JuraForum.de > Lexikon > H > Haushaltsführungsschaden
Schadensersatz für die durch eine Verletzung bedingte Unmöglichkeit der Haushaltsführung.
Die Pflicht zum Ersatz des Haushaltsführungsschadens ist nicht auf Hausfrauen und Hausmänner begrenzt, sondern besteht bei jeder Person, die einen Anteil an der Hausarbeit erledigt.
Anspruchsberechtigt ist der Verletzte selbst, nicht die durch die ausfallende Hausarbeit mehrbelasteten anderen Haushaltsangehörigen.
Ein Haushaltsführungsschaden für die nicht mögliche Haushaltsführung in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft besteht nicht (KG Berlin 26.07.2010 - 12 U 77/09).
Ersetzt wird der Schaden für den Ausfall der Haushaltstätigkeit, die durch den Geschädigten tatsächlich erledigt wurde. Der Schaden ist konkret darzulegen, wobei die Darlegungslast des Geschädigten gemäß § 287 ZPO gemindert ist.
Das OLG Koblenz hat die Geltendmachung eines Haushaltsführungsschadens durch einen hauptberuflich als Chirurg arbeitenden Kläger im Juli 2003 lediglich aufgrund der fehlenden Substanziierung des Schadens abgelehnt. Der Kläger hatte geltend gemacht, er habe für die Dauer der Verletzung seinen üblichen Anteil an den Haushaltsarbeiten in einer 200 qm großen Wohnung nicht erbringen können. Dies reichte nach Meinung der Richter nicht zur Erfüllung seiner Darlegungslast aus.
Die Höhe des konkreten Schadens ist wie folgt zu ermitteln:
§ 842 f. BGB
§ 844 Abs. 2 BGB
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