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Grundschuld

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Grundschuld

Die Grundschuld als dingliches Recht findet sich im 3. Teil des BGB (Bürgerlichen Gesetzbuches) wieder. Dementsprechend wird eine Grundschuld oft als Sicherungsmittel verwendet. Die Regelungen zur Hypothek finden bei einer Grundschuld entsprechend Anwendung.

Einer der wichtigsten Unterschiede einer Grundschuld gegenüber einer Hypothek ist der, dass eine Grundschuld nicht akzessorisch zur Forderung ist. Das bedeutet konkret, dass eine Grundschuld bestehen kann, obwohl keine Forderung vorliegt.

Grundsätzlich könnte in einer derartigen Konstellation der Gläubiger eine Zwangsvollstreckung durchführen, obwohl keine Forderung mehr zugrunde liegt. Um dieses Dilemma zu beseitigen, wird eine Grundschuld in der Praxis mit einem Sicherungsvertrag verbunden. Dieser Vertrag sieht vor, dass im Falle der Forderungsbefriedigung die Grundschuld zurück auf den ursprünglichen Eigentümer geht. Ist das gegeben, spricht man von einer Eigentümergrundschuld.




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion, 21.10.2010 10:46
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

Grundschuld Hypothek

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Entscheidungen zum Begriff Grundschuld

  • OLG-KARLSRUHE, 26.07.2012, 9 U 154/11
    1. Eine formularmäßige weite Sicherungsabrede kann für den Sicherungsgeber überraschend im Sinne von § 305 c Abs. 1 BGB sein, wenn er unter den gegebenen Umständen davon ausgehen durfte, die Grundschuld solle nur der Sicherung des Anlassdarlehens dienen. 2. Der Erwerber eines Grundstücks braucht als Sicherungsgeber nicht ohne weiteres...
  • BFH, 11.04.2012, VIII R 28/09
    1. Der dem Grundschuldgläubiger aus dem Versteigerungserlös zufließende Betrag ist nicht steuerbar, soweit er auf eine Nebenleistung i.S. von § 1191 Abs. 2 BGB entfällt. 2. Zinsen aus einer Grundschuld sind steuerlich demjenigen zuzurechnen, der im Zeitpunkt des Zuschlagsbeschlusses aus der Grundschuld berechtigt ist und bei dem...
  • OLG-CELLE, 18.02.2009, 3 U 170/08
    1. Bewilligen zwei Grundstückseigentümer, die ideelle Miteigentümer zu je 1/2 sind, die Eintragung einer Grundschuld am Gesamtgrundstück, ist die Löschung der Grundschuld nur auf einer der ideellen Grundstückshälften ausgeschlossen. 2. Eine anfängliche Übersicherung des Kreditgebers durch Einräumung einer Grundschuld begründet nur...
  • SAARLAENDISCHES-OLG, 11.05.2006, 8 U 449/05 - 125
    Die weite Zweckerklärung einer Grundschuld wird als überraschende Klausel im Sinne des § 305c Abs. 1 BGB nicht Vertragsbestandteil, soweit sie sich auf bestehende und künftige Verbindlichkeiten eines Dritten (auch des Ehegatten) bezieht. Dagegen ist die wirksam, soweit sie in den Zweck der Grundschuld, lastend auf dem...
  • OLG-SCHLESWIG, 20.04.2006, 5 U 155/05
    Sichert eine Grundschuld eine Bürgschaftsforderung und wird das Grundstück unter Übernahme der Grundschuld von dem Hauptschuldner erworben, betreibt sodann der Gläubiger wegen der Bürgschaftsforderung die Zwangsversteigerung, dann führt die zur Abwendung der Zwangsvollstreckung geleistete Zahlung nicht nur zur Tilgung der Grundschuld,...

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