme in die Personalakte
  • Behandlung von Beschwerden
  • Zusammensetzung des Arbeitsentgeltes
  • berufliche Perspektiven
  • Änderung der Arbeitsabläufe
  • Auflösungsverträge



Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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